Anzeigegerät Die vorliegende Erfindung betrifft ein Anzeigegerät, das zwei um eine gemeinsame geometrische Axe in bezug aufeinander dreh bare Elemente aufweist, von denen wenigstens (las eine ein bezüglich der genannten Axe rotationssymmetrischer Körper ist.
Das Anzeigegerät gemäss der Erfindung zeiehnet sich dadurch aus, dass die beiden Ele mente längs gedachten, um die genannte geo metrische Axe verlaufenden Schraubenlinien -ngeordnete Mittel zum optischen Anzeigen der gegenseitigen Drehstellung der beiden Elemente aufweisen.
Das Gerät kann beispielsweise als Zeit- tnesser ausgebildet sein und zwei Anzeige einheiten besitzen, deren eine zur Anzeige von Stunden und deren andere zur Anzeige von Minuten dient.
Mehrere Ausführungsbeispiele des Erfin dungsgegenstandes sind in der beigefügten Zeichnung veranschaulicht.
Fig. 1. zeigt die Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des Gerätes mit zwei Anzeigeeinheiten für Stunden und Minuten; Fig.2 zeigt eine analoge, zweite Ausfüh rungsform des Gerätes, in gleicher Darstel- 111n-r; ,Fig. 3 stellt eine einzige Anzeigecinheit eines dritten Ausführungsbeispiels des Ge rätes, in Seitenansicht dar; Fig. 4 ist die analoge Darstellung eines vierten Ausführungsbeispiels.
Der in Fig. 1 dargestellte Zeitmesser weist eine obere Anzeigeeinheit 71 zur Anzeige von Stunden und eine untere Anzeigeeinheit 72 zur Anzeige von Minuten auf. Die Anzeige- einheit 71 weist einen Zylinder 73 mit verti kaler geometrischer Axe auf. Die Umfangs fläche des Zylinders 73 ist mit einer Schar Schraubenlinien 74 versehen, die numerisch verschieden bezeichnet sind, und zwar mit den Ziffern 1-12 entsprechend den Stunden eines halben Tages. Alle Schraubenlinien 74 zu sammen bilden eine zwölfgängige Schraube.
Der Zylinder 73, welcher ein bezüglich seiner geometrischen Axe rotationssymmetrischer Körper ist, ist von einem zylindrischen Mantel 75 aus durchsichtigem Material umgeben. Die ser Mantel 75 ist koaxial zum Zylinder 73 angeordnet, so dass die beiden Elemente 73 und 75 eine gemeinsame geometrische Axe auf weisen, um welche die Elemente 73 und 75 in bezug aufeinander drehbar sind. Bei der praktischen Ausführung wird vorzugsweise der Mantel 75 feststehend und der Zylinder 73 drehbar ausgebildet, obwohl auch das -uun- gekehrte möglich ist.
Der durchsichtige Man tel 75 ist mit einer schraubenlinienförmig verlaufenden Ableselinie 76 versehen, deren Steigung gleich ist wie diejenige der Schrau benlinien 74 auf dem Zylinder 73.
Die untere Anzeigeeinheit 72 ist völlig analog der beschriebenen Anzeigeeinheit 71 ausgebildet; sie weist einen Zylinder 77 mit einer Schar Schraubenlinien 78 auf, die zu sammen eine zwölfgängige Schraube bilden und numerisch verschieden bezeichnet sind mit den Ziffern 5, 10, 15 ... 50, 55 und 60. Der Zylinder 77 ist von einem durchsichtigen Zylindermantel 79 umgeben, der koaxial zum Zylinder 77 angeordnet ist und eine schrau- benlinienförmig verlaufende Ableselinie 80 trägt, deren Steigung mit derjenigen der Schraubenlinien 78 übereinstimmt. Die Ele mente 77 und 79 sind um ihre gemeinsame geometrische Axe in bezug aufeinander dreh bar.
Zum Beispiel ist. der Mantel 79 fest stehend und der Zylinder 77 drehbar ange ordnet oder umgekehrt.
Durch ein Uhrwerk oder eine elektrische Einrichtung, die durch Stromimpulse betätig- bar ist, werden die Zylinder 73 und 77 an getrieben, so da.ss der Zylinder 73 der obern Anzeigeeinheit in 12 Stunden eine Umdre hung ausführt und der Zylinder 77 der untern Anzeigeeinheit in einer Atunde eine volle Um drehung macht. In Zeitintervallen von je einer Stunde gelangen die Schraubenlinien 74 nacheinander in mit der Ableselinie 76 über einstimmende Lage, während die Schrauben linien 78 in Zeitintervallen von je fünf Mi nuten in übereinstimmende Lage mit der Ab leselinie 80 gelangen.
Der in Fig.1 darge stellte Zeitmesser zeigt 1 Uhr 5 Minuten an.
Da. die Ableselinien 76 und 80 und auch jede der Schraubenlinien 74 und 78 sich über 360 des Umfanges der Zylinder 73 und 77 erstrecken, kann die Zeitablesung aus irgend einer Richtung, die radial zur geometrischen Axe der Zylinder 73 und 77 steht, erfolgen. Um das Ablesen der Zeitangabe zu erleichtern, können die Ableselinien 76 und 80 mit. Vorteil in einer andern Farbe ausgeführt sein als die Schraubenlinien 74 und 78.
Der beschriebene Zeitmesser kann in ver schiedenen Grössen hergestellt sein, z. B. so, dass er auf Tische und Konsolen aufgestellt werden kann, oder dass er eine grössere Säule bildet, die für offene Plätze, wie Stadtplätze, Sportplätze, Flugplätze, oder für Häfen usw. bestimmt ist. Beim Ausführungsbeispiel -einäss Fig-.2 sind ebenfalls zwei Anzei-eeinheiten 71 1111d 72 übereinander angeordnet.
Ein Unterschied gegenüber dem Beispiel nach Fig. 1 liegt darin, dass an Stelle von Zylindern 73 und 77 hier kegelige rotationssymmetrische Körper 73c und 77a vorhanden sind. Die Umfangs fläche der beiden Körper 73a, und 77a sind wieder mit Schraubenlinien 74a bzw. 78a ver sehen, die um die geometriselie Axe der Kör per gekrümmt verlaufen und verschieden numerisch bezeichnet sind.
Im Gegensatz zum ersten Ausführungsbeispiel ist aber nur jede zweite Schraubenlinie 78a mit, den Ziffern 1.0, 20 ... 50, 60 bezeichnet, während die dazwi schenliegenden Linien unbezeichnet sind. Jeder der Körper- 73a, und 77a ist von einem kegeligen Mantel 75rr bzw. 79a umgeben, der oben längs einer Schraubenlinie 76a bzw. 80a abgeschnitten ist, und dessen Kante als Ablese mittel entsprechend der Ableselinie 76 bzw.
80 des ersten Beispiels dient, Die Mäntel.<I>75a,</I> und 79a. bestehen aus undurchsichtigem Material und verdecken diejenigen Schraubenlinien 74a bzw. 78a, welche unterhalb der Ablese- kante 76a bzw. 80er. liegen. Bei einer nicht. dargestellten Ausführungsvariante könnten die Elemente 75a und 79a jedoch auch aus durchsichtigem Material bestehen, das zur Erleichterung der Ablesung anders gefärbt ist als die Oberfläche der Körper 73a und 77a.
Wie beim ersten Ausführungsbeispiel wer den auch hier die Körper 73a und 77c4 durch ein Uhrwerk oder eine elektrische Antriebs einrichtung gedreht, und zwar so, dass der Körper 73a der obern Anzeigeeinheit in zwölf Stunden und der Körper 77a der untern Aii- zeigeeinheit in einer Stunde eine volle Um drehung ausführt.
Zwischen den beiden Anzeigeeinheiten 71 und 72 befindet sieh noch ein zur geometri schen Axe der Elemente 73a, <I>.75a,</I> 77a, 79a koaxialer Ring 81 mit einer in Umfangsrich- tung verlaufenden Skala, die in bezug auf eine beliebige von mehreren Ablesemarken 82 ab lesbar ist, welche auf einem feststehenden Ring 83 angeordnet, sind. Die Skala auf dem Ring 81 weist z.
B. 60 Teilungen auf, während der hing 83 mit sechs gleichmässig verteilten Ab- lesenia.rken 8\? versehen ist. Der Ring 81 wird ebenfalls durch das erwähnte Uhrwerk oder die erwähnte elektrische Antriebseinrich- lunt,#, angetrieben, so da.ss er in einer Stunde eine volle Umdrehung ausführt.
Die Skala auf dem Ring 81 und die zugehörigen Ablese- inarken 82 dienen zur Anzeige von Minuten als Zwischenwerte zwischen den Angaben der Schraubenlinien 78a, da letztere nur Zeit intervalle von 5 Minuten genau anzeigen und Zwischenwerte nur abzuschätzen gestatten. Die Ablese marke zeigt nun an der Skala 81 die Minuten an. Im dargestellten Fall zeigt das Gerät die Tageszeit von 1 Uhr 05 Minuten an. Auch das Ablesen der einzelnen Minuten kann von verschiedenen Richtungen aus er folgen.
Der in Fig. 2 veranschaulichte Zeitmesser ist. zum Aufhängen in Büroräumen, Läden, Banken, Hallen usw. bestimmt, und zwar an Stellen, wo man das Gerät von verschiedenen Richtungen aus sehen kann.
Die Schraubenlinien 74 und 78 bzw. 74a und 78a mit den zugehörigen numerischen Be- zeielinungen könnten auch auf durchsichtigen, rotationssymmetrischen Hohlkörpern ange ordnet sein, innerhalb welcher andere Ele- inente mit einer schraubenlinienförmig ver laufenden Ableselinie angeordnet sind, welche durch das entsprechende äussere Element hin durch sichtbar ist.
In Fig. 3 ist nur eine einzige Anzeigeein- heit dargestellt, die z. B. zur Anzeige von Stunden dient. Das Gerät weist einen un- durelisiehtigen Hohlzylinder 85 auf, welcher tnit mehreren, längs einer gedachten Schrau benlinie angeordneten Fenstern 86 versehen ist, denen noch Ablesemarken 87 zugeordnet sind. Im Innern des Il:ohlzylinders 85 be findet sieh ein Zylinder 88, der genau gleich wie der Zylinder 73 des ersten Ausführungs- beispiels ausgebildet sein kann.
Die Fenster 86 sind derart angeordnet, dass sie alle die rileiehen Ziffern auf dem Zylinder 88 der Sieht freigeben. Die gedachte Schraubenlinie, längs welcher die Fenster 86 angeordnet sind, hat somit die gleiche Steigung wie die Schrau- benlinien 71 auf dem Zylinder 88. Damit eine Ablesung von allen Richtungen aus er folgen kann, sind die Fenster 86 um den gan zen 1'infang des Hohlzylinders 85 herum an geordnet.
Der Hohlzylinder 85 und der Innenzylin der 88 sind um ihre gemeinsame geometrische Axe in bezog aufeinander drehbar, wobei ent weder nur das eine dieser Elemente 85 und 88 drehbar und das andere feststehend ist oder beide Elemente zugleich, aber mit ver schiedenen Geschwindigkeiten drehbar sind. Die Ablesung der jeweiligen Anzeige wird erleichtert, wenn die Drehbewegung der Ele mente 85 und 88 in bezog aufeinander nicht kontinuierlich, sondern schrittweise erfolgt, z. B. so, dass sich diese Elemente 85 und 88 nur alle Stunden um 30 gegeneinander ver drehen. Dann ist in den Fenstern 86 stets eine Ziffer deutlich und vollständig sichtbar, wenn man von den verhältnismässig kurzen Zeitperioden absieht, während welchen die Drehung jeweils stattfindet.
Beim Ausführungsbeispiel gemäss Fig.3 brauchen die Schraubenlinien 74 nicht unbe dingt sichtbar vorhanden zu sein. Insbeson dere bei der erwähnten schrittweisen Drehung der Elemente 85 und 88 in bezog aufeinander genügt es, wenn nur die numerischen Bezeich nungen auf der Umfangsfläche des Zylinders 88 vorhanden sind, wobei aber je die gleichen Ziffern längs gedachten Schraubenlinien an geordnet sind.
Es ist möglich, die numerischen Bezeich nungen an ringförmigen Bändern anzuordnen, die unter sich alle gleich ausgebildet sind, in axialer Richtung übereinanderliegen und je sämtliche Bezeichnungen der betreffenden Zeitperiode, die sie anzeigen sollen, aufweisen, z. B. die Ziffern 1 bis 12 für die Anzeige der Stunden. Die einander benachbarten Ring bänder sind aber jeweils um gleiche Winkel in Umfangsrichtung in bezog aufeinander ver setzt, so dass die gleichen Ziffern der verschie denen Bänder längs gedachten Schrauben linien zu liegen kommen.
Die in Fig. 3 dargestellte Anzeigeeinheit kann mit einer zweiten Anzeigeeinheit zusam- mengebaut sein, wie bei den Ausführungs beispielen gemäss Fig. 1 und 2. Diese zweite Anzeigepinheit kann\ entweder die in Fig. 1 gYezeigte Ausbildung der Anzeigeeinheit 72 haben oder analog der Einheit gemäss Fig. 3 ausgebildet sein, mit dem Unterschied, dass in ihren Fenstern nicht die Stunden, sondern die Minuten abgelesen werden können.
Das in Fig. 4 gezeigte Gerät weist einen um seine geometrische Axe drehbaren Zylin <I>der</I> 90 auf, dessen Umfangsfläche eine schrau- benlinienförmig verlaufende Ableselinie 91 trägt, die eine vollständige Umdrehung um den Umfang des Zylinders 90 macht. Der Zylinder 90 ist von einem Käfig 92 umgeben, der auf mehreren, in gleichmässigen Abständen voneinander angeordneten Stegen Skalen 93 aufweist, welche längs Erzeugenden, das heisst Mantellinien des Zylinders 90 verlaufen und je eine Teilung von 1-12 aufweisen, die ent sprechend bezeiehnet sind.
Diese Teilungen der verschiedenen Skalen 9 3 sind aber in Längsrichtung der Skalen in Bezug aLifeinan- der derart versetzt, dass miteinander überein stimmende Skalenzeichen dieser Skalen längs gedachten Schraubenlinien angeordnet sind, deren Steigung gleich ist wie diejenige der Ableselinie 91.
Bei jeder beliebigen Drehstel lung des Zylinders 90 schneidet die Ablese linie 91 die Skalen 93 an einander entspre chenden Skalenzeiehen. Bildet das beschrie bene Gerät Bestandteil eines Zeitmessers, so 3ässt sieh an demselben von allen Richtungen her die ungefähre Zeit ablesen. Fig. 4 zeigt annähernd 11 Uhr 15 Minuten.
Das beschriebene Gerät kann mit einer zweiten, analog ausgebildeten Anzeigeeinheit zusammen,-ebaut sein, welche zur Anzeige von Minuten dienen kann. Die zu 93 analogen Skalen dieser zweiten Einheit weisen in diesem Fall<B>60</B> Teilstriche auf, entsprechend den Mi nuten einer Stunde.
Selbstverständlich kann auch der Zylinder 90 mit der Ableselinie 91 stillstehen und dafür der Käfig mit den Skalen 93 rotieren.
Bei einer nicht dargestellten Ausführungs- va.riante können die Skalen 93 auf einem innern, rotationssymmetrischen Körper, einem Zylinder oder Kegelstumpf, angeordnet sein, welcher von einem entsprechend geformten, koaxialen Hohlkörper aus durchsichtigem Ma terial umgeben ist, welcher Hohlkörper dann die schraubenlinienförmig verlaufende Ab- en <B>91.</B> trägt.
Die verschiedenartigen, beschriebenen An zeigeeinheiten können selbstverständlich in be liebiger Weise und Anzahl miteinander zusam mengebaut sein, können gegebenenfalls aber auch einzeln vollständige Anzeigegeräte bil den, die nicht. nur Zeitmesser zu sein Brau- ehen. So kann z. B. ein Gerät gemäss Fig. 4 ein Thermometer oder ein Barometer sein, das aus allen seitlichen Richtungen in praktisch gleich guter Weise abgelesen werden kann. Ein Gerät gemäss Fig. 3 könnte beispielsweise ein Kalender sein, in welchem Fall auf dem Zy linder 88 an Stelle von Ziffern 1-13 die Zahlen 1-31 entsprechend den Tagen des Monats vorhanden wären.
Eine zweite An zeigeeinheit könnte dann den jeweiligen Wo chentag anzeigen.
Bei allen erwähnten Ausführungsbeispielen können die gedachten oder tatsächlich vorhan denen Schraubenlinien, längs denen die An zeige- bzw. Ablesemittel angeordnet sind, auch entgegengesetzte Neigung haben, das heisst an statt rechtsgängig könnten die Schraubenlinien auch linksgängig sein. Die Zeichen !Schrau benlinien, Ziffern trsw. j können auch ver schieden gefärbt, geprägt, beleuchtet, durch sichtig oder selbstleuelrtend sein.