CH317306A - Injektionsspritze für Zylinderampullen - Google Patents
Injektionsspritze für ZylinderampullenInfo
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Description
Injektionsspritze für Zylinderampullen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich allgemein auf solche Injektionsspritzen, die für die Verwendung von Zylinderampullen bestimmt sind.
Es existieren bereits Injektionsspritzen, die zur Verwendung von Zylinderampullen eingerichtet sind. Solche Zylinderampullen sind in standardisierten äussern Abmessungen handelsüblich, haben röhrenförmige Gestalt und bestehen aus einem perforierbaren Bodenteil, einem Glaszylinder und einem den Inhalt nach aussen luftdicht abschliessenden Kolben.
Bei der Verwendung derartiger Zylinderampullen wird diese in den Spritzmantel eingeführt, der Bodenteil durch die vorher montierte Injektionsnadel durchstossen und dann der Kolben im Glaszylinder vorgetrieben, damit dessen Inhalt durch die Hohlnadel austritt. Demgemäss bestehen die bisher bekannten Injektionsspritzen für Zylinderampullen aus einem zylindrischen Mantel, der am verschlossenen Ende die Injektionsnadel aufweist, die mit ihrer Verlängerung in die Zylinderampulle hineinragt. Die Zylinderampulle wird mit dem perforierbaren Bodenteil voraus in den zylindrischen Bauteil eingeführt nnd nach vorn gedrückt, wodurch der nach innen ragende Teil der Nadel den Zylinderampullenboden durchstösst. Dann wird die Zyinderampulle am rückwärtigen Ende des Spritzenmantels durch einen Verschluss fixiert.
Ein hier angebrachter Druckstempel treibt den Zylinderampitlenkolben vor und spritzt die Injektionsflüssigkeit durch die Nadel aus.
Die bekannten Injektionsspritzen dieser Bauart weisen den Nachteil auf, dass der Kolben nur in einer Richtung, nämlich in den Zylinderampullenbehälter, hineinbewegt, nicht aber wieder zurückgezogen werden kann. Es besteht aber bei Injektionen erstens die be gründete Forderung der Aspirationsmöglichkeit, das heisst durch Zurückziehen des Kolbens kontrollieren zu können, ob sich die Nadelspitze zufälligerweise in einem Blutgefäss befindet. Zweitens besteht die weitere Forderung, die Hohlnadel nach jedem Gebrauch zwecks Reinigung durchzuspritzen. Diese beiden Funktionen sind mit den bisher üblichen Fabrikaten gänzlich ausgeschlossen.
Wohl ist bereits vorgeschlagen, zu diesem Zweck den Kolben mit einem Gewindeloch zu versehen, in das der Druckstempel der Injektionsspritze eingeschraubt werden kann, um nunmehr den Kolben auch zurückziehen zu können. Dieses Verfahren ist aber nur anwendbar für eine spezielle, hierzu besonders hergerichtete Zy linderampulle mit Gewindeloch im Kolben, nicht aber für alle übrigen üblichen Zylinderampullen.
Dagegen wird dieses Problem durch die vorliegende Erfindung gelöst, die eine Injektionsspritze, geeignet zur Aufnahme von rohrförmigen, mit einem perforierbaren Bodenteil, durchsichtigen Behälterteil und eindrück- barem kolben versehenen Zylinderampullen.
Kennzeichnend hierbei ist ein gefensterter Sprftzenmantel, der am einen Ende eine abnehmbare Verschlusskappe zur Aufnahme der Hohlnadel aufweist, und am andern Ende mit einem drehbaren und in Längsrichtung verschiebbaren Druckstempel mit konischem Gewinde versehen ist.
Die Erfindung ist nachstehend in einer beispielsweisen Ausführung an Hand der Fig. 1 und 2 näher beschrieben. Hierbei zeigt:
Fig. 1 eine Injektionsspritze im Längsschnitt und in teilweise demontiertem Zustand während des Einsetzens einer Zylinderampulle,
Fig. 2 eine Ausführung für die Fingergriffe der Injektionsspritze.
In Fig. 1. ist die Injektionsspritze in ihren Teilen dargestellt während des Einsetzens einer Zylinderampulle 1, die aus dem perforierbaren Bodenteil 2, dem durchsichtigen Zylinder 3 und dem eindrückbaren Kolben 4 besteht, der die in der Zylinderampulle befindliche Flüssigkeit 5 nach aussen luftdicht abschliesst. Die Injektionsspritze besitzt einen zylindrischen, gefensterten Mantel 6, der in einer Halterung 7 verschraubt ist. Die je Hal- terlmg 7 bildet eine Stufe 8, auf der das untere Ende der Zylinderampulle 1 aufsitzt, wenn diese in den Mantel 6 eingeschoben ist.
Die Halterung 7 dient als Lagerung für den Druckstempel 9, der am vordern Ende mit einer Andrüdlatte.10 und einem darauf befestigten konischen Gewinde 11 versehen ist.
Der Druckstempel 9 ist sowohl drehbar wie auch längsverschiebbar in der Halterung 7 gelagert und zudem, wie aus Fig. 1 ersichtlich, unverlierbar ausgestaltet. Am Druckstempel 9 ist wie üblich eine der Handform angepasste Drücke 12 vorgesehen und an der Halterung 7 zwei seitliche Fortsätze 13a, 13b, was die einhändig Bedienung der Injektionsspritze ermöglicht.
Wird der Druckstempel 9 ganz aus dem Spritzenmantel herausgezogen, dann kann eine Zylinderampulle 1 bis zum Aufsitzen auf der Stufe 8 in den Mantel 6 hineingeschoben werden, ohne dass der Kolben 4 das Gewinde des Druckstempels 9 berührt. Es ist aber nunmehr leicht möglich, die Zylinderampulle 1 durch den gefensterten Mantel festzuhalten und den Druckstempel 9 mit seinem Gewinde 11 in den aus Gummi bestehenden Kolben 4 einzuschrauben, solange die noch unperforierte Zylinderampulle 1 dem Druck des Stempels 9 nicht nachgeben kann.
Sobald der Druckstempel 9 auf diese Weise am Kolben 4 befestigt ist, kann die Verschlusskappe 14 auf dem Spritzenmantel 6 aufgeschraubt werden. Die Verschlusskappe 14 trägt ihrerseits die Injektionsnadel 15, die mit einer gerändelten Uberwurfmutter 16 auf dem hohlen Gewindebolzen 17 angeschraubt wird, oder oben auf der Verschlusskappe 14 vorgesehen ist. Im zusammengebauten Zustand ragt dann das rückwärtige Ende der Nadel 15 durch den hohlen Gewindebolzen 17 hindurch nach unten.
Wird nunmehr mit der Verschlusskappe 14 samt Injektionsnadel das obere Ende des Spritzenmantels 6 verschlossen, beispielsweise indem die Verschlusskappe auf das Gewicht 18 aufgeschraubt wird, dann durchstösst der rückwärtige Teil der Nadel 15 den hierfür eingerichteten Bodenteil der Zylinderampulle 1, womit die Injektionsspritze verwendungsbereit ist.
Der Kolben 4 kann nunmehr mittels des Druckstempels 9 in den Zylinderampullenbehälter 3 vorgetrieben und der Zylinderampulleninhalt 5 durch die hohle Injektionsnadel 15 hindurch entleert werden. Da der Kolben 4 aber durch das Gewinde 11 am Druckstempel 9 festsitzt, kann er auch jederzeit teilweise oder ganz zurückgezogen werden.
Abgesehen von diesem Vorzug der dargestellten Injektionsspritze, nämlich alle im Handel befindlichen Zylinderampullen und zylinderampullenähnliche Systeme verwenden und trotzdem deren Kolben vor- und zurückbewegen zu können, bietet dieselbe auch im Hinblick auf das einfache Auswechseln der Zylinderampullen und der Injektionsnadeln Vorteile, erlaubt eine rasche Demontage aller Teile zwecks Reinigung und besitzt einen einfachen und robusten Aufbau.
Die Befestigung der Injektionsnadel 15 auf der Verschlusskappe 14 kann anders erfolgen, beispielsweise durch eine leicht lösbare Festklemmvorrichtung. Die Verschlusskappe 14 kann auf dem Mantel 6 auch anders als durch Aufschrauben befestigt werden, beispielsweise durch einen Bajonettverschluss.
Falls erwünscht, kann auf dem Mantel 6 eine Skaleneinteilung vorgesehen werden.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführung der Injektionsspritze ist zwar für einhändige Bedienung eingerichtet, jedoch gilt dies nur für das Hineindrücken des Kolbens 4 in den Zylinderampullenbehälter 3, nicht aber für die Rückziehbewegung des Kolbens 4. Falls erwünscht, kann die beschriebene Injektionsspritze aber auch derart ausgestaltet werden, dass auch die Rückwärtsbewegung des Kol- bens 4 einhändig erfolgen kann. Hierzu können an Stelle der drei Ausläufer 13a, 13b und 12 drei Ringe zum Durchstecken von Daumen, Zeige- und Mittelfinger angebracht werden (Fig. 2).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Injektionsspritze, geeignet zur Aufnahme von rohrförmigen, mit einem perforierbaren Bodenteil, durchsichtigem Behälterteil und eindrüekbarem Kolben versehenen Zylinderampullen und zylinderampullenähnlichen Me- dikamententrägern, gekennzeichnet durch einen zylindrischen, gefensterten Mantel, der am einen Ende eine abnehmbare Verschlusskappe mit darauf befestigter, zum Teil nach innen ragender Injektionsnadel aufweist, und am andern Ende mit einem drehbaren und in Längsrichtung verschiebbaren Druckstempel mit konischem Gewinde versehen ist.UNTERANSPRÜCHE 1. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die abnehmbare Verschlusskappe auf dem Mantel nach Art einer Überwurfmutter aufschraubbar ist.2. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die abnehmbare Versehlusskappe auf dem Mantel nach Art eines Bajonettverschlusses befestigt ist.3. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Injektionsnadel auf der Verschlusskappe abnehmbar be festigt ist.4. Injelitionsspritze nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigung der Injektionsnadel auf der Verschlusskappe mittels einer an der Nadel angebrachten Über- wurfmutter erfolgt, die auf einen aus der Verschlusskappe herausragenden hohlen Gewindebolzen aufsehraubbar ist.5. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel ein Rohr aus undurchsichtigem Material ist, das mit einer Fensterung in seiner Wandung versehen ist, durch die hindurch die in der In j ektionsspritze befindliche Zylinderampulle sichtbar und greifbar ist.6. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel eine Skaleneinteilung aufweist.7. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantel an dem der Verschlusskappe gegenüberliegenden Ende mit einer Halterung für den Druckstempel versehen ist.8. Injektionssspritze nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung am Mantel abnehmbar befestigt ist.9. Injektionsspritze nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung mit seitlichen Fortsätzen versehen ist, um bei einhändiger Bedienung den Druckstempel bequem in die Spritze hineinpressen zu können.10. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckstempel am Ende der aus seiner Halterung herausragenden Sehubstange eine flache, der Handform angepasste Krücke trägt.11. Injektionsspritze nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckstempel in seiner Halterung unverlierbar eingebaut ist.12. Injektionsspritze nach Patentansprueh und Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die am Mantel befestigte Halterung einen Auflagerand für die Zylinderampulle bildet, gegen den dieselbe beim Aufsetzen der irerschlusskappe und dem damit zwangläufig zerbundenen Perforieren gedrückt wird.13. Injektionsspritze nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks einhändiger Bedienung die Fortsätze 12, 13a und 13b als Ringe für Daumen, Zeige- und Mittelfinger ausgeführt sind.
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Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1077384B (de) * | 1958-03-22 | 1960-03-10 | H Hauptner Fa | Ampullenspritze, insbesondere fuer tieraerztlichen Gebrauch |
| FR2356432A1 (fr) * | 1976-07-01 | 1978-01-27 | Dorr Paul | Seringue a usage unique |
| FR2402451A2 (fr) * | 1977-09-08 | 1979-04-06 | Dorr Paul | Seringue a usage unique |
| WO1995017915A3 (en) * | 1993-12-30 | 1995-09-08 | Eisai Co Ltd | Prefilled syringe, tooling for preventing removal of a piston from the syringe, and sterilizing method using the tooling |
| JP2003199827A (ja) * | 2001-12-28 | 2003-07-15 | Terumo Corp | シリンジ |
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1953
- 1953-08-18 CH CH317306D patent/CH317306A/de unknown
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| DE1077384B (de) * | 1958-03-22 | 1960-03-10 | H Hauptner Fa | Ampullenspritze, insbesondere fuer tieraerztlichen Gebrauch |
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