CH317219A - Verfahren zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Eisen oder Stahl - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Eisen oder StahlInfo
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Description
<B>Verfahren</B> zur Herstellung <B>von</B> Korrosionsschutzschichten auf <B>Eisen oder</B> Stahl Das bekannte Verfahren, Eisen- oder Stahloberflächen mit Hilfe von Pechen gegen Korrosion zu schützen, hat zur Voraussetzung, dass die zu schützenden Flächen vor dem Aufbringen der Peche von Rost (Eisenoxyd hydrat) sorgfältig gesäubert werden. Diese Säuberungsbehandlung ist umständlich und kostspielig, so dass es ein technischer und wirt schaftlicher Fortschritt sein wird, wenn es gelingt, haltbare und wirksame Pechüberzüge auf nicht völlig entrostete Eisen- oder Stahl oberflächen aufzubringen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein sol ches Verfahren zur Herstellung von Korro- sionsschutzsehichten aus Pech auf Eisen- oder Stahloberflächen. Erfindungsgemäss werden die von Rost mindestens teilweise befreiten metallischen Oberflächen mit einem auf eine Temperatur von 100-250 , vorzugsweise 150 bis 200 , erwärmten Sonderpech zusammen gebracht, und zwar mindestens so lange, bis die an der Grenzschicht zwischen Pech und Eisen- oder Stahlgegenstand auftretende Ent wicklung von Wasserdampf aufgehört hat. Es ist. also nicht mehr notwendig, die zu schüt zenden Flächen vorher weitgehend zu ent rosten.
Unter Sonderpechen werden solche Peche verstanden, die im Vergleich zu ge wöhnlichen Pechen eine erweiterte Spanne zwischen dem Erweichungspunkt und dem Brechpunkt besitzen. Gewöhnliche Peche haben eine Spanne von etwa 26-30 , wäh- rend bei Sonderpechen eine grössere Spanne, z. B. von 50-60 , vorliegt.
Solche Sonder- peche können ziun Beispiel aus Steinkohlen teer oder Steinkohlenteerpech in Verbindung mit einem durch mehrstündiges Erhitzen von Steinkohlenteer bzw.
Steinkohlenteerpechen mit 10-201/o feinem Kohlenstaub in einem Rührwerk auf etwa 200 C erhaltenen Kohle aufschluss, der durch Zusatz hochsiedender Teerölfraktionen auf den gewünschten Erwei- chungspunkt eingestellt werden kann, herge stellt sein, oder aus einem durch Blasen her gestellten Steinkohlenteerpeeh bestehen, dem gegebenenfalls noch Fluxmittel beigegeben sein können.
Bei der praktischen Durchfühi-zng des Verfahrens wird zweckmässig so vorgegangen, dass die verrosteten Eisen- und Stahlteile von demjenigen Teil des Rostes, der sich mecha nisch leicht entfernen lässt, befreit werden, worauf die Teile entweder in die heisse Pech schmelze getaucht oder zum Beispiel Hohl körper mit der Schmelze gefüllt werden.
Es ist dafür zu sorgen, dass der Wärmeinhalt der Pechschmelze ausreicht, um eine genü gende Behandlungsdauer zu gewährleisten. Es kann aber auch so vorgegangen werden, dass während der Behandlungsdauer innunterbro- chen oder periodisch eine Erneuerung der heissen Schmelze unter Abzug entsprechender l1Zengen der geringfügig kälter gewordenen, vorher zugegebenen Schmelze erfolgt. Das Aufbringen von heissem Pech kann unter Umständen wiederholt werden, z. B. um einen dickeren Überzug zu erzielen und jeg liche Porosität auszuschliessen.
Der überraschende Erfolg dieses Verfah rens, bei dem im Gegensatz zu den bisherigen Verfahren der für unerlässlich gehaltene Schritt, vorher völlig zn entrosten, eingespart werden kann, ist anscheinend darauf zurück zuführen, dass die verbliebene Rostseliicht durch die heisse Pechsehmelze von Hydrat wasser befreit wird und dass der darauf ver bleibende wasserfreie Rost von dem Teer ge wissermassen wie ein Füllstoff aufgenommen wird.
Bei einem Versuch, die erkaltete Pech schicht von der Eisen- oder Stahloberfläehe zu entfernen, stellt man nämlich fest, dass nach völliger Entfernung dieser Peeliscliielit das blanke Metall zutage tritt.
Das Verfahren kann bei Eisen- und Stahl gegenständen der verschiedensten Formen an gewendet weiden, so zum Beispiel für den Innensehutz von Tendern an Lokomotiven, Schottenräumen in Schiffen sowie Rohrleitun gen, Senkkästen und dergleichen. Bei der An wendung des Verfahrens auf Rohrleitungen wird zWeekmässig so vorgegangen, dass nach der Behandlung das überschüssige Pech mit Hilfe von Pressluft bis auf die erstarrte hasse Herausgeblasen wird.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von Korro- rionsschutzsehichten aus Pech auf Eisen- oder Stahloberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die von Rost mindestens teilweise befrei ten metallischen Oberflächen mit einem auf 100-?50 erwärmten Sonderpeeh zusammen gebracht werden, und zwar mindestens so lange, bis die an der CTrenzseliieht zwischen Pech und Eisen- oder Stahlgegenstand auftre tende Entwicklung von -Wasserdampf aufge hört hat. UNTERANSPRÜCHE-1.Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass das erwärmte Pech in einer Menge an die zu schützenden Ober flächen herangebracht wird, dass der Wärme- inlialt für die Behandlungsdauer ausreicht. '>. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass bei auftretendem Temperaturabfall das Pech erneuert. wird. 3.Verfahren nach Patentansprueln, da durch gekennzeichnet, dass Hohlräume mit Pech gefüllt und das Pech nach genügender Einwirkungszeit wieder abgezogen wird. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von heissem. Pech wiederholt wird. 5. Verfahren nach Unteransprueh 3, da durch gekennzeichnet, dass das Pech nach der Behandlun- mit Hilfe von Pressluft bis auf die erstarrte Sehutzschiclit Herausgeblasen wird.
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