CH319359A - Handapparat zum Einführen eines Anlassfluidums in eine Brennkraftmaschine - Google Patents
Handapparat zum Einführen eines Anlassfluidums in eine BrennkraftmaschineInfo
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Description
Handapparat zum Einführen eines Anlassfluidums in eine Brennkraftmaschine C1e#@eiistaild der vorliegenden Erfindung ist ein Handapparat zum Einführen eines Anlassfluidun i.s in eine Brennkraftmasehine aus einer das Fluidum unter Druck enthalten den Patrone.
Bei einer von Hand anzukurbelnden Brenn- kraftmasehine, wie sie zum Beispiel als Aussenbordmotor, zum Antrieb von Rasen- ineiliern, Waschmaschinen oder dergleichen, oder als Hilfsstromerzeugungsanlagen gebaut werden, ist. das Anlassen der -Maschine auch bei günstigen Feuchtigkeits- iuzd Tempera- turbedingiuigen oft. mit Schwierigkeiten ver bunden.
Dies kommt zur Hauptsache daher, da ss diese -Maschinen von Hand nur auf eine geringe Drehzahl gebracht werden können, und zwar nur für einige wenige Wellenum drehungen. Es wurden zwar schon hoehent- zündliehe, flüchtige Anla.ssfluida zum Anlas sen von Brennkraftmaschinen verwendet. Es zeigte sich aber, dass die geeigneten Fluida so fliichtig sind, dass ihre. Lagerung in üb liehen Behältern schwierig ist.
Ferner besteht beim Lagern grösserem Mengen so leicht ent flammbarer Materialien stets Feuer- oder Ex plosionsgefahr. Ans diesem Grunde wurde schon längst ein Mittel gesucht, um das siehere und wirksame Lagern kleiner Mengen von flüelitigen Anlassfluida zu ermöglichen und das Fluidum in Form von Nebel oder Aerosol in der gewünschten Menge dem Einlass der Brennkraftmaschine zuzuführen. Im US-Patent Nr.2,6,
01211 ist eine Ab gabevorrichtung zum Abgeben von Druck fluidum aus einer Metallpatrone erläutert, die sich besonders zum festen Einbau in die, an zulassende Masehine, zum Beispiel in die An triebsmotoren von Automobilen, Traktoren, Flugzeugen, Schiffen usw., eignet., wobei der Gesamtinhalt einer oder mehrerer mit Druck fluidum gefüllter Patronen dem Einlass der Maschine zugeführt werden kann.
Die in die sem Patent beschriebene Anordnung eignet sich besonders zum Anlassen von Diesel- und Fremdzündiuigsmotoren. Wenn jedoch die an zulassenden Maschinen nicht mit einer per manent eingebauten Fluidum-Abgabevorrich- tung ausgerüstet sind, ist ein Handapparat besonders zweckmässig, ebenso wenn bei grösse, reu Maschinen mehrere Patronen erforderlich sind, um die Maschine bei besonders tiefen Aussentemperaturen anzulassen.
Auch zum Anlassen kleiner Maschinen mit Fremdzün dung ist die Verwendung einer Vorrichtung zur Abgabe der vollen Füllung einer Metall patrone., wie sie im genannten Patent be schrieben ist., nicht besonders zweckmässig, da die kleine -Maschine gar nicht. den Gesamt- inhalt der Patrone zurr Anlassen verarbeiten kann.
Bei dem Handapparat- nach vorliegender Erfindung sind die vorangehend genannten Erfordernisse, das heisst die Möglichkeit der regalierbaren Abgabe des Inhalts einer oder mehrerer mit flüchtigem Anla.ssdruckfluidum gefüllter Patronen, in den Einlass einer Br enn- kra.ftmasehine erfüllt;
der Apparat ist. erfin dungsgemäss gekennzeichnet durch eine, ge- schlossene Expansionskammer, in welche der Auslass einer Füllvorrichtung mündet, an wel che die Patrone angeschlossen ist, und welche Durchbrechmittel zum Öffnen des angesehlos- senen Patronenendes und ein Abschlussorgan zum Abschliessen der Expansionskammer bei abgenommener Patrone enthält,
sowie durch ein von Hand betütigbares Ventil in einer Aus- la.ssleitung .der Expansionskammer zur Ab gabe einer gewünschten, Fluidummenge an den Einla.ss der BrennklaftmaSChine.
In der beiliegenden Zeichnung ist. der Erfindungsgegenstand beispielsweise darge stellt; es zeigt: F'ig. 1 einen Vertikalschnitt durch einen Handapparat nach der Erfindung zur Ab gabe eines Anla.ssfluidums aus einer Metall- patrone an eine Brennkraftmaschine, Fig.2 eine Draufsicht zii Fig.1 und Fig. 3 eine Ansicht in Richtung der Pfeile 3-3 in F'ig.1.
In der Zeichnung ist ein Handapparat ge zeigt, der ein Gehäuse 10 besitzt, in dessen Bodenteil eine Expansionskammer 11 von be- stimmtem Volumen vorgesehen ist. Die Ex- pansionskammer 11 ist durch einen Schieber 12 gegenüber der Atmosphäre praktisch voll kommen abgedichtet. Der Schieber 12, der durch einen Kolben betätigbar ist und auf Druck anspricht, ist in einer Füllvoirich- tung 13 angeordnet.
Der Auslass der Füll vorrichtung 13 mündet direkt in die Expan- sionskammer 11. Da. sowohl das flüchtige Flui dum als auch das als Triebmittel dienende Druckgas aus einer einzigen, abgedichteten Patrone 17 in die Expansionskammer 11.
ein- geführt wird, ist, in der Füllvorrichtung 13 ein aus gehärtetem Stahl bestehender Durch breehstift<B>18</B> so angeordnet, dass er das durch- brechbare Ende 19 der Patrone 17 durch bricht, wenn das genannte Patronenende 19 mit dem Durchlass der Füllvorrichtung 13 in völlig dichte Verbindung gebracht wird. Die genannte Abdichtung erfolgt mittels eines das Auslassende 19 der Patrone umsehliessenden Dichtungsringes 20.
Der Diehtungsring 2i0 wird in einen Gewindestutzen 13a der Füll- vorriehtung 13 eingesetzt, der mit Aussenge winde 22 versehen und in eine Gewindeboh rung eines Patronenhalters 21 eingesehraubt ist.
Zwischen einem Auslassrohr 1,3 und einer Zerstä.uberdüse 16 ist ein von Hand hetätig- bares Ventil 1-1 aiigeorclnet. Das Auslassrohr 15 liegt- mit seinem Einlass im Bereich des Bodens der Expansionskammer 11, wobei die Düse 16 dazu bestimmt ist,
einen Strahl von fliichtilrm Fluidiun in den Einlass einer Brennkra.ftmasehine abzugeben.
Wie bereits ini früher genannten US-Pa- tent Nr. '601A1 beschrieben, kann die Pa trone 17 mit irgendeinem geeigneten flüeli- tigen Material gefüllt sein, das mit einem Diuickgas unter Druck gesetzt wird.
Das durchbreehbare Ende 19 der Patrone 17 wird nach dem Füllen der Patrone, zum Beispiel durch Anseliweissen des Absehlussorgans, so geschlossen, dass der (iesa.in.tinhalt der Pa trone unter einem hohen Druck von zum Beispiel -10 kg/em= und bei sehr hohen Tem peraturen ohne Leck- oder Verchinstttnä ge- fahr aufbewahrt werden kann.
Während zum Anlassen grosser Brennkra.ftmaschinen, wo besonders bei niederen Aussentemperaturen zwei oder mehr Patronen zum Anlassen er forderlich sind, so hohe Drücke erwünscht sind, bringen solche Drücke doch dort beson dere Schwierigkeiten, wo es sich darum han delt, nun eine abgemessene Menge des Ge samtinhaltes der Patrone an den Einlass der Brennkraftmasehine abzugeben.
Uni diese Schwierigkeit zu überwinden, wird beim Apparat vorliegender Art der Ge samtinhalt der Patrone 17 durch die Füll- vorrichtun- 13 über den Sehieber 12 in die Expansionskannner 11 eingeführt. Die ver wendete Patrone 17 enthält vorteilhaft annä hernd 10 em3 einer flüchtigen Verbindung, die Diäthvlä.ther und eine gasförmige Kom ponente, wie Methan oder \ Äthvlen enthält, während das Volumen der Expansionskam mer 11 annähernd 75 em3 beträgt.
Während im einfachsten und günstigsten Fall eine ein zige Patrone 17 in die Expansionskammer 11 entleert wird, wobei ihr Inhalt. nach Wunsch aneh in mehreren Arbeitsgängen Verwendung finden kann, ist es auch möglich, den In halt einer Mehrzahl von Patronen nachein ander durch die Füllvorrichtung 13 in die Expansionskammer 11 einzufüllen.
Uni clas I2,infüllen des Inhalts mehrerer Patronen in die Expansionska.nimer 11 zu ermöglichen, ist der Schieber 12., der im Aus lassteil. der Fällvorrichtung 13 angeordnet ist, dureli einen Kolben betät.igbax. Ein hin und her beweglieber Schaft 26 wird durch die an den einander gegenüberliegenden Enden eines Kolbens 23, der mit dem Schaft 26 aus einem Stärk besteht, auftretenden Drücke bewegt.
Normalerweise nimmt, der Schaft 26 eine Stellung ein, in welcher die Expansionskam mer 11 gegen den Durehlass im Schaft 26 abgeschlossen ist. Zu diesem Zweck ist der Seha.ft durch eine Schraubenfeder 25 be lastet. Beim Gebrauch des Apparates dagegen wird der Schaft 26 durch die Wirkung der an den einander gegenüberliegenden Enden des Kolbens 23 auftretenden Drücke so ver schoben, dass die Querkanäle 24 im Schieber l_> freigelegt werden.
Wenn die Patrone 17 mit ihrer Dichtung 20 ausser Verbindungsein- rriff mit der Füllvorrichtung 13 gebracht wird, drüek-t der in der Kammer 11 lierr- sehende und auf den Kolben 23 wirkende Fluiddruek den Schaft 26 so nach oben, dass kein Fluidum mehr durch die Querkanäle 24 aus der Expansionskammer 11 entweichen kann.
Wie besonders in Fig. 2 und 3 ersichtlich, besitzt der Patronenhalter 21 zwei Flügel 21a und 21b, welche das Andiiieken des durch- brechbaren Endes 19 der Patrone 17 gegen den Durehbreehstift 18 erleichtert, wodurch der Schaft 26 im Sinne des öffnens des Seh ie- bers 1<B>2</B> in die in Fig.1 gezeigte Lage ver schoben wird,
so dass durch den hohlen Durch- breebstift 18 und die Querkanäle 24 im Schaft. 26 eine freie Verbindung zwischen dem Auslass der Füllvorrichtung 13 und der Pa trone 17 geschaffen ist. Die auf diese Weise geschaffene Verbindung zwischen der Patrone 17 und der Expansionskammer 11 ermöglicht das Füllen der Kammer 11 mit dem Gesamt inhalt, das heisst mit dem flüssigen und/oder gasförmigen Inhalt der Patrone 17.
Wenn die Patrone 17 von der Füllvor richtung 13 abgenommen wird, wird der Schaft N in seine Schliesslage gebracht, in welcher der Schieber 12 die Expansionskam mer 11 nach aussen dicht abschliesst. Dies wird durch die kombinierte Wirkung der Feder 25 und den Restgasdruck in der Kam mer 11 bewirkt, der auf das untere Ende des Kolbens 23 wirkt. Um zu verhindern, dass 'Stahlsplitter oder andere Fremdkörper durch die Füllvorrichtung 13 in die Expan sionskammer 11 gelangen können, ist am Aus- la.ssteil der Füllvorrichtung 13 ein rohrförmi- ges Sieb 27 vorgesehen.
Flüchtige Fluida aus der Patrone 17 kön nen, nachdem sie in. der Kammer 11 auf den gewünschten Betriebsdruck herunter ent spannt sind, in jeder gewünschten Menge durch das Auslassrohr 15 und die Düse 16 an den Einlass einer Brennkraftmaschine ab gegeben werden. Die Regulieriuig des F'luida- ausflusses aus dem Auslassrohr 15 erfolgt mit tels des handbetätigbaren Ventils 14.
Dieses Ventil 14 kann durch Winkeldrehung eines Handhebels 36 betätigt werden, der als Ring ausgebildet ist, welcher am Gehäuse 10 ange- lenkt ist und um die Gelenkstellen 37 gedreht werden kann. Beim gezeichneten Beispiel be sitzt der Handhebel ausserdem einen als Dreh zapfen dienenden Draht 38 (Fug. 1), der durch die einander diametral gegenüberlie genden Gelenkstellen 37 führt.
Das Ventil 14, das ein Entweichen von Anlassfluidum aus der Expansionskammer 11 verhindert, wird durch eine .Schraubenfeder 39 in seiner Schliesslage gehalten, welche Feder zwischen dem Ende des Handhebelringes 3G und dem Oberteil des Gehäuses 10 in zusammengedrückter Lage ge halten wird. Um ein unbeabsichtigtes Betätigen des Ventils 14 und damit ein Entweichen von flüchtigem Medium aus der Expansionskam- mer 11 verhindern zu können, ist- ein Sicher- heitsv ersehluss vorgesehen,
der in Fig. 3 in seiner Wirkungslage gezeigt ist. Der Sicher- heit-sverschluss ist so ausgebildet und angeord net, dass er in seiner -Wirkungslage die Düse 16 iuld das Ende des Betätigungsringes 36 in solcher Relativlage hält, dass das Ventil 14 nicht geöffnet werden kann.
Dieser Sicher- heitsv erschluss besitzt. beim gezeichneten, be- vorzugtenAusführungsbeispiel ein Hakenglied 30, das an einer Stütze am Gehäuse 10 an gelenkt ist, die genannte Stütze ist in der Zeichnung durch die Schraube. 31 darge stellt.
Um das Ventil 1-1 betätigen zu können, muss das Hakenglied 30 im Gegenuhrzeiger sinn aus der in Fig. 3 gezeigten Lage so ver- schwenkt werden, dass es den Betätigungsring 36 freigibt.
Beim bevorzugten, gezeichneten Ausfüh- riulgsbeispiel des Flu.idabgabe-Handapparates ist die Düse so ausgebildet, da.ss sie beim Gebraueh des Apparates bei den normaler weise in der Expansionskammer 11 herrschen den Fluiddrücken einen Nebelstrahl erzeugt. Beim gezeichneten Beispiel besitzt die Diise 1,6 ein Filter 32.
Wie Fig. 1 zeigt, besitzt das Ventil 1.1 einen Ventilsitz 33, gegen welchen das Auslassende des Auslassrohres 15 anliegen kann. Um ein r unerwünschtes Entweichen von flüelitigem Anlassmedium aus der Expansionskammer 11 während der Zeit., in welcher der Betäti gungsring 36 niedergedrückt ist, zu vermeiden, ist ein Dichtungsring 34 vorgesehen, der einen <B>5</B> Teil des Auslassrohres 1.5 vollständig dicht umschliesst.
Die Dielitun' 31 und der Ventil sitz 33- sind beim bevorzugten Ausführungs- beispiel aus Polytetrafluoräthylen hergestellt.
Claims (1)
- PATEN T'AN SPRUCH Handapparat zur Abgabe von Anlassflui- dum an den Einsass einer Bremskraftmaschine aus einer dass Fluklum unter Druek enthal tenden Patrone, gekennzeichnet durch eine gesehlossene Expansionskammer, in welche der Aussass einer Füllvorriehtung mündet, aii welche die Patrone atis-eschlossen ist,und welehe Dui-ehbi-eebmitt.el zum Öffnen des a.nge- sehlossenen Patronenendes tuid ein Abschluss- ox;gan zum Abschliessen der Expansionskam iner bei abgenommener Patrone enthält, sowie durch ein von Hand betätigbares Ventil in einer Auslassleitung der Expansionskammer zur Abgabe einer gewünsehten Flttidnmmeilge an den Einsass der Breiuikraftmasehine. UNTERANSPRÜCHE 1.Handapparat nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss das Absehlussorgan in der Füllvorriehtun- mit den Durchbrech- mitteln derart wirkungsverbunden ist, dass es geöffnet wird, wenn das brechbare Ende der Patrone gegen die Durehbrec'hmittel ge drückt wird, und dass nvisehen dem durch- breehbaren Ende der Patrone und der Füll vorrichtung Diehtungsmittel vorgesehen sind.?. Handapparat naeh Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass die Expansions kammer zur Aufnahme des Inhalts mehrerer Patronen ausgebildet ist..
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