CH318827A - Treibgas erzeugende Ladung - Google Patents

Treibgas erzeugende Ladung

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CH318827A
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Woolgar Jarvis Frank
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Ici Ltd
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06BEXPLOSIVES OR THERMIC COMPOSITIONS; MANUFACTURE THEREOF; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS EXPLOSIVES
    • C06B45/00Compositions or products which are defined by structure or arrangement of component of product
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06DMEANS FOR GENERATING SMOKE OR MIST; GAS-ATTACK COMPOSITIONS; GENERATION OF GAS FOR BLASTING OR PROPULSION (CHEMICAL PART)
    • C06D5/00Generation of pressure gas, e.g. for blasting cartridges, starting cartridges, rockets
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F42AMMUNITION; BLASTING
    • F42BEXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
    • F42B3/00Blasting cartridges, i.e. case and explosive
    • F42B3/04Blasting cartridges, i.e. case and explosive for producing gas under pressure

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Description


  Treibgas erzeugende Ladung    Die vorliegende     Erfindung    bezieht     sich    auf  verbesserte Ladungen für     die        Erzeugtmg    von  Treibgasen zum Antreiben von mechanischen  Vorrichtungen, wobei ein     mit    einer kon  stanten Strömungsgeschwindigkeit fliessender  Strom von Gasen während der Zeit, in der sie  wirksam sind, sich entspannt und beispiels  weise dazu dient, eine     Anlassvoirichtung    zu  treiben, bei der die Gase auf die Schaufeln  einer Turbine treffen.

   Die Erfindung ist be  sonders anwendbar,     wenn    es erwünscht ist,  dass die Erzeugung des gesamten Gasstromes,  der durch die Ladung in einer Patrone gebil  det wird, nicht mehr als eine geringe Anzahl  von     .Sekunden    dauert.  



  Bei Patronen zur Betätigung von mecha  nischen     Vorrichtungen    der beschriebenen Art  besteht die Ladung üblicherweise aus     einem     massiven Körper, der aus     einer    praktisch       aschelos    verbrennenden kolloidalen     Nitrocellu-          losemischung    gepresst ist, die nach     Zündung     von selber abbrennt und die ohne Anwendung  eines flüchtigen Lösungsmittels hergestellt ist,  wobei     diesellischung        ge-#vöhnliehNitroglycerin     und Hemmittel von organischer Natur ent  hält.

   Die in der Patrone enthaltene Ladung  und die Zündmittel für diese werden in einem  Verschluss abgebrannt, der an der     entspre-          ehenden    mechanischen     Vorrichtung    vorgese  hen ist.  



  Kolloidale     Nitrocellulosemischungen    bren  nen nur bei Drücken befriedigend ab, welche  wesentlich höher sind als diejenigen, mit denen    die mechanischen Vorrichtungen der beschrie  benen Art     gewöhnlich    betrieben werden, und  demgemäss ist es im allgemeinen üblich, in der  Vorrichtung ein     Druckregelventil    vorzusehen,  durch das die aus der     Patrone    kommenden  Gase hindurchgehen.  



  Selbst wenn ein     derartiges    Ventil vorge  sehen ist, ist es für die wirtschaftlichste Ar  beitsweise der mechanischen Vorrichtung     wün-          schensw        ert,    dass der in dem     Verbrennungsraum     auf der Hochdruckseite des Ventils     entwik-          kelte    Druck schnell auf     einen    Arbeitsdruck  ansteigt und auf diesem stehenbleibt, so dass  die Ladung in     befriedigender        Weise        abbrennt.     Dieser Arbeitsdruck auf der     Hochdruckseite     des Ventils kann ein solcher sein,

   wie er für  den Betrieb der     entsprechenden        mechanischen     Vorrichtung vorgeschrieben ist.  



  Zweck der     Erfindung    ist nunmehr, eine  Ladung vorzuschlagen, welche eine konstante       Abbrennobeilläche    für den     grössten    Teil der       Abbrennzeit    besitzt.  



  Eine     ringförmige,    Ladung aus einer bei  einem gewünschten     Druck    selbstbrennenden       Nitrocellulosemise'hung    besitzt, wenn man ihre  äussere Oberfläche vor dem Abbrennen schützt,  eine längere     Abbrennzeit    im Vergleich zu einer       inngeschützten    Ladung, die aus einem mit meh  reren     Bohrungen    versehenen Zylinder besteht,  obwohl diese beiden Ladungen "eine grösser  werdende     Abbrennoberfläche        aufweisen,

      im  Gegensatz zu der abnehmenden Abbrennober-           fläehe        einer    nicht     geschützten    ringförmigen  Ladung.  



  Es ist nun erkannt worden, dass durch die       Einführung        einer        Ausgleichsladung,    welche  eine     kleiner    werdende     Abbrennoberfläehe    be  sitzt, es möglich ist, die grösser werdende     Ab-          brennoberfläche    einer geschützten ringförmi  gen Ladung auszugleichen     und    so eine zusam  mengesetzte Ladung zu schaffen, welche eine  konstante     Abbrennoberfläehe    für den     grössten     Teil ihrer     Abbrennzeit    besitzt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft     nun-          mehr    eine Treibgas erzeugende Ladung von  grösserer Länge als     Durchmesser,    welche beim  Abbrennen für den     grössten    Teil ihrer     Ab-          brennzeit        einen    konstanten Druck entwickelt.  Die     Erfindung    besteht darin, dass     die    Ladung  aus mehreren Formstücken besteht,     die    derart  beschaffen sind, dass die der     Abbrennimg    die  nende Oberfläche während fast des ganzen       Abbrennvorganges    konstant ist.  



  Die Formstücke können     !hierbei    aus einem  zylindrischen Hohlkörper bestehen, dessen  Aussenseite gegen     ein        Abbrennen    geschützt  ist, und mindestens einem     zylindrischen    Kern  stück. Diese     Formstücke,    das heisst der zylin  drische Hohlkörper und der oder die zylin  drischen Kernstücke, können     aus    einer bei  bestimmtem Druck von selber abbrennenden       Nitrocellulosemischung    zusammengesetzt sein.  



  Die Herstellung     dieser    Formstücke erfolgt       zweckmässigerweise    derart, dass die entspre  chende     Nitrocelhilosemischung    ausgepresst und       dann    in entsprechende Längen zerschnitten  wird. Die Zusammensetzung des zylindrischen       Hohlkörpera    und der Kernstücke kann die  gleiche sein     und    aus einer     schneller    oder lang  samer abbrennenden kolloidalen     Nitrocellu-          losemischimg        bestehen.    Die Zeit der Verbren  nung dieser Formstücke hängt von dem       Durchmesser    und der Art ihrer Zusammen  setzung ab.  



  Die die Ausgleichsladung oder     -ladimgen     darstellenden Formstücke befinden     sich    bei  spielsweise an der ringförmigen Endfläche der       hohlzylindrischen    Ladung, und sie sind gege  benenfalls an dieser durch     Ankleben        fest.    an  gebracht. Die andere     ringförmige    Endfläche    der     Flohlzylinderladung        liegt.    frei, so dass diese  bei der Zündung abbrennen kann.

   Der zur  Verbindung der     Kernstücke    an dem Hohl  zylinder durch Ankleben verwendete Kleb  stoff besteht     zweckmässig    aus einer entspre  chenden Lösung der     Nitrocellulosemischung    in  einem Lösungsmittel.  



  Der Schutz der     äussern        Zylinderfläehe    des  Hohlzylinders gegen Abbrennen     erfolgt    bei  spielsweise durch eine sich     überlappende,     schraubenlinienförmig angebrachte Aufwick  lung aus Isolierband. Es können     selbstve^-          ständlich    für diesen     Zweek    auch entspre  chende     -VVickelbänder    aus     Celluloseacetat    oder  andern Kunststoffen angewandt werden. Es  kann auch eine Hülle aus einem weichen,       gummiartigen    Material über die zu schützende  Oberfläche gestülpt werden.

   Hierbei ist darauf  zu achten, dass durch diese     Umwieklung    oder  die Hülle eine genügende,     dauernde    Haftung  an der äussern     Zylinderoberfläche    stattfindet  und die Umhüllung eine genügende Stärke be  sitzt, so dass die Hülle     wirksam    verhindert,  dass die äussere     zylindrische    Oberfläche des  hohlzylindrischen Teils der Ladung während  der     Abbrennzeit    derselben entzündet wird.

       Ge-          gebenenfalls    kann auch in diesem Fall ein  Klebstoff angewandt werden, um zu bewirken,  dass eine sichere     Haftung    der Umhüllung her  beigeführt     wird.     



  Auf der Zeichnung ist eine     beispielsweise          Ausführungsform    einer Treibgas erzeugenden  Ladung gemäss der Erfindung dargestellt,  und zwar zeigt       Fig.l    einen     Axialschnitt.    durch eine Pa  trone mit der Ladung     imd          Fig.    2 einen Schnitt auf der Linie     A--1     der     Fig.    1 in Richtung der Pfeile gesehen.  Wie     sich    aus     Fig.    1 ergibt, besteht die Pa  tronenhülse aus einem verhältnismässig star  ken.

   Boden 1, der einen     Randflansch        besitzt,     und aus einer etwas nach oben hin in der  Stärke abnehmenden zylindrischen Wandung  2.     Diese    Hülse     ist.    zweckmässig aus Messing  hergestellt.  



  Der     Bodenflansch    ermöglicht das Halten  der Patrone in einem Verschluss     einer        Anlass-          vorrichtung,    bei der die     aus    der Patrone er-      zeugten Gase auf die Schaufeln einer Turbine  treffen, wobei     zwischen    dem     Verschluss    und  der Turbinenkammer zweckmässig ein Druck  regelventil vorgesehen     ist.    An der     Innenseite     des Bodens der     Patronenhülse    ist ein Zünder  gehäuse 3     eingepresst,    das einen     elektrischen     Zünder 4 enthält,

   der mit feinkörnigem  Schwarzpulver gefüllt ist, welches durch eine  dünne,     erbbrennbare    Scheibe 10 an seiner Stelle  gehalten wird. Ein ringförmiger Teil 7 einer  aus Formstücken     zusammengesetzten        Ladung     besteht aus einer     praktisch        asehefrei    abbren  nenden Masse, die     hauptsächlich    aus     Nitro-          cellulose    und Nitroglycerin mit kleinen An  teilen an     Dibutylphthalat,        Diäthyldiphenyl-          harnstoff,Vaseline    und     Kaliumnitrat    besteht.

    Diese ringförmige Ladung besitzt eine wesent  lich, grössere Länge als     Ringstärke,    und säe ist  mit einer an ihr haftenden Umhüllung 8 aus  Isolierband oder dergleichen versehen, das in  schraubenlinienförmigen     Windungen    überlap  pend an der äussern     zylindrischen    Oberfläche  angebracht ist und die ein Abbrennen der La  dung an der äussern Zylinderfläche verhin  dert.

   An der untern Fläche des     ringförmigen     Teils 7 sind vier     Vollzylinder    oder     Kernstücke     9 angeklebt, die     sämtlich    die gleiche Länge  besitzen und die aus einer Masse     ausgepresst     sind, welche die gleiche     Zusammensetzung    wie  der ringförmige 'Teil 7 der Ladung besitzt.

    Das Verhältnis der Stärke des Ringes der La  dung 7 zum Durchmesser der zylindrischen  Teile 9, deren     Anordnung    am     besten    aus       Fig.    2 zu ersehen     ist,    ist derart, dass die zylin  drischen Teile 9 so lange     abbrennen,    bis die  pro Zeiteinheit     erzeugte        Gasmenge    aus der       innern    Ringoberfläche und den Endober  flächen der Hauptladung nicht mehr grösser  wird.

   Die Länge jedes     zylindrischen    Teils 9  ist grösser als der Radius     desselben    und wird  durch die Menge des zusätzlichen Gases be  stimmt, das erforderlich ist,     -um    die anfäng  lich     erzeugte    Gasmenge aus den erwähnten  Oberflächen bis atü eine Höhe     mz        steigern,    die  der maximal erzeugten Gasmenge aus     diesem     Teil der Ladung entspricht.  



  Der Klebstoff, der dazu verwendet wird,  die zylindrischen Teile 9 an dem ringförmigen    Teil 7 anzukleben,     besteht        zweckmässig    aus  einer Lösung der Ladungsmasse in einem       flüchtigen        Lösungsmittel,    wie Aceton. Die       Klebstoffsehicht    an sich ist. auf der Zeichnung  nicht dargestellt.  



  Ein     Musselinbeutel    6 enthält eine Zünd  ladung aus Schwarzpulver,     dessen    Korn grö  ber ist als das des in dem Zünder 4 vorhan  denen Schwarzpulvers. Dieser Beutel 6 ist  an der Unterseite des     ringförmigen        Teils    7  angeklebt,     und    zwar an den Zwischenräumen  zwischen den     zylindrischen        Teilen    9. .  



  An der Oberseite des     ringförmigen        Teils     7 befindet, sich ein Deckel 11 aus     Cellulo        e-          acetat,        Celluloid    oder einem ähnlichen leicht  zerstörbaren Material. Der :im     Innern    der  ringförmigen Ladung 7     befindliche    zylindri  sche Raum 13 bildet einen     axialen.    Zylinder,  durch den die erzeugten Gase beim Abbren  nen der     Ladung    austreten.

   Der Deckel- 11  kann eingeschnitten oder in     andererWeise    ört  lich geschwächt sein, um die     Zerstörung    des  selben zu unterstützen. Der Rand des Gehäu  ses 2 ist bei 12 über den Deckel 11 nach innen  umgebogen, so dass auf     diese    Weise die Pa  trone abgeschlossen wird. Für gewöhnlich     wird     die Patrone für den Transport durch Über  stülpen eines Deckels geschützt, der entfernt  wird, bevor die Patrone in den Verschluss für  den Gebrauch     eingesetzt    wird.  



  Wenn die Patrone in den Verschluss     einge-          setzt        und    dieser verschlossen worden     ist.,        wird     der elektrische Zünder gezündet, so dass das in  dem     Zünder    4 enthaltene     Schwarzpulver    ab  brennt     und    die Scheibe 10 durchbrennt. In  folge der verschlossenen Unterbringung des  Schwarzpulvers in dem Zünder     wird    dieses  gezündet, ausgestossen, so dass es gegen den       Musselinbeutel    6 trifft und das in ihm ent  haltene Schwarzpulver ebenfalls gezündet  wird.

   Durch die Zündung dieser Schwarz  pulverladung 6     erfolgt    auch die     Zündung     der freiliegenden     Oberflächen    der Hauptla  dung in     unmittelbarer    Nachbarschaft der  Zündladung 6,     was    eine Zündung der ge  samten     freiliegenden    Oberflächen der Haupt  ladung zur Folge hat, wodurch auch der  Deckel 11 durchgebrannt und zerstört     wird.         Nachdem auf diese Weise der Deckel 11       zerstört    worden ist,

       wird    die Ladung in der  Hülse durch die     Umbördelung    bei 12 und  durch die Reibung der Umhüllung  &  gegen  die     Wandiuig    2 der     Hülse    zurückgehalten. Die       abbrennende    Oberfläche der Ladung     besteht          aus    der     innern        zylindrischen    Oberfläche des  Raumes 13, der     ringförmigen        Endfläche    des       Teils-7    der     Ladung,

      der Bodenfläche     dieses     Teils der Ladung und den     zylindrischen    Flä  chen     und    den     rückwärtigen        Endflächen    der,       zylindrischen    Teile 9 der Ladung.

       Wenn    das       Abbrennen    fortschreitet,     wird    die Oberfläche  des     ringförmigen    Teils der     Ladung        grösser,     solange die Zunahme der     zylnndrisehen        Ober-          fläche    des     ringförmigen    Raumes 13, grösser ist  als die Abnahme der beiden Endflächen.

   An  derseits nehmen die     zylindrischen        Oberflächen     der     zylindrischen        'Teile    9 ab, so dass eine     Aus-          gleichwirkung    entsteht, wodurch     die    totale       Abbrennoberfläehe    bis die     zylindrischen    Teile  9     abgebrannt        sind        annähernd    konstant bleibt.

Claims (1)

  1. P'ATEIKTANSPRUCH Treibgas erzeugende Ladung von grösserer Länge als Durchmesser, welche beim Abbren nen für den grössten Teil ihrer Abbrennzeit einen konstanten Druck entwickelt, dadurch gekennzeichnet., dass die Ladung aus mehreren Formstücken besteht, die derart beschaffen sind, dass die der Abbrennung dienende Ober fläche während fast des ganzen Abbrennvor- ganges konstant ist.
    UNTERANSPRUCH Ladung nach Patentanspruch, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Formstücke aus einem zylindrischen Hohlkörper, dessen Aussenseite gegen ein Abbrennen geschützt ist, und min destens einem zylindrischen Kernstück beste hen, wobei die Formstücke aus bei bestimmtem Druck von selber abbrennenden Nitrocellulose- massen zusammengesetzt sind.
CH318827D 1953-08-04 1953-08-04 Treibgas erzeugende Ladung CH318827A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0585612A3 (de) * 1992-08-28 1994-04-27 Hs Tech & Design

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