CH317231A - Riemengetriebe - Google Patents
RiemengetriebeInfo
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Description
Riemengetriebe Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Riemengetriebe.
Bei den gebräuchlichen Riemengetrieben laufen Riemen aus Leder, Gummi, Geweben, imprägnierten Geweben oder Nylonbändern auf Scheiben aus Holz oder Stahl. Man hat auch schon versucht, Nylonbän der mit imprägnierten Geweben zu verkleben. Weiter ist schon versucht worden, Nylonbän- der mit Leder zusammenzukleben, um die hohe Reibungszahl des Leders auf Stahl mit den Vorteilen des Nylonbandes zu verbinden. Alle diese Riementriebe vermögen jedoch nicht vollständig zu befriedigen.
Die Nichtleder treibriemen weisen nie derart hohe Reibungs zahlen auf wie Ledertreibriemen, indem die Imprägnierung, mit der Nichtledertreibriemen versehen zu werden pflegen, durch die unv er- meidliche Kriechschlupfbewegung sehr bald abradiert wird. Die mit Leder verklebten- Nylonriemen sind zudem sehr teuer und er geben grosse Schwierigkeiten beim Endlos schliessen, indem das Nylonband und das Le derband mit verschiedenen Kitten zusammen gekittet werden und dabei grösstenteils auch noch Ameisensäure verwendet werden muss, was sehr gefährlich ist.
Alle diese Nachteile der bisher bekannten Riemengetriebe können beim Gegenstand der vorliegenden Erfindung restlos behoben wer den. Letztere besteht darin, dass wenigstens die Riemenlaufbahn mindestens einer Scheibe aus einem Material besteht, das gegenüber Polyamid mindestens angenähert die gleiche oder eine höhere Reibungszahl wie Leder auf Stahl aufweist, und dass wenigstens ein Treib riemen verwendet ist, der ein aus mindestens einer Lage bestehendes Band bildet, das eine Zugfestigkeit von mindestens 500 kg/cm2 auf weist.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht, die ausgezeichneten Reibungsverhältnisse zwischen Polyamid, insbesondere Nylon und Leder, welche den Reibungsverhältnissen zwischen Stahl und Leder ähnlich oder gleich sind, in der Weise auszunützen, dass man dem<B>F.</B> oly- amidband seiner enormen Zugfestigkeit, sei ner hohen Belastbarkeit und seines schnur geraden Laufes wegen die Rolle des die beiden Scheiben verbindenden - Bandes überträgt; während man das Leder zum Überziehen der Scheiben verwendet und damit die Grundlage für eine hohe Reibungszahl schafft. Das Leder hat also in diesem Falle eine andere Funk tion zu übernehmen, als ihm sonst normaler weise zugewiesen ist.
Bei dem mittels eines Poly amidriemens und eines Riemenscheiben belages aus Leder gebildeten Riementrieb kommt die Reibungszahl derjenigen von Leder auf Stahl gleich, wobei jedoch noch der enorme Vorteil hinzukommt, dass das trei bende Band schnurgerade läuft und eine viel höhere Belastbarkeit besitzt. Ein weiterer gro sser Vorteil dieses Riementriebes ist sodann in dem Umstand zu erblicken, dass er in preis- licher Beziehung günstiger ist als andere Rie mentriebe. Die Erfindung ermöglicht es auch erstmals, die Riemen nach Längen und Brei ten zu normen.
Bei dem erfindungsgemässen Riemen getriebe bestehen die Riemenscheibenkörper zweckmässig aus Stahl oder Holz wobei min destens eine der Scheiben zweckmässig mit Leder oder dergleichen überzogen ist. Mit Vorteil wird der Leder- oder sonstige ähn liche Reibungszahlen ergebende Reibungsbelag nietenlos auf die Scheibe aufgebracht, bei spielsweise aufgeschrumpft, so dass der Belag auf der Riemenscheibe schwimmen , das heisst minimale Elastizitätsbewegung in und entgegen der Laufrichtung ausführen kann, was dem ganzen Antrieb eine ganz besondere Weichheit verleiht.
Für den Riemenseheiben- belag wird vorteilhaft Chromleder mit nach aussen gewendeter Narbenseite verwendet. Über diesen Scheiben läuft dann zum Beispiel ein gerecktes, einseitig orientiertes Band aus einem Material, das dem Band (Riemen) eine Zugfestigkeit von mindestens 500 kg/cm2 verleiht und eine grössere Härte aufweist als der Riemenscheibenbelag, z.
B. ein Band aus Polyamid, vorzugsweise Nylon, oder andern, ähnliche Reibungsverhältnisse ergebenden und ähnliche Zugfestigkeitseigenschaften aufwei senden Stoffen, wie beispielsweise die Mar kenprodukte Perlon , Orlon , Aerylan , Dynel , Vicara , Dacron oder Naturseide, Kunstseide usw. Die aus Polyamid bestehen den Bänder haben den grossen Vorteil, dass sie sich in einfacher Weise sehr rasclt endlos schliessen lassen. Sie bedürfen auch keiner Imprägnierung oder sonstigen Behandlung und sind daher sehr billig.
In Anbetracht ihrer vielfach höheren Reissfestigkeit gegen über Lederriemen können derartige Polyamid riemen sehr schmal gewählt werden, so dass auch entsprechend schmale Riemenscheiben verwendet werden können. Anderseits, das heisst bei Verwendung von Riemenscheiben der heute üblichen Breiten, können dieselben zufolge der schmäleren Riemen in Stufen auf geteilt, das heisst als Stufenscheiben ausgebil det werden, wodurch mit einfachsten Mitteln Geschwindigkeitsvariationen ermöglicht. wer den.
Der Riemenscheibenbelag kann auch aus einem offenen Band bestehen, welches in eng aneinanderliegenden sehraubenlinienförmigen Windungen um die Scheibe herumgeschlun gen ist. Von dieser Möglichkeit wird insbeson dere dort Gebrauch gemaeht werden, wo das Abmontieren der Scheiben zwecks Anbringens des Riemenscheibenbelages mit Schwierigkei ten verbunden ist, wie beispielsweise bei Transmissionen oder grossen Schwungrädern. In diesem Fall müssen die Enden des den R.ie- menscheibenbelag bildenden Bandes an der Riemenscheibe formschlüssig befestigt werden.
Das auf die Riemenscheibe aufzuwiekelnde Band kann an den Rändern abgeschrägt sein, was eine gute Verklebung der Bandwindun gen an ihren Rändern ermöglicht. Der Rei bungsbelag kann auch auf die Scheibe auf gespritzt sein. Auch ist es möglich, den Rie men aus mehreren Polyamidbändern zit bil den, die unter Zwisehenlage je eines Reibungs bandes, beispielsweise aus Leder, lose auf einander angeordnet sind. Die Verhältnisse sollen hierbei so sein, dass der Riemen ebenfalls eine Zugfestigkeit von mindestens 500 kg/cm2 aufweist.
Die Praxis hat ergeben, dass sich auch dann gute Resultate ergeben, wenn nur die eine Riemenscheibe zum Beispiel mit einem Lederbelag versehen ist. Das Leder gibt. näm lich sehr rasch Fettstoffe ab, welche zum Bei spiel vom Polyamidband bzw. Nichtlederband zum Beispiel auf die nicht mit Leder über zogene Stahlscheibe übertragen werden, wobei dann diese Scheibe ebenfalls mit einem guten Reibungskoeffizienten arbeitet.
Das erfindungsgemässe Riemengetriebe eig net sich auch sehr gut für Antriebe, bei denen das Reaktionsmoment oder die Differenz der Spannungen zwischen dem ziehenden und dem schlaffen Trum zur automatischen Rie menspannung verwendet wird. Solche selbst spannenden Antriebe werden mit Vorteil mit Schwingungsdämpfern versehen.
Der schnurgerade Lauf von Niehtlederbän- dern, speziell Polyamidbändern, ermöglicht es, mehrere Bänder mit minimalem Abstand auf einer Scheibe nebeneinander laufen zu lassen, wobei man auf der Scheibe entweder schwache, nebeneinanderliegende Bombierun- gen anbringt, oder nebeneinanderliegende Le derringe mit. axialen Zwischenräumen auf zieht oder aber Trennscheiben zwischen den einzelnen Riemen anbringt. Auch ist es mög lich, einen aus einem einzigen Stück bestehen den Lederbelag nachträglich mit vertieften Rinnen zu versehen, welch letztere dann die Zwischenräume bilden.
Das Nebeneinanderanordnen von einzelnen relativ schmalen Flachriemen hat den Vorteil, dass mit Standard-Riemenbreiten ausgekom men werden kann, was speziell bei Polyamid bändern wichtig ist. Es können somit nicht nur die endlosen Riemenlängen, sondern auch die Riemenbreiten genormt werden, so dass durch Nebeneinanderlegen mehrerer schmaler Riemen jede gewünschte Riemenbreite her gestellt werden kann. Dadurch wird insbeson dere die Lagerhaltung der Riemen wesentlich vereinfacht. Zudem werden bei Verwendung von Polvamidbändern auch die bei Lederrie men bestehenden grossen Schwierigkeiten des Endlosschliessens behoben.
Mit kleinen hand liehen Pressen können in kürzester Zeit die vorher geeignet präparierten Enden der Poly- amidbänder an Ort und Stelle endlos geschlos sen werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Riemengetriebe, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens die Riemenlaufbahn minde stens einer Scheibe aus einem Material be steht, welches gegenüber Polyamid mindestens angenähert die gleiche oder eine höhere Rei bungszahl wie Leder auf Stahl aufweist, und dass wenigstens ein Treibriemen vorgesehen ist, der ein aus mindestens einer Lage be stehendes Band bildet, das eine Zugfestigkeit von mindestens 500 kg/cm2 aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Härte des Treibriemenmaterials grösser ist als diejenige der erwähnten Riemenscheibenlaufbahn. 2. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibriemen aus Nylon besteht.3. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibriemen aus Polyamidgewebe besteht. 4. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Treibriemen ; zwei Schichten besitzt, wobei die eine, äussere Schicht, durch ein Polyamidgewebe, und die andere, der Riemenscheibe zugekehrte Schicht durch ein mit diesem verbundenes kompaktes Polyamidband gebildet ist. 5. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Treib riemen auf ein und derselben Scheibe lose nebeneinander angeordnet sind. 6. Riemengetriebe nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Riemenscheibe mit mehreren nebeneinander liegenden Bombierungen versehen ist. 7.Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen- Scheibenbelag aus mehreren nebeneinanderlie- genden Ringen besteht. B. Riemengetriebe nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringe mit axialem Abstand voneinander auf der Scheibe angeordnet sind. 9. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass aus dem Rie- menscheibenbelag in axialem Abstand vonein ander kreisringförmige Rinnen ausgedreht sind. 10.Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen scheibenbelag mit der Riemenscheibe lediglich durch Reibungsschluss verbunden ist. 11. Riemengetriebe nach Unteranspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen scheibenbelag auf die Riemenscheibe aufge schrumpft ist. 12. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen scheibenbelag durch ein in schraubenlinien- förmigen Windungen auf die Riemenscheibe (yewickeltes Band gebildet ist. 13.Riemengetriebe nach Unteranspruch 1.2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ränder des zuletztgenannten Bandes abgeschrägt und die Windungen des Bandes an ihren Rändern miteinander verleimt sind. 14. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen scheibenbelag aus Chromleder besteht. 15. Riemengetriebe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Riemen aus mehreren Polyamidbändern gebildet ist, die unter Zwischenlage je eines Reibungsbandes lose aufeinander angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1157874B (de) * | 1958-04-12 | 1963-11-21 | Continental Gummi Werke Ag | Riementrieb, bei dem ein Kunststoffflachriemen auf einer Scheibe mit einem elastischverformbaren Belag laeuft |
-
1955
- 1955-12-30 CH CH317231D patent/CH317231A/de unknown
Cited By (1)
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