CH314252A - Lüftungsvorrichtung mit Selbstregelung - Google Patents
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Description
Lüftungsvorrichtung mit Selbstregelung Die Erfindung betrifft eine Lüftungsvor richtung mit Selbstregelung. Es ist bekannt, Gebäude mittels in Aussenwänden angebrach ter Lüftungslöcher zu lüften. Bekannte Systeme dieser Art haben jedoch den Nachteil, dass der Lüftungsgrad stark vom Winddruck abhängt, so da.ss bei einem starken Winde in dem zu lüftenden Raume ein unangenehmer Zug entstehen kann.
Um diesem Nachteil vorzubeugen, ist vor gesehlagen worden, eine rechteckige Lüftungs öffnung mit einer Anzahl übereinander hän gender dachförmiger Klappen auszurüsten. Der zwischen diesen Klappen durchstreichende bzw. dagegen stossende Luftstrom wird durch die Klappen abgelenkt, wodurch auf diese ein von der Windkraft abhängiger Druck ausge9 übt wird, welcher die Klappen aus ihrem Gleiehgewiehtsstand bringt und hierdurch die dem Luftstrome zur Verfügung stehende Durchgangsöffnung verkleinert. Die durch strömende Luftmenge soll auf diese Weise selbsttätig geregelt werden.
Diese Vorrichtung hat jedoch im Gebrauch grosse Nachteile. Die Klappen nehmen näm- lieh unter dem Einfluss der Windkraft nicht eine ruhige Stellung ein, sondern führen eine Schwingbewegung aus, besonders wenn die Windkraft nicht zu klein ist. Von einer rich tigen Regelung kann hierbei also keine Rede sein.
Ein weiterer Nachteil ist., dass bei star- ken Schwingungen die Klappen kräftig .auf einander stossen, wodurch ein störendes Ge klapper entsteht. Auch können die Klappen bei einer bestimmten Luftgeschwindigkeit nicht eine, sondern zwei verschiedene Mittel stellungen einnehmen, abhängig davon, ob die Klappen durch Zunahme oder durch Abnahme der Windschnelligkeit in eine solche Stellung gebracht werden.
Umfassende, vom Erfinder durchgeführte Untersuchungen von verschie denen auf obengenanntem Grundsatz beruhen den Lüftungsvorrichtungen haben erwiesen, dass die geschilderten Nachteile hauptsächlich auf Luftwirbel zurückzuführen sind, welche zwischen und unmittelbar hinter den Klappen entstehen und den auf die Klappen einwirken den, ihre Stellung bestimmenden Luftdruck stark schwanken lassen.
Auch das Zusammenspiel der aerodyna mischen und der Trägheitskräfte kann ein Schwingen der Klappen verursachen, wenn sie durch .eine plötzliche Änderung des Luft druckes schnell in eine andere Stellung ge bracht werden. Es hat sich gezeigt, dass die geschilderten Phänomene dem erwähnten System inhärent sind, bei dem die Klappen sowohl auf den Winddruck reagieren (wobei sie selbstredend eine Bewegung machen, deren Richtung mehr oder weniger mit derjenigen des Winddruckes zusammenfällt oder ihr ent gegen gerichtet ist, abhängig davon, ob der Winddruck zu- oder abnimmt), als auch zu- gleich die Durchgangsöffnung des Luftkanals ändern müssen.
Die Erfindung ermöglicht, alle geschilder ten Nachteile zu beheben. Sie ist gekennzeich net durch ein Gehäuse, das mit einer Ein- und Austrittsöffnung für die Luft und mit einem Schieber versehen ist, in dessen Bewe gungsrichtung der auf ihn einwirkende Wind druck annähernd ohne W irkung ist, durch ein mit diesem Schieber verbundenes Organ, das durch den Winddruck bewegt werden kann und unter der Wirkung dieses Druckes das Bestreben hat., den Schieber aus:
der offenen in die geschlossene Lage zu bringen, und durch ein Organ, welches das Bestreben hat, den Schieber in die offene Lage zu bi ingen, und zwar mit einer. Kraft, welche um so grösser ist, je weiter der Schieber von der offenen Lage entfernt ist, so da.ss der Schieber unter dem Einfluss dieser zwei Organe eine durch den jeweiligen Wind'druek bestimmte Stellung einnimmt.
Die Erfindung macht den Schieber hin sichtlich seiner Bewegung für den auf ihn einwirkenden Winddruck annähernd unemp findlich und erlaubt es dem Organ, das auf den Winddruck reagiert, eine derartige Foren zu geben, dass es keine für seine Stabilität gefährlichen Luftwirbel erzeugt, und dieses Organ a.il einem Platz anzuordnen, wo der artige Wirbel nicht zu befürchten sind.
Die Vorrichtung gemäss der Erfindung kann mit Vorteil nicht nur zur Lüftung von Gebäuden, sondern auch zur Lüftung von Schiffen, Flugzeugen und Fahrzeugen be nutzt werden, insbesondere von Kraftwagen, welche eine besonders gute Lüftung benötigen, welche jedoch bei hohen Schnelligkeiten nicht in einen unangenehmen Zug ausarten darf.
Die Vorrichtung wird mit Bezug auf die, einige Ausführungsbeispiele wiedergebende Zeichnung näher beschrieben, wobei Fig. 1 im vertikalen Schnitt eine in der Aussenwand eines Gebäudes eingemauerte Vor richtung gemäss der Erfindung darstellt, Fig. 2 eine andere Ausführungsform der Vorrichtung ebenfalls im vertikalen Schnitt wiedergibt, und Fig. 3 einen Schnitt einer dritten Aus führungsform darstellt, die mit Vorteil zur Lüftung von Kraftwagen angewendet. werden kann.
In Fig. 1 gibt die Ziffer 1 die Aussen mauer eines Gebäudes an, die mit einer Vor richtung gemäss der Erfindung ausgerüstet ist. Die Luft strömt. durch eine Öffnung 3 in einen Kanal 4 des Gehäuses 2 und wird von einem Ablenker 5 gegen eine gebogene Platte 12 ge richtet, welche den Luftstrom seine Richtung umzukehren zwingt. Hierdurch wird eine nach unten gerichtete Kraft auf die Platte ausgeübt, deren Grösse vom Winddruck ab hängt.
Die Platte 12 ist. mit einem in un mittelbarer Nähe der Gehäusewand 6 vorge sehenen ebenen Schieber 13 zu einem einzigen Körper verbunden, so dass eine nach unten gerichtete Bewegung des Schiebers eine Ver ringerung der in Wand 6 vorgesehenen Aus- strömöffnung 7 zufolge hat.. Die Luft. strömt durch diese Öffnung in einen Kanal 8 und von diesem in den zu lüftenden Raum. Der vom Wind direkt auf den Schieber ausgeübte Druck hat praktisch keine Wirkung im Bewe gungssinne des Schiebers.
Man erkennt. aus der Fig. 1, da.ss die Teile 5 und 12 im Gehäuse 2 einen im grossen und ganzen U-förmigen Ka nal bilden, dessen beide Schenkel durch den Teil 5 voneinander getrennt sind und dessen Krümmerwand zum Teil von der Platte 12 gebildet wird.
Die Platte 12 und der mit ihr verbundene Schieber 13 können parallel zur Schieberebene an einem Paar straff gespannter glatter Metall drähte 14 entlang gleiten, welche durch die in den Teilen 12 und 13 angeordneten Löcher 47, 48 gehen. Um die Drähte sind Schrauben federn 1.5 angebe acht, welche eine nach oben gerichtete Kraft. auf die Platte 12 ausüben und diese in die Offenlage zu bringen su chen. Eine Vergrösserung des Winddruckes zwingt die Platte, bis in eine Lage herunter zugehen, in welcher der zugenommene Feder druck den Winddruck ausgleicht.
Da der Schieber 13 jeder Bewegung der Platte 12 folgt, wird eine Zunahme des Wind druckes eine nach unten gerichtete Verstellung des Sehiebers zufolge haben und hiermit auch eine Verringerung der Öffnung 7.
Es ist dem nach möglich, oberhalb einer bestimmten Mini malstärke des auf die Platte 12 ausgeübten Winddruekes - welche Stärke selbstredend von der Vorspannung der Federn 15 und vom Gewicht der Teile 12 und 13 abhängt. - zwi- sehen dem Lüftungsgrad und der Windkraft innerhalb weiter Grenzen dieser Kraft jede ;rewünschte Beziehung zustande bringen, und zwar durch eine geeignete Wahl der Federn 15 und des der Öffnung 7 zu gebenden Umrisses.
In meisten Fällen wird man einen Lüf tungsgrad wünschen, der von dem Winddruck annähernd unabhängig ist.
Um die den Bewegungen der Platte 12 ent gegenwirkende Reibung soweit wie möglich zu verringern, wird zwischen der Platte und dem Gehäuse ein kleines Spiel belassen. Hier durch entsteht aber eine Verbindung zwischen dem Raum 11 unterhalb der Platte und dem Raum oberhalb derselben. Um zu verhindern, dass der Luftdruck im Raum 11 zu stark an wächst, wodurch der auf die Platte 12 nach unten wirkende Luftdruck in unerwünschtem Masse verringert oder gar aufgehoben würde, wird dieser Raum mittels eines Kanals 9, der bei 10 in den Austrittskanal 8 mündet, ent lüftet.
'Wo oben oder hiernaeh vom auf die Platte einwirkenden ZVinddruck die Rede ist., wird immer der effektive Winddruek gemeint, das heisst der im einen Sinne wirkende Wind druck, verringert um den beim obigen Bei spiel im Raum 11 herrschenden Gegendruck.
Fig. 2 gibt eine andere Ausführungsform der Erfindung. Das Gehäuse 28 besitzt eine Eintrittsöffnung 29 und eine Austrittsöffnung 30. Die in das Gehäuse hineinströmende Luft. wird durch einen Ablenker 31 gegen eine im Gehäuse um eine Achse 16 drehbare Fahne 32 geriehtet. Ein kreisbogenförmiger Sehleber 21 ist. mittels der Hebelarme 19 drehbar auf einer sieh im Krümmungsmittelpunkte des Schiebers befindenden Achse befestigt und mit der Fahne 32 mittels eines Hebelarmes 18 und einer Hubstange 17 verbunden.
Ein Gegen gewicht 22 wirkt dem auf die Fahne 32 einwir- kenden Winddruck entgegen und ist bestrebt, den Schieber zusammen mit der mit ihm ver bundenen Platte in die in Fig. 2 angegebene offene Stellung zu bringen. Der unter der Fahne 32 befindliche Raum 24 wird mittels einer oder zwei, bei 25 in diesen Raum und bei 27 in den Austrittskanal 23 mündenden Leitungen 26 entlüftet. Es ist leicht einzu sehen, dass die R.esultante des vom Luftstrom auf den Schieber 21 ausgeübten Druckes praktisch stets durch die Achse 20 gehen muss, so dass dieser Druck keinen Einfluss auf die Lage des Schiebers ausüben kann.
Auch bei diesem Beispiel übt das Gewicht 22 eine um so grössere Rückstellkraft auf den Schie ber aus, je weiter dieser Schieber von der ganz geöffneten Stellung entfernt ist.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 ist. durch ihre kleinen Abmessungen und die Ein fachheit und Robustheit ihres Baues besonders für Lüftungen von Kraftwagen geeignet. Die Bezugsziffer 42 gibt eine Leitung an, die am vordern Ende des Wagens Luft empfängt, eine andere Luftleitung 43 mündet im Innern des Wagens aus. Eine dieser Leitungen kann gegebenenfalls mit einer Lufterwärmungs- vorrichtung versehen werden. Die zwei Lei tungen sind an eine Vorrichtung gemäss der Erfindung angeschlossen.
Die Vorrichtung besitzt ein trommelför- miges Gehäuse 38, 44 und einen in diesem drehbar um die Achse 34 angebrachten Kör per 46. Letzterer umfasst einen kreisbogenför migen Schieber 45 und eine Wand 33, welche unter Einwirkung des Winddruckes den Kör per 46 um seine Achse mehr oder weniger ver dreht, wodurch die der Luft zur Verfügung stehende Durchflussöffnung 52 geändert wird, und zwei den Schieber und die Wand 33 mit,- einander verbindende Seitenwände.
Zwischen diesen Seitenwänden befindet sich ebenfalls ein gekrümmter Ablenker 35, welcher mit. die sen @Vänden fest verbunden ist und einen Teil des Luftstromes direkt gegen die Wand 33 richtet, wodurch der auf diese ausgeübte Winddruck vergrössert wird. Die Gegenkraft wird geliefert von einer Schraubenfeder 36, welche mit einem Ende an der nicht dreh- baren Achse 34 befestigt ist und mit dem andern Ende um einen Rand des Ablenkers 35 greift.
Diese Feder hat das Bestreben, den Kör per 46 in die in der Figur angegebene Stellung zu drehen, in welcher die Wand 33 an einem Nocken 51 des Gehäuses anliegt. und die Durehflussöffnung 52 vollständig vom Schie ber freigegeben ist. Die Wand 33 liegt unge fähr radial mir Gehäusetrommel und besitzt, einen innern Rand 37, welcher als Kreisbogen ausgebildet ist und teilweise um die Achse 34 greift. Eine Scheidewand 49 ist derart im Ge häuse angebracht, dass in demselben ein die Leitung 42 fortsetzender Kanal gebildet wird. Der Innenrand dieser Scheidewand schliesst, sieh mit. einem kleinen Spiel dem gekrümmten Teil 37 der Wand 33 an.
Ein ebenfalls nur geringes Spiel besteht zwischen den Seiten wänden des Körpers 46 und denjenigen des Gehäuses. Hierdurch kann eine, wenn auch nur kleine Luftmenge in den zwischen der Scheidewand 49 und der Wand 33 liegenden Raum 50 lecken. Dieser Raum wird mittels einer oder zwei Leitungen entlüftet, die in diesem Raum bei 39 münden und bei 41 hinter der Eintrittsöffnung 52 der Leitung 43 an diese angeschlossen sind, so dass auf die Wand 33 kein unerwünschter Gegendruck ausgeübt wird. Auch bei diesem Beispiel hat der Druck, der vom Wind direkt. auf den Schieber 45 ausgeübt wird, annähernd keine Wirkung im Bewegungssinne des Schiebers.
Änderungen der beschriebenen Ausfüh rungsbeispiele sowie andere Ausführungsfor men sind möglich, ohne das Gebiet der Erfin dung zu verlassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Lüftungsvorrichtung mit Selbstregelung, gekennzeichnet durch ein Gehäuse, das mit einer Eintritts- und einer Austrittsöffnung für die Luft Lind mit einem Schieber versehen ist, in dessen Bewegungsrichtung der auf ihn einwirkende Winddruck annähernd ohne Wir kung ist, durch ein mit diesem Schieber ver bundenes Steuerorgan, das durch den Wind druck bewegt werden kann und unter der Wirkung dieses Druckes das Bestreben hat, den Schieber aus der offenen in die geschlos sene Stellung zu bringen, und durch ein Organ, das das Bestreben hat, den Schieber in die offene Stellung zli bringen, und zwar mit einer Kraft, die um so grösser ist,je weiter der Schieber von der offenen Stellung ent fernt ist, so dass der Schieber unter dem Ein fluss dieser zwei Organe eine durch den jewei ligen Winddruck bestimmte Stellung ein nimmt. UNTERANSPRÜCHE 1. Lüftungävorricht.ung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet., dass das Steuerorgan durch einen flächenförmigen Teil gebildet wird. 2. Lüftungsvorrichtung nach Unteran spruch 1, gekennzeichnet durch einen den Wind gegen das Steuerorgan richtenden Ab lenker. 3.Lüftungsvorrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablenker und das Steuerorgan derart zuein ander liegen, da.ss sie in dem Gehäuse einen im grossen und ganzen U-förmigen Kanal bil den, und zwar derart, dass die Scheidewand zwischen den Kanalschenkeln durch den Ab lenker und mindestens ein Teil der Krümmer wand des Kanals durch das Steuerorgan ge bildet wird. 4. Lüftungsvorrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan mit etwas Spiel in das Gehäuse passt, so da.ss es gegenüber diesem nicht reibt.. 5.Lüftungsvorrichtung nach Unteran spruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der auf der Rückseite des Steuerorganes liegende Raum durch eine in den Abführungskanal der Vorrichtung mündende Leitung entlüftet ist. 6. Lüftungsvorrichtung nach Unterau-. sprueh 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan mit einem ebenen Schieber fest verbunden ist. und diese zwei Teile als Ganzes parallel zur Sehieberebene an einer Führung entlang bewegbar sind. 7.Lüftungsvorrichtung nach Untera.n- sprueh 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerorgan um eine Achse schwenken kann und mittels eines Kuppelorganes mit einem uni eine andere Achse schwenkbaren Hebel- gestänge verbunden ist, welches einen kreis bogenförmigen Schieber trägt, dessen Krüm- mun;smittelpunkt mit der zweitgenannten :@clise zusammenfällt. B.Lüftungsvorrichtung nach Unteran- sprueh 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Oehäuse trommelförmig ausgebildet ist und in ilini ein einen kreisbogenförmigen Sehieber und eine wenigstens annähernd radial stehende, das erwähnte Steuerorgan bildende Wand um fassender Körper drehbar befestigt ist. 9. Lüftungsvorrichtung nach Unteran spruch 8, gekennzeichnet durch einen mit zu letzt genanntem Körper verbundenen Ablen- ker, der einen Teil der durch das Gehäuse strömenden Luft gegen die erwähnte Wand richtet.
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