Weiche mit elektrischer Schalteinrichtung für elektrische Spielzeugbahnen Es ist schon eine Weiche für elektrische Spielzeugbahnen vorgeschlagen worden, deren G leisstränge je zwei stromführende Schienen aufweisen und die derart ausgebildet ist, dass jeweils nur die Schienen des auf Durchfahrt eingestellten Gleisstranges Strom unterschied- licler Polarität, dagegen die Schienen des andern Gleisstranges Strom gleicher Polarität führen, wobei das Weiehenherzstück über einen mit dem Weiehenverstellhebel gekoppel ten Schalter wechselweise an die Aussen schienen des einen oder des andern Gleisstran ges anschliessbar ist und die benachbarten Innensehienen der beiden Gleisstränge im Ab stand von ihrer Verbindungsstelle unterbro chen sind.
Diese bekannte W eiche ist in Fig. 1 dar gestellt. Sie besteht aus dem Gleisstrang α für Geradeausfahrt, dem Gleisstrang b für Seitenfahrt, dem Weichenherz c und dem ver- stellbaren W eiehenzungenpaar d. An sie schliessen links das Gleisstück e und rechts die Gleisstücke f und g der übrigen Gleisanlage an.
Zwischen die Stränge a. und b der Weiche und die Gleisstücke f und q der übrigen Gleis anlag e sind jedoch kurze, nicht stromführende Schienenstücke h und i eingesetzt, deren Schie nen also gegenüber den Anschlusssehienen isoliert sind: Die Einsatzschienen h und i sind so kurz gehalten, dass der Abstand zweier Rad- nehsen des stromaufnehmenden Fahrzeuges grösser ist, mithin die Stromaufnahme dieses Fahrzeuges durch die Einsatzschienen prak tisch nicht unterbrochen wird.
Die Weiche ist, was ihre Innen- und Aussenschienen anlangt, so in den Stromkreis geschaltet, dass stets nur die Schienen des eingestellten Gleisstranges Strom unterschied licher Polarität führen, die Schienen des an dern Gleisstranges jedoch so umgepolt werden, dass sie Strom gleicher Polarität aufweisen. Es ist deshalb das Weichenherz c mittels der Leitung k leitend mit den beiden Innenschie nen a1 und b1 verbunden. Die Aussenschienen a2 und b2 sind durch die Leitungen<I>l</I> und m an die Kontakte n und o angeschlossen.
Mit diesen Kontakten kommt der Verstellhebel p des Weiehenzungenpaares d, das in q schwenk bar gelagert ist, wechselweise zur Berührung. Dabei sorgt ein als Schleifkontakt dienender Nocken r für dauernde Stromverbindung zwi schen dem Weichenzungenpaar d und dem Weichenherz c.
Ist die Weiche gemäss Fig. 1 auf Gerade ausfahrt eingestellt, so führen die Schienen i und a., des Gleisstranges a ebenso wie die Ansehlussschiene f Strom unterschiedlicher Polarität. Da die Aussenschiene b2 des Gleis stranges b über die Leitung in, den Kontakt o, den Hebel p und das Weichenherz c mit der Innenschiene b1 dieses Gleisstranges bei die ser Weichenstellung verbunden ist, so führen beide Schienen des Gleisstranges b Strom gleicher Polarität. Es kann auf diesem Gleis- Strang also kein Zug fahren.
Das Einsatz- gleisstiiek i verhindert, dass auch die Schie nen des Ansehlussgleises g unter gleiche Polari tät gelangen.
Bei einer solchen Weiele kann es sieh er eignen, dass der Zug auf dem gesperrten Gleisstrang so zum Halten kommt, dass der Triebwagen, z. B. die Lokomotive, die Unter brechungsstellen der betreffenden Innen schiene überbrückt, also einen Kurzschluss verursacht, der namentlich für den Transfor mator unangenehme Folgen haben kann.
Um hier abzuhelfen und eine solche Kurz- sehlussgefahr hintanzuhalten, ist schon vor geschlagen worden, die Innenschienen der beiden Gleisstränge im erforderlichen Ab stand von den Unterbrechungsstellen noch- nals zu unterbrechen und die derart ge bildeten isolierten Zwischenstücke der Innen schienen mittels eines Schalterkontaktes an- und abschaltbar auszubilden. Es sind also die Unterbreechungsstellen je nach Bedarf elek trisch überbrückbar.
Eine solche Weiche ist in Fig. 2 wieder gegeben. Sie besteht im wesentlichen aus dem gemeinsamen Anschlussgleisstrang 1 und den beiden Abzweiggleissträngen 2 und 3 sowie dem Herzstück 4, das in 5 schwenkbar ge lagert ist. Die beiden Innenschienen 6 und 7 der Gleisstränge 2 und 3 sind bei 8 bzw. 9 unterbrochen. Die Stromversorgung des Herz stückes 4 erfolgt nicht über die Berührungs stellen 10 und 11, sondern mittels des Schal ters 12, dessen Kontakte 13 und 14 durch die Leitungen 15 und 16 an die Aussenschienen 17 und 18 der beiden Gleisstränge 2 und 3 an geschlossen sind.
Die Innenschienen 6 und 7 besitzen in aus reichendem Abstand je eine weitere Unter brechungsstelle 19 und 20. Es sind dadurch bei jeder Innenschiene stromlose Zwischen stücke 21 und 22 gebildet, die so lang gewählt werden, dass die Vorderräder des Triebwagen die Stellen 8 bzw. 9 nicht überrollen können, bevor seine Hinterräder die Stellen 19 bzw. 20 erreichen.
Es kann nun, da die nicht auf Durch- 2 ahnt eingestellte Weichenzunge das umge- kehrte Potential der Fahrspannung der zu gehörigen Anlageschiene führt, vorkommen, dass die metallischen Räder der Lokomotive oder deren Sehleifer einen Kurzschluss hervor rufen. Deshalb geht die vorliegende Erfin dung dahin, diesen Mangel dadurch zu be heben, dass die Ausbildung der Weiche so ge troffen wird, dass die Weiehenzunge immer das gleiche Potential führt wie das Schienen- stüek, an welches sie sieh bei ihrer Verstellung anschniiegt.
Zur Erreichung dieses Ziels sind die verstellbaren Weiehenzungen voneinander elektrisch isoliert und je mit der zugehörigen Anlageschiene elektrisch verbunden und von W,eiclenherzstüek elektrisch getrennt. Dabei sind, ebenso wie bei dem im vorhergehenden Absatz behandelten Vorschlag, die Unterbre- ehungsstellen durch den tunlieherweise mit tels des Weichenv erstellhebels gekoppelten Schalter überbrückbar.
Wenn es sieh um eine Gleisanlage handelt, bei welcher Züge mit zwei unabhängig Von einander regelbaren Stromkreisen betrieben werden können, so kann der Erfindungsvor schlag derart Anwendung finden, dass auch die beiden Aussenschienen beider Gleisstränge unterbrochen und diese zwei Unterbrechungs stellen wechselweise mittels eines zusätzlichen Sehalters überbrückbar sind. Dieser zusätz- liehe Schalter ist dabei vorzugsweise in Ab hängigkeit von dem Überbrückungssehalter für die Innensehienen-Unterbreehunglen steuer bar.
Die Zeichnung veranschaulicht die Erfin dung an zwei durch die Fig. 3 und 4 gezeig ten Ausführungsbeispielen in schematischer Darstellung.
Fig.3 betrifft eine Anlage für Einzug betrieb. Es ist eine Überholungsstreeke mit. zwei Weichen IV, und 11"., dargestellt. .rede Weiche ist. an einer Abzwei9:stelle der Sehie- nenanla-e vorgesehen, deren beide Schienen stromführend sind. Das dureligehende gerade Gleis stellt mit seinen beiden Schienen das Hauptgleis und das in der Zeiehn>_mgsfigur unten liegende Gleis stellt das Abzweiggleis dar.
Die Weichenzungen a und b ei-mögYlielieii las Verbinden des Abzweiggleises mit dem Hauptgleis.
Die beiden Weichenzungen a und b sind voneinander elektrisch isoliert und je mit der zugehörigen Anlageschiene c bn w. cl, wie zeieh- nerisch angedeutet, elektrisch verbunden. Es Führen also diese Weichenzungen immer das gleicle Potential der Fahrspannung wie die Schienen, an die sie sieh bei der betreffen den Weiehenstellung anlegen.
Die Innensehienen e und f der Weiche sind bei g und h unterbrochen. Es ist aber ausserdem zwischen dem Weiehenherz i und den Weiclienzungen a und b noch je eine Un terbrechungsstelle k bzw. l vorgesehen. Es sind also diese Weichenzungen vom Herzstüek elek trisch getrennt.
Der Schalter L' dient in der bereits oben erläuterten Weise zur Überbrückung der Un- terbreclerstellen g, h. bzw. kc, 1. Beim gezeielh- neten Ausführungsbeispiel ist der linke Um- selalter U wegen der Einstellung der Weiche auf Durchfahrt in gerader Richtung so ge- sclaltet, dass er über die Leitungen 1, 2 und 4 die beiden Unterbrecherstellen g und l in der geraden Schiene überbrückt,
dagegen die bei den Unterbrechungen h und k in der Ab- zweigungseliene offen lässt. Anderseits ist. der rechte Unterbrecher L im Hinblick auf die Einstellung der zugehörigen Weiche auf Durchfahrt in der Abzweigeriehtung so ge schaltet, dass er über die Leitungen 1, 3 und 5 die beiden Unterbreehungsstellen h und h. in der Abzweirungsschiene überbrückt, da gegen die beiden Unterbrechungen g und l in der geraden Sehiene offen lässt.
Die gezeichnete Überholungsstrecke setzt sieh aus den beiden durch die Strecken x an gegebenen Weichen IV, und W2 zusammen, ausserdem aus den an diese Weichen in be liebiger er Länge anschliessenden normalen Gleis stücken y, ferner aus sogenennten Trenn schienen z, die in ihrem Lauf eine kurze Unterbrechung aufweisen, wobei die U nter- brechungsstellen kürzer sind als der Loko- motivsehleiferbreite entspricht, schliesslich aus den Einsatzgleisstüeken z. welehe an die Stromduelle anschliessbar sind.
Ausser den bereits erläuterten Vorteilen besitzt eine derart ausgebildete Blockstrecken weiche den Vorteil, dass die auf dem Einsatz gleisstück v stehenden Fahrzeuge eines blok- kierten Zuges, falls sie mit Liehtquellen aus gerüstet sind, auch im Stillstand beleuchtet bleiben, solange die gesamte Gleisanlage unter Spannung steht.
In Fig4 ist eine Blockstreckenweiche für den Zugbetrieb mit zwei unabhängig vonein ander regelbaren Stromkreisen dargestellt, wobei der eine Stromkreis zwischen der nicht gezeichneten Oberleitung und der mit einem Pluszeichen gekennzeichneten Schiene, der zweite Stromkreis dagegen zwischen den bei den mit Plus und Minus gekennzeichneten Laufschienen liegen kann. Es ist aber natür lich auch möglich, den zweiten Stromkreis zwischen die Oberleitung und die mit einem Minuszeichen gekennzeichnete Schiene zu legen.
Um jeden Zug, gleichgültig in welchem Stromkreis er betrieben wird, vor einer nicht auf Durchfahrt. stehenden Weiche zum Hal ten zu bringen, sind die Aussenschienen c und d mit Unterbrechungen uz und 7z versehen, so dass an der nicht auf Durchfahrt stehenden -N#@'eiehe am Abzweiggleis die Innenschienen und die Aussenschienen elektrisch von der Gleisanlage abgetrennt sind.
Zur L'berbrliekung dieser beiden Unter brechungsstellen 7ü und 7i ist ein zusätzlicher Schalter S vorgesehen, der vorzugsweise zu sammen mit dem oben erläuterten Schalter U gesteuert wird.
Auf der Zeichnung ist auch in Fig. 4 die linke Weiche W i für Durchfahrt in der ge raden Richtung und die rechte Weiche W2 für Durchfahrt in der Abzweigrichtung dar gestellt. Der linke Umsehalter S überbrückt über die Leitungen 6 und 7 die Unterbrechung in, und lässt die Unterbrechung n offen, die ihrerseits überbrückt wird, wenn der Schalter kontakt auf die Leitungen ä und 9 eingestellt ist, wie dies bei der rechten Weiche W2 ge zeichnet ist.
Gleichzeitig mit der Überbrülr,- kung der Unterbreeherstelle vz- werden durch den Schalter U über die Leitungen 1, 2 und 4 die beiden Unterbrechungen g und d in der innern geraden Schiene überbrüekt, wie dies bereits oben erläutert ist. Anderseits erfolgt zusammen mit der Überbrückung der Unter brecherstelle n gleichzeitig die Überbrückung der Unterbrecherstellen h und k.