CH317470A - Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Isothiazolanthronreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Isothiazolanthronreihe

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CH317470A
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Ernst Dr Gutzwiller
Wolfgang Dr Schoenauer
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B5/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings
    • C09B5/02Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more heterocyclic rings with or without carbocyclic rings the heterocyclic ring being only condensed in peri position
    • C09B5/10Isothiazolanthrones; Isoxazolanthrones; Isoselenazolanthrones

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Pigmentfarbstoffen    der     Isothiazolanthronreihe       Es wurde die unerwartete Beobachtung ge  macht, dass man wertvolle Pigmentfarbstoffe  erhält,     wenn    man auf     5-Amino-1,9-isothiazol-          anthron    mehrkernige     halogenierte        Oxoverbin-          dungen    einwirken lässt.  



  Die neuen Pigmentfarbstoffe der     Iso-          thiazolanthronreihe    entsprechen der Formel       y-R-z,     worin R den Rest einer mehrkernigen     haloge-          nierten        Oxoverbindung,    y den in     5-Stellung     durch eine     NH-Gruppe    mit R.     verknüpften     Rest des     1,9-Isothiazolanthrons    bedeutet,     und     z     für    Wasserstoff steht oder dieselbe Bedeu  tung wie y besitzt.  



  Geeignete mehrkernige     halogenierte        Oxo-          verbindungen    sind     Halogenanthrachinone        und          Halogenbenzanthr        one,        beispielsweise    Bz     -1-          brom-    bzw.     -chlorbenzanthron,        6-Bz-l-dibrom-          benzanthron,        1-Brom-    bzw.

       -chloranthrachinon,          1.,5-        bzw.        1,8-Dichloranthrachinon,        1-Oxy-4-          bromanthrachinon,        1-Amino-2-methyl-4-brom-          anthrachinon.    1-     Benzoylamino    - 2 -     methyl    - 4     -          bromanthrachinon    und     1-Amino-2,4-dibrom-          anthrachinon.     



  Die Umsetzung der     Reaktionsteilnehmer     kann in molekularem Verhältnis oder derart       ausgeführt    werden, dass zwei Moleküle     5-          Amino-1,9-isothiazolanthron    mit einem Mole  kül der mehrkernigen     Oxoverbindung    reagie  ren. Sie wird vorzugsweise in organischem  Medium, z. B. in Naphthalin, 1, 2, 3;     4-Tetra-          hydronaphthalin,        Dekahydronaphthalin    und,    vor allen, Nitrobenzol, und in Gegenwart eines  säurebindenden Mittels ausgeführt.  



  Geeignete säurebindende Mittel sind bei  spielsweise die     Hydroxyde,        Carbonate,        Bi-          carbonate    und Acetate der     Alkalimetalle,    die       Hydroxyde,    Oxyde und     Carbonate    der     Erd-          alkalimetalle    und     Magnesiumoxyd.    Lösungs  mittel und säurebindende . Mittel in     einem     sind tertiäre Amine wie     N,N-Dimethylamino-          benzol.     



  Die Umsetzung erfolgt bei erhöhter Tem  peratur     verhältnismässig    rasch; die Konden  sationsdauern     schwanken        ungefähr        zwischen    5  und 20     Stunden.    Die Kondensation des 5  Amino-1,9-isothiazolanthrons     mit    den mehr  kernigen     halogenierten        Oxoverbindungen    wird  durch Zusätze von Katalysatoren, wie Kupfer  und seine     Verbindungen,    beschleunigt.  



  Die     Kondensationsprodukte        können    meist  schon nach dem Abkühlen der     Reaktionsmasse     auf ungefähr 40-100      abfiltriert    werden. Man  wäscht sie mit Vorteil zuerst mit einem organi  schen Mittel, hierauf, gegebenenfalls nach vor  herigem Verdrängen des     organischen    Mittels  durch einen     niedrigmolekularen    Alkohol, mit  heissem Wasser und trocknet sie schliesslich.  



  Zur Überführung in Pigmentfarbstoff  präparate werden die     Kondensationsprodukte     vorzugsweise in     konzentrierter    Schwefelsäure  gelöst; durch Eingiessen der Lösung in kaltes  oder warmes Wasser, das sich in sehr rascher  Bewegung befindet,     Abfiltrieren    und Neutral  waschen der Niederschläge werden die Parb-      Stoffe in eine Form gebracht, welche erlaubt,  sie durch Nachbehandlung in geeigneten Ma  schinen, z. B. Walzenstühlen,     Mühlen    oder       Homogenisiermaschinen,    gegebenenfalls unter  Zusatz von     Dispergiermitteln,    zu handels  fertigen Pigmentteigen zu verarbeiten. Die.

    Pigmentfarbstoffe können auch in Pulverform  erhalten werden, wenn man die Pigmentteige  einem geeigneten     Trocknungsprozess,    beispiels  weise in einem     Zerstäubungstrockner,    unter  wirft, und das Trockenpulver, wenn     nötig;     noch in einer passenden Mühle vermahlt.  



  Die Kondensationsprodukte können auch  ohne     Umlösen    aus     konzentrierter    Schwefel  säure     durch    Nass- oder     Trockenmahlung,        ge-          gegebenenfalls    mit     Hilfe    eines     Mahlhelfers,     z. B.     Natriumchlorid    bzw. -Sulfat oder     Cal-          ciumcarbonat,    in geeigneten Maschinen oder       Mühlen,    auf die für ihre     praktische    Verwen  dung notwendige Feinheit zerkleinert werden.  



  Die gewonnenen Pigmentfarbstoffe werden       zum    Färben von Papier in 'der Masse,     zum     Drucken auf     Textilien    oder Kunstmassen,     ziun     Färben von plastischen     Massen,        zum    Spinn  färben von     Kunstfasern,        wie        Viscose    oder       Acetatseide    usw.,

       verwendet.    Die     erhaltenen          Färbungen    zeichnen sich im allgemeinen durch  grosse Ausgiebigkeit und hervorragende     Echt-          heitseigenschaften    aus.  



  In den     nachfolgenden    Beispielen sind die  Teile in Gewichtsteilen, die Prozente in Ge  wichtsprozenten und die Temperaturen in     Cel-          siusgraden    angegeben.    <I>Beispiel 1</I>    55 Teile     5-Amino-1,9-isothiazolanthron,    70  Teile     Bz-l-brombenzanthron,    25 Teile wasser  freies     Natriumcarbonat,    2,5 Teile kristallisier  tes Kupfersulfat und 350 Teile Nitrobenzol       werden    so lange bei 180     bis    210      gerührt,        bis     die     Kondensation    beendigt ist.

   Dies ist nach  ungefähr 1.6 Stunden der Fall; man treibt  dabei     zweckmässigerweise    das aus den     Reak-          tionsteilnehmern    stammende Wasser durch  einen gelinden Luftstrom ab. Das ausgefallene  Kondensationsprodukt wird bei 80      abfiltriert,     zuerst mit heissem Äthylalkohol, dann mit hei-         ssem    Wasser ausgewaschen und     schliesslich    ge  trocknet. Man erhält das     5-Benzanthronyl-          amino    -1,9     -isothiazolanthron    in Form eines  dunkeln Kristallpulvers.  



  30 Teile des Kondensationsproduktes wer  den in der 6fachen Menge     Schwefelsäure    von 96  bis 100% gelöst und in 2000 Teile Wasser von  70-80 , das sich in' heftiger     Bewegung    be  findet, eingerührt. Der ausgefallene Pigment  farbstoff wird filtriert, neutral gewaschen und  hierauf unter Zugabe von     Dinaphthyl-methan-          disulfonsäure    auf     einem    Walzenstuhl, in einer  Mühle oder in einer andern geeigneten Ma  schine     zerkleinert    und     zu    einem Teig verarbei  tet.

   Dieser Teig liefert beim Drucken auf       Textilien    oder beim Spinnfärben von     Kunst-          seiden    in tiefen Färbungen     scharlachbraune          und    in hellen Färbungen scharlachfarbene  Töne von     ausgezeichneten    Echtheitseigen  schaften.

           Beispiel   <I>2</I>    120 Teile     5-Amino-1,9-isothiazolanthron,     130 Teile     1-Chloranthrachinon,    58 Teile was  serfreies     Natriumcarbonat,    5 Teile kristalli  siertes     Kupfersulfat    und 850 Teile     Nitro-          benzol    werden so lange bei 180 bis 210      ge-          rührt,    bis die     Kondensation        beendigt    ist.

   Bei       80 -        wird    das ausgeschiedene     kristallisierte          Kondensationsprodukt        abfiltriert,    mit heissem       Äthylalkohol,    anschliessend mit heissem Wasser  gewaschen und endlich getrocknet.  



  200 Teile des     Kondensationsproduktes,        5-          (Anthrachinonyl    -1') -     amino    -1,9 -     isothiazol-          anthron,    werden in 1200 Teilen     Schwefelsäure     von     95-100%    gelöst. Man     rührt    die Lösung  hierauf nach den Angaben des     Beispiels-    1  in 10000 Teile Wasser von 20-80  ein, wor  auf der ausgefallene Pigmentfarbstoff auf  gearbeitet werden kann. Er gibt in spinn  gefärbten     Kunstfasern,    in der Papiermasse  und bei Drucken rote Töne von sehr guten  Echtheitseigenschaften.  



  <I>Beispiel 3</I>  26 Teile     5-Amino-1,9-isothiazolanthron,    13,5  Teile     1,5-Dichloranthrachinon,    13 Teile wasser  freies     Natriumcarbonat,    1,2 Teile wasserfreies      Kupfer     (I)-chlorid    und 160 Teile Nitrobenzol  werden bei 190-210  so lange gerührt, bis die  Kondensation beendigt ist. Bei 80  wird das  ausgeschiedene Kondensationsprodukt,     1,5-Di-          (1',9'    -     isothiazolanthronyl    - 5') -     aminoanthra-          chinon,        abfiltriert,    mit heissem     Äthylalkohol     und heissem Wasser gewaschen und ge  trocknet.

      30 Teile des erhaltenen Kondensationspro  duktes werden in der 5- bis 8fachen Menge       Schwefelsäuremonohydrat    gelöst und hierauf  in 2000 Teile Wasser von 70 bis 80 , das sich  in heftiger Bewegung befindet, eingegossen.  Der ausgeschiedene Pigmentfarbstoff wird ab  filtriert, neutral gewaschen und in einer ge  eigneten Maschine, beispielsweise auf einem       Walzenstuhl    oder in einer Kugelmühle, mit  15 Teilen     Dinaphthylmethandisulfonsäure    zer  kleinert, bis die     Teilchengrösse    nur noch 0,5 bis  2     Mikron    beträgt.

   Die erhaltene Pigmentpaste  kann als solche oder, nach Trocknen im     Zer-          stäubungstrockner,    als Pulver     verwendet    wer  den und gibt sehr echte     bordeauxfarbene     Spinnfärbungen von ausgezeichneten Echt  heitseigenschaften.  



  Das Färben kann z. B. wie folgt geschehen:  Eine mitteltiefe Papierfärbung wird der  art erzielt, dass man 2 Teile einer 10%igen       wässrigen    Paste des nach Beispiel 1 gewon  nenen Pigmentfarbstoffes im Holländer     z1-t     einer Mischung aus 100 Teilen gebleichter     Sul-          fitcellulose    in 2000 Teilen Wasser zugibt. Die  gefärbte Papiermasse wird hierauf - zwecks  vegetabilischer     Leimung    und gleichzeitiger  Fixierung des Pigmentfarbstoffes auf die Pa  pierfasern - mit 40 Teilen einer     2,5%igen          Kolophonium-Harzseifenmilch    und anschlie  ssend mit 40 Teilen einer 5%igen Aluminium  sulfatlösung versetzt.  



  Auf dieselbe oder ähnliche Weise wird  Papiermasse auch mit den Farbstoffen der  übrigen Beispiele gefärbt.  



  Eine weitere wichtige Anwendung der be  schriebenen Pigmentfarbstoffe besteht - wie  im vorstehenden mehrfach erwähnt wurde   im Färben von     Kunstfasern    in der Spinnmasse.  Das Prinzip der Spinnfärbung von Viscose-         kunstseide    -besteht darin; dass gereifte     Vis-          coselösungen    durch Einrühren der Farbstoff  pigmente gefärbt und hierauf mit der Spinn  maschine versponnen werden..  



  100     Teile    einer 20%igen     wässrigen    Paste  des nach Beispiel 1 erhältlichen Pigmentfarb  stoffes werden 22,500 Teilen einer     wüssrigen,     ungefähr 9%igen     Viscoselösung    im Rührwerk  zugesetzt. Die gefärbte Spinnmasse wird hier  auf 15 Minuten lang gerührt,     anschliessend     entlüftet und den üblichen Spinn- und     Ent-          schweflungsprozessen    unterworfen.  



  Die Farbstoffe der übrigen Beispiele ver  wendet man auf ähnliche Weise zum Färben  von Spinnmassen.  



  Ein Teig, bestehend aus 100 Teilen einer  20%igen     wässrigen    Paste des nach Beispiel 2       herstellbaren    Pigmentfarbstoffes, 400 Teilen       Tragant   <B>3%,</B> 400     Teilen    einer 50%igen     wäss-          rigen        Eialbuminlösung    und 100 Teilen eines       nichtionogenen    Netzmittels, wird auf ein     Tex-          tilfasergewebe    gedruckt. Man trocknet den  Druck und dämpft ihn anschliessend eine halbe  Stunde lang bei 100-101 .  



  Im Druckansatz können an Stelle     des    oben  genannten Farbstoffes alle andern in den Bei  spielen 1-3 beschriebenen Produkte     und/oder     an Stelle des     Tragants    und Eialbumins wei  tere,     für    das Fixieren von Pigmenten auf der  Faser     üblicherweise    verwendete Bindemittel,  beispielsweise solche auf     Kunstharzbasis,    ein  gesetzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTAIXSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Pigment farbstoffen der Isothiazolanthronreihe, da durch gekennzeichnet, dass man auf 5-Amino- 1,9-isothiazolanthron mehrkernige halogenierte Oxoverbindungen einwirken lässt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als mehr kernige halogenierte Oxoverbindung ein Ha- logenanthrachinon wählt. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als mehr- kernige halogenierte Oxoverbindung ein Ha logenbenzanthron wählt. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch; da durch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in molekularem Verhältnis ausführt. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung _derart ausführt, dass zwei Moleküle 5-Amino- 1,9-isothiazolanthron mit einem Molekül der mehrkernigen halogenierten Oxoverbindung reagieren. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in organischem Medium ausführt. 6. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart eines säurebindenden Mittels ausführt. 7. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Nitrobenzol aus führt.
CH317470D 1953-05-13 1953-05-13 Verfahren zur Herstellung von Pigmentfarbstoffen der Isothiazolanthronreihe CH317470A (de)

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