Vorrichtung zur Aufnahme eines Kindes Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung mit an einem geschlossenen Rahmen aufge hängten Sitz, zur Aufnahme eines Kindes.
Es ist eine Vorrichtung mit einem an einem geschlossenen Rahmen elastisch aufge hängten Sitz bekannt. Diese Vorrichtung hat den 1\Tachteil, dass der Rahmen mittels Stre ben mit einem zweiten, parallelen Rahmen mit Laufrollen verbunden ist, so dass das Ganze einen Laufstuhl bildet, für andere Zwecke praktisch aber nicht verwendet werden kann und bei Nichtgebrauch einen beträchtlichen Raum zur Unterbringung beansprucht.
Eine weitere bekannte Vorrichtung weist ebenfalls zwei unter sich parallele Rahmen auf, von denen der eine als Träger eines ela stisch aufgehängten Kindersitzes dient, wäh rend der zweite Rahmen mit Laufrollen aus gestattet ist. Zur Verbindung der beiden Rah men dienen Stützen; wobei sowohl die letz teren als auch die Rahmen aus Rohrstücken gebildet und durch muffen- und stabförmige Verbindungsmittel zusammensteckbar sind. Durch diese Ausbildung ergibt sich eine zer leg- und zusammensetzbare Vorrichtung, die aber äuch nur zum Gebrauch als Laufstuhl vorgesehen ist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung unter scheidet sich von den bekannten Ausführungs formen zwecks Vermeidung der genannten Nachteile dadurch, dass der Rahmen mit Or ganen zur wahlweisen lösbaren Anordnung von Aufhänge- und Stützmitteln versehen ist, zwecks Ermöglichung des Gebrauches des Rahmens mit dem Sitz für verschiedene Ver wendungszwecke.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbei spiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt schematisch: Fig.l die Vorrichtung im Schaubild zur Verwendung als Laufstuhl ausgebildet, Fig.2 die Vorrichtung zur Verwendung als Schaukel ausgebildet, Fig. 3 die Vorrichtung als an einem Tisch befestigter Stuhl und Fig. 4 ein Detail der Anordnung von Stüt zen der Vorrichtung bei ihrer Verwendung an einem Tisch.
Die Vorrichtung weist einen in sich ge schlossenen Rahmen 1 auf, der die Form eines ungleichseitigen Polygons hat und vorzugs weise aus einem Rohr, beispielsweise Stahl rohr, hergestellt ist, aber auch aus einem an dern Profilstück gebildet sein könnte. Am Rahmen 1 ist ein die Form eines oben offenen Sackes 2 aufweisenden, zur Aufnahme eines Kindes bestimmten Sitzes mittels Haltemittel 3 aufgehängt, die ein Wegnehmen des Sitzes erlauben.
Als Haltemittel eignen sich beispiels weise Seilstücke mit einem hülsenförmigen Organ mit Innengewinde am einen Ende und mit einem bolzenartigen Organ mit Schrau bengewinde am andern Ende, welch letzt genanntes Organ in das erstgenannte Organ zur Bildung eines in sich geschlossenen ring förmigen Haltemittels eingesehraubt werden kann. Die Seilstücke könnten einerends auch einen Ring und anderends einen Karabiner haken aufweisen, der am Ring einhängbar ist. Per die Öffnung begrenzende Rand des Sackes ist selbst an einem Rahmen 4 befestigt.
Der Sack 2 besitzt beim Boden zwei seitliche Öff nungen 5 zum Durchstecken der Beine des Kindes.
Am Rückenteil des Rahmens 1 ist gemäss Fig.1 eine Stütze 6a, und an dessen beiden Seitenteilen sind sich gegenüberliegend je eine Stütze 6 mit je einer Laufrolle 7 angeordnet. Eine weitere gabelförmige Stütze 6b mit zwei Laufrollen 7 befindet sich der Stütze 6a gegen über am vordern Rahmenteil.
Jede der vor handenen Stützen ist an ihrem den Laufrollen abgekehrten Ende mit einem Stift versehen, der zum Beispiel eine Querbohrung aufweist und sich zum Anordnen der Stütze am Rah men 1 in eine an diesem befestigte Büchse 9 bzw. 9a einstossen lässt, Um ein Abfallen der Stützen zu vermeiden, sind an den Büchsen 9 bzw. 9a Bohrungen vorgesehen, die das Durch stecken von Haltestiften ermöglichen, welche sich dabei auch durch die Querbohrungen der Stützenstifte schieben. Die Haltestifte sind zur Aufnahme von Sicherungsstiften 8 als Feststellmittel ausgebildet.
Es könnten auch an den Büchsen Stellschrauben vorgesehen sein, die sich beim Einschrauben durch die Bohrungen in den Stützenstiften schieben. Die Stützen 6, 6a und 6b lassen sieh nach ihrer Anordnung am Rahmen nicht um die Büchsenaxe drehen, indem die Stifte und ent sprechend das Loch der Büchsen zweckmässig quadratischen Querschnitt aufweisen, ohne dass aber dadurch die Lenkbarkeit der auf dem Boden abgestellten Vorrichtung beein trächtigt wird, da jedes die betreffende Lauf rolle lagernde Gabelstück an der Stütze all seitig um eine vertikale Axe frei drehbar ist.
Die Vorrichtung mit den angeschlossenen Stützen 6, 6a und 6b ergibt einen Laufstuhl, der an fünf auseinanderliegenden Stellen auf dem Boden ruht, da die eine Stütze mit zwei Laufrollen versehen ist. Das Kippen dieses Laufstuhls nach irgendeiner Seite hin ist praktisch ausgeschlossen, zumal das Kind auf seinem Sitze nur beschränkte Bewegungsmög lichkeiten hat.
Nach Wegnahme der Stützen mit den Laufrollen kann der Rahmen 1 mit dem Sitz 2 als tragbarer Sitz verwendet werden oder aber es lässt sich der Rahmen 1 mit dem Sitz 2, wie Fig. 2 zeigt, mittels an den Büchsen 9 und 9a zu befestigenden Tragseilen 10 -zwecks Verwendung als Schaukel an einem Haken aufhängen, wobei die Tragseile anderends am einen Ende einer Feder 11 befestigt sind, wäh- r end das zweite Ende der letzteren am Haken einzuhängen ist.
Zufolge der Zwischenschal tung der Feder 11 lassen sich mittels der Schaukel Auf- und Abwärtsbewegungen in vertikaler Richtung oder aber Auf- und Ab wärtsbewegungen zusätzlich zu den Schaukel bewegungen ausführen.
Der Rahmen 1 mit dem Sitz 2 kann auch an einem Tischblatt (Fug. 3) befestigt werden. Zu diesem Zweck ist die am Vorderteil be findliche Büchse 9a in der Rahmenebene an geordnet und mit einem durchgehenden axia len Loch versehen, um das Anstecken einer Sehraubenzwinge 12 durch die Büchse am Tischblatt von der Rahmeninnenseite her zu ermöglichen. Der eine: Sehenkel der Schraub zwinge 12 ist bei vierkantigem Loch der Büchse als Vierkantstift zur Einführung in die Büchse 9a ausgebildet. Dies hat zur Folge, dass der Rahmen 1 nach erfolgter Befestigung am Tischblatt weder nach der einen noch nach der andern Seite kippen kann.
Zum Abstüt zen des Rahmens 1 an der Rückseite dienen die Stütze 6a sowie die beiden seitlichen Stüt zen 6. Die Stütze 6a mit den auf beiden Sei ten des gabelförmigen Radachshalters mit schräg zur Gabelstückachse gerichteter Loch- aehse befestigten Büchsen 9b, in welche die Stifte der beiden seitlichen Stützen 6 gesteckt werden, bildet mit den letzteren zusammen ein stabiles Abstützorgan für den Rahmen rückteil.
Durch die schräge Anordnung der zwei Büchsen. 9b sowie durch die in Fig. 3 und Fig. 4 dargestellte Form der Stützen 6, 6a lassen sich zwei verschiedene Höhen des Ab stützorgans erreichen, je nachdem man die Stützen 6 in der gezeichneten oder um 180 gedrehten Lage einsteckt. Durch die Anord nung eines solchen Stützorgans wird eine Ver teilung des Gewichtes auf drei Stellen er reicht, wodurch eine Beschädigung des Tisch Blattes praktisch ausgeschlossen ist.
Die Stützen der Vorrichtung lassen sich bei Nichtgebrauch der letzteren ohne Anwendung von Werkzeugen vom Rahmen 1 entfernen und die Einzelteile auf kleinstem Raume ver sorgen. Der sackförmige Sitz 2 ist vorzugs weise aus Textilien hergestellt und leicht aus wechselbar. An Stelle von Textilmaterial könnte auch Kunststoffmaterial vorgesehen sein.