Verfahren zur Herstellung hituminöser Massen Im Hauptpatent ist ein Verfahren zur Herstellung bitominöser Massen beschrieben, bei dein eine. durch einfache Erhitzung von Kohle, vorzugsweise Kohlenstaub, mit Teer und/oder Teererzeugnissen ohne wesentlicher Destillation gewonnene Masse (Kohleauf- seliluss) mit Pech mit einem Erweichungs- punkt.von mindestens 100 , vorzugsweise 130 und höher, nach K.-S. versetzt wird.
Als be- sonders geeignet hat sich der Zusatz eines Hartpeches mit. einem Erweichungspunkt von mindestens 100 , vorzugsweise 130 und höher, das gleichzeitig einen Gehalt an sogenanntem freiem Kohlenstoff von mindestens 45 %, vor- zugsweise 5-5 /o und höher, aufwies, erwiesen.
Zur Herstellung des Kohleaufschlusses kommen beispielsweise entwässerte und/oder von leicht siedenden Bestandteilen befreite Teere. Teeröle, insbesondere schwere Anthra- zenöle und andere Teererzeugnisse, in Frage. Vorteilhaft können Teererzeugnisse verwen- det. werden, die infolge eines Gehaltes an kristallisierten Bestandteilen salbenartige Be schaffenheit haben.
Eine weitere Verbesserung der Massen kann erzielt werden durch Verwendung eines Ila.rtpeehes, dessen Ausgangsstoffen vor oder während= der Destillation auf Hartpech Kohle, vorzugsweise Kohlenstaub, zugesetzt wurde, oder eines Hartpeches, dem nach seiner Her stellung Kohle, vorzugsweise Kohlenstaub, zu gegeben wurde. Die Massen können mit Flux- mitteln oder Lösungsmitteln versetzt und mit Füllstoffen gefüllt werden. Auch können bei der Herstellung Rückstände Verwendung finden, die bei der Kohlenhydrierung anfallen.
Bei der Weiterentwicklung und betrieb lichen Durchführung des in Frage stehenden Verfahrens hat sich nun herausgestellt, dass es je nach den vorhandenen Betriebseinrich tungen und zu den zur Verfügung stehenden Rohstoffen vorteilhaft sein kann, wenn das Hartpech, das Aufschlussmittel (schwersie dende Steinkohlenteerdestillate) und die Kohle bzw. der Kohlenstaub zunächst ge mischt, bis zur völligen Auflösung des Hart- peches erhitzt werden und dann die Mischung längere Zeit auf Temperaturen oberhalb 120 gehalten wird.
Dabei kann so verfahren wer den, dass gefluxtes Hartpech mit Kohle bzw. Kohlenstaub gemischt wird und die auf diese Weise gewonnene Mischung einige Zeit auf Temperaturen oberhalb 120 erhitzt wird. Be sonders vorteilhaft ist. es, wemi , von der Ge winnung her noch heisses und flüssiges Hart pech gefluxt, mit Kohle bzw. Kohlenstaub gemischt und dann die Mischung noch einige Zeit auf Temperaturen oberhalb 1'20 er hitzt wird.
Die bei der Erwärmung angewendete Temperatur kann zwischen etwa 120 und 400 liegen. Die obere Grenze der Erhitzungstem- peratur ist durch den Siedeverlauf des Flux- bzw. Aufschlussmittels gegeben. Sie kann durch Anwendung eines Rückflusskühlers, wodurch das Abdestillieren von ölbestand- teilen verhindert wird, noch weiter nach oben verschoben werden.
Die Erhitzungszeit muss um so länger gewählt werden, je niedriger die Erhitzungstemperatur ist. Bei einer Er hitzungstemperatur von 120 sind beispiels weise Erhitzungszeiten von fünf oder mehr Stunden angezeigt, während bei einer Erhit zung von 250 eine Zeitdauer von zwei Stun den schon ausreicht, um eine grosse Spanne zwischen Erweichungspunkt und Brechpunkt zu erzielen.
Die nach der Erfindung gewonnenen pla stischen Massen weisen die gleichen Eigen schaften auf wie die bei getrennter Durch- führung des Kohleaufschlusses und der Be handlung des Hartpeches mit. Kohlenstaub und nachträglicher Mischung gewonnenen Massen. In gleicher Weise wie die nach dem Verfahren des Hauptpatentes gewonnenen Massen können die nach der vorliegenden Erfindung erhaltenen bei gleich günstiger @Virkung mit Füllstoffen versetzt werden.
Die Einstellung der Massen auf den ge wünschten Erweichungspunkt kann durch Zugabe von Fluxmitteln erfolgen. Es ist, aber auch möglich, das Mischungsverhältnis der verschiedenen Komponenten von vornherein so zu wählen, dass ohne nachträgliche Zugabe von Fluxmitteln der gewünschte Erwei- cliungspunkt erreicht wird. Schliesslich kön nen die Massen auch mit. Lösungsmitteln ver setzt werden.
Die Vorteile der erfindungsgemässen Ar beitsweise sind sowohl technischer als auch wirtschaftlicher Natur. Das getrennte Er hitzen der Kohle bzw. des Kohlenstaubes mit Teer und/oder Teererzeugnissen erfordert zu sätzliche heizbare Apparatur, nimmt mehr Zeit in Anspruch und verursacht besondere Kosten.
Dagegen lässt sieh das Verfahren ge mäss der Erfindung bedeutend einfacher, ra scher und wesentlich billiger durchführen. So können zum Beispiel die gesamten Mischpro zesse in den Pechkühlern, die das heisse Hartpech aus den Teerblasen aufzunehmen haben, vorgenommen und die von dem Hart pech mitgebrachte grosse Wäimeinenge vor teilhaft ausgenutzt werden.
Werden die gefluxten Hartpeche in soge- nannten Strassenteeimischern, die heizbar sind, gefüllt, so kann in diesen Apparaten auch die Behandlung mit Kohle bzw. Kohlen staub durchgeführt werden.
Ausserdem besteht. ein besonderer Vorteil der beschriebenen Verfahren darin, dass die Kohle bzw. der Kohlenstaub auch bei un-e- nügenden Rührwerksanlagen in den zähflüs sigeren Kombinationen, wie sie hier haup t sächlich in Frage kommen, leichter in Schwebe zu halten ist und somit. auch eine bessere Ver teilung gewährleistet ist.
Process for the production of hituminous masses In the main patent a process for the production of bitominous masses is described in your one. Mass obtained by simply heating coal, preferably coal dust, with tar and / or tar products without significant distillation (coal infiltration) with pitch with a softening point of at least 100, preferably 130 and higher, according to K.-S. is moved.
The addition of a hard pitch has proven to be particularly suitable. a softening point of at least 100, preferably 130 and higher, which at the same time had a content of so-called free carbon of at least 45%, preferably 5-5% and higher.
Dehydrated and / or tars that have been freed from low-boiling components, for example, are used to produce the coal digestion. Tar oils, in particular heavy anthracene oils and other tar products, are in question. Tar products can advantageously be used. which have ointment-like properties due to a content of crystallized components.
A further improvement in the mass can be achieved by using an Ila.rtpeehes, the starting materials of which were added before or during the distillation on hard pitch, coal, preferably coal dust, or a hard pitch to which coal, preferably coal dust, was added after its manufacture . The masses can be mixed with fluxing agents or solvents and filled with fillers. Residues from carbohydrates can also be used during production.
During the further development and operational implementation of the process in question, it has now been found that, depending on the existing operational facilities and the raw materials available, it can be advantageous if the hard pitch, the disintegrating agent (hard-boiling coal tar distillates) and the coal or the coal dust is first mixed, heated until the hard pitch is completely dissolved and then the mixture is kept at temperatures above 120 for a longer period of time.
The procedure here is that fluxed hard pitch is mixed with coal or coal dust and the mixture obtained in this way is heated to temperatures above 120 for some time. Be particularly advantageous. it, wemi, from the extraction still hot and liquid hard pitch is fluxed, mixed with coal or coal dust and then the mixture is heated to temperatures above 1'20 for some time.
The temperature used in the heating can be between about 120 and 400. The upper limit of the heating temperature is given by the boiling curve of the flux or digesting agent. It can be shifted even further up by using a reflux condenser, which prevents oil components from being distilled off.
The lower the heating temperature, the longer the selected heating time. At a heating temperature of 120, for example, heating times of five or more hours are indicated, while at a heating of 250 a period of two hours is sufficient to achieve a wide range between the softening point and the breaking point.
The plastic masses obtained according to the invention have the same properties as those when the coal digestion and the treatment of the hard pitch are carried out separately. Coal dust and subsequent mixing of the masses obtained. In the same way as the masses obtained by the process of the main patent, the masses obtained according to the present invention can be mixed with fillers with the same beneficial effect.
The setting of the masses to the desired softening point can be done by adding fluxing agents. It is, however, also possible to choose the mixing ratio of the various components from the outset so that the desired expansion point is achieved without the subsequent addition of fluxing agents. After all, the masses can come along too. Solvents are set.
The advantages of the work according to the invention are both technical and economic in nature. The separate He heat the coal or coal dust with tar and / or tar products requires additional heatable equipment, takes more time and causes special costs.
On the other hand, the method according to the invention can be carried out significantly more simply, quickly and significantly cheaper. For example, the entire mixing processes in the pitch coolers, which have to take up the hot hard pitch from the tar bubbles, can be carried out and the large amount of heat brought by the hard pitch can be used to advantage.
If the fluxed hard pitch is filled in so-called street tea mixers, which can be heated, treatment with coal or coal dust can also be carried out in these devices.
Also exists. A particular advantage of the described method is that the coal or coal dust is easier to keep in suspension and thus even with insufficient agitator systems in the viscous combinations, as they are mainly used here. a better distribution is also guaranteed.