Steuervorrichtung an Werkzeugmaschinen Bei den bekannten normalen Universal werkzeugmaschinen, zum. Beispiel den Dreh bänken, sind für die Bedienung noch zahl reiche zeitraubende Handgriffe auszuführen. Für die selbsttätige Steuerung der Bewe gungen werden entweder Steuertrommeln und Kurvenscheiben oder Relais und Schützen steuerungen verwendet. Der Nachteil der Steuertrommeln besteht darin, dass das Ar beitsspiel starr ist, das heisst die Drehbewe- gung der Trommel unabhängig von der Aus führung der einzelnen Bewegungsvorgänge der Maschine abläuft..
Die Veränderung des zeitlichen Ablaufes der einen oder andern Bewegung ist nur durch die Auswechslung der Trommel oder die Verstellung der Nocken möglich. Bei den elektrischen Selbststeuerun gen mit Wegbegrenzung durch Endschalter und dergleichen, welche gleichzeitig die Schaltimpulse für den darauffolgenden Bewe gungsvorgang abgeben, besteht dieser Nach teil nicht. Unabhängig von der Reihenfolge der einzelnen Bewegungsvorgänge kann durch Veränderung der Motordrehzahl die Ablauf zeit jedes einzelnen Bewegungsvorganges ge ändert werden.
Bei diesen Steuerungen ist jedoch die Reihenfolge der Bewegungsvor- gänge durch die Leitungsführung der Strom impulse zu den verschiedenen Relais und Schützen festgelegt. Eine Änderung der Rei henfolge der nacheinander einsetzenden Be wegungen bedingt eine Änderung der Schal tungsanordnung. Mittels der Wahlschalter kann nur im beschränkten Masse eine Ände- rung der für die einzelnen Werkstückformen notwendigen Arbeitsspiele erzielt werden.
Es ist das Ziel der vorliegenden Erfin dung, eine Steuereinrichtung für automa tische Werkzeugmaschinen zu schaffen, die es ermöglicht, die Selbststeuerungen der Maschinen sofort auf jedes beliebige Arbeits spiel einzustellen.
Nach dieser Erfindung ist die Steuerein richtung an Werkzeugmaschinen dadurch ge kennzeichnet, dass den verschiedenen Steuer impulsen bestimmte Frequenzen zugeordnet sind itnd ferner frequenzempfindliche Organe, die auf unterschiedliche Frequenzen anspre chen, vorhanden sind und immer dann an sprechen, wenn die entsprechenden Frequen zen auftreten und auf diese Weise die ver schiedenen Antriebe der Maschinen steuern, wobei ferner die verschiedenen Frequenzen auch durch ein Aufzeichnungsgerät aufge zeichnet werden können, so dass der Arbeits ablauf der Maschine beliebig oft reprodu- zierbar ist.
In den beigefügten Zeichnungen sind Aus führungsbeispiele des Erfindungsgegenstan des veranschaulicht.
Die Fig.1 zeigt als Beispiel eine Dreh bank mit einer solchen elektroakustischen Steuerung.
Die Fig. 2 zeigt ein Stück des Stahldrahtes mit den verschiedenen Schaltimpulsen für die einzelnen Bewegungsvorgänge.
Die Fig. 3 zeigt die Anordnung der Steue rung für einen Maschinentisch bei Verwen- dung eines elektromagnetisierten .Stahlbandes mit. Grob- und Fein-Impulsnehmer.
Die Fig. J zeigt einen walzenförmig aus gebildeten Magnetogrammträger.
Die Fig. 5 zeigt ein Schaltschema der Steuerung.
Die Fig. 6 zeigt ein anderes Schaltschema unter Verwendung eines Schwingtransforma tors.
Die in Fig.1 dargestellte Drehbank be sitzt einen Hauptantriebsmotor für den An trieb des -#Verkstückes. Dieser Motor ist in der Zeichnung nicht dargestellt. Die Ausführung des Werkstückantriebes ist für die Erfindung nebensächlich. Die Ein- und Ausschaltung des Hauptantriebes kann mittels zweier be sonderer Druckknöpfe über Schützen vorge nommen werden. Die Druckknöpfe können auf der Bedienungsplatte 1 angeordnet wer den. Die Längsbewegung des Maschinensup- portes erfolgt durch die Leitspindel 2.
Der Quersupport wird durch eine besondere Leit- spindel 3 angetrieben. In dem Getriebekasten befinden sich ausser einem umschaltbaren Getriebe je eine elektromagnetische Umkehr kupplung für den Rechts- und Linkslauf der beiden Leitspindeln 2 und 3. Der Antrieb der beiden Kupplungen kann entweder, wie in der Zeichnung dargestellt, durch einen besonde ren Motor 5 oder durch den Werkstückantrieb erfolgen. Mit dem Antrieb der beiden Leit- spindeln ist der Antrieb des Magnetogramm- trägers 6 gekuppelt.
Auf der am Maschinen support sitzenden Kommandotafel 1 ist neben den erforderlichen Druckknöpfen für die Ein schaltung des Werkstückantriebes sowie des Längs- und Quervorschubes noch ein Betriebs schalter mit drei 'Schaltstellungen, Hand betrieb , Einstellen und Automatischer Betrieb vorhanden. Durch Betätigung des Druckknopfes Längsvorschub Ein wird die magnetische Kupplung für die Leitspindel 2 eingeschaltet.
Die Bedienungsdruckknöpfe der Maschine sind so an der Steuerung ange schlossen, dass bei Betätigung der einzelnen Druckknöpfe von einem Frequenzerzeugungs- gerät ganz bestimmte Frequenzen abgegeben werden, die auf den Magnetogrammträger auf. gezeichnet werden. Jedem Druckknopf ist also eine bestimmte Frequenz zugeordnet, so dass bei der Herstellung eines Musterwerk stückes und der Betätigung der Druckknöpfe von dem Bedienenden eine ganz bestimmte Folge von Frequenzen auf den M agneto- grammträger aufgezeichnet- wird.
Je nach dem, ob zum Beispiel der Dxnackknopf für die Bewegung des Längssupportes oder der Druck knopf für die Betätigung des Plansupportes eingeschaltet wird, treten ganz bestimmte Fre quenzen auf, die auf den Magnetogramm- träger aufgezeichnet werden.
Sollen von der Maschine nach Fertigstel lung des ersten Musterwerkstückes weitere Werkstücke selbsttätig bearbeitet werden, so ist der Betriebsschalter nach Auswechslung des Werkstückes in die Stellung Automa tischer Betrieb zu bringen, worauf durch den Antriebsmotor 5 der Magnetogrammträ- ger sich dreht und der Impulsgeber den an ihm sich vorbeibewegenden Stahldraht ab tastet. Je nach der auf dem Stahldraht auf geprägten Frequenz kommen nacheinander in der Steuerung eingebaute Frequenzrelais zum Ansprechen, welche die Ein- und Ausschal tung der magnetischen Kupplungen bewirken.
Die Maschine läuft somit in der gleichen Weise ab, wie das bei der Herstellung des ersten Musterstückes der Fall war.
Da es verschiedentlich Schwierigkeiten be reitet, die Vorsehubgrössen bei der Herstel lung des ersten Musterstückes von Hand so zu steuern, dass die- Werkstücke massgenau werden, kann an der Drehbank noch eine Ein richtung vorgesehen werden, die ein schnelles und richtiges Aufzeichnen der Schaltimpulse auf dem Stahldraht ermöglicht. Berücksich tigt man, dass bei der Herstellung eines mass genauen Werkstückes verschiedentlich Mass kontrollen notwendig sind, die ein .Stillsetzen der Maschine bedingen, so erkennt man den Vorteil der nachstehend beschriebenen Ein richtung.
Die Einrichtung besteht aus einer Matt scheibe 7, auf welche die gewünschte Kontur des -NV erkstückes mittels einer Schablone 8 projiziert wird. Auf der Mattscheibe 7 erscheint in ver grössertem Massstab die Kontur der Schablone B. Die Schablone wird hierbei durch die Lampe 9 bestrahlt, aber auch die Stahl schneide wird auf die Mattscheibe projiziert. Zu diesem Zweck ist unmittelbar über dem Drehstahl die Lampe 10 angeordnet. Unter halb des Drehstahls befindet sich der Spiegel 11, der die Kontur des Drehstahls auf die Mattscheibe wirft.
Mittels der Handräder 12 und 13 kann die Schablone in horizontaler und vertikaler Richtung gefahren werden, so < iass man nach erfolgter Einstellung des Dreh stahls die auf der Mattscheibe projizierte Schablonenkontur mit der Stahlschneide in Übereinstimmung bringen kann. Nunmehr wird von dem Bedienenden der Betriebs schalter in die Stellung Einstellen gebracht. Die Druckknöpfe werden hierauf so von Hand betätigt, dass die auf der Mattscheibe erschei nende Stahlschneide der Schablonenkontur entsprechend bewegt wird.
Mittels des Handrades 14 kann die Über setzung des Getriebes 4 für die beiden Leit spindeln 2 und 3 verändert werden. Bei Sehrupparbeiten, für welche man grössere Vorschubgeschwindigkeiten benötigt., wird eine grössere Übersetzung gewählt, so da.ss zum Beispiel ein Vorschubweg von<B>5</B> mm Länge einer Drehlänge eines Magnetogrammträgers von 25 mm entspricht.
Bei Schlichtarbeiten hingegen wird eine kleinere. Vorschubge- sehwindigkeit benötigt, so da.ss zum Beispiel ein Vorschubweg des Werkzeugstahls von mm einem solchen des Magnetogramm- trä.gers von 50 mm entspricht.
Der Magneto- grammträger 6 wird jedoch stets mit der glei- ehen Drehzahl angetrieben, so dass auch die aufgezeichneten Frequenzen bei der Abtastung die gleichen bleiben. Hervorzuheben ist noch, dass durch den Betriebsschalter in der Stel lung Einstellen der Magnetisierungsgeber für die Magnetisierung des Stahldrahtes ein geschaltet wird.
Für die Betätigung der s Druckknöpfe werden dann über einen Ma- gnet.isierungskopf die Schaltimpulse auf dem Stahldraht aufgezeichnet. Bei selbsttäti gem Betrieb der Maschine wird der Betriebs- Schalter in die Stellung Automatischer Be trieb gebracht, so da.ss nunmehr der Ab tastkopf für den Magnetogrammträger einge schaltet ist, durch welchen die auf dem Stahl draht aufgezeichneten Impulse abgetastet und den verschiedenen Frequenzrelais zugeführt werden.
Die beschriebene selbsttätig gesteuerte Drehbank soll lediglich ein AusTührungsbei- spiel sein.
Die Fig.2 zeigt den gesamten Arbeits ablauf a, der durch das Handrad 13 einstell bar ist. So bedeutet a1 Längsvorschub rechts, b1 Planvorschub - vor, a2 Längsvor schub - rechts, b2 Planvorschub - vor.
Die untere Linie zeigt eine zweite Kom mandofolge, die um den Wert X gegenüber der ersten Kommandofolge versetzt ist und dann in Betracht kommt, wenn zwecks ge nauer Fixierung der Schaltwege zuerst eine Geschwindigkeitsverminderung durch die auf der ersten Linie dargestellten Kommando folge bewirkt werden soll, während durch die Kommandofolge der zweiten Linie die präzise ,Stillsetzung der betreffenden Bewe gung bewirkt wird.
Die Fig. 3 zeigt, wie die Steuerung noch anders ausgebildet werden kann. Es kann zum Beispiel in Längsrichtung des Supportes ein Stahldraht bzw. ein Stahlband 15 oder ein mit einer magnetisierbaren Metallschicht ver- sehenes Magnetophonband angeordnet wer den, wobei auf dem Support 16 der Werk zeugmaschine der Magnetisierungskopf 17, bzw. der Impulsabnehmer angeordnet wird.
In solchen Fällen, bei welchen die hierbei erzielbare Schaltgenauigkeit nicht ausreicht, kann durch diesen Impulsnehmer 17 eine Ein richtung zur Verminderung der Antriebsdreh zahl des Getriebes bewirkt werden, so dass der Support 16 sich nunmehr nur noch lang sam weiterbewegt. Der Grob-Impulsnehmer 17 gibt. somit nur den Vor-Impuls für die Drehzahlverminderung der Supportbewegung. An der Spindel 18 des Supportes 16 kann noch eine Messing- oder Aluminiumscheibe 1.9 mit aufgezogenem Stahlband angeordnet wer- den, das ebenfalls entsprechende Schaltim pulse trägt.
Infolge der verminderten Dreh zahl dreht sich diese Scheibe nur noch lang sam, bis schliesslich der Fein-Impulsnehmer 2:0 das Kommando für die Stillsetzung des Antriebes gibt. Durch den Grob-Impulsneh- mer 17 wird die Drehzahl des Antriebs motors 21 herabgeregelt. Sobald dann durch den Fein-Impulsnehmer 20 das Kommando für den Stillstand des .Supportes 1'6 gegeben wird, wird die magnetische Umkehrkupplung 22 ausgeschaltet. Auf diese Weise kann eine wesentlich höhere Genauigkeit erreicht wer den.
Die Fig.4 zeigt die Anordnung des Ma gnetisierungskopfes mit dem Magnetogramm- träger. Der Magnetoglammträ.ger 6 besteht aus einem Messing- oder Aliuniniumrohrstück, a.iif das der zu magnetisierende Stahldraht 15 spiralförmig aufgewickelt ist. Der Magneto- gTammträger 6 wird, wie bereits erwähnt, durch den Motor 5 (Fig.1) über eine Kupp lung '23 angetrieben. Der Magnetisierungs- kopf 24 befindet. sich auf einem Support 25.
Der Support 25 wird durch die Spindel 26 in Richtung der Achse des Magnetogramm- trä.gers 6 bewegt. Der Antrieb der Spindel 26 ist durch die Kette 27 mit dem Antrieb des -#Tagnetogrammt.rägers 6 verbunden. Die Stei gung der Spindel 26 ist so gewählt, dass bei der Drehung des Magnetogrammträgers 6 der Magnetisierungskopf 24 den Verlauf der Drahtspirale 15 vollständig abtastet.
Mittels des Handrades 28 kann unabhängig von der Spirale 26 der Magnetisierungskopf 24 auch noch in Richtung der Achse des Magneto- grammträgers 6 zwecks genauer Einstellung verstellt werden. Ausserdem befindet sich am vordern Ende der Achse des Magnetogramm- trägers ein Handrad 29 sowie ein Verstell knopf 30. Durch den Verstellknopf 30 kann die Kupplung 23 gelöst werden. Es ist dann möglich, mittels des Handrades 29 den Ma- gnetogrammträger 6 zu drehen.
Diese Einstell möglichkeiten gestatten es, auch bei eventuel ler Auswechslung des Drehstahls ohne eine neue Magnetisierung des Stahldrahtes auszu kommen. Die Handräder können mit Skalen versehen werden, so dass man auch die ge nauen Werte der Einstellung an denselben ablesen kann. Mittels des Handrades 28 kann die Grob-Einstellung und mittels des Hand rades 29 die Fein-Einstellung vorgenommen, werden. Ferner können auch noch Endschal- ter zu beiden Seiten des Kopfes 24 an der Gleitbahn desselben angeordnet werden, durch welche die Längsbewegung begrenzt wird.
Die Fig.5 zeigt die grundsätzliche Schal tungsanordnung für die Magnetisierung des Stahldrahtes bei der Betätigung der einzelnen Druckknöpfe.
Mittels des Schützes 31 kann durch den Druckknopf 32 der Motor 3.1 eingeschaltet werden. Das Schütz 31 hält sich selbst über seinen Arbeitskontakt und fällt bei Betäti gung des Ausschaltknopfes 33 wieder ab. Durch das Schütz 31 erhält der Werkstück antriebsmotor 34 'Spannung. Im Schaltbild ist für den Werkstückantrieb ein Drehstrom motor 34 vorgesehen. Es kann hierfür auch ein Gleichstrommotor vorgesehen werden. Für die Kommandogabe an die magnetischen Um kehrkupplungen 35 und 36 ist ein Rückkopp lungssummer 37 vorgesehen. Dieser besteht aus dem Netzteil 38, welches die Anoden spannung für den Schwingkreis liefert. Für die Einschaltung des Netzteils 38 ist ein Schalter 3'9 vorgesehen.
Dieser Schalter kann mit dem Werkstückant.rieb so verriegelt wer den, dass nach Einschalten des 'V#Terkstüekan- triebes das Netzteil 38 an Spannung liegt. Das Netzteil 38 besteht aus einem Übertrager 40, einer Gleichrichtröhre 41 und dem Netzsieb zur r''Tlättung des Anodenstromes. Der Netz übertrager besitzt gleichzeitig eine Heiz wicklung für die Schwingröhre 42 des Schwingkreises.
Der Schwingkreis besteht aus einem Über trager 43, welcher aus einem Eisenmantelkern besteht, aus hochlegierten Blechen, und ist einseitig geschichtet und mit. einem Luftspalt versehen. Die beiden Enden der Wicklung 44, Klemme 44a und 44b, führen zu den Bedie nungselementen der Werkzeugmaschine, das heisst zu den Druckknöpfen .15, 46 usw. Die Druckknöpfe sind parallel geschaltet und je mit einem Widerstand 51 und Kondensator 52 versehen. Die Widerstände und Kondensa toren sind entsprechend den erforderlichen Frequenzen abgestimmt.
Die Klemme 44a ist gleichzeitig an die Anodenspannung gelegt. Beim Schliessen eines Druckknopfes wird die Verbindung mit der Klemme 44b der Wicklung -14 hergestellt. Es entsteht dadurch ein ,Schwingkreis. Von der Klemme 44c geht gleichzeitig eine Leitung zur Anode der Schwingröhre 42. In dieser Leitung liegt ein verstellbarer Widerstand 53 zum Einstellen der Leistung.
Das Gitter der Schwingröhre 42 liegt über einem Widerstand 54 und Kondensator 5:5 an der Klemme 56a der Wicklung 56 des Übertragers 43. Das andere Ende 56b der Wicklung liegt an der Kathode der Schwing röhre 42, die gleichzeitig mit der Erde ver bunden ist; parallel dazu liegt der Gitter ableitungswiderstand 57. In der Wicklung 5S wird der Steuerstrom für die Kommando gabe der Werkzeugmaschine erzeugt.. Zur Überwachung des Stromes liegt im Aus- gangsl':reis ein Strommesser 59.
Im Schaltbild ist ferner noch ein Anpas sungsübertrager 60 mit drei Wicklungen 61, 62, 63 und ein Walzenschalter 64 dargestellt. Der Walzenschalter @64 besitzt drei Schalt stelhtngen: Handbetrieb I , Einstellen IL>, Automatischer Betrieb III . In der Stel lung I wird die erzeugte Frequenz in der Wicklung 58 des Übertragers 43 zur Wick lung 61 des Übertragers 60 geleitet. Die Klemmen J und K sind in der Schaltstellung .l Handbetrieb überbrückt. Die -Wicklung 63 des Übertragers 60 ist durch die magnetische Induktion gekoppelt.
An den Klemmen 63x und 63b der Wicklung 63 tritt die entspre- ehende Steuerfrequenz auf. In dieser Leitung liegen die Frequenzrelais 65, 66 usw., welche je nach Abstimmung bei verschiedenen Fre quenzen ansprechen. So spricht zum Beispiel 65 bei einer Frequenz von 204 Hz an, 616 bei einer Frequenz von 2227 Hz usw. an. Bei Be tätigung des Druckknopfes 45 wird im Sum met 37 eine Frequenz von 2:04 Hz erzeugt, durch welche das Relais 65 zum Ansprechen gebracht wird.
Bei Betätigung des Druck knopfes 46 wird im Summer 37 eine Frequenz von 2'27 Hz erzeugt, durch welche das Fr e- quenzrelais 66 anspricht usw. Durch die Fre- quenzrelais werden über die Schütze 71, 72 usw. die Antriebselemente ein- und ausge schaltet.
Im Schaltbild sind zwei magnetische Um kehrkupplungen 35 und 36 dargestellt, welche durch die Schütze 71 bis 74 an das Gleich stromnetz angeschlossen werden. Bei Hand betrieb können somit die einzelnen Supporte verschoben werden, wobei durch die Kupp lungen 95 und 36 die Antriebsspindeln der Supporte mit dem Hauptmotor gekuppelt werden.
In der Stellung Einstellen II des Wal zenschalters 64 arbeitet die Steuerung in der gleichen Weise wie zuvor beschrieben. Zu-. sätzlich werden jedoch die Steuerströme mit den verschiedenen Frequenzen auf dem Ma gnetogrammträ.ger 6 aufgezeichnet.
Zu diesem Zweck werden in der Stellung Einstellen II des Walzenschalters 64 die Klemmen E und F sowie G und<I>H</I> und J mit K verbunden. Die an den Klemmen F und H angeschlos senen Leitungen führen zu der Magnetisie- rungseinrichtung. Die Magnetisierungseinrich- tung besitzt einen normalen Verstärker 75, an welchem der Magnetkopf 24 zur Aufzeich nung der Frequenzen auf dem Stahldraht 6a angeschlossen ist.
In der Stellung Automatischer Betrieb III des Walzenschalters 64 werden die Klem men A und<I>B</I> sowie C und<I>D</I> und K und<I>L</I> überbrückt. Der Magnetkopf 24 der Magneti- sierungseinrichtung ist dadurch mit der Wick lung 62 des übertragers.60 verbunden. Gleich zeitig ist die Wicklung 61 des Übertragers 60 von der Ausgangsleitung des Summers unterbrochen und der Belastungswiderstand 76 eingeschaltet. Sobald der Impulsnehmer vom Stahldraht die entsprechenden 'Steuer impulse aufnimmt, sprechen die in Betracht kommenden Frequenzrelais nacheinander an und bewirken an der Maschine die erforder lichen Arbeitsbewegungen.
Durch den Not druckknopf 77, welcher eine Sperrklinke be- sitzt, können die Spulen der Halteschütze kurzgeschlossen werden. Es ist. dadurch auch möglich, während des automatischen Betriebes einen sofortigen Stillstand der 31asehine zu erzwingen.
Die Schaltskizze zeigt lediglich ein Aus führungsbeispiel der Erfindung. So können zum Beispiel beliebig viele Bedienungsele inente in den beiden Steuerleitungen 78 und 79 des Schwingkreisübertragers 43, Wieklung 44, angeordnet werden. Es ist auch möglich, Endschalter, Umschalter, Anstosssehalter usw. mit frequenzabhängigen Empfangsorganen zui- sammen arbeiten zu lassen und so auszubilden, dass sie die Frequenz des Summers auf ihre Steuerfrequenz einstellen.
Selbstverständlich ist es auch möglich, in die Leitung 63a und 63b der Wicklung 6ö des Übertragers 60 eine beliebige Anzahl von Frequenzrelais zu legen. Durch die Frequenz- rela.is können an Stelle der Schütze Hilfs relais gesteuert werden, wenn besondere Ver riegelungen zwischen den einzelnen Komman dos erforderlich sind oder grössere Schütze geschaltet werden sollen.
'Die Installation der -Maschine wird äusserst vereinfacht, da. nur zwei Steuerleitungen 78 und 79 mit geringem Querschnitt für die ge samte Befehlsgabe der Werkzeugmasehine er forderlich sind.
Das Steuergerät kann in kleinen Abmes sungen gehalten werden. Ein Auswechseln des Steuergerätes ist schnell durchführbar. Für die Steuerleitung kann eine zweipolige Steckdose am Steuergerät vorgesehen werden.
An Stelle der Schütze können für die Einschaltung der Antriebselemente auch git tergesteuerte Röhren vorgesehen werden. Die Röhrenschaltung kann auch so ausgebildet werden, dass die Röhren bei verschiedenen Frequenzen ansprechen. Dadurch fällt, der Einbau von verschiedenen Frequenzrelais weg.
Die Fig. 6 zeigt ein Prinzipschaltbild un ter Verwendung eines .Schwingtransformators. Die Anordnung umfasst den Stromversor- gungskreis JT, die Summeranordnung N, die Verstärkeranordnung 0, die Frequenzemp- fängeranordnung P, das Frequenzaufzeich- nungs- und Wiedergabesystem Q und den Um schalter R.
Die Stromversorgung entsprechend der Anordnung iil erfolgt aus einem Wechsel stromnetz von 50 Hz. Der Netztransformator 40 weist sekundärseitig drei Wicklungen auf. Die Wieklung 80 dient zur Entnahme des Heizstromes für die noch zu beschreibenden Schwing- und Verstärkerröhren. Die Wick lung 81 dient zur Erzeugung des Heizstromes für den Gleiehrichter 41. Die dritte Wick lung 82 ist die Anodenwicklung, die im Anodenkreis der Gleichrichterröhre 41 liegt. Zur Fernhaltung der Störspannung aus dem Netz sind parallel zu der Anodenwicklung zwei Störschutzkondensatoren 83 und 84 an geordnet.
Zur Aussiebung des Wechselstromes ist, ein Netzsieb vorgesehen, welches aus einem Ladekondensator 8,5, einer Netzsiebdrossel 86 und einem Siebkondensator 87 besteht. Par allel zu der Drossel 86, welche in der posi tiven Leitung liegt, liegt in der negativen Leitung ein Belastungswiderstand 8,8.
Der an die Stromversorgung angeschlos sene Sehwingkreis N dient zur Erzeugung der für die Steuerung gewünschten Frequenz. Als .Schwingtransformator 89 ist ein Haspel kern mit einer verlustarmen Dreikammer- wicklung vorgesehen. In der ersten Kammer ist. die Anodenrückkopplungsspule 9@0 unter gebracht, in den beiden andern Kammern liegt die AnkopplungS- bzw. Sehwingkreis- spule 91.
Parallel zu letzterer liegt ein 'Trim- merkondensator 92, der durch Veränderung seiner Kapazität eine Verkleinerung oder Ver grösserung der Frequenz ermöglicht.
Die veränderliehen Kapazitäten 93, die mit tels Druckknöpfe eingestellt werden, liegen in Reihe mit der Spule 91 und führen über eine gemeinsame Leitung zum Gitter der Sehwingröhre 4?. Der Citterableitungswider- sta.nd 94 dient. der Zuführung der negativen Gittervorspa.nnung. Für die Anodenspannung ist ein besonderes Siebglied vorgesehen, um die Brunnspannung, die an das Gitter der Verstärkerröhre 95 gelangen könnte, wegen der unvermeidlichen niederfrequenten Ver stärkung genügend klein zu halten.
Dieses Siebglied besteht aus einem Spannungsteiler, der sich aus den Widerständen 9,6 und 97 und einem 'Siebkondensator 98 zusammen setzt. Der Spannungsteiler dient gleichzeitig dazu, die niederfrequenten Rückkopplungen auf das Gitter der Verstärkerröhre 9,5 zu ver hindern und den Anodenstrom der Schwing röhre 42 zu begrenzen.
Die Ankopplung des Verstärkers 0 erfolgt über einen Kondensator 99. Dieser Kondensa tor 99 hat die Aufgabe, die positive Anoden spannung von der Schwingröhre 42 fernzu- halten und die Anodenwechselspannung unge hindert auf das Gitter der Verstärkerröhre 95 zu übertragen. Um eine brummfreie Gitter spannung zu erhalten, ist in der Heizleitung der Verstärkerröhre 95 ein Entbrummer 100 eingebaut, wodurch gleichzeitig eine Symme- t.rierung erreicht wird. Als Ausgang ist ein Anpassungsübertrager 101 vorgesehen.
Se kundärseitig hat der Übertrager 101 zwei Wieklungen 102 und 103. Die Wicklung 102, zu der ein Kondensator 104 parallel geschaltet ist, dient zur Übertragung der verschiedenen Frequenzen auf die frequenzempfindlichen Organe. Als solche sind in dem Schaltbild Frequenzrelais 65, 66 usw. vorgesehen, an deren Stelle aber auch Stromfilter, Band filter oder Resonanzkreise mit Verstärker röhren treten können.
Der Parallelkondensa tor 1.04 dient zur Erreichung einer.Sinuskurve, die durch Rückwirkungen von den frequenz- empfindlichen Organen sowie vom Frequenz wiedergabegerät Q Verzerrungen erfahren kann. Die Wicklung 103 ist an dem Umschal ter R angeschlossen. Der Umschalter P hat drei Stellungen imd wird von Hand betätigt. In der Stellung I sind die Kontakte A und <I>B,</I> C und<I>D</I> geschlossen. Dadurch ist der gesamte Schwingkreis der Schwingröhre ge schlossen. Die frequenzempfindlichen Emp fangsorgane erhalten unterschiedliche Fre quenzen bei Betätigung verschiedener Druck knöpfe.
Es spricht jeweils eines der frequenz- empfindlichen Organe an, welches seinerseits die Betätigung eines Schaltschützes der-1VIa- schine einleitet. Entsprechend der Anzahl von unterschiedlichen Kommandos zur Steue rung der Maschine wird mit verschiedenarti gen Frequenzen gearbeitet. In der Stellung I des Umschalters werden die mittels der Druck knöpfe ausgelösten Frequenzen ausschliesslich auf die frequenzempfindlichen Empfangs organe übertragen.
In der Stellung II bleibt die übertragung der Frequenzen auf die frequenzempfind- lichen Organe bestehen. Ausserdem werden aber die Kontakte E-F, <B><I>G -H</I></B> geschlossen, so dass also der Kreis der Sekundärwicklung 103 vervollständigt wird. In dem Kreis der Wicklung 103 liegt das frequenzempfindliche Organ des Frequenzaufzeichnungs- bzw. Fre- quenzwiedergabegerätes Q.
In der Stellung III des Umschalters R sind die Kontakte J-K, L-S, T-ZT geschlossen. Das bedeutet, dass die Schwingröhre 42 von den übrigen 'Teilen des Schwingkreises ge trennt wird und zwischen Frequenzwieder- gabegerät Q und Verstärker 0 zu liegen kommt, Dabei wirkt die Schwingröhre 42 als Vorverstärker.
Diese Vorv erstärkung ist not wendig, weil die von dem Frequenzwieder- gabegerät Q abgegebenen Spannungen nur sehr gering sind und einer Vorverstärkung bedürfen, um dann durch den Verstärker 0 auf die Stärke gebracht zu werden, die erfor derlich ist, um die frequenzempfindlichen Empfangsorgane zum Ansprechen zu brin gen.
Die Kontakte K und S des Umschalters R sind Anfang und Ende eines logarithmi- sehen Potentiometers <B>105"</B> welches die gün stigste Anpassung des Eingangswiderstandes für die Schwingröhre 42, ermöglicht. Der Mit- telabgriff des Potentiometers 105 ist mit dem Kontakt U verbunden, welcher unmittelbar an das Gitter der Schwingröhre 42 führt.
Um auch grössere Maschinen, insbesondere solche mit mehr als zehn Bedienungskomman dos, vollautomatisch steuern zu können, ohne mehr als zwei Steuerleitungen zu benötigen, empfiehlt es sich, einen Summer mit Gegen taktverstärker in der Schaltung gemäss Fig. 6 zu verwenden.