CH318286A - Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine und Verfahren zu ihrer Herstellung - Google Patents

Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine und Verfahren zu ihrer Herstellung

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CH318286A
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Nat Scharf Herbert Dr Rer
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Maschf Augsburg Nuernberg Ag
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D5/00Blades; Blade-carrying members; Heating, heat-insulating, cooling or antivibration means on the blades or the members
    • F01D5/12Blades
    • F01D5/28Selecting particular materials; Particular measures relating thereto; Measures against erosion or corrosion
    • F01D5/284Selection of ceramic materials

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description


  Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine und Verfahren zu ihrer     Herstellung       Die     Erfindung    betrifft eine Laufschaufel  in axial     durchströmter    Turbomaschine, bei der  feststehende     Gehäuseteile    die Laufschaufel  kanäle     radial    nach aussen abdecken.  



  Der Turbinenbetrieb     beispielsweise        erfor,     fiert bekanntlich mit Rücksicht auf einen  guten     Wirkungsgrad    sehr enge Spiele     zwischen     den Schaufelspitzen und den nichtrotierenden       Crehäuseteilen,    welche etwa in der Grössenord  nung von einem.     Tausendstel    des     Laufrad-          radius    liegen.

   Wegen der unterschiedlichen       Aufheizung    der sich bewegenden Schaufeln  und der feststehenden     Gehäuseteile,    vornehm  lieh einer Gasturbine bei     Inbetriebnahme    oder  bei raschen     Belastungsänderungen,    erleiden  jene Bauteile auch     unterschiedliche    Wärme  dehnungen.

   Um nun die schädlichen Folgen  des     Anstreifens    einzelner oder aller Laufschau  feln an den     feststehenden    Gehäuseteilen zu  lindern, wurden bei metallischen     LauAchau-          feln    die Schaufelspitzen schon angespitzt, das  heisst, der     Schaufelblattquerschnitt    wurde  aussen so geschwächt, dass im     Falle        des    An  streifens die Schaufelspitze     abgeschliffen    wird,  und     demzufolge    keine schädlichen Rückwir  kungen auf das übrige Schaufelblatt entstehen  können.

   Die Anwendung dieser     bekannten    Mass  nahme     ist    aber bei Schaufeln aus     keramischen          1Tassen        deshalb    nicht     möglich,    weil wegen der  grundverschiedenen technologischen Eigen  schaften des     keramisclhen    Materials die Gefahr  des     Ausbrechens    mehr oder     minder    grösserer  Teile der spröden Keramikschaufel auftritt.    Bekannt     sind:    ferner auch aus dünnen Ble  chen bestehende Dichtkanten, die an der  Schaufelspitze angebracht werden.

   Um bei  einem     keramischen    Laufgitter enge     Laufspiele     innerhalb     des    Strömungskanals     einstellen    zu  können, muss ferner das fertig     beschaufelte     Laufrad vor seinem     Einbau    in die Strömungs  maschine am Umfang auf das geforderte Mass       überschliffen    werden;

   .andernfalls würden     die     roh     hergestellten        keramischen    Schaufeln zu  grosse     Abweichungen    vom Sollwert des     Aussen-          durchmessers        des    Gitters ergeben. Das Ab  schleifen der     Schaufelblattspitzen    von kera  mischen Turbinenschaufeln bereitet aber  Schwierigkeiten, weil der keramische Werk  stoff,     insbesondere    bei hohem     SK-Gehalt,     äusserst hart und     abriebfest    ist.

   Besonders  schwierig     ist    ein derartiger Schleifvorgang bei       Schaufeln,    welche nicht     starr    in der Laufrad  scheibe     befestigt    sind; sie haben nämlich die       Möglichkeit,    dem Schleifwerkzeug auszuwei  chen. In     diesem        Falle    wäre     zumindest    eine be  sondere Schleifvorrichtung zur Aufnahme der.       Einzelsehaufäln    nötig,     wodurch        die-Herstel-          lungskosten    erhöht würden.  



  Gemäss vorliegender     Erfindung    weisen die  Schaufelblätter an jenen     Stelen,    welche der,  Gefahr der     Beschädigung    durch Anstreifen  an den feststehenden Gehäuseteilen ausgesetzt  sind, eine Schutzschicht aus     einem    Werkstoff  von     geringerer        Abriebfestigkeit        als    der jener  feststehenden     Gehäuseteile    auf.

   Gegenüber,  den     metallischen    Dichtkanten ergibt sich da-      mit der Vorteil,     d'ass    schon bei geringster Be  rührung der     Schaufelspitze    an der Laufrad  abdeckung die     Schutzschicht    vermöge .der ge  forderten geringen     Abriebfestigkeit    abgenutzt  wird und die     Abriebteilchen        als    feiner Staub  vom     Strömungsmittel    fortgetragen werden.  



  Die Schutzschicht nach der Erfindung  kann sowohl bei     metallischen    als auch bei       keramischen    Schaufeln Anwendung finden.  Um bei     metallischen    Schaufeln eine gute Bin  dung zu erhalten, wird man zweckmässiger  weise die     Schutzschieht        aus    Pulvern mit metal  lischer Phase herstellen. Für keramische  Schaufeln wird nach dem erfindungsgemässen  Verfahren die auf die durch     Anstreifen    ge  fährdeten Teile des Schaufelblattes aufge  brachte     Schutzschicht    schon vor dem kera  mischen Brand der Schaufel aufgetragen und  gemeinsam mit dieser gebrannt.

   Die Schicht  wird man dabei     selbstverständlich    so stark be  messen,     d'ass    alle     durch    das     Herstellungsver..     fahren bedingten Massabweichungen mit Si  cherheit erfasst werden.  



  Die     Schiutzschicht    kann nun aus einer  homogenen,     keramischen    Masse, z. B. aus einem       hochsinternden,    nicht dicht brennenden Ton.  oder aber aus solchen     keramis-ehen    Materialien  bestehen, deren Struktur besonders: an der  Oberfläche durch dicht. beieinander liegende  kleine     Hohlräume    aufgegliedert ist, und die  dadurch ebenfalls nur eine geringe Abrieb  festigkeit     besitzen     Die     Schutzschicht    selbst kann vorteilhaft       aus        einem    schaumig porösen Material, z.

   B. einer  schaumig porösen Glasur oder einer ebensol  chen     keramischen        Masse    bestehen. Die schau  mige Struktur kann man bekanntlich     dadureli     erreichen, dass man der Masse vor dem Bren  nen     Kohlenstoffverbindungen    bzw.     -substanzen     wie     Naphthalin,    Kohle,     Sägespäne    und der  gleichen beimengt, die während des     Brenn-          prozesses    ausbrennen und entsprechend ihrer  Menge,     Verteilung    und Korngrösse in der  Masse Poren hinterlassen.

   Eine andere Mög  lichkeit besteht darin, dass man     d'em    Versatz  Karbonate beimengt. Durch Zusatz einer  Säure bildet sich dann     Kohlensäure,    die in  den     gasförmigen    Zustand     übergeführt    wird    und     ebenfalls    kleine Poren bildet. Ein anderes       bekanntes    Verfahren besteht darin, dass man       beispielsweise    einen Tonschlucker mit Seifen  wurzel zum Schäumen bringt und diesen       Sehaum        aufgarniert    oder     aufglasiert.     



  Die     Schutzschicht    kann aber auch     aus     einem     splittförmigen    Auftrag bestehen, der  beispielsweise vor dem Brennen aufgebracht  wird, nachdem     diese    mit einer dichten Glasur  überzogen wurden. Ein solcher     splittförmiger     Auftrag wird zum Beispiel derart gebildet,  dass man auf     die    Glasur als Unterlage bzw.

    Verbindungsschicht     zum    Scherben     hoeli-          schmelzende,    meist scharfkantige Körnchen bis  zu einer Grösse von 0,2 mm aus Quarz,     Sili-          eiumkarbid,        Sillimanit    u. a. aufträgt, und die  so präparierte     Schaufel;    im Ofen brennt.  



  In der Zeichnung     ist    ein Ausführungsbei  spiel einer     Turbinenschaufel    nach der Erfin  dung dargestellt, und zwar zeigt       Fig.    1 eine Keramikschaufel in der Stirn  ansieht.  



       Fig.    2 die gleiche Keramikschaufel in der  Seitenansicht.  



  Die für eine Gasturbine vorgesehene Lauf  schaufel besteht aus dem Schaufelblatt 1 und  dem Schaufelfuss 2, welcher in an sich bekann  ter Weise zwei     Stützflächenpaare    aufweist.  Das eine     Stützflächenpaar    3 hat im Betrieb  nur die Schaufelfliehkraft     aufzunehmen,    wäh  rend das zweite Paar 4 lediglich zur Wahrung  des     Formschlusses    des     Schaufelfusses    in der  Läufernut bei allen Betriebszuständen der  Turbine dient.

   An .der Spitze des Schaufel  blattes 1, die     d'er    Gefahr des     Anlaufens    an der  nicht     gezeigten        Laufradabdeckung        ausgesetzt     ist,     ist    die Schutzschicht 5 angebracht.  



  Für die Schutzschicht     in.    Form einer       .schaumig    porösen Glasur kann     zum    Beispiel  folgender Versatz gewählt werden:  
EMI0002.0079     
  
    Zettlitzer <SEP> Kaolin <SEP> roh <SEP> 5,80
<tb>  Zettlitzer <SEP> Kaolin <SEP> gebrannt <SEP> 19,60' /a
<tb>  Quarz <SEP> rein <SEP> 46,001/o
<tb>  Feldspat <SEP> Mälar <SEP> 22,901/o
<tb>  Kreide <SEP> 3,701/o
<tb>  Magnesit <SEP> 2,00%.
<tb>  <B>100,001/0</B>         Dieser . Glasur werden     20-40         /o        aus-          brennbare        Kohlenstoffsubstanzen,    z.

   B. reiner  Graphit oder Graphit     vermischt    mit fein ge  mahlenem     Koks    oder Kohle,     zugesetzt.    Die  gleichmässig verteilt eingebetteten Kohlenstoff  partikel oxydieren beim Brennen mit dem  Sauerstoff der Brennatmosphäre     Kt    Kohlen  dioxyd, so dass eine schaumig poröse Struktur       entsteht.    Wenn die gezeigte Schaufel     infolge     ungleichmässiger Dehnung von     Laufradab-          deckung    und Läufer an der ersteren     anstreift,     was vor allem beim Anfahren oder noch eher  beim Abstellen der Turbine eintreten kann,

    dann berührt nur die aus .einem Werkstoff  von geringerer     Abriebfestigkeit    als die Ab  deckung bestehende Schutzschicht 5, die fest  stehenden     Gehäuseteile.    Die geringe Abrieb  festigkeit sowie die den keramischen     Mate-          ralien    eigene Sprödigkeit sorgen     däfür,    dass  das verschlissene Material vom Treibmittel  strom als     feiner    Staub fortgetragen wird.  



  Mit solchen Laufschaufeln ergibt sich aber '  nicht nur der soeben geschilderte Vorteil für       d'en    Betrieb, sondern es kann auch die     Ferti-          gung    jenes engen radialen     Spaltes    eines Schau  felgitters erleichtert werden, indem man das  mit solchen Schaufeln     bestückte    Laufrad ro  tieren lässt und     alsdann.        einen    etwas konischen  Zylinder aus verschleissfesterem Material dar  überschiebt. Dabei nützen sich die mit der       Schutzschicht    5 versehenen Schaufelspitzen  auf das     geforderte    Mass ab.  



  Die Schutzschicht     kann    nicht nur - wie       zuvor    erläutert - bei Turbinenschaufeln aus       keramischem        Werkstoff    verwendet werden,  sondern es     ist        ebenso    möglich, Schaufeln aus       metallischen    Baustoffen, z. B. durch     Sinterung     einer Schutzschicht     aus,        Metallpulver,    mit  einer die gleichen     Wirkungen    auslösenden  Schicht zu versehen.

   Ferner können Lauf  schaufeln mit einer     solchen    Schutzschicht bei  allen Strömungsmaschinen,     Axialverdiehtern,     Pumpen u. a. verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine, bei der feststehende Gehäuse teile die Laiüschaufelkanäle radial nach aussen abdecken, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaufelblätter (1) an jenen Stellen, welche der Gefahr der Beschädigung durch Anstrei fen an den feststehenden Gehäuseteilen ausge setzt sind,
    eine Schutzschicht aus einem Werk stoff von geringerer Abriebfestigkeit als der jener feststehenden Gehäuseteile aufweisen:
    II. Verfahren zur Herstellung einer kera mischen Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die auf die durch Anstreifen gefährdeten Teile des Schaufel blattes aufgebrachte Schutzschicht vor dem keramischen Brand der Laufschaufel aufge tragen und gemeinsam mit dieser gebrannt wird.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Laufschaufel nach Patentanspruch I, aus keramischem. Werkstoff, dadurch gekenn zeichnet, dass die Schutzschicht aus einer schaumig porösen: Glasur besteht. 2. Laufschaufel nach Patentanspruch I, aus keramischem Werkstoff, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Schutzschicht aus, einer schaumig porösen keramischen Masse besteht. 3.
    Laufschaufel nach Patentanspruch I, aus metallischem Werkstoff, dadurch gekenn zeichnet,. dass die Schutzschicht eine metallische Komponente enthält. 4. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass vor dem Brande auf die durch Anstreifen gefährdeten Teile des Schaufelblattes eine dichte Glasurschicht und auf diese ein aplittssörmiger Auftrag aufge bracht wird.
CH318286D 1952-09-04 1953-07-10 Laufschaufel in axial durchströmter Turbomaschine und Verfahren zu ihrer Herstellung CH318286A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2492443A1 (de) * 2011-02-22 2012-08-29 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht für eine Laufschaufel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2492443A1 (de) * 2011-02-22 2012-08-29 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur Herstellung einer Schutzschicht für eine Laufschaufel
WO2012113486A1 (de) * 2011-02-22 2012-08-30 Siemens Aktiengesellschaft Verfahren zur herstellung einer schutzschicht für eine laufschaufel

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