CH317991A - Verfahren zum Trochnen von Teigwaren - Google Patents

Verfahren zum Trochnen von Teigwaren

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CH317991A
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Kurz Erwin
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Buehler Ag Geb
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    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L7/00Cereal-derived products; Malt products; Preparation or treatment thereof
    • A23L7/10Cereal-derived products
    • A23L7/109Types of pasta, e.g. macaroni or noodles

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Description


  Verfahren zum Trocknen von Teigwaren    Die     Erfindung-    betrifft. ein     Verfahren    zum  Trocknen von     Teigwaren.    Die aus     einer    Teig  warenpresse kommenden Teigwaren werden,  bevor sie     als        la,gerfä.hige    W     are    in den Handel  kommen, bekanntlich einem Trockenvorgang  unterworfen, bei dem sie eine erhebliche     Ge-          :viehtseinbusse    erleiden.  



  Es ist einerseits aus wirtschaftlichen und  andern Gründen     erwünscht,    den     Trodienvor-          gang    so rasch wie möglich durchzuführen,  anderseits bereitet das rasche Trocknen inso  fern. Schwierigkeiten, als die Teigwaren hier  bei zur     Rissebildung    neigen. Ferner erhält die  Ware leicht eine     umansehnliche    Farbe,     wird          geschmacklich    umgünstig beeinflusst und er  leidet Nachteile kochtechnischer Art. An  diesen Schwierigkeiten ist bisher die schnelle  Trocknung im allgemeinen gescheitert, so dass  man meist eine lange     Trockenzeit    von mehr  als     \?4    Stunden in Kauf nimmt.

   Diese lange  Trockenzeit wirkt sich indessen, abgesehen  von den wirtschaftlichen Nachteilen, bezüg  lich des     Geschmackes    und des Aussehens der  Teigwaren ebenfalls ungünstig aus.  



  Die Erfindung     bezweckt,    die Nachteile der  bekannten Verfahren zu vermeiden     imd    eine  rasche und trotzdem gleichmässige     Teigwaren-          troeknung    zu ermöglichen, die eine     rissefreie     Teigware von schöner gelber Farbe und mit       geschma,eklichen    und     kochtechnischen    Vor  zügen     ermöglicht.    Dies wird gemäss der Er  findung im     wesentlichen    dadurch erreicht,       da.ss    im Zusammenhang mit einem beschleu-         nigt        durchgeführten    Trockenvorgang,

   der zu  stärkerer Trocknung an der     Oberfläche    als im       Gutsinnern    führt, eine     Befeuchtung,    beson  ders an der     Gxutsoberfläche,    mit Wasserdampf  enthaltender Luft von     einer    relativen     Feuch-          tigkeit        von.        80-100        %        durchgeführt        wird.     



  Im nachfolgenden sind     Ausfühxungsbei-          spiele    des Verfahrens nach der Erfindung  beschrieben.     Zweckmässig    verwendet man     als     Trockenmittel für die beschleunigte Trock  nung Luft von 70 bis 100  C mit 50 bis 85      /o     relativer Feuchtigkeit,

   wenn auch an sich der  Trockenvorgang beispielsweise durch     eine     kombinierte Infrarot-     und/oder        Hochfrequenz-          und        Lufttrocknung    oder mit     Infrarotstrahlen     oder Hochfrequenz     allein        durchführbar    ist.  



  Unter  Luft  verstehen wir immer Luft,  welche mehr oder weniger Wasserdampf ent  hält. Um den     Wasserdampfgehalt    der Luft im  Trockner den Bedürfnissen anzupassen,     kann     Wasserdampf in den Trockner     eingelassen     werden zur Erhöhung der natürlichen Luft  feuchtigkeit auf den gewünschten Wert.  



  Im einzelnen ist:     es    zweckmässig, beim     Trok-          kenvorgang    in folgender Weise zu verfahren:  Zunächst führt     mann    den aus der     Teig-          warenpresse        kommenden    Teigwaren Trocken  luft bei einer Temperatur von etwa 70 bis  100 C und einer relativen Feuchtigkeit von       50        bis        85        %,        vorzugsweise        von        70        bis        85        %-,

            z1,    bis die     Teigwaren    ein Gewicht von etwa       851/o,        ihres        Anfangs-    oder     Nassgewiehtes    er  reicht haben.

   Danach sind die     Teigwaren    bei      einer Lufttemperatur von etwa 30 bis 70  C  und einer relativen Feuchtigkeit von 50 bis       70        %        weiter        zu        trocknen,        bis        .das        Gewicht        auf     etwa 80     0/0;

      des anfänglichen     Nassgewiehtes          heruntergegangen        ist.    Diesem     eigentlichen     Trockenvorgang lässt man     einen        Befeuch-          tungsvorgang    folgen, in der Art, dass .die  Teigwaren mit Luft von Temperaturen etwa.  zwischen 50 und 100  C und von einer rela  tiven Feuchtigkeit zwischen 80 und 100     o/rn    be  handelt werden.

   Bei diesem Vorgang, dessen       Dauer    der     Teigwarenart    anzupassen ist, fin  det     wieder    eine Gewichtszunahme der Teig  waren statt, die bis zu     411/o,    oder mehr des  Fertiggewichtes betragen kann. Der     Befeuch-          trmgsvorgang    wird dann     unterbrochen,    wenn  die Teigwaren den für die     Verwendung        bzw.     Lagerung zweckmässigen, z. B. den     gesetzlich     zugelassenen,     Feuchtigkeitsgehalt    erreicht  haben.

   Der für die     Verwendung        and        Lage-          rLing    der Teigwaren     zweckmässige    Feuchtig  keitsgehalt beträgt 15      /o:    Feuchtigkeit, gerech  net auf das Trockengewicht der Teigwaren,  oder 13     o/u        auf    das Gesamtgewicht der ge  trockneten Teigwaren. Das entspricht einem  Fertiggewicht von 83 Oh, des     Nassgewichtes    der  Teigwaren vor der     Trocknung.    Wenn die  Teigwaren die Presse     verlassen,    werden sie  nämlich im allgemeinen sofort mit Luft ange  blasen.

   Auch wenn     hiefür    nicht eine beson  dere Vorrichtung vorgesehen ist,     tritt    in     kar-          zer    Zeit in der     Umgebungsluft    nach dem Aus  tritt aus der Presse und vor Beginn der  eigentlichen Trocknung eine     Verminderung          dies    Wassergehaltes der Teigwaren ein, so dass  als Anfangsfeuchtigkeit der Teigwaren vor       der        Trocknung        ein        Wassergehalt        von        39        %.,     gerechnet auf Trockensubstanz, angenom  men werden kann.

   Die     erwähnte    Lagerfeuch  tigkeit von 1.5      /o.,    gerechnet auf Trockensub  stanz, entspricht demnach einem Gewicht der       Teigwaren        von        83        %:

          des        Anfangs-        oder        Nass-          gewichtes.    Die Wiederbefeuchtung stellt trotz  der damit     verbundenen        Gewichtsztmahme    ein  Mittel dar,     zvelehes        insg,esamt    die     Trockenzeit     herabsetzt, indem sie eine anfänglich     scharfe          Hochtemperaturtroeknung    ermöglicht, bei der  die Trockenluft bei hoher relativer Feuchtig-         keit    eine Temperatur von 100  C oder etwas  darüber haben kann.  



  Bei niedrigeren Trockentemperaturen wird  man vorteilhaft auch bei     denn        Befeuchtungs-          vorgang    eine     etwas    niedrigere relative     Luft-          feuchtigkeit        (von        70        %,        an        aufwärts)        wählen.     



  Der     Befeuchtun:gsvorgang    ist auch dann  zweckmässig,, wenn die rasche Trocknung in       lerer        Weise,    z. B. durch     Infrarotbestrah     <B>,</B>     inc     Jung oder Hochfrequenz, erfolgt. Eine solche       Infrarotbestrahlung        lässt    sich auch mit der  Lufttrocknung, die in verschiedenen Stufen  bei verschiedenen Temperaturen     und    Luft von       relativ    verschiedener Feuchtigkeit durchführ  bar ist, in vorteilhafter Weise kombinieren.

    Grundsätzlich ist dafür zu sorgen, dass die die       Teigwaren    trocknende bzw. befeuchtende Luft  die einzelnen Teilchen der Teigwaren mög  lichst allseitig und gleichmässig umspült. Zur  Erreichung dieses Ziels ist es     zweckmässig,     während des     Troekenvorganges    Lageänderun  gen des     zweckmässig    auf Horden oder Bän  dern befindlichen Trockengutes herbeizufüh  ren. Dies erreicht man z. B. durch Abwerfen       (ler    Teigwaren von einem Band auf ein oder  mehrere andere.  



  Ferner kann es durchaus zweckmässig sein,  einen     Befeuchtungsvorgaug    statt nach der  Trocknung     auch    schon während der Trock  nung oder sogar vor der Trocknung durchzu  führen. Unter Umständen ist es auch     vorteil-          haft,    im ganzen     Trocknungsprozess    mehrere       Befeuchtungsstufen        einzuschalten.     



  Durch die Befeuchtung wird in erster  Linie eine Anreicherung, oder Wiederanreiche  rung des     Wassers    in den     äussern        .Schichten     der Teigwaren erreicht. Dadurch kann der  Feuchtigkeitsgradient in den Teigwaren     be-          einflusst    und dem sich bei der Trocknung ein  stellenden Temperaturgradienten angepasst  werden. Es ist auf diese Weise möglich, Span  nungen, die während der Trocknung auftre  ten können, zu vermindern oder zu vermeiden  und das     ganze    Gefüge der Teigware homo  gener zu machen.

   Es. ist auch nicht ausge  schlossen, dass infolge der Befeuchtung noch  andere Vorgänge im Innern .der Ware auf  treten, welche die     Homogenität    günstig be-           einflussen.    Beispielsweise ändert sich     die    Dif  fusionsgeschwindigkeit des Wassers in der  Teigware mit dem Feuchtigkeitsgehalt der       Teigware.     



  Es hat sieh herausgestellt, dass bei der       Durchführung    des oben erläuterten Verfah  rens für die     Trocknung    von Teigwaren keine  besonders hohen Luftgeschwindigkeiten er  forderlich sind, die besonders grosse     Ventila-          tarleistungen        bedingen    würden. Es genügen       Gesehwindigk        eiten,    die unterhalb 1     mjsec     liegen. Auch .eine Schichtung der Ware auf  Horden oder Bändern in einer Höhe von 5  bis 10 cm Schichthöhe und darüber kann zu  gelassen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Trocknen von Teigwaren, dadurch gekennzeichnet, dass im Zusammen hang mit einem beschleunigt durchgeführten Trockenvorgang, der zu stärkerer Trocknung an der Oberfläche als im Gutsinnern führt, eine Befeuchtiuzg, besonders der Gutsober- fläche, mit Wasserdampf enthaltender Luft von einer relativen Feuchtigkeit von 80 bis 1001/a durchgeführt. wird. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach PatentansprLLCh, da, durch gekennzeichnet, dass als Trockenmittel für die beschleunigte Trocknung Luft von 70-.100 C und 50-85 0/a relativer Feuchtig keit angewandt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da, durch gekennzeichnet, dass die Befeuchtung unmittelbar nach der eigentlichen Trocknung durchgeführt wird.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass -dem Befeuchtungsvorgang zwei ver schiedene, ineinander übergjehende Trockenab schnitte vorgeschaltet werden, von denen der erste mit Trockenluft von 70-100 C und einer relativen:
    Feuchtigkeit vön 50-85 0/0 durchgeführt wird, während in dem zweiten Troekenabsehnitt die Lufttemperatur etwa.<B>30</B> bis 70 C -und ihre Feuchtigkeit etwa 50 bis, 70 0/0. beträgt. 4.
    Verfahren nach Patentansprueh und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass,die. Trocknung im ersten Trok- kenabschmitt bis zu einem Gewicht von 85 0/0 und im zweiten Trockenabschnitt bis zu einem Gewicht von 80 % des Nassgewichtes der Teig- waren durchgeführt wird,
    worauf die .der Trocknung nachgeschaltete Befeuchtiusgs- stiüe so eingerichtet wird, da.ss das Gewicht wieder 83 /a des Nassgewichtes vor der Tro:ek- nung erreicht. 5. Verfahren nach Patentanspruch, _ da durch gekennzeichnet, dass während der Trocknung mehrere Befeuchtungsvorgänge eingefügt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Befeuchtungs- vorgang so gesteuert wird, dass die Lufttem peratur 50-100 C und. die relative Luft- feuchtigkeit 80-100%, beträgt. 7.
    Verfahren nach Patentanspxnich, da durch gekennzeichnet, dass die Teigwaren während des Troeknens und Wiederbefeuch tend Lageänderungen unterworfen sind, wo durch eine gleichmässige Luftzuführung zur Ware erzielt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der .Trocknung mit Infrarotbestrahlung vorgenommen wird:. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens ein Teil der Trocknung mit Hochfrequenz durch geführt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Trocknung mit einer kombinierten Infrarot-, Hochfrequenz- und Lufttrocknung vorgenommen wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch ,gekennzeichnet, dass die Trocknung bei Luftgeschwindigkeiten von unter 1 misec durchgeführt wird.
CH317991D 1953-12-31 1953-12-31 Verfahren zum Trochnen von Teigwaren CH317991A (de)

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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0445550A1 (de) * 1990-03-05 1991-09-11 Societe Des Produits Nestle S.A. Verfahren zur Herstellung von getrockneten Teigwaren
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