CH318904A - Verfahren zur Herstellung von Metallen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von MetallenInfo
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Description
Verfahren zur Herstellung von Metallen Das vorliegende Verfahren bezieht sich auf die Herstellung von Metallen durch Reduk tion ihrer oxydisehen Erze und kennzeichnet sieh dadurch, dass man die gepulverten Erze im Schwebezustand mit reduzierenden Gasen behandelt.
Es ist bekannt, dass man oxydische Erze, wie Hämatit, AIagnetit usw., zu Metall redu zieren kann, wenn man sie mit. reduzierenden Gasen, wie Wasserstoff, Kohlenwasserstoff- verbindungen, z. B. Methan und seinen Homo logen, Äthylen und seinen Homologen, mit Kohlenoxyd sowie mit Mischungen dieser Gase behandelt.
Die reduzierenden Gase können dabei sowohl aus natürlichen Quellen entnom- men werden, beispielsweise aus l#Taturgas, oder sie können aus chemischen Reaktionen stam men, wie aus den Gasen der Erdölbearbeitung, oder sie können auch auf künstlichem Weg hergestellt sein, wie z. B. Wassergas.
Wenn man als reduzierendes Gas Wasser stoff verwendet, lä.sst sich die Reduktion von Eisenoxyd, dem Hauptbestandteil der Eisen erze, folgendermassen darstellen: 4 Fe.@03 + 12H2 = 8 Fe + 12 H20 - 86,8 kal. Benutzt man dagegen Methan als reduzie rendes Gas, so ergibt sich die nachstehende Gleichung 4 Fe20@ + 3 CH." = 8 Fe + 3 C02 -'- 6<U>11,0</U> -''04,7 kal. In den beiden genannten Fällen ist die Reaktion endotherm, sie ist also wärmever brauchend.
Im Gegensatz dazu verläuft die Reaktion mit Kohlenoxyd wärmeerzeugend, die Reak tion ist also exotherm. Sie lässt sich durch tolgencle Gleichung darstellen: -1 Fe20,;
+ 7 2 CO = 8 Fe + 12 C02 + 36,8 kal. In den beiden ersten Fällen muss man da lier dem System zusätzliche Wärme hinzu- Fiigen. um den Reaktionsverlauf zu ermög- liehen. Dagegen wird im letzten Fall ein übersehuss an Wärme erzeugt, so dass die ein- inal in Gang gesetzte Reaktion auch ohne äussere Wärmezufuhr weiterläuft.
Durch ge- eignete Mischung der genannten Gase ist es möglich, einen wärmeneutralen Verlauf der Reduktion zu erzielen. Theoretisch lässt sich berechnen, dass beispielsweise bei einer Mi- schung von Wasserstoff und Kohlenoxyd im Volumenverhältnis von etwa 30:70<B>(1:2,33)</B> keine Wärme verbraucht oder erzeugt wird. Bei der technischen Durchführung des Ver fahrens liegt dieses Verhältnis etwa bei 1 :4, weil die unvermeidlichen Wärmeverluste einer technischen Anlage dauernd ersetzt. werden müssen.
Die oben beschriebenen Reaktionen haben gemeinsam, dass sie ein heterogenes System bilden und die Reaktion daher an der Phasen grenze verläuft. Der Zeitablauf der Reaktion wird durch die Temperatur und die Berüh rungsdauer der aufeinander einwirkenden Stoffe bestimmt und ist infolgedessen von der spezifischen Oberfläche des festen Körpers, das heisst vom Verhältnis der Oberfläche zur Masse, abhängig. Von zwei Körpern mit der selben Masse reagiert derjenige mit. der grö sseren Oberfläche rascher.
Das vorliegende Verfahren setzt sich zum Ziel, die Oberfläche der zu reduzierenden Oxyde und die Intensität der Berührung mit dem reduzierenden Gas so zu erhöhen, dass die Reduktionsgeschwindigkeit und der Re duktionsgrad sehr erheblich gesteigert wer den.
Zur Erreichung dieses Ziels werden die Metalloxyde vor Einführung in den Reak tionsraum gepulvert. Man kann dabei von natürlich vorkommenden Erzen oder künstlich angereicherten Konzentraten ausgehen. Durch die Pulverisierung wird die reagierende Ober fläche sehr stark vergrössert. Das Verfahren nutzt nun die vergrösserte Oberfläche dadurch aus, dass die gepulverten Erze im Schwebe zustand mit dem reduzierenden Gas behandelt werden. Dadurch wird die Intensität der Wechselwirkung des reduzierenden Gases und des Oxydes ganz erheblich gesteigert.
Es ist vorteilhaft, das gepulverte Metall oxyd vor dem Eintritt in den Reaktionsraum zu erhitzen. Zweckmässig kann man das redu zierende Gas gleichfalls erhitzen, bevor es in den Reaktionsraum gelangt. Eine günstige Ausführungsform besteht darin, dass man das vorerhitzte Pulver des 3tetalloxydes mit gleichfalls v orerhitztem, reduzierendem Gas in den Reaktionsraum einbläst, den man vor Beginn der Reaktion entsprechend erwärmt hat.
Vorzugsweise kann man das vorerhitzte lletalloxydpulver und das reduzierende Gas im Gegenstrom in den Reaktionsraum einfüh ren, um auf diese Weise die Erze im Schwebe zustand zu erhalten. Das Reduktionsgas wird dabei vorteilhaft unter Druck in den Reak tionsraum eingeblasen. Eine Übersicht über die einzelnen Stufen, welche man zweckmässig bei der Behandlung der Erze im Sinne des vorliegenden Verfahrens einhalten kann, gibt. die nachstehende Zusammenstellung. Die Stu fen sind: 1. Die Zerkleinerung der Oxyde.
2. Das Pulverisieren der zerkleinerten Oxyde, welches vorteilhaft mit Entwässern und mit dem Sichten verbunden wird.
3. Das Einführen der gepulverten Oxyde in den Reaktionsraum und die Reduzierung. Das Sammeln und Transportieren des gewonnenen Metallpulvers.
5. Die Brikettierung des -Metallpulvers mit gleichzeitiger oder anschliessender Sinterung. Das Zerkleinern der Oxyde wird zweck mässig mit den bekannten Zerkleinerungs maschinen durchgeführt.
In geeigneten --,NTühlen werden die zerklei nerten Oxyde gepulvert.. Da es vorteilhaft ist, Für die Behandlung der Erze im Sehwehe iustand ein feines Pulver zu verwenden, kann man das anfallende Mahlgut einer Windsich tung unterwerfen. Zu dieser Windsichtung benutzt man vorzugsweise das reduzierende Gas, mit welchem später die Reaktion vor genommen werden soll.
Es hat sich als zweckmässig erwiesen, mit der Windsichtung auch eine Entwässerung der Erze zu verbinden. Diese Entwässerunn besteht nicht nur darin, das Wasser aus dem Erzpulver auszutreiben, sondern sie wird vor teilhaft so weit getrieben, dass auch etwa kol- loicla.l gebundenes Wasser, welches häufig in Eisenerzen vorkommt, durch Zerstörung der Kolloide ausgetrieben wird.
Die Entwässerung lässt sich leicht errei- chen.wenn man zur Sichtung des Erzpulvers, wie es beim Austritt aus der Mühle erhalten wird, mit heissen reduzierenden Gasen behan delt. Man kann zur Sichtung und Entwässe rung des 0x7 dpulvers auch Luft. benutzen.
Das gröbere Pulver, welches bei der Wind- sichtung zurückbleibt, wird vorteilhaft -,wieder in die Mühle zurückgeführt.
Das gewonnene Oxy dpulver kann man kalt in den Reaktionsraum einführen. Es ist aber vorteilhaft, das Pulver vor dem Eintritt in den Reaktionsraum zu erhitzen. Das Oxyd kann beispielsweise in einem zylindrischen Ofenraum durch sein Eigengewicht nach ab wärts sinken, wobei man die erhitzten Reduk tionsgase dem Staubfall entgegenbläst. Vor teilhaft ist es jedoch, das Oxydpulver durch erhitzte Reduktionsgase einzublasen. Man kann dabei so vorgehen, dass man das Oxyd entgegen der Richtung der Schwerkraft von unten nach oben in den Reaktionsraum ein bläst und es dort durch die von unten ein- @eblasenen Reduktionsgase in Schwebe hält.
F;ine gute Durehwirbelung der Oxyde lässt sich dadurch erreichen, dass man dieselben tangential in den Reaktionsraum einführt und mit. Hilfe der Zentrifugalkraft eine innige hurehwirbelung erzeugt.
Man kann die Reaktion sowohl in verti kalen als auch in horizontalen oder schräg liegenden Öfen durchführen. Mit Vorteil wer den bewegliche, insbesondere rotierende Öfen, benutzt. Für den Fall, dass das Reduktions gas eine endotherme Reaktion hervorruft, ist eine Zusatzheizung notwendig. Dabei kann die Wärmezufuhr sowohl durch direkte als auch durch indirekte Heizung oder durch eine Kombination beider Systeme erfolgen. Vorteil haft ist es, die erforderliche Wärme auf elek trischem Weg zuzuführen. Man kann diese Wärme aber auch durch Verbrennung von Gas oder flüssigen bzw. festen Brennstoffen erhalten.
Das bei der Reaktion erzeugte 1letallpul- ver kann dadurch gewonnen werden, dass man in den Weg der Abgase Stoffflächen einbaut. Die Hauptmenge des Metallpulvers sammelt sieh beim Vertikalofen in dem konisch aus gebildeten Boden. Bei horizontalen oder schräggestellten Öfen wird vorteilhaft am Ende des Ofens ein Abscheider vorgesehen.
Man kann mit Vorteil elektrostatische Staubabseheidung benutzen.
Das gewonnene Metallpulver wird zweck mässig brikettiert. Die Brikettierung kann vorteilhaft in heissem Zustand vorgenommen werden, wobei man die Behandlung des Me tallpulvers und seine Abkühlung unter Schutz gas vor sich gehen lässt. Die Briketts können zweckmässig gleichzeitig mit der Verpressinmg oder nachher gesintert werden, wobei man mit Vorteil elektrische Heizung, insbesondere Hochfrequenzheizung, benutzt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Metallen durch Reduktion ihrer oxydischen Erze, da durch gekennzeichnet, dass man die gepulver- ten Erze im Schw ebezustand mit reduzieren den Gasen behandelt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die gepulver- ten Erze erhitzt, bevor sie in die Reaktions zone eintreten. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die reduzie renden Gase erhitzt, bevor sie in die Reak tionszone eintreten. 3.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als reduzie rendes Gas Wasserstoff benutzt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als reduzie rendes Gas 1Tethan benutzt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als reduzie rendes Gas Kohlenoxyd benutzt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 5, dadurch gekenn zeichnet, dass man als reduzierendes Gas eine Mischung von Wasserstoff und Kohlenoxyd benutzt. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3, 5 und 6, dadurch gekenn zeichnet, da.ss man solche Mischungen verwen det, die einen wärmeneutralen Reaktionsver lauf ergeben. B.Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 5 bis 7, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein Gemisch von Was serstoff und Kohlenoxyd im Verhältnis 1 :4 benutzt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die gepulver- ten Erze und das reduzierende Gas im Gegen strom, aufeinander einwirken lässt. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man die gepulver- ten Erze mit v orerhitzten Gasen in den Reak tionsraum einbläst. 11.Verfahren nach Patentansprueli, da durch gekennzeichnet, dass man die gepulver ten Erze vor der Einführung in den Reak tionsraum entwässert. 12. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die gepulver- ten Erze tangential in den Reaktionsraum ein führt und dadurch im Reaktionsraum Wirbel erzeugt. 13.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das erhaltene Metallpulver heiss verpresst. 1.4. Verfahren nach Patentansprueli und Unteranspruch 1.3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Metallpulver sintert. 15. Verfahren nach Patentansprueb und LTnteransprüehen 13 und 14, dadurch gekenn zeichnet, dass man die Sinterung mit 1=Ioeh- frequenzheizun@ durehfülirt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH318904T | 1953-02-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH318904A true CH318904A (de) | 1957-01-31 |
Family
ID=4497405
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH318904D CH318904A (de) | 1953-02-23 | 1953-02-23 | Verfahren zur Herstellung von Metallen |
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| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH318904A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0673681A1 (de) * | 1994-03-24 | 1995-09-27 | VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH (HRB 6375) | Verfahren zum Aufbereiten von Feinerz |
-
1953
- 1953-02-23 CH CH318904D patent/CH318904A/de unknown
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0673681A1 (de) * | 1994-03-24 | 1995-09-27 | VOEST-ALPINE Industrieanlagenbau GmbH (HRB 6375) | Verfahren zum Aufbereiten von Feinerz |
| AT400578B (de) * | 1994-03-24 | 1996-01-25 | Voest Alpine Ind Anlagen | Verfahren zum aufbereiten von feinerz |
| US5676734A (en) * | 1994-03-24 | 1997-10-14 | Voest-Alpine Industrieanlagenbau Gmbh | Method of treating fine ore |
| RU2121516C1 (ru) * | 1994-03-24 | 1998-11-10 | Фоест-Альпине Индустрианлагенбау ГмбХ | Способ обработки мелкоизмельченной руды и установка для его осуществления |
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