CH317949A - Mit Schauglas versehenes dichtschliessendes Gehäuse für Präzisionsinstrumente - Google Patents
Mit Schauglas versehenes dichtschliessendes Gehäuse für PräzisionsinstrumenteInfo
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Description
Mit Schauglas versehenes dichtschliessendes Gehäuse für Präzisionsinstrumente Bei Präzisionsinstrumenten, wie Uhren, insbesondere Taschenuhren und Armband uhren, werden bekanntlich die Uhrgläser in den hierfür vorgesehenen Gehäuseringen ein gekittet. Derart eingesetzte Uhrgläser bilden im allgemeinen keinen hinreichend clichten Absehluss zwischen Ring und Uhrglas. Es ist.
daher auch schon vorgeschlagen worden, das Glas unter einer gewissen Spannung in den Ring einnisetzen und .gegebenenfalls hierbei auch noch eine Kitteng anzuwenden, so dass eine Dichtung entsteht, die für sogenannte wasserdichte Uhren im allgemeinen ausrei chend, ist. .
Es -wird jedoch angestrebt, nicht nur bei Taschen- und Armbanduhren, sondern auch #166i andern Uhren, insbesondere Prä.zisions- zeitmesswerken, eine völlige Dichteng zwi schen Glas und Ring herzustellen, derart, dass dass Uhrengehäuse entweder evakuiert oder gegebenenfalls auch mit besonderen Gasen gefüllt werden kann.
Auch bei Präzisions- instrumenten, bei denen. .eine unter Verschluss liegende Skala oder dergleichen beobachtet werden muss, treten ähnliche Aufgaben auf. Ausserdem könnten derartige Massnahmen auch für Geräte interessant werden, bei denen man daran noch nicht gedacht hat, z. B. für Präzisionswaagen, oder Zähler, wenn nur eine Lösung vorläge für die völlige Dichtung des mit Schauglas versehenen. Gehäuses.
Dieser Aufgabe, die beispielsweise auch für selbst- aufziehende Armbanduhren von besonderer Bedeutung ist, sind die bisher bekanntge- wordenen Dichtungen zwischen Glas und.
Haltering jedenfalls nicht. gewachsen, wäh rend es selbstverständlich möglich ist, die übrigen Einzelteile des Gehäuses, insbeson dere auch den Ring mit dem übrigen Teil der Kapsel so miteinander zu verbinden, dass ein vakuum- bzw. gasdichter Verschluss entsteht, sei es, dass der Ring aufgelötet oder unter Einlegen eines. Gummidichtungsringes fest aufgeschraubt ist.
Gemäss .der Erfindung wird die Lösung dieser Aufgabe dadurch erreicht, dass das Schauglas, insbesondere Uhrglas am Gehäuse- ring angeschmolzen ist. Um dieses Anglasen des Ringes durchzuführen, mussdieser aus einem metallischen Werkstoff hergestellt sein, dessen Ausdehnungskoeffizient dem des ver wendeten Glases entspricht.
Als Gläser können diejenigen Glassorten verwendet werden, die bisher schon in der Uhrenindustrie Anwendung gefunden haben, das heisst Gläser mit grosser und mittlerer Ausdehnung, gegebenenfalls auch kleinerem Ausdehnungskoeffizienten. Es sind dies-die sogenannten Weichgläser und anderseits die Hartgläser, die für sogenannte stoss- und schlagfeste Uhrgläser bereits in Benutzimig sind:
. Ferner können, auch die sogenaunten Zwischengläser benutzt werden. Zur ilerstellu ing .der X,inge stehen als Werkstoffe Metalle und Legierungen der ver schiedensten Art und Zusammensetzung zur Verfügung.
Für Weiehgläser mit grosser und mittlerer Ausdehnung kommen insbesondere Eisen-Nickel- und Eisen-Niekel-Kobat-Legie- run.gen sowie Eisen-Nickel-Chrom- und ferner Eisen-Chrom-Legierungen in Frage.
Typische Zusammensetzungen dieser Le gierungen, die jedoch in gewissem Umfang abgewandelt werden können, sind z. B.
40-44 % Eisen 1822% Nickel und 37-40 a/o Kobalt.
Die kobaltfreien Legierungen dieser Art haben etwa, folgende Gehaltsgrenzen: 47-56 % Eisen und 44-53 0/a Nickel. Eine weitere Legierung hat 64-78 % Eisen 7-14 %i Nickel und 15-22 0/a Chrom.
Ohne Niek e1 ist die Zusammensetzung etwa 69-83 0/ö, Eisen und 17-310/e Chrom. Im allgemeinen ist es zweckmässig, in an sich bekannter Weise,die Legierungen so. rein als möglich darzustellen lind insbesondere den Kohlenstoffgehalt niedrig zu halten. Er sollte im allgemeinen 0,1 /e nicht übersteigen, vor zugsweise jedoch wesentlich niedriger liegen.
Die Eisen-Niekel-Kobalt-Legiernngen können noch gewisse geringfügige Gehalte an Mangan enthalten, die v orzugsweise unter 10/a liegen sollten.
Für Gläser mit kleinem Ausdehnungs- koeffizienten kann eine Legierung mit etwa 50-5.6 0/e Eisen 27-310/a Nickel und <B>17-19</B> 0/0, Kobalt benutzt werden.
Die metallischen Werkstoffe, die .gemäss der Erfindung zur Verwendung vorgeschla gen werden und die sowohl auf dem Schmelz wege als auch pzllvermetallurgisch hergestellt werden können, haben bekanntermassen eine beträchtliche Korrosionsbeständigkeit und eignen sich daher auch aus diesem Grunde für den vorgeschlagenen Verwendungszweck.
Sie können, falls dies für zweckmässig oder für wünschenswert gehalten wird, durch gal vanisch oder auch auf einem sonstigen Wege aufgebrachte metallische Gberzugssehichten äusserlich dem Aussehen der übrigen Ge häuseteile augepasst werden, was insbesondere für die UhrenindiLstrie von Interesse sein kann..
Dias Einsehmelzen des Glases in den Ring erfolgt zweckmässigerweise unter An wendung der Verfahren die aus der Röhren- industrie, insbesondere derjenigen der Radio- und Röntgenröhrenerzeugtuzg bekannt sind. Durch geeignete Auswahl ,der Kombination Glaswerkstoff metallischer Werkstoff besteht. die Möglichkeit, sich allen vorkommenden Ver- hältnissen anzupassen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Mit Schauglas versehenes dichtschliessen des Gehäuse für Präzisionsinstrumente, da durch gekennzeichnet, dass dass Sehauglas am Gehäusering angeschmolzen ist und dieser aus einem metallischen Werkstoff besteht, dessen Ausdehnungskoeffizient dem des Glases ange- passt ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Gehäuse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusering aus einer Legierungi,mit 40-44%lEisen,18-22% Nickel und 37-40 % Kobalt besteht. 2.Gehäuse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusering aus einer Legierung mit. 47-56 % Eisen und 44--53 0/e Nickel besteht. 3. Gehäuse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusering aus einer Legierung mit 64-78 0/a Eisen, 7-l4 0/0 Nickel und 15-2211/o Chrom besteht. 4.Gehäuse nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehäusering aus einer Legierung mit 69-83 0/a Eisen und 7.7-31%. Chrom besteht.
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