CH317408A - Schlauchgewebe mit einer elastisch deformierbaren Einlage sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung - Google Patents
Schlauchgewebe mit einer elastisch deformierbaren Einlage sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner HerstellungInfo
- Publication number
- CH317408A CH317408A CH317408DA CH317408A CH 317408 A CH317408 A CH 317408A CH 317408D A CH317408D A CH 317408DA CH 317408 A CH317408 A CH 317408A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- insert
- tubular fabric
- guide
- elastically deformable
- woven
- Prior art date
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 title claims description 24
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 13
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 8
- 235000014676 Phragmites communis Nutrition 0.000 claims description 17
- 238000009941 weaving Methods 0.000 claims description 15
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 9
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 229920001821 foam rubber Polymers 0.000 description 3
- 241000219422 Urtica Species 0.000 description 1
- 235000009108 Urtica dioica Nutrition 0.000 description 1
- 239000002984 plastic foam Substances 0.000 description 1
- 238000009958 sewing Methods 0.000 description 1
- 238000007711 solidification Methods 0.000 description 1
- 230000008023 solidification Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D3/00—Woven fabrics characterised by their shape
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Woven Fabrics (AREA)
- Looms (AREA)
Description
Schlauchgewebe mit einer elastisch deformierbaren Einlage sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung Insbesondere für die Verwendung als Wäscheträgerbänder sind Schlauchgewebe be kannt, in die eine Einlage aus Schaumgummi, Kunststoffschaum oder dergleichen eingezogen oder einkonfektioniert ist, um ein Einschnei den des Trägers in die Schulterpartie des menschlichen Körpers zu vermeiden und den Druck abzuschwächen. Zweckmässigerweise ist die Einlage einseitig, z.
B. mit einem Nes selband, kaschiert, damit der Einlagewerkstoff die erforderliche Zugfestigkeit erhält. Das Konfektionieren eines Schlauchgewebes mit nachgiebiger Einlage erfolgt bisher in der Weise, dass ein Einlagestreifen zwischen zwei Flachbänder gelegt wird und die Ränder der beiden Bänder miteinander vernäht werden. Daraufhin werden an den Enden der Einlage Vernähungen über die ganze Breite der Bän der angebracht; die den Schlauch begrenzen, damit sich die Einlage nicht verschieben kann. Auch ist es bekannt, von einem endlos ge webten Schlauchband einzelne Stücke in er forderlicher Länge abzuschneiden und die weiche Einlage von Hand einzuschieben.
Der artig ausgeführte Trägerbänder sind aber wegen ihrer umständlichen Herstellungsweise verhältnismässig teuer und haben sich dieser halb noch nicht durchzusetzen vermocht.
Diese Nachteile sollen durch das erfin dungsgemässe Verfahren beseitigt werden. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass man die Einlage bei der Herstellung des Schlauch gewebes in dieses einwebt. Das Verfahren kann im einzelnen so vor sich gehen; dass eine endlose Einlage zwischen den zweckmässig seitlich versetzten Schäften eines Bandwebstuhls dem Webriet laufend zu geführt wird und das Webriet in einer dem Querschnitt der Einlage entsprechenden Füh rung durchdringt, wobei über und unter der Führung je ein Fach gebildet wird, das im Zusammenwirken mit je einer Schussapule die obere bzw.
untere Seite des Schlauchgewebes herstellt und diese an den Kanten verbin det. Hierdurch wird erreicht, dass das mit Ein lage versehene Schlauchgewebe den Webstuhl im fertigen Zustande verlässt und kein Kon fektionieren mehr erforderlich ist. Das Band kann als endlose Rolle auf den Markt ge bracht werden, damit sich die Verbraucher selbst zum Beispiel Tragbänder für Büsten halter oder dergleichen daraus zuschneiden können.
Durch dieses Verfahren kann eine wesent liche Verbilligung des Erzeugnisses erreicht werden, selbst unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mehr Einlagewerkstoff ein gesetzt werden muss als bei konfektionierten Tragbändern, wo eine Einlage jeweils nur in rtin der tatsächlich, z. B. auf der Schulterpartie, aufliegenden Länge benötigt wird.
Um Einlagewerkstoff einzusparen, kann der die eigentliche Einlage bildende, elastisch deformierbare Werkstoff abschnittsweise un terbrochen sein, während ein den Werkstoff tragendes Tragband im Schlauchgewebe end los fortläuft. Ein weiterer Vorteil dieser Mass nahme ist darin zu sehen, dass die Band abschnitte zwischen den nachgiebigen Ein lagen nunmehr durch das durchgehende Trag band versteift werden. Gerade an diesen freien Abschnitten werden üblicherweise die Knöpfe befestigt bzw. Knopflöcher ausgeschlagen, so dass die Verfestigung dieser Bandteile ein Ausreissen des Gewebes verhindert.
Als elastisch deformierbarer Werkstoff kann insbesondere Schaumgummi, Kimststoff- sehaum oder dergleichen dienen.
Zur Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung dient zweckmässigerweise die erfindungsgemässe Webvorrichtung, die ein Webriet und Schäfte aufweist,
wobei das Web- riet eine Führung für die Einlage mit einer dem Querschnitt der Einlage entsprechenden Öffnung besitzt und wobei die Rietstäbe über und unter der Führtmg durch deren Öffnung unterbrochen sind und seitlich der Führung einige nicht unterbrochene Rietstäbe verlau fen.
Das Verfahren sowie die zu seiner Durch führung dienende Webvorrichtung und ein Schlauchgewebe mit Einlage gemäss der Er findung werden im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise beschrieben und er läutert. Es zeigt: Fig.1 eine schematische Darstellung eines Ganges an einem Bandwebstuhl im senkrech ten Schnitt durch das Schlauchgewebe, Fig. 2 dasselbe in Draufsicht und Fig. 3 ein Webriet in Ansicht.
Fig. 4 zeigt einen Längsschnitt durch ein Schlauchgewebe mit elastisch nachgiebiger Einlage und Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung des selben.
Fig. 6 und 7 sind Querschnitte nach VI-VI bzw. VII-VII in Fig.4. Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf die Herstellung eines Trägerbandes für Bü stenhalter mit einer Einlage aus Schaum gummi *von flachrechteckigem Querschnitt.
Die Einlage 4- wird der Webstelle in Rich tung der Kettfäden 5-8 zugeführt (Fig.1), wobei die Schäfte 9 seitlich versetzt sind, um die Einlage 4 durchzulassen (Fig.2). Der Öffnungswinkel zwischen den mittleren Kett- fäden wird um so kleiner, je grösser der Ab stand zwischen den Schäften 9 und dem Web- riet 10 ist. In Fig. 2 ist dieser Abstand gegen über den Abmessungen des Bandes 11 zur Verdeutlichung der Anordnung verkleinert.
Die Einlage 4 durchdringt in ihrem weiteren Verlauf das Webriet 10 in einer Führung 12 (Fug. 3), deren Öffnung entsprechend dem Querschnitt der Einlage ausgebildet ist.
Die Kettfäden 5, 6 bilden ein oberes und die Kettfäden 7, 8 ein unteres Fach, indem sie zwischen den von der Führung 12 unterbro chenen Rietstäben verlaufen und von den Schäften 9 entsprechend gesteuert werden. Die Kettfäden 5, 6 und 7, 8 bilden im Zusam menwirken mit den beiden Schussspulen 13, 14 die beiden flachen Seiten 11a und 11b des Schlauchbandes.
Die zwischen den seitlich von der Führung 12 befindlichen, nicht unterbro chenen Rietstäben verlaufenden Kettfäden bil den ein grosses Fach und binden mit beiden Schussfäden ab, wodurch die Kanten 15 des Ober- und Unterbandes miteinander verbun den werden.
Durch die Führung 12 im Webriet 10 und die doppelte Fachbildung wird es auf ein fache Weise ermöglicht, eine endlose Einlage beliebigen Querschnittes fortlaufend in ein Schlauchgewebe einzuweben. Die Einlage 4 kann auf ihrer ganzen Länge den gleichen Querschnitt haben, sie kann aber auch ab schnittsweise so unterbrochen sein, dass stel lenweise nur das Tragband die Webvorrich- tung durchläuft.
Ein derartig hergestelltes Schlauchgewebe ist in Fig.4 bis 7 veranschaulicht. Die ela stisch nachgiebige Einlage 4 ist auf ihrer Unterseite mit einem Nesselband 4a kaschiert und in ein Schlauchgewebe 11 eingearbeitet. Während das Band 4a endlos ist, ist die Ein lage 4 abschnittsweise unterbrochen. Zwischen zwei Schlauchgewebestücken mit nachgiebiger Einlage 4 befindet sich daher jeweils ein Ge webestück 11c, in dem sich keine Einlage be findet, sondern nur das 'Band 4a. Um von einem derartig hergerichteten Schlauchband Tragbänder herzustellen, wird dasselbe etwa in der Mitte eines jeden Bestandteils 11c durchgeschnitten.
Die Bandteile mit der nach giebigen Einlage dienen dann als Schulter auflage, während die dünnen Bandenden zur Befestigung von Knöpfen oder zum Ausschla gen von Knopflöchern bestens geeignet sind. In Fig. 4 und 5 sind aus Gründen der mass stäblichen Darstellung sowohl die Bandteile 11c als auch diejenigen mit einer Einlage unterbrochen gezeichnet.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Schlauch geweben mit einer elastisch deformierbaren Einlage, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlage bei der Herstellung des Schlauch gewebes in dieses einwebt. II. Webvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, mit einem Webriet und Schäften, dadurch gekennzeicl.- net, dass das Webriet eine Führung für die Einlage mit einer dem Querschnitt der Ein lage entsprechenden Öffnung aufweist,wobei die über und unter der Führung angeordne ten Rietstäbe durch die Öffnung unterbro chen sind und dass seitlich der Führung einige nicht unterbrochene Rietstäbe vorgesehen sind. III. Schlauchgewebe mit einer Einlage, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Pa tentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass ein endloses Tragband, welches mindestens teilweise mit elastisch deformierbarem Mate rial belegt ist, in ein Schlauchgewebe einge webt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Einlage zwi schen den Schäften eines Bandwebstuhls dem Webriet laufend zugeführt wird und dass sie dieses in einer ihrem Querschnitt entspre chenden Führung durchdringt, wobei über und unter der Führung je ein Fach gebildet wird, das im Zusammenwirken mit je einer Schussspule die obere bzw. untere Seite des Schläuchgewebes herstellt und wobei eine Ver bindung der Ober- und Unterseite an den Kanten erfolgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Einlage in Form eines endlosen Bandes einwebt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man die Einlage in Form eines endlose, auf einem endlosen Tragband angeordneten Bandes einwebt. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Einlage in Form von Abschnitten, die atü einem end losen Tragband angeordnet sind, einwebt. 5.Webvorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Schäfte senkrecht zur Zuführrichtung der Einlage um deren Breite versetzt sind, derart, dass die Einlage zwischen, den Schäften hindurch- geführt werden kann. 6. Schlauchgewebe nach Patentansprudh III, dadurch gekennzeichnet, dass das elastisch deformierbare Material abschnittweise auf dem Tragband angeordnet ist. 7.Schlauchgewebe nach Patentanspruch III, dadurch gekennzeichnet, dass das Trag band auf seiner ganzen Länge mit elastisch deformierbarem Material belegt ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE317408X | 1953-06-18 | ||
| DE200354X | 1954-03-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH317408A true CH317408A (de) | 1956-11-30 |
Family
ID=25758544
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH317408D CH317408A (de) | 1953-06-18 | 1954-06-03 | Schlauchgewebe mit einer elastisch deformierbaren Einlage sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH317408A (de) |
-
1954
- 1954-06-03 CH CH317408D patent/CH317408A/de unknown
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2818508C2 (de) | Reißverschluß mit gewebten Tragbändern und darin eingewebten Verschlußgliederreihen aus Kunststoffmonofilament | |
| DE2330996A1 (de) | Elastikband, insbesondere zur verwendung in kleidungsstuecken | |
| DE2519829C3 (de) | Reißverschluß aus Tragbändern und aufgewebten Verschlußgliederreihen | |
| DE2546962B2 (de) | Schnurförmige Längsrandverstärkung für Reißverschlußtragbänder | |
| EP0264715B1 (de) | Reissverschluss und Verfahren zu dessen Herstellung | |
| DE2608148C2 (de) | Reißverschlußband | |
| DE1610434B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reissverschlusses und hiernach hergestellter Reissverschluss | |
| CH317408A (de) | Schlauchgewebe mit einer elastisch deformierbaren Einlage sowie Verfahren und Vorrichtung zu seiner Herstellung | |
| DE1610454B1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reissverschlusses durch Weben | |
| DE3717868C1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Reissverschlussbandes | |
| DE3621987A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum herstellen eines reissverschlussbandes durch weben | |
| DE1284734B (de) | Endloses Flachband als Treibriemen bzw. als Transportband od. dgl. | |
| DE1560896B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von steifen Kunststoffschichtstoffen | |
| DE1785637C2 (de) | Gewebeband, insbesondere Rolladengurt | |
| DE2153797C3 (de) | Verfahren zum Aufweben einer kontinuierlichen ReiBverschluBgliederreihe aus Kunststoffmonofilament auf ein Tragband | |
| AT221926B (de) | Verfahren zur Herstellung eines endlosen Siebes (Siebtuches) insbesondere für Papiermaschinen od. dgl. | |
| DE2622070C3 (de) | ReiBverschluB und Verfahren zur Herstellung seiner Verschhißgliederreineu | |
| CH346189A (de) | Webereiverfahren und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE858825C (de) | Mit einer Gewebebahn versehener Treibriemen, Foerderband od. dgl. | |
| DE2548028C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von kugelförmigen bzw. halbkugelförmigen Troddeln | |
| CH371754A (de) | Gummielastisches Band | |
| DE3734416C2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines textilen Flächengebildes, wie Häkelborte | |
| AT256734B (de) | Gewebeband, insbesondere Rollendengurt | |
| CH432428A (de) | Bund für Kleidungsstücke, insbesondere Hosen und Röcke | |
| DE3490737C2 (de) | Elastisches Band sowie Verfahren zu dessen Herstellung und danach hergestellter Bekleidungsartikel |