CH314147A - Verfahren zur Herstellung neuer Aminobenzolsulfonamide - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Aminobenzolsulfonamide

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CH314147A
CH314147A CH314147DA CH314147A CH 314147 A CH314147 A CH 314147A CH 314147D A CH314147D A CH 314147DA CH 314147 A CH314147 A CH 314147A
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Jean Dr Druey
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Ciba Geigy
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C07—ORGANIC CHEMISTRY
    • C07D—HETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D237/00—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings
    • C07D237/02—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings
    • C07D237/06—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D237/10—Heterocyclic compounds containing 1,2-diazine or hydrogenated 1,2-diazine rings not condensed with other rings having three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D237/20—Nitrogen atoms

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  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung neuer     Aminobenzolsulfonamide            Gegenstand    der vorliegenden     Erfindung     ist ein Verfahren zur     Herstellung    der     6-(p-          Amino-benzolsulfonamido.)        -3-halogen-pyrid-          azine    der Formel ..  
EMI0001.0009     
    worin     Hal    ein Chlor- oder Bromatom bedeutet.

    Diese neuen Verbindungen besitzen gegen  über bekannten vergleichbaren     Aminobenzol-          sulfonamiden        wertvollere    chemotherapeutische       Bigenscha.ften.    So können sie sowohl bei     Kok-          keninfektionen    als auch gegen Malaria als  Heilmittel vorteilhaft     Verwendung    finden. Be  sonders bemerkenswert ist der Befund, dass  die     wässrige    Lösung ihrer Na-Salze einen sehr  geringen PH-Wert, nämlich nur 7,9, aufweist.

    Dies ist um so überraschender, als die Lösung  anderer, bekannter     6-(p-Amino-berizolsulfon-          amido)-pyridazine    bedeutend höhere     pH-Werte     aufweisen, so     beispielsweise    das entsprechende       3-Methylderivat    einen solchen von 9,3.  



  Die neuen     Aminobenzolsulfonamidopyrid-          azine    werden erfindungsgemäss in der     MTeise     hergestellt,     da.ss    man Verbindungen der For  meln  
EMI0001.0028     
    worin     Hal    ein Chlor- oder Bromatom darstellt       -und    X und     Y    mit.

   Ausnahme einer in einem  von ihnen enthaltenen     Iminogruppe,        NH-,     sich bei der Reaktion abspaltende Reste und  R die     Aminogruppe    oder einen darin     über-          führharen        Substituenten    bedeuten, mitein  ander umsetzt und sodann gegebenenfalls den  in die     Aminogruppe        überführbaren        Substi-          tuenten    in die     Aminogruppe    umwandelt.  



  So kann man beispielsweise ein     Benzol-          sulfonsäurehalogenid,insbesondere    das Chlorid,  das in     p-Stellung    einen durch Hydrolyse oder       Reduktion    in die     Aminogruppe        überführbaren          Substituenten        aufweist,        wie    eine     Aeylamino-,          Nitro-    oder     Azogruppe,    mit     6-Amino-3-chlor     oder     6-Amino-3-brom-pyridazin    reagieren las  sen.

   Ferner ist es möglich, ein entsprechend       p-substituiertes        Benzalsulfonsäureamid    mit  einem     6-Halogen-3-chlor-    oder     6-Halogen-3-          brom-pyridazin,    einem     6-A.lkylmercagto-3-          chlor-    oder     6-All#.ylmercapto-3-brom-pyridazin     zur Reaktion zu bringen. Die Umsetzung wird  vorteilhaft in Anwesenheit von     Verdünnungs-          und    Kondensationsmitteln, z.

   B. anorganischen  oder organischen alkalischen     hIitteln,    wie       Pyridin    oder wasserfreie     Pottasehe,    durchge  führt.  



  In den nachstehenden     Beispielen        besteht     zwischen     Gewiehtsteil    und     Volumteil    die  gleiche Beziehung wie     zwischen    Gramm und  Kubikzentimeter. Die Temperaturen sind in  Celsiusgraden angegeben.      <I>Beispiel 1</I>  15,3     Gewichtsteile        3-Chlor-6-ainino-py        rid-          azin    werden in 50     Volumteilen        Pyridin    suspen  diert und mit 43 Gewichtsteilen     p-Carbä.thoxy-          amino-benzolsulfochlorid    versetzt.

   Unter Rüh  ren erhitzt man allmählich auf 80  und.     beläss      2 Stunden bei dieser Temperatur. Durch Ein  ciessen des Reaktionsgemisches in     eiskalte    über  schüssige     2n-Salzsäure    scheidet. sieh das     6-(p-          Carbäthoxyamino-benzolsulfonamido)-3-        ehlor-          pyridazin    in fester Form ab. Es schmilzt bei  198-200 . 10 Gewichtsteile davon werden in  100     Volumteilen        n-NaOH    während einer  Stunde zum Sieden erhitzt. Die Reaktions  lösung versetzt man nach Abkühlen auf 60"  mit.

   Essigsäure, wobei das     6-(p-Amino-benzol-          sulfonamido)-3-chlor-pyridazin    kristallin aus  fällt. Zur völligen Reinigung lässt es sich  aus     wässrigem    Alkohol     umkristallisieren    und  schmilzt dann bei 189-190 . Die neue Sub  stanz stellt ein gelblich gefärbtes     Kristallisat     dar, das sich in wässriger     Natriumbikarbonat-          lösung    glatt auflöst.

   Sie besitzt die folgende  Formel  
EMI0002.0025     
    Das als Ausgangsstoff verwendete     3-Chlor-          6-amino-py        ridazin    lässt sieh wie     folgt    gewinnen  5     Gewichtsteile        3,6-Dioxy-pyridazin    werden  in Gegenwart von 25     Volumteilen        Phosphor-          oxyehloiid    eine Stunde lang auf dem Wasser  bad     erwärmt.    Das     überschüssige        Phosphoroxy-          chlorid    wird hierauf im Vakuum entfernt.

    Zum Rückstand gibt man Eiswasser, wobei  sieh     3,6-Diehlor-pyridazin    abscheidet. Aus       Hexa.n        umkristallisiert    schmilzt. es bei 70 .  



  5 Gewichtsteile     3,6-Diehlor-pyridazin    wer  den mit 50     Volumteilen        wässrigem    konzentrier  tem Ammoniak während 6 Stunden im Druck  gefäss auf 100  erhitzt. Nach dem Abkühlen       gewinnt    man durch Absaugen etwa 4 Gewichts.  teile     3-Chlor-6-amino-pyridazin    vom F. 2l0 .

      <I>Beispiel 2</I>  Ein Gemisch von 15 Gewichtsteilen     3,6-Di-          chlorpyridazin,    17 Gewichtsteilen     p-Amino.            benzolsulfona.niid        und    14 Gewichtsteilen was  serfreier Pottasche     wird    während 4 Stunden  auf 150  erhitzt, wobei unter Aufschäumen  Kohlensäure abgeht. Nach dem Erkalten be  handelt man das erstarrte Reaktionsgemisch  mit 130     Vol,umteilcn    Wasser und trennt von  wenig ungelöstem     1)-Aniino-benzolsitlfonamid,     das nicht. in Reaktion trat, ab.

   Das Filtrat  wird mit     Essigsäure    angesäuert., wobei das       6-(p-Amino-benzo1stilfona.mido)-3-ehlor-py        ricl-          a.zin    ausfällt. Es wird durch Auskochen mit  Wasser und     Umkristallisieren    aus     wässrigem     Alkohol gereinigt., wobei man ein mit, dein  im Beispiel 1 gewonnenen identisches Produkt  erhält.  



  <I>Beispiel 3</I>  3,5 Gewichtsteile     3-Brom-6-amino-pyridaziti     werden in 7.5     Volumteilen        Py        ridin    aufge  schwemmt und mit 5,5     (lewiehtsteilen        p-Carb-          äthoxyamino-benzolsuifochlorid    versetzt. Das  Reaktionsgemisch wird während 1 Stunde auf  etwa. 80      erwärmt    und darauf in 30     Volum-          teile        2n-Salzsäure    unter     Kühlung    mit Eis  stücken eingegossen.

   Das ausgeschiedene Pro  dukt (F. = 190-192 ,     Zers.;    das reine     6-p-          Carbäthoxy        amino-benzolsulfonamido    - 3 -     brom-          py        ridazin,        umkristallisiert    aus 90     o/oigem    Alko  hol, schmilzt. bei 195-197 ) wird in der zehn  fachen Menge     n-Natronlauge    aufgenommen  und von wenigen     Unreinigkeiten    durch Fil  tration geklärt. Die alkalische Lösung erwärmt  man 1 Stunde     zum    Sieden.

   Das entstandene  6-     (p-Amino-benzolsutlfoiiamido        )-        3-br        om-py        rid-          azin    der Formel  
EMI0002.0091     
         wird        durch    Zusatz von     50o/oiger        Essigsäure     ausgefällt und aus 50     o/oigem    Alkohol um  kristallisiert. Die neue Verbindung besitzt kei  nen scharfen Schmelzpunkt, sondern zersetzt  sieh oberhalb von 200 .  



  Das als Ausgangsprodukt verwendete       3-Brom-6-amino-pyrida.zin    kann     beispielsweise     auf folgendem Wege erhalten werden.:  9 Gewichtsteile     3,6-Dioxy-pyridazin    und  70     Gewiehtst.eile        Phosphorpentabromid    wer-      den miteinander verrieben und während       1111    Stunden auf dem siedenden Wasserbad  erhitzt. Es bildet sich zuerst eine flüssige       Sehmelze,    welche dann wieder erstarrt. Man  zersetzt das     Gremiseh    mit. 150 Gewichtsteilen  Eiswasser und erhält so einen festen Nieder  sehlag.

   Nach Abkühlen auf 5  wird er     abge-          nutseht,    mit. wenig     Eiswasser        ausgewasehen     und     getroeknet.    Das so erhaltene     3,6-Dibroin-          pyridazin    schmilzt bei 117-118 .  



  16 G     ewiehtsteile        dieser    Verbindung und  160     Gewiehtst.eile    konzentrierter wässriger Am..       moniak    werden in einem Bombenrohr während  6 Stunden auf     100-110     erhitzt. Das beim  Erkalten auskristallisierte     3-Brom-6-amino-          py        ridazin    wird     abgenutscht,    mit etwas     Wasser          gewasehen    und getrocknet. Es besitzt keinen  eigentlichen     Sehmelzpunkt,    sondern wird ober  halb 180  schwarz.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer 6-(p- Arnino-benzo%ulf(>namido) - 3 -halogen-pyrid- azine der Formel EMI0003.0028 worin Hal ein Chlor- oder Bromatom bedeu tet, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbin dungen der Formeln EMI0003.0030 worin Ha.l ein Chlor- oder Bromatom darstellt und X und Y mit Ausnahme einer in einem von ihnen enthaltenen Iminogruppe, -NI-I-,
    sich bei der Reaktion abspaltende Reste und R die Aminogruppe oder einen darin überführ baren Substituenten bedeuten, miteinander umsetzt und sodann gegebenenfalls den in die Aminogxizppe überführbaren Substituenten in die Aminogruppe umwandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines basischen Mittelf durch führt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch -und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart von Pyridin durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart von wasserfreier Pottasche durchführt.
CH314147D 1952-10-23 1952-10-23 Verfahren zur Herstellung neuer Aminobenzolsulfonamide CH314147A (de)

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