Geschweisste, in bezug auf die Längsmittelebene symmetrische Rohrverzweigung Hosenrohre und Abzweigstücke verursa- ehen bei -rösseren Turbinenrohrleitungen und ähnlichen Anlagen stets erhebliche uner wünschte Druckhöhenv erluste.
Zum Abfangen von grösseren Druckstössen ist es bei gewöhnlichen Rohren bereits be kannt., die Biegeweichheit elliptiseher Rohre oder solche ähnlichen Querschnittes zu be nutzen. Dabei versucht die elliptische Form in die Kreisform überzugehen, die einen grö sseren Durchflussquerschnitt hat und bei einer Dr@nekbelastung von innen her von Biegespan- nungen frei ist. Bauelemente dieser Art setzen die Anwendung gut verformbarer Werkstoffe voraus. Sie sind jedoch für Hosenrohre oder llehrfachabzweigstücke des vorliegenden Ver wendungsbereiches nicht brauchbar.
Es wurde auch bereits vorgeschlagen, ab zweigende Rohre als gerade Kegel oder Zylin der auszubilden. Diese geraden Formen sind jedoch nur dann erreichbar, wenn der Naht träger geknickt ausgeführt wird. Eine der artige Bauweise ist schwierig und dadurch teuer. Bei mit einem kreisrunden Querschnitt endigenden Hauptrohr wurden die Abzweig rohre, um einen geraden, durchgehenden Sehnitt zwischen dem Hauptrohr und den beiden Abzweigrohren zu erhalten, als schiefe Konen bzw. schiefe Zylinder ausgeführt. Hierbei wird das Rohrformstück von Verstei fungen unter Einschaltung eines Zwischen- raumes zwischen diesen und der Rohrwand umfasst.
Dadurch erleiden die Abzweigrohre bei Innendruckbelastung ihrer elliptischen Querschnittsform halber starke Verformun gen, die bei den im Grossrohrleitungsbau ver wendeten Stählen höherer Festigkeit unbe dingt vermieden werden müssen.
Der Erfindung liegt. die Aufgabe zu grunde, die Nachteile der bekannten ähn lichen Hosenrohre oder Mehrfaehabzweig- stücke durch eine zweckmässige, sowohl werk stattmässig einfache als auch statisch über sichtliche Gestaltung zu vermeiden und gün stige hydraulische Zustände zu schaffen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss bei einer geschweissten, in bezug auf die Längs- mittelebene symmetrischen Rohrverzweigung mit geraden Abzweigungen dadurch gelöst, dass zwischen dem Verteilrohr und den Ab zweigungen ein den IJbergang von dem run den Querschnitt des Verteilrohres zu dem mindestens annähernd elliptischen Quer- sehnitt der Abzweigungen bei mindestens an nähernd gleichbleibender Querschnittsfläche vermittelndes Zwischenstück eingeschweisst ist.
Durch eine solche Ausbildung des Hosen rohres oder Mehrfaehabzweigstückes wird die hydraulische Form gegenüber den bekannten Ausführungen erheblich dadurch verbessert, dass der bei letzteren am Übergang vom Ver- teilrolir zit den Abzweigungen vorhandene uinc Knick in zwei hintereinanderliegende Knicke aufgelöst ist. Es wird also die Flüs sigkeitsströmung nicht zu einer plötzlichen Rielitungsänderung gezwungen, sondern die Gesamtrichtungsänderung wird durch zwei kleinere Winkeländerungen erzielt.
Neben einer Ersparnis bei der Fertigung werden hierdurch die Druckverluste wesentlich ver mindert, so dass ein beträchtlicher Energie gewinn erhalten wird.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes schema tisch dargestellt, und zwar zeigen: Fig. 7. den Griuidriss eines Hosenrohres, Fig.2 die Seitenansicht des Hosenrohres nach Fig. 1, Fig. 3 einen Querschnitt gemäss der Linie <I>B -B</I> der Fig.1 und Fig. 4 den Grundriss eines dreifachen Ab zweigstückes.
Das geschweisste, in bezug auf die Längs- mittelebene E-E synimetriseh gestaltete Ho senrohr mit zwei Abzweigungen nach den Fig.l bis 3 hat ein Verteilrohr 1 und ein zwischen dem Ende desselben und den beiden Abzweigungen eingeschweisstes Zwischenstück 2.
Dieses Zwischenstück 2 vermittelt den V\ber- gang von dem runden Endquerschnitt 3 des Verteilrohres 1 in der Ebene A-A zu dem elliptischen Querschnitt 4 (auch Korbbogen oder ähnliche Querschnittsform) der beiden Abzweigungen in der Ebene .B B. Durch die beschriebene Formgebung werden die ZVasser- stromfäden, schon bevor sie die eigentlichen Abzweige erreichen, in die Abzweigrichtungen abgelenkt, ohne da.ss sich die mittlere Fliess geschwindigkeit wesentlich ändert.
Im Bereich der Ebene des Querschnittes 4 ist das Hosenrohr 1 mit einem Versteifungs ring 9 versehen. Dieser ist in statisch-kon- struktiver und fertigungstechnischer Hinsicht bei der vorliegenden Konstruktion als ebenes Tragelement ohne Knick ausgebildet. Dieser elliptische Ring 9 dient einerseits als Auf lager für den aus einem bogenförmigen Blech gebildeten Nahtträger 12 und anderseits-als Versteifungsträger für das durch Biegespan- nungen beansphiehte Zwischenstück z.
Bei dem Beispiel nach Fig. 4, das drei Abzwei gungen aufweist, ist das Zwischenstück, um es - mit Rüeksieht auf die Biegespannun gen - nicht zu dickwandig ausbilden zu müs sen, durch zusätzliche kleinere Versteifungs ringe 13 verstärkt, die dazu benutzt werden können, den Versteifungsring 9a zu entlasten, wodurch gleichzeitig eine gewisse Randein- spannung für die Nahtträger erzielt werden kann.
Das Dreifaehverteilerstüek nach Fig.4 weist. in Abänderung der Gestaltung des ein fachen Hosenrohres 1 (Fig. 1, 2, 3) einen Ver steifungsring 9a mit von ihm gestützten, aus zwei aufeinanderliegen.den bogenförmigen Ble- ehen gebildeten Nahtträgern 1-4 auf. Die ge nannten Ringe 1.3, 14 können bei einbetonier ten Konstruktionen die Funktion der Fest punkt-Verankerungsringe mit übernehmen.
Die abzweigenden Rohre sind bei beiden Ausführungsbeispielen gerade Kegel oder ge rade Zylinderschüsse, die nur durch eindeu tig bestimmbare Membrankräfte beansprucht werden und deshalb genau diinensioniert wer den können und keinerlei Verstärkungskon struktion bedürfen.
Die sekundären Biegemomente und Quer kräfte, die an allen Nahtstellen zusammen gesetzter Konstruktionen auftreten, so zum Beispiel auch bei normalen Krümmern usw., sind im allgemeinen vernachlässigbar klein. Am Zwisehenstilek 2 werden die Abzweig rohre im Normalfall eines einfachen Hosen rohres jeweils durch halbe Ellipsen begrenzt.
Bei grösseren Abmessungen können zwischen die Ellipsenabsehnitte noch kleine gerade Stücke eingeschaltet werden, die beispiels weise die Gurte des Nahtträgers 1.2 bilden können, oder bei Dreifaehverteilern (Fig.4) einen Längsstoss 15 aus Blech oder Flacheisen für Lasehennietung auf der Baustelle ermög lichen.
Das Zwisehenstüek 2 bildet eine abwickel- ba.re Fläche und wird am zweckmässigsten nach dem sogenannten Dreieekverfahren auf der Bleclibiegewalze hergestellt. Das minde stens annähernd elliptische Ende wird hier- bei sehr genau aus mehreren Korbbögen zu sammengesetzt.