CH317219A - Verfahren zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Eisen oder Stahl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Eisen oder Stahl

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CH317219A
CH317219A CH317219DA CH317219A CH 317219 A CH317219 A CH 317219A CH 317219D A CH317219D A CH 317219DA CH 317219 A CH317219 A CH 317219A
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CH
Switzerland
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pitch
iron
steel
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corrosion protection
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Inventor
Karl Dr Phil Meyer
Franz Dipl Ing Eisenhut
Original Assignee
Gelsenkirchener Bergwerks Ag
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05DPROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D7/00Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials
    • B05D7/14Processes, other than flocking, specially adapted for applying liquids or other fluent materials to particular surfaces or for applying particular liquids or other fluent materials to metal, e.g. car bodies

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


  <B>Verfahren</B>     zur        Herstellung   <B>von</B>     Korrosionsschutzschichten        auf   <B>Eisen oder</B>     Stahl       Das bekannte Verfahren, Eisen- oder  Stahloberflächen mit Hilfe von     Pechen    gegen  Korrosion zu schützen, hat zur Voraussetzung,  dass die     zu    schützenden Flächen vor dem  Aufbringen der Peche von Rost (Eisenoxyd  hydrat) sorgfältig gesäubert werden. Diese  Säuberungsbehandlung ist umständlich und  kostspielig, so dass es ein technischer und wirt  schaftlicher Fortschritt sein wird, wenn es  gelingt, haltbare und wirksame Pechüberzüge  auf nicht völlig entrostete Eisen- oder Stahl  oberflächen aufzubringen.  



  Die vorliegende     Erfindung    betrifft     ein    sol  ches Verfahren zur Herstellung von     Korro-          sionsschutzsehichten    aus Pech auf Eisen- oder  Stahloberflächen. Erfindungsgemäss werden  die von Rost mindestens teilweise befreiten  metallischen Oberflächen mit einem auf eine  Temperatur von 100-250 , vorzugsweise 150  bis 200 , erwärmten Sonderpech zusammen  gebracht, und zwar mindestens so lange, bis  die an der Grenzschicht zwischen Pech und  Eisen- oder Stahlgegenstand auftretende Ent  wicklung von Wasserdampf aufgehört hat. Es  ist. also nicht mehr notwendig, die zu schüt  zenden Flächen vorher weitgehend zu ent  rosten.

   Unter  Sonderpechen  werden solche  Peche verstanden, die im Vergleich zu ge  wöhnlichen Pechen eine erweiterte     Spanne     zwischen dem     Erweichungspunkt    und dem  Brechpunkt besitzen. Gewöhnliche Peche  haben eine Spanne von etwa 26-30 , wäh-         rend    bei Sonderpechen eine grössere     Spanne,     z. B. von 50-60 , vorliegt.

   Solche     Sonder-          peche    können     ziun        Beispiel    aus Steinkohlen  teer oder     Steinkohlenteerpech    in Verbindung  mit einem durch mehrstündiges Erhitzen von  Steinkohlenteer bzw.

       Steinkohlenteerpechen     mit     10-201/o    feinem Kohlenstaub in einem  Rührwerk auf etwa 200  C erhaltenen Kohle  aufschluss, der durch Zusatz hochsiedender       Teerölfraktionen    auf den gewünschten     Erwei-          chungspunkt    eingestellt werden kann, herge  stellt sein, oder aus einem durch Blasen her  gestellten     Steinkohlenteerpeeh    bestehen, dem  gegebenenfalls noch     Fluxmittel    beigegeben  sein können.  



  Bei der praktischen     Durchfühi-zng    des  Verfahrens wird zweckmässig so vorgegangen,  dass die verrosteten Eisen- und Stahlteile von  demjenigen Teil des Rostes, der sich mecha  nisch leicht entfernen lässt, befreit werden,  worauf die Teile entweder in die heisse Pech  schmelze getaucht oder zum Beispiel Hohl  körper mit der Schmelze gefüllt werden.

   Es  ist dafür zu sorgen, dass der Wärmeinhalt  der     Pechschmelze    ausreicht,     um    eine genü  gende Behandlungsdauer zu     gewährleisten.    Es  kann aber auch so vorgegangen werden, dass  während der Behandlungsdauer     innunterbro-          chen    oder periodisch eine Erneuerung der  heissen Schmelze unter Abzug entsprechender       l1Zengen    der geringfügig kälter gewordenen,  vorher zugegebenen Schmelze     erfolgt.         Das Aufbringen von heissem Pech kann  unter Umständen wiederholt werden, z. B. um  einen dickeren     Überzug    zu erzielen und jeg  liche     Porosität    auszuschliessen.  



  Der überraschende     Erfolg    dieses Verfah  rens, bei dem im Gegensatz zu den bisherigen  Verfahren der für unerlässlich gehaltene  Schritt, vorher     völlig        zn    entrosten,     eingespart     werden kann, ist anscheinend darauf zurück  zuführen, dass die verbliebene     Rostseliicht     durch die heisse     Pechsehmelze    von Hydrat  wasser befreit wird und dass der darauf ver  bleibende wasserfreie Rost von dem Teer ge  wissermassen wie ein Füllstoff aufgenommen  wird.

   Bei einem Versuch, die erkaltete Pech  schicht von     der    Eisen- oder     Stahloberfläehe     zu entfernen, stellt man nämlich fest, dass  nach     völliger    Entfernung dieser     Peeliscliielit     das blanke Metall     zutage    tritt.  



  Das Verfahren kann bei Eisen- und Stahl  gegenständen der verschiedensten Formen an  gewendet weiden, so zum Beispiel für den       Innensehutz    von Tendern an Lokomotiven,  Schottenräumen in Schiffen sowie Rohrleitun  gen, Senkkästen und     dergleichen.    Bei der An  wendung des Verfahrens     auf        Rohrleitungen     wird     zWeekmässig    so     vorgegangen,    dass nach  der Behandlung das     überschüssige    Pech mit  Hilfe von Pressluft bis auf die     erstarrte    hasse       Herausgeblasen    wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von Korro- rionsschutzsehichten aus Pech auf Eisen- oder Stahloberflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die von Rost mindestens teilweise befrei ten metallischen Oberflächen mit einem auf 100-?50 erwärmten Sonderpeeh zusammen gebracht werden, und zwar mindestens so lange, bis die an der CTrenzseliieht zwischen Pech und Eisen- oder Stahlgegenstand auftre tende Entwicklung von -Wasserdampf aufge hört hat. UNTERANSPRÜCHE-1.
    Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass das erwärmte Pech in einer Menge an die zu schützenden Ober flächen herangebracht wird, dass der Wärme- inlialt für die Behandlungsdauer ausreicht. '>. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass bei auftretendem Temperaturabfall das Pech erneuert. wird. 3.
    Verfahren nach Patentansprueln, da durch gekennzeichnet, dass Hohlräume mit Pech gefüllt und das Pech nach genügender Einwirkungszeit wieder abgezogen wird. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das Aufbringen von heissem. Pech wiederholt wird. 5. Verfahren nach Unteransprueh 3, da durch gekennzeichnet, dass das Pech nach der Behandlun- mit Hilfe von Pressluft bis auf die erstarrte Sehutzschiclit Herausgeblasen wird.
CH317219D 1952-05-23 1953-04-14 Verfahren zur Herstellung von Korrosionsschutzschichten auf Eisen oder Stahl CH317219A (de)

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