CH318548A - Verfahren zur Herstellung hohler Gegenstände aus thermoplastischen Materialien und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zur Herstellung hohler Gegenstände aus thermoplastischen Materialien und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens

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CH318548A
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Dubiner Samuel
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung hohler Gegenstände aus thermoplastischen Materialien und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung hohler Ge @ insbesondere von Flaschen, aus thermoplastischen Materialien nach dem   Spritzguss-Formblas-Verfahren,    bei welehem in bekannter Weise ein Formling auf einem versetzbaren Kern in einer Spritzgussform    gebildet und anschliessend auf dem gleichen    Kern in eine Blasform gebracht wird, um dort durch Aufblasen   die gewünsehte Gestalt    zu erhalten.

   Fiir die Ausführung dieses Verfahrens dienen zweiteilige Formen, die in   I'omnlMatten gebildet werden, von    denen we  nigstens    die eine im Verhältnis zur andern   beweglieh    ist, so dass die Formen geöffnet werden können, um den Kern mit dem Formling von einer Form in die andere bewegen und den fertigen Gegenstand ausstossen zu können.



   Bei einigen bekannten Verfahren und   Einrichtungen dieser Art    ist jeder Spritzgussform eine Blasform zugeordnet, und die Form muss zweimal geöffnet werden, um einen einzigen Gegenstand herzustellen, nämlich einmal für clie   Überführung    des Kernes mit dem Formling aus der Spritzgussform in die Blasform und ein zweites Mal für das Ausstossen    des geblasenen Gegenstandes und die Rück-      kehr    des leeren Kernes aus der Blasform in   die Spritzgussform. Dadurch    wird das Ver  fahren zu langsam und    zu teuer. Es ist auch   bereits vorgesehlagen    worden, ein Paar von Kernen und zwei Blasformen einer einzigen, zwischen diesen beiden Blasformen gelegenen Spritzgussform zuzuordnen.

   Hierbei wird der Kern zwischen den Formen derart hin und her bewegt, dass in einem ersten Arbeitsgang der Träger A in der Spritzgussform mit einem frischen Formling umspritzt wird, während der Kern B in der Blasform b ist und der auf dem letzteren in dem vorhergehenden Arbeitsgang gebildete Formling   ausgeweitet    wird. Wenn dann die Formen geöffnet werden, wird der in der Blasform b gefertigte Gegenstand ausgestossen, und die Kerne werden so bewegt, dass der Kern A in die Blasform a und der Kern B in die Spritzgussform gelangt. Nach dem Schliessen der Formen wird ein rieur Formling auf dem Kern B gebildet, während der Formling auf dem Kern A   ausgeweitet    wird usw.



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung hohler Gegenstände, durch Spritzgiessen von Formlingen aus thermoplasti   schem Material nnd gleichzeitiges Aufblasen    von vorher gebildeten Formlingen mit Hilfe von wenigstens zwei Kernen, die einem Satz von Spritzguss-und Blasformen zugeordnet sind, wobei zwischen je zwei Arbeitsgängen die jeweils dureh das Blasen fertiggestellten Gegenstände von ihren Kernen abgestossen und die Kerne von einer Form der einen Art zur benachbarten Form der andern Art verstellt werden, um den nächsten Arbeitsgang einzuleiten, wobei gemäss der Erfindung in jedem Arbeitsgang der Beginn des   Einsprit-    zens gegenüber dem Beginn des gleichzeitig ablaufenden Blasvorganges verzögert wird,

   wodurch die Abkühlung des geblasenen   Ge-      genstandes    in der Blasform gleichzeitig mit dem Einspritzvorgang in der Spritzform zu Ende kommt.



   Eine erfindungsgemässe Vorrichtung für die Durchführung dieses Verfahrens ist gekennzeichnet durch zwei Formplatten, von denen wenigstens die eine zu und von der andern beweglich ist und in denen mindestens seehs zweiteilige Formen ausgebildet sind, und zwar mindestens zwei   Spritzguss-    formen zwischen je zwei Blasformen, sowie durch mindestens einen Satz von zum Einspritzen und Aufblasen   eingeriehteten    Kernen, deren Gesamtzahl nicht geringer ist als um zwei weniger als die Gesamtzahl der Formen, ferner durch eine Einrichtung zum Verstellen der Kerne in bezug auf die   zugeord-    neten Formen, um jeden Kern von Arbeitsgang zu Arbeitsgang abwechselnd in eine Spritzgussform und eine Blasform zu bringen.



   Die Erfindung wird an Hand der beigeschlossenen Zeiehnungen in mehreren   Aus-    führungsformen beispielsweise erläutert.



   Fig.   I    zeigt in Ansieht, teilweise im Schnitt, eine Formplatte einer Flaschenblasmachine.



   Fig. 2 zeigt in ähnlieher Darstellung eine zweite Ausführungsform und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform.



   Fig.   4    zeigt in   sehematiseher    Darstellung die erste Ausführungsform im Querschnitt.



   Fig. 5 bis 7 zeigen   schematiseh    einen Teil der Vorriehtung in   versehiedenen Stellungen.   



   Die. Vorrichtung nach den Fig.   1    und 4 besitzt Zuganker   8 und    9 zum Anbringen einer festen Formplatte 10 und einer entspre  chenden      bewegliehen    Formplatte   10a,    in denen je zwei Sätze von Halbformen   Rücken    an Rücken vorgesehen sind. Jeder dieser Sätze enthält eine Spritzgussform 11 bzw. 12, die von zwei Blasformen 13, 14 bzw. 15, 16 flankiert sind. Ein Paar beweglicher Kerne 17, 18 ist dem obern Formsatz und ein Paar Kerne 19,   20 dem untern Formsatz zugeordnet. Ein      Eingusskanal      22    ist in der Mitte zwischen den Böden der Spritzgussformen 11, 12 vorgesehen und mit beiden durch kurze Kanäle verbunden.

   Jeder Kern weist eine   durehgehende    Bohrung auf, die in das Innere des Formlings ausmündet und die Einführung von Gas unter Druck gestattet, um den Formling in der Blasform auf die. gewünschte Grösse und Gestalt aufzublasen. Das freie Ende jedes Kernes ist mittels eines Rückschlagventils   21    abgeschlossen, welches das Eindringen von   thermoplastisehem    Material in die Bohrung verhindert.   Der Kern erstreckt sieh    fast über die ganze Länge des Formlings. Das freie Ende des Formlings erreieht den Boden der Blasform   nieht ganz,    so dass genügend Raum für die Ausdehnung des Bodenteils des Form  lings    beim Aufblasen bleibt.

   Die Kerne 17, 18 sind an einem obern Sehlitten 23 befestigt, die Kerne   19,      20    an einem untern Sehlitten   24.    Die Schlitten   23, 24 sind    mit nieht dargestellten   Betätigungsvorriehtungen    so verbunden, dass beim Öffnen der Formen die Kerne aus den Formen herausbewegt werden und dabei in eine   Mittelstell. nny zwisclen    den Formplatten kommen, so dass sie in die Längsrichtung der Sehlitten zwischen den Formplatten hin und her bewegt werden können.



  Hierbei wird der leere Kern auf die Spritzgussform und der Kern mit dem Formling auf die Blasform zur späteren Einführung in diese beiden Formen ausgerichtet. Durch das Sehliessen der beiden Formplatten   sehliessen    sich die Formen, während der   Offnungszeit    der Formplatten erfolgt das Auswerfen des   fertiggeblasenen    Gegenstandes.



   Vorzugsweise erfolgt die Verstellung der beiden Kernpaare in   entgegengesetzter Rich-      tung,    wie in Fig.   1    dargestellt. Dies bewirkt das   selbsttätige Abtrennen des Angusses von    dem Formling und erübrigt zusätzliehe Einrichtungen für diesen Zweek, wie sie bei bekannten Masehinen notwendig sind.



   Die Kerne 17, 18 und 19, 20 stehen mit einem   Druekgasbehälter    durch die Leitungen   66,    67 bzw.   68,    69 in Verbindung. Der Druek des Gases soll zum vollständigen Aufblasen des Formlings und seiner ansehliessenden Kühlung in der hierfür zur Verfügung stehenden Zeit ausreichen. Jede Gasleitung ist mit einem Ventil 70 ausgestattet. Die Ventile werden so gesteuert, dass die Gaszufuhr zu den Kernen abweehselnd geöffnet und abgesperrt wird. Bei geöffneten Formplatten besorgt der Gasdruck das Ausstossen   der gebla-    senen Gegenstände.

   Den in den   Spritzguss-    formen befindlichen Kernen wird kein Gas unter Druck zugeführt, Wenn jedoch eine Kühlung des Kernes innerhalb der Spritzgussform notwendig wird, so kann ihm Gas unter Druck zugeführt werden, bevor das thermoplastische Material in die Spritzgussform   eingebraeht    wird.



   Ein glatter Arbeitsbetrieb wird dadurch   erreieht,    dass man die Kerne schmiert. Dies kann vorteilhaft so geschehen, dass man in die Leitung des Druckgases einen Zerstäuber einbaut, so dass das Gas der Aussen-und Innenseite der Kerne Sehmiermittel zuführt, z. B. Silieon oder ein Stearat, wodurch auch die Ventile der Kerne geschmiert werden.



   Die Fig. 5, 6 und 7 zeigen einen Ausguss  entferner,    der sich in der Zuleitung 22 des thermoplastischen Materials zu den Spritzgussformen befindet, in versehiedenen Stellungen dargestellt. Dieser besteht im wesentlichen aus einem Stift   80,    der einen   konisehen    Kopf trägt und in der beweglichen Formplatte   montiert,    ist.

   Der Stift 80 steht unter dem Einfluss einer Druckfeder 81, so dass in seiner normalen Stellung der Kopf in den Ein  gusskanal    22 hineinragt. Über eine nicht ge  zeiehnete    Hebelanordnung wird der Stift durch ein an der Spritzgussmaschine ange  brachtes    Steuerorgan betätigt, so dass er vollständig in die bewegliche Formplatte 10a zu  riickgezogen    wird, wenn die Formplatten vollständig offen sind.



   Die Fig. 5 zeigt die Lage des Stiftes bei geschlossenen Formplatten, Fig. 6 bei halb offenen und Fig. 7 bei ganz offenen Platten.



  Der konische Kopf des Stiftes bettet sich in dem Anguss des thermoplastischen Materials ein und hält diesen während der Versetzung der Formlinge aus den Spritzgussformen in die Blasformen zurück, um ihn danach auszu  werfen lmd    den Kanal 22 wieder   freizu-    machen, sobald die über die Bodenaussenseiten der Formlinge vorstehenden Grate entfernt sind.



   Das Material im   Einspritzzylinder    der Spritzgussmaschine muss auf einer solchen Temperatur gehalten werden, dass es auch naeh dem Einspritzen in die Spritzgussform eine das Blasen ermöglichende Elastizität behält. Diese Temperatur ist von dem Dehnungsfaktor des verwendeten thermoplastischen Materials abhängig.



   Polyäthylen ist ein besonders gut verar  beitbares    Material. Bei seiner Verarbeitung wird die feststehende vordere Formplatte durch Kühlung auf einer Temperatur von etwa 65  C gehalten, die rüekwärtige Form  platteauf    einer Temperatur von etwa 32  C, mit Ausnahme der Spritzgussformen, die sich auch hier auf ungefähr   65     C aufwärmen diirfen.



   Beispiet
Zur Herstellung einer   Polyäthylen-Flasche    von etwa 112 em3 Inhalt und einem Gewicht von etwa   17,    5 kg pro 1000 Stück, ergeben die folgenden Arbeitsbedingungen befriedigende Resultate :
1. Einspritzen
Zur Einleitung des Arbeitsganges werden die Formplatten geschlossen, der Spritzkolben bewegt sich vor und spritzt eine   Fiillung    von thermoplastischem Material in die Spritzgussform zur Bildung eines Formlings auf dem Kern. Zeitdauer : 5 Sekunden.



   2. Verdichtung
In der vollen Tauehstellung des Spritzkolbens beträgt der Druck in der Spritzgussform etwa 1400   kg/cm2,    wodurch das Material angemessen verdichtet wird. Zeitdauer : 3 Sekunden. Der Kolben führt die   Rüeklauf-    bewegung aus. Zeitdauer :   1    Sekunde.



   3. Verstellung der Kerne
Die Bewegung des   Einspritzkolbens    be  tätigt    einen Schalter, wodurch die Formplat   ten geöffnet,    die Kerne mit den Formlingen aus den Spritzgussformen heraus und in die Blasformen hinein   bewegt und die. Formplat-    ten wieder geschlossen werden. Zeitdauer :   21/2    Sekunden.



     4.    Blasen
Durch die Schliessbewegung der Formplatten wird der Mechanismus zur Zuführung des Druckgases zu den Kernen mit den   Formlin-    gen ausgelöst, die Formlinge werden aufgeblasen und die durch das Blasen entstandenen Flaschen werden gekühlt, worauf die Druckgaszufuhr zu den Kernen unterbrochen wird.



  Zeitdauer : 17 Sekunden.



   5. Auswerfen
Der Meehanismus zum Öffnen der Formplatten wird eingeschaltet, die Formplatten voneinander wegbewegt und die Kerne mit den fertigen Flaschen in eine Mittelstellung zwischen den Platten geführt. Die   Druckgas-    zufuhr zu den Kernen wird eingeschaltet, und die Flaschen werden abgeworfen. Die Kerne werden hierauf wieder in die   Spritzgussfor-    men eingebracht. Zeitdauer : 11/s Sekunden.



  Die Formplatten werden für einen neuen Arbeitsgang geschlossen, Zeitdauer : 11/4 Sekunden.



   Gesamtzeit für alle fünf Arbeitsphasen : 307/8 Sekunden.   Tatsäehlieh    wird aber von jedem Satz Formen je eine   Flaselle    in der halben Zeit geliefert, da beim Verstellen des einen Kernes der zweite Kern des gleichen Paares eine Flasehe abstösst.



   Zum Aufblasen des Formlings wird eine Gasmenge angewandt, die ausser zum Blasen noeh zum Abkühlen der Flaschen innerhalb der für das Blasen angesetzten Zeit ausreicht.



  Die Formplatten werden in der weiter unten   angegebenen"Weise gekühlt. Falls    zur Kühlung der Kerne notwendig, kann Druckluft durch diese geblasen werden, während sie sich in den Spritzgussformen befinden, aber ehe das thermoplastische Material in die Spritzgussformen eingespritzt wird.

   Es kann auch ein Kiihlwasserkanal um den   Kernsockel    herum vorgesehen sein,
Während des Blases wird die Temperatur der Kerne bei 80-90  C, vorzugsweise   eyra      83  C, gehalten.    Die Temperatur der Kerne wird bestimmt durch die Temperatur des   eingespritzten Materials, durch die    Temperatur der feststehenden   vordem Form-    platte, durch die Zeit, während welcher die Formplatten zwischen zwei Arbeitsgängen offen bleiben, und durch die Zeit, während welcher Druckgas durch die Kerne strömt.



   Die Vorrichtung wird derart zeitlich eingestellt, dass die verschiedenen Arbeitsstufen in der erwähnten Reihenfolge aufeinander abgestimmt sind. Die Spritzgussformen 11 und    12 enthalten je einen Formling 26 aus thermo-    plastischem Material auf den Kernen 17 bzw.



     20,    während die Kerne 18 und 19 mit in die endgültige Gestalt der Flaschen 27 geblasenen Formlingen in den Blasformen 14 und 15 liegen und einer Abkühlung unterworfen werden, was angenähert 17 Sekunden   bean-    sprucht. Das Einspritzen ist mit dem Blasen und Kühlen so abgestimmt, dass die beiden Arbeitsstufen   gleiehzeitig    endigen. Da das Blasen und Kühlen länger danert als das Einspritzen, muss der Beginn des Einspritzens des thermoplastischen Materials in die Spritzgussformen   entspreehend    verzögert werden.



  Diese Verzögerung beträgt etwa 4 Sekunden.



  Nach der Beendigung des Einspritzens wird die Zufuhr von   Drueligas    in die Blasformen unterbrochen, und die Formen werden durell Wegbewegung der beweglichen Formplatte   10a    von der festen Formplatte geöffnet. Dann bewegt sich der Schlitten 23 mit den Kernen 17 und dem daran haftenden Formling sowie dem Kern   18    mit der   fertigen Flasehe in    die   Mittelebeno zwischen den beiden    Formplatten, sodam wird das   Druckgasventil    70 für einen Moment geöffnet, um mittels des Druekgases die fertige Flasehe von ihrem Kern abzuschleudern.

   Gleichzeitig führt der Sehlitten   24    eine   entspreehende    Bewegung   @ aus, und    die fertige Flasehe wird   vom Kern 19 abgeschleu-    dert.   Beide Schlitten führen dann gegenläu-    fige Bewegungen in der Längsrichtung der   Pormplatten aus, wodurch    die beiden Form  linge    vor die Blasformen   13    bzw. 16 und die beiden leeren Kerne vor die leeren   Spritzguss-    l'ormen 11, 12 gebracht werden, wonach sich alle Kerne in die entspreehenden Formen hin  cinbewegen    und die Formplatten sich sehlie  ssen. Es beginnt    nun ein neuer Arbeitsgang.



   Bei der   Machine    gemäss Fig.   1    werden   auch    die Hälse der Flaschen in der Blasform ausgebildet. Zu diesem Zweeke besitzt jede   llälfte    der Blasform eine Vertiefung 25, die in der geschlossenen Form mit der entsprechenden Vertiefung der andern Formhälfte das Negativ eines Aussengewindes bildet.



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach 2 entspricht derjenigen der Vorrichtung nach Fig.   l.    Im Gegensatz zu der letzteren besitzt in dieser Vorriehtung jeder Formensatz zwei Spritzgussformen und drei Blasformen. Es werden daher in jedem Arbeitsgang von jedem Formensatz zwei Flaschen erzeugt.



   Die feste Formplatte 29 weist eine obere Reihe von Blasformhälften 30, 31, 32 sowie eine untere Reihe von Blasformhälften 33, 34, 35 auf. Die Abstände zwischen den einzelnen Blasformen sind unter sieh gleich. In der Mitte zwischen je zwei Blasformen der obern und d der untern Reihe befinden sich Spritzgussformen 36, 37, 38, 39. Da für jede Spritzgussform zwei Kerne vorhanden sein müssen, sind der obern Formreihe vier Kerne   40,      41,      42,    43 und der   untern    Formreihe vier Kerne   44,    45,   46,    47 zugeordnet.

   Die Kerne 41 bis 47 gleichen den Kernen 17 bis 20 der Fig. l und besitzen je ein Ventil   21a.    Die obern Kerne sind an einem Schlitten   23a,    die   untern    Kerne an einen Schlitten 24a montiert. Die Sehlitten 23a und 24a sind in ihrer Längsrichtung verstellbar, um die Kerne abwechselnd aus der   Blasstellmg    in die Einspritzstellung zu bringen, ähnlich wie im Zu  sammenhange    mit der Fig.   1    beschrieben   kurde.    Die Kerne 40 bis 47 sind über Lei  tungen 71, T2, 73, 74,    75, 76, 77 und 78 an einen   Druckgasbehälter    angeschlossen.

   Jede dieser Leitungen ist mit einem Steuerventil 79 versehen, um den Druekgasstrom durch die Kerne zu den riehtigen Zeitpunkten einzuschalten oder zu unterbrechen, wobei   zusätz-    lieh   Schmiervorrichtungen    und   Angussentfer-    ner der in den Fig.   1,    5, 6 und 7 dargestellten Art vorhanden sein können.



   Bei der Ausführungsform der Vorrichtung naeh   Fig. 3 sind    drei Spritzgussformen   49,    50,   51    radial mit Winkelabständen von   120     um eine gemeinsame Achse angeordnet. Ihre Zahl ist derjenigen der mit ihnen abwechselnden, ebenfalls radial angeordneten Blasformen 52,   53,    54 gleich. Die zeitliche Aufeinanderfolge der   versehiedenen    Arbeitsstufen ist die gleiche wie bei den übrigen Ausführungsformen.



  Eine Hälfte der Formen ist in der kreisrunden festen Formplatte 48 untergebracht, die andere Hälfte in der kreisrunden beweglichen Formplatte.   Einspritzköpfe      55,    56, 57 stehen mit den Spritzgussformen   49,    50, 51 in Verbindung.



   An einer im Zentrum der Formplatte 48 drehbaren Welle 58 sind sechs radial angeordnete Kerne 59, 60, 61, 62, 63, 64 mit Winkelabständen von 60  befestigt. Es ist somit die doppelte Anzahl. von Kernen wie von Spritzgussformen vorhanden. Jeder Kern hat eine Längsbohrung. Diese Längsbohrungen sind mit einem Luftkanal 65 in der Welle 58 verbunden. Das Ende jedes Kernes ist mittels eines Ventils 21b entsprechend den Ventilen   21,      21a abgeschlossen.    Mittels einer nicht gezeichneten   Betatigungsvorrichtung    lassen sich die Kerne aus den Formen herausheben, sobald die bewegliche Formplatte von der festen Formplatte entfernt wird.

   Die Kerne werden sodann durch Drehung um 60  in die nächstfolgende Arbeitsstellung gebracht, so dass nach dem Sehliessen der Formplatten ein weiterer Arbeitsgang durchgeführt werden kann. Durch passende Ventile und Ventilsteuerungen wird die Druekluftzufuhr durch die Kerne zu den Blasformen in der vorbeschriebenen Weise geregelt, um aus den Formlingen durch Blasen die Flaschen herzustellen, sie abzukühlen und   auszuwerfen.    Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist eine nicht gezeichnete Schmiervorrichtung der oben erwähnten Art vorgesehen.



   Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 3 ist die folgende : 
Fig. 3 zeigt den Augenblick der Einspritzung des thermoplastischen Materials in die Spritzgussformen   49-51 md nm    die Kerne 60, 62 und   64    herum, während in den Blasformen   52-54    das Blasen der Hohlkörper auf den Kernen 59, 61 und 63 gerade zu Ende kommt. Wenn diese beiden   Tätigkeiten voll-    ständig beendigt sind, bewegt sich die   beweg-    liche Formplatte von der feststehenden Formplatte weg, um die Formen zu öffnen.   Gleich-    zeitig werden die Kerne aus den Formen herausbewegt und um   60     um die Achse der Welle 58 gedreht.

   Während dieser   Dreh-    bewegung werden die fertigen Gegenstände durch Druckluft von den Kernen abgeschleudert, und die leeren Kerne können nun in die Spritzgussformen eintreten, die gerade vorher von den drei andern Kernen mit den Formlingen verlassen worden sind, während diese letzteren Kerne durch die Drehung in die Stellung gekommen sind, in der sie in die Blasformen eingeführt werden können.   Wäh-    rend dieser Bewegung wird der Anguss entfernt. Die bewegliche Formplatte wird wieder in die Sehliessstellung der Formen bewegt ; und durch eine automatisch wirkende Ventilsteuervorriehtung wird Druckluft den Kernen zugeführt, um die in den Blasformen liegenden Formlinge aufzublasen.

   Bei der hier beschriebenen Ausführungsform wird die Einspritzung des thermoplastischen Materials in die Spritzgussformen derart verzögert, dass sie etwa 9 Sekunden vor dem Ende des Blasund Kühlvorganges beginnt und gleichzeitig mit dem letzteren beendet wird.



   Die vorstehend angegebenen Zeiten und Temperaturen sind nur als Beispiele zu betrachten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung hohler Gegenstände durch Spritzgiessen von Formlingen aus thermoplastischem Material und gleichzeitiges Aufblasen von vorher gebildeten Formlingen mit Hilfe von mindestens zwei Kernen, die einem Satz von SpritzguB-und Blasformen zugeordnet sind, wobei zwischen je zwei Arbeitsgängen die jeweils durch das Blasen fertiggestellten Gegenstände von ihren Kernen abgestossen und die Kerne von einer Form der einen Art zur benachbarten Form der andern Art verstellt werden, nm den näehsten Arbeitsgang einzuleiten, dadureh ge- kennzeiehnet, dass in jedem Arbeitsgang der Beginn des Einspritzens gegenüber dem Be ginn des gleichzeitig ablautenden Blasvorgan- ges verzögert wird,
    wodurch die Abkühlung des geblasenen Gegenstandes in der Blasform gleiehzeitig mit dem Einspritzvorgang in der Spritzgussform zu Ende kommt.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch zwei Fonnplatten, von denen wenigstens die eine zn und von der andern beweglieh ist. und in denen minclestens seehs zweiteilige Formen ausgebildet sind, und zwar mindestens zwei Spritzgussformen zwisehen je zwei Blasformen, sowie durch mindestens einen Satz von zum Einspritzen und Auf blasen eingerichteten Kernen, deren Gesamt zahl nicht geringer ist als von zwei weniger als die Gesamtzahl der Formen, ferner durch eine Einrichtung zum Verstellen der Kerne in bezug auf die zugeordneten Formen, um jeden Kern von Arbeitsgang zu Arbeitsgang abwechselnd in eine Spritzgussform und eine Blasform zu bringen.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Vorrichtung nach Patentansprvch II, dadureh gekennzeiehnet, dass in den Form platten je zwei Sätze von zweiteiligen For men ausgebildet sind, wobei jeder Satz eine von zwei Blasformen flankierte Spritzguss- form besitzt, die Formen der beiden Sätze Boden gegen Boden spiegelbildlieh angeord net sind, ein zwischen den Boden der beiden Spritzgussformen vorgesehener gemeinsamer Gusskanal durch kurze Verbindungskanäle in die beiden Spritzgussformen ausmündet und jedem Formensatz ein hin und her gehender Satz von zwei Kernen zugeordnet ist.
    2. Vorrichtung naeh Patentanspruch II, dadureh gekennzeichnet, dass in den Form platten je zwei Sätze von zweiteiligen Formen ausgebildet sind, wobei jeder Satz mehr als zwei mit Blasformen abweehselnde Spritzguss- formen in gerader Reihe angeordnet besitzt, die beiden äussersten Formen der Reihe Blasformen sind, die Formen der beiden Sätze Boden gegen Boden spiegelbildlich angeordnet sind, ein zwischen den Boden je zweier sieh gegenüberliegender Spritzgussformen vor- gesehener gemeinsamer Gusskanal durch kurze Verbindungskanäle in die beiden Spritzguss- i'ormen ausmündet und jedem Formensatz ein hin und her gehender Satz von Kernen zugeordnet ist,
    in welehem die Anzahl der Kerne um eins kleiner als die Gesamtzahl der Formen des entspreehenden Formensatzes ist.
    3. Vorrichtung nach Unteransprüehen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die den beiden Formensätzen zugeordneten Kernsätze zur gleichzeitigen Verstellung mit gegenläufigen hin und her gehenden Bewegungen eingerichtet sind.
    4. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass Spritzguss-und Blasformen in gleicher Zahl und miteinander abwechselnd radial in runden, axial gegenein- ander bewegliehen Formplatten angeordnet sind, wobei die Böden der Spritzgussformen durch kurze Gusskanäle mit Spritzdüsen verbunden sind, die am Umfang der Formplatten liegen, und ferner Kerne, deren Anzahl gleich der Gesamtzahl der Spritzguss-und Blasformen ist, radial an einer schrittweise drehbaren Achse befestigt sind, die durch die Mitte der Formplatten hindurchgeht, wobei sieh in jedem Arbeitsgang die halbe Anzahl der Kerne je in einer Spritzgussform und die andere halbe Anzahl je in einer Blasform befinden und diese Stellungen von Arbeitsgang zu Arbeitsgang wechselbar sind.
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