CH314972A - Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern für pulvermetallurgische Zwecke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern für pulvermetallurgische Zwecke

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CH314972A
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powder
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Herman Brundin Nils
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Hoganas Billesholms Ab
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22—CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22F—WORKING METALLIC POWDER; MANUFACTURE OF ARTICLES FROM METALLIC POWDER; MAKING METALLIC POWDER; APPARATUS OR DEVICES SPECIALLY ADAPTED FOR METALLIC POWDER
    • B22F1/00—Metallic powder; Treatment of metallic powder, e.g. to facilitate working or to improve properties
    • B22F1/14—Treatment of metallic powder
    • B22F1/148—Agglomerating

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  • Powder Metallurgy (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern für pulvermetallurgische Zwecke    Bei der Herstellung von Formstücken auf  pulvermetallurgisehem Wege geht man     be-          kannterveise    so vor, dass ein Körper der ge  wünschten Form aus Metallpulver gepresst  und diesem dann durch Sinterung die not  wendige Festigkeit erteilt, wird.  



  Die Korngrösse des Pulvers ist für die  Herstellung nach diesem Verfahren von ent  scheidend er Bedeutung. Ganz allgemein ge  sagt, verbessert eine geringe Korngrösse die       mechanischen    Eigenschaften,     insbesondere    die  Zugfestigkeit der fertigen Formstücke. In  der Praxis kann man aber aus folgenden  Gründen nicht mit zu kleinen Korngrössen  arbeiten  1. Ein aus sehr feinem Korn bestehendes  Pulver hat ein schlechtes Fliessvermögen, das  heisst es formt sieh leicht zu einer zusammen  hängenden Masse, die nur schwer zum Ein  fliessen in enge Öffnungen gebracht werden  kann. Aus diesem Grunde ist die Verwendung  von automatischen Pressen schwierig, und das  Pulver kann nur schwer oder überhaupt nicht  zum Einfliessen in die Werkzeuge gebracht  werden.  



  2. Beim Pressvorgang dringt das Pulver  in die Teile der Pressformen ein, die gegen  einander beweglich sind, und führt zu einem  höheren Versehleiss der gleitenden     Ober-          fläehen.     



  3. Ein aus feinem Pulver hergestellter  Formkörper schrumpft beim Sintervorgang  beträchtlich und mit     Unregelmässigkeiten    in    den verschiedenen Schrumpfrichtungen und  ergibt grosse Unterschiede in den Endabmes  sungen des Formkörpers.  



  Aus diesen Gründen muss man in der  Praxis gewöhnlich ein verhältnismässig grob  körniges Pulver (etwa mit 0,15 mm) verwen  den und von den Vorteilen bei der Verwen  dung der sehr feinkörnigen Pulver absehen.  



  Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung eines Metallpulvers,  das für pulvermetallurgische Zwecke verwen  det werden soll und die guten     Presseigensehaf-          ten    eines groben Pulvers von z. B. 0,1 bis  0,3 mm, vorzugsweise etwa 0,15 mm Korn  grösse, mit den vorteilhaften Eigenschaften  feinkörnigen Pulvers mit bis zu 0,05 mm       Korngrösse    für die     Zugfestigkeit    der fertigen  Formstüeke in sich vereinigt.

   Um diesen  Zweck ni erreichen, ist die Erfindung     da-          dur    eh gekennzeichnet, dass man, ausgehend  von einem     Metallpulver,        dessen    Korngrösse  derart,     ist,    dass die Fliessfähigkeit des Pulvers  beim Formpressen unzureichend ist, dieses  feinkörnige Pulver zui grösseren Körpern       agglomeriert    und diese dann zu einer- Korn  grösse zerkleinert,

   welche     grösser    ist als die  jenige des     Pulvers    vor dem     Agglomerieren     und die für die     pulvermetallurgisehe    Her  stellung von     Fornnkörpern    notwendige Fliess  fähigkeit     aufweist.     



  Die     Agglomerzerung    des     zii    feinen Pulvers       züi    grösseren Körpern kann durch einen     Sin-          tervorgang    herbeigeführt oder durch die Ver-      wendung von organischen Bindemitteln er  reicht werden. Die Agglomerierung wird vor  zugsweise bei einem Pulver mit einer Korn  grösse von unter 0,05 nun durchgeführt, wäh  rend dem fertigen Pulver vorzugsweise eine  Korngrösse von etwa 0,15     mm    gegeben wird.  Wenn die Agglomerierung des feinen Pulvers  durch einen Sintervorgang herbeigeführt  wird, besteht Gefahr einer Oxydation des,  Pulvers während des Sintervorganges.

   Daher  wird der Sintervorgang vorzugsweise in einer  neutralen oder     reduzierenden    Atmosphäre  durchgeführt.  



  Das Verfahren nach der     Erfindung    ist  nicht nur anwendbar auf die Herstellung von  unlegierten Metallpulvern, sondern es kann  vorteilhaft auch für die Herstellung von Me  tallpulvern für legierte Formstücke verwen  det werden. Es liegt dabei auf der Hand, für  die     Herstellung    solcher Formkörper eine  Legierung der gewünschten Zusammensetzung  herzustellen, diese in ein Metaltpulver umzu  wandeln und schliesslich hieraus die gewünsch  ten Formstücke zu pressen und zu sintern.  



  Dieses Verfahren ist aber in der Praxis       meist    nicht sehr vorteilhaft, weil das legierte  Pulver gewöhnlich wesentlich härter als seine  Legierungskomponenten ist. Aus diesem  Grunde ist die Zusammenpressbarkeit des  Pulvers vermindert, und es ist notwendig,  höhere Pressdrucke anzuwenden, um einen       Formkörper    mit einer     bestimmten    Dielte zu  erzeugen, was aber wiederum zu erhöhtem  Verschleiss der Presswerkzeuge und damit zu  erhöhten Kosten führt.  



  Es ist auch möglich, die Legierungskompo  nenten im gewünschten Verhältnis in Pulver  form zu mischen, um die Legierung durch  Diffusion während des Sintervorganges zu  erhalten. Eine derartige Legierung findet bei  Sintertemperatur in der festen Phase statt,  wenn die Sintertemperatur unter der     Sehnnelz-          temperatur    der Legierungskomponenten liegt,  und     teilweisse    in der     fasten    und teilweise in  der flüssigen Phase, wenn die Sintertempera  tur über den Schmelzpunkt einer der Legie  rungskomponenten ansteigt. Eine     Pressfähig-          keit    der Pulvermischung wird bei der Anwen-    dung dieses Verfahrens erhalten.

   Der     Dlffu-          sionsanteil    ist indessen in vielen Fällen so       niedrig,    dass eine     vollständige    Legierung bei  mässigen Sinterungsbehandlungen nicht er  reicht     wird.     



  Ein besseres Verhältnis wird bei der An  wendung des Verfahrens nach der Erfindung  erhalten, wenn ein sehr feinkörniges Metall  pulver, welehes die Legierungsbestandteile  enthält, zu eurem mahlbaren Körper     vorsieh-          tig    gesintert und dann wieder zu einem Pul  ver mit grösserer Korngrösse zermahlen wird,  als die, welche das Pulver vor der Sinterung  aufwies. Das als Ausgangsmaterial verwendete  feinkörnige Metallpulver kann auf verschie  dene Weise erhalten werden. Es kann zum Bei  spiel feinkörniges Pulver aus den Legierungs  komponenten in entsprechendem Verhältnis  gemischt werden. Eine oder mehrere der  Legierunngskomponenten können auch che  misch oder elektrolytiseh auf die pulverisier  ten Legierungskomponenten niedergeschlagen  werden.

   Verschiedene Kombinationen des Ver  fahrens sind natürlich möglich. So können zum  Beispiel zwei oder mehrere der Legierungs  komponenten in feinpulverisiertem Zustand  vorliegen, während andere Legierungskompo  nenten auf die feinen Pulverteilchen nieder  geschlagen werden.  



  Zu einem Metallpulver, dessen Korngrösse  zu gering ist, um eine Fliessfähigkeit zu erge  ben, die für pulvermetallurgische Zwecke aus  reichend     isst,    kann nach der Erfindung eine  geringe Menge organischer Substanzen zuge  geben werden, die durch eine entsprechende  Behandlung ihren     Charakter    ändern     und    die  Körner zu grösseren Aggregaten agglomerie  ren, um sie durch ein vorsichtiges Mahlen  oder durch ein vorsichtiges Pressen durch ein  Sieb mit entsprechender Maschenweite auf  die gewünschte Korngrösse zu bringen, die       grösser    ist als     ddejenige        des    als     Au,

  sgangsliia-          terial        verwendeten        feinlzörnigen-.lletallpulvers.     



  In diesem Fall, wie beim oben beschriebe  nen     Sinterprozess,    ist es vorteilhaft., das Aus  gangspulver auf eine     Koraigrösse    von höch  stens 0,05 mm zu vermahlen und dann nach  seiner     Agglomeriei-lin    g die erhaltenen Aggre-      gate wieder auf eine Korngrösse von etwa  0,15 mm zu reduzieren.  



  Das erhaltene Pulver hat nun die     er-          wünsehten    Eigenschaften eines groben Pul  vers, insbesondere eine gute Fliessfähigkeit.  



  Die organischen     Zusätze    können aus einem  Bindemittel bestehen, das in einem organi  schen Lösungsmittel löslich ist, z. B. in Alko  hol, Äther, Benzol usw. Im vorliegenden Fall  wird das     Bindemittel    vorzugsweise in Form  einer Lösung zugesetzt, damit es sich gleich  mässig im Pulver in einem nachfolgenden  Mischvorgang verteilt. Nach der Mischung  wird das Lösungsmittel durch ein Erhitzen  auf entsprechende Temperatur ausgetrieben,  vorzugsweise unter solchen Bedingungen, dass  das Lösungsmittel durch Kondensation zu  rückgewonnen und wieder verwendet werden  kann.  



  Zelluloselacke, das heisst Nitrozellulose  Schellack, Kolophonium, Phenolharze und  iihnliche, können beispielsweise als Binde  mittel verwendet werden und haben sich für  diesen Zweck als tauglich erwiesen.  



  Es wäre ganz allgemein gesprochen auch  möglich, ein Bindemittel zu verwenden, das  irr Wasser löslich ist. Da jedoch ein derartiges  Bindemittel schnell zu einem Rastangriff auf  das Eisenpulver führt, scheint die     Verwen-          drng    derartiger Mittel nicht wünschenswert.  



  Andere Arten von Substanzen, die ver  wendet werden können, sind solche, die leicht  und niedrig schmelzen und dadurch die Kör  ner aneinander binden, so z. B. Paraffine oder  andere wachsähnliche Substanzen. Diese Sub  stanzen können in der Form von feinem Pul  ver zugemischt werden, wonach die Mischung  auf die Erweichungs- oder Schmelztemperatur  der zugemischten Substanzen erhitzt wird. Es  ist beispielsweise auch möglich, diese Substan  zen in Form einer Lösung zuzugeben.  



  Eine Klasse von Substanzen ist besonders  vorteilhaft zu verwenden, wie z. B. Stearin  säure, Zinkstereate usw., die bisher als  s äun  Sclmiermittel für die Formen in der Pulver  metallurgie verwendet wurden. Diese Sub  stanzen bewirken die     Verbindung    des feinen  Pulvers und erhöhen seine Fliessfähigkeit und    üben ausserdem eine schmierende Wirkung  auf die Formen aus. Sie können gewünschten  falls zusammen mit einer abbindenden Sub  stanz in Form von Pulver dem Metallpulver  zugesetzt werden, wonaeh man die Mischung  über den Erweichungspunkt einer dieser Sub  stanzen erhitzt.  



  Es ist natürlich auch möglich, zwei oder  mehrere verschiedene Bindemittel zuzufügen,  von denen wenigstens eines Schmiereigen  schaften besitzt. In diesem Fall kann es vor  teilhaft sein, ein Mittel in Form von Pulver  und ein anderes Mittel in Form einer Lösung  zuzufügen.  



  Die nachfolgende Wärmebehandlung soll  zweckmässigerweise bei einer Temperatur  durchgeführt werden, die niedriger ist als  diejenige, bei der das Metallpulver zu oxy  dieren beginnt, wenn eine     Schutzatmosphäre     bei der Erwärmung nicht vorgesehen ist.  



  Die     vorgeschriebenen    Möglichkeiten für  die     Herstellung    eines feinen     Metallpulvers    für       pulvermetallurgische    Zwecke sind     besonders     vorteilhaft; wenn die     Herstellung    von Legie  rungen     auf    pulvermetallurgischem Wege  durch Pressen und Sintern von     Mischungen     verschiedener Metallpulver in Frage     steht,.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines Metall pulvers für pulvermetallurgische Zwecke, da durch gekennzeichnet, dass man, ausgehend von einem Metallpulver, dessen Korngrösse derart. ist, d@ass die Fliessfähigkeit des Pulvers beim.
    Formpreissen unzureichend ist, dieses feinkörnige Pulver zu grösseren Körpern agglomeriert. und diese dann zu einer Korn grösse zerkleinert, welche ;grösser ist als die jenige des Pulvers vor dem Agglomerieren und die für die pulvermetallurgische Herstel lung von Formkörpern benötigte Fliessfähig keit aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach P,atent:
    anspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das feinkörnige Pulver mit zu niedriger Fliessfähigkeit durch einen Sintervorgang agglomeriert wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass feinkörniges 'Me tallpulver mit einer Korngrösse von unter 0,05 mm zu einem vermahlbaren Körper ge sintert wird, der danach zu einer grösseren Korngrösse vermahlen wird, als diejenige des Pulvers vor dem Sintern und etwa 0,15 mm beträgt. 3. Verfahren nach Unteransprueh 2, ge kennzeichnet durch die Verwendung von mo- nometallisehem Pulver als Ausgangsmaterial. s.
    Verfahren nach Unteranspruch 2, ge kennzeichnet durch die Bildung eines Pulvers, das wenigstens zwei verschiedene Metalle ent hält. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass ein Pulver, das monometallische Körner verschiedener Metalle enthält, der Agglomerierung ausgesetzt wird. 6. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass ein Pulver, von dem mindestens einige Körner einen mono metallischen Kern und eine Auflage von einem andern Metall aufweisen, der Agglome- rierung ausgesetzt wird. 7.
    Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das fein gemahlene Metallpulver, das eine zu niedrige Fliessfähig keit hat, mit Hilfe von wenigstens einer orga- nisehen Substanz mit abbindender Eigen- sehaft zu grösseren Körpern agglomeriert wird. B. Verfahren nach Unteransprueh 7, da durch gekennzeichnet, dass als organische Substanz eine solche verwendet wird, die zu gleich als Schmiermittel beim Pressen von Me tallpulver dient. 9. Verfahren nach Unteransprueh 8, da durch gekennzeichnet, dass die als Schmier- niktel wirkende Substanz Stearinsäure ist. 10.
    Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die als Sehmier- mittel wirkende Substanz Zinkstearat ist. 17. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass ausser der Zumi schung einer Substanz mit abbindender Eigen schaft eine beim Verpressen von Pulver schmierende Substanz zugegeben wird. 12. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die abbindende Substanz in Form einer Lösung verwendet wird, und dass die Agglomerierung so durch geführt wird, dass das Lösungsmittel abge trieben wird. 13.
    Verfahren nach U nteransprueh 11, da durch gekennzeichnet, dass die abbindende Substanz und die schmierende Substanz in Form von Pulver zum -Metallpulver zugeg#e- ben werden, worauf diese -Mischung über den rrweichungspunkt einer dieser Substanzen er hitzt wird, um die Agglomerierung herbeizu führen. 14.
    Verfahren nach Unteransprueh 7, rla- durch gekennzeichnet, dass die durch die Agglomerierung erhaltenen Körper durch ein vorsiehtiges Pressen durch ein Sieb ent sprechender Masehenweite auf die ge wünschte Korngrösse gebracht werden.
CH314972D 1952-08-16 1952-08-16 Verfahren zur Herstellung von Metallpulvern für pulvermetallurgische Zwecke CH314972A (de)

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