CH319364A - Verfahren zum Betrieb einer Gasturbinenanlage - Google Patents
Verfahren zum Betrieb einer GasturbinenanlageInfo
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-
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Description
Verfahren zum Betrieb einer Gastarbinenanlage Das Patent bezieht sieh auf ein Verfah ren zum Betrieb einer mit Brenngasen niedri gen Heizwertes betriebenen Gasturbinenan- jage, bei welcher sowohl das, Brenngas als auch die Verbrennungsluft vor ihrem Eintritt in die der Turbine vorgeschaltete. Rrenn- kaminer verdichtet werden.
Es ist bereits bekannt, Gasturb#inenanla- gen mit Brenngasen iliedrigen Heizwertes an Stelle voll flüssigen Brennstoffen oder hoch- wert!gen Naturgasen anzutreiben. Hierfür kann man beispielsweise Giehtgas aus Hoch öfen verwenden.
Dieses Brenngas muss nun, inn in die unter Druck stehende Brennkam- iner eingeführt werden züi können, zunächst in einem besonderen Brenngasverdiehter kom. prinliert werden.
Da. das Giehtgas aber nur einen geringen Hei7wert besitzt, ist sein Vo- lunien im Verhältnis zu der der Brennkam- iner 71-izuführenden Luftmenge, nicht ver schwindend klein, sondern beträgt<B>10</B> bis <B><U>90</U></B> 1/a dieses Luft,#,oliiinens. Teilweisen Aus- rall von Brenngas,
beispielsweise wenn weni- Hochöfen als im Narmalfall in Betrieb stellen, kann man durch zusätzliche Ver- brennun- eines Brennstoffes höheren He#iz- wertes kompensieren. Dabei ergibt sieh jedoch eine grosse Schwierigkeit: Die Turbine erhält.
eine kleinere Gasmenge zugeführt, da in der geringeren Brenngasnienge- auch ein vermin derter Teil niellt brennbarer Gase enthalten ist; infolgedessen sinkt der Druck. am Ein tritt. der Turbine, die Leistungsausbeute der Anlage geht zurück und die Turbine arbeitet auf einem ungünstigeren Punkt ihrer C1laxak,- teristik.
Diese Schwierigkeit wird gemäss dem Ver fahren nach der Erfindung dadurch umgan gen, dass bei abnehmender Zufuhr von Brenn gas niedrigen Helzwertes als Ersatz ein, Brennstoff höheren Heizwertes und ausser dem eine zusätzliche Luftmenge in die Brenn- kammer eingeführt wird. Der Brennstoff höheren Heizwertes ersetzt die dureli den teilweisen Ausfall des Brenngases fehlende Heizwärme.
Die zusätzliche Luftmenge ersetzt den nicht brennbaren Teil des Brenngases. Es ist zu beaellten, dass die zusätzliche Luft menge nicht etwa dazu benötigt wird, den Brennstoff höheren Heizwertes vollständig zu verbrennen, da die Turbine bereits ohne diese zusätzliche Luftmenge mit, Luftüberschuss ge fahren wird. Zwee-kmässigerweise -wird die Luftmenge, so weit erhöht, dass der Druck am Turbineneintritt etwa konstant bleibt, und es wird so viel Brennstoff zugesetzt, dass auch die Temperatur am Turbineneintritt etwa konstant gehalten wird.
Die erfindungsgemässe Gasturbinenanlage zür Ausführung dieses Verfahrens ist da, durch gekennzeichnet, dass der Verdichter für die Verbrennungshift Mittel besitzt, um eine veränderliche Luftmenge zu fördern. Dies kann beispielsweise durch das Vorschalten einer weiteren Verdiehterstufe geschehen. Man kann auch die Drehzahl des Verdiehters variieren.
Wenn aber der Verdichter für die Verbrennungsluft von der Nutzleistungstur- bine angetrieben wird und deshalb eine kon stante Drehzahl beibehalten muss, ist es vor teilhaft., wenn der Verdichter für die Ver- brenn-ungsluft wenigstens teilweise mit ver stellbarer Sehaufel-ung, insbesondere mit ver stellbaren Leitsehaufelln, ausgerüstet ist.
Schliesslich muss berücksiehtigt werden, dass der Brenngasverdiehter eine bestimmte Mindestmenge fördern muss, damit er ober halb der PinnpgTenze arbeitet. Bekanntlich führt man deshalb eine Rückleitung vom Ver- dichteraustritt zum Verdiehtereintritt, durch die ein Teil des geförderten Brenngases um gewälzt wird.
Wenn es nicht durch andere 211ittel, beispielsweise durch Drehzahlregelung, möglich ist, den Brenngasverdichter dem ver minderten Fördervolumen anzupassen<B>-</B> weil der Brenngasverdichter von der Nutzlei- sti-ingst-urbine angetrieben wird-, kann man die verlustbringende Umwälnung z-amindest verringern, wenn aueli der Brenngas,#-erdieh-- ter wenigstens teilweise mit verstellbarer Schaufelung ausgerüstet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Gasturbinen- anlage nach der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen: Fig. <B>1</B> ein Schema einerGasturbinenanlage und Fig. 2 einen Ausschnitt als einem in der Anlage verwendeten Luftverdieliter. Nachfolgend wird auch das Verfahren nach der Erfindung beispielsweise erläutert.:
Der Verdichter<B>1</B> saugt Luft an und för dert sie durch den Wärmeaiistauscher <B>9-,</B> in die Brennkammer <B>3.</B> Der Brenngasverdiehter 4 saugt beispielsweise Giehtgas aus einem Hochofen an und fördert es nach dessen Ver- diehtung ebenfalls in die Brennkammer <B>36 ,</B> wo es gezündet, wird. Das bei der Verbren nung entstehende Gasgemisch treibt die Tur bine<B>5</B> und wird anschliessend durch den Wärmeaustauscher 2 zur Vorwärmung der Verbrennungsluft und anschliessend ins Freie abgeführt.
Der Luftverdichter<B>1</B> und die Tur. bine <B>5</B> sitzen auf einer gemeinsamen Welle, auf der ebenfalls der Nutzleistungsempfäu- ger, hier ein elektrischer Generator<B>6,</B> ange ordnet, ist. Der Brenngasverdiehter 4 wird von der gleiehen Wolle über ein Erhöhungs getriebe<B>7</B> angetrieben. Zu Regelzweeken be,- sitzt der Brenngasverdiehter 4 eine Rüeklei- tung <B>8,</B> in die ein Regelorgan<B>9</B> und ein Kühler<B>10,</B> eingeschaltet sind.
Bei zu geringer Brenn,-a#-,7iifiilir, wenn beispielsweise ein Hochofen ausser Betrieb gesetzt wird, kann dareh die mit dem Dureliffussregelorgan <B>11</B> versehene Leitun- 12 ein Brennstoff höheren Heizwertes in die Brennkammer <B>3</B> eingeführt werden. In diesem Falle muss der Verbren- nungsluftverdiehter <B>1</B> eine grössere Luftmenge liefern, um das fehlende Volumen des Brenn- gases zu ersetzen.
Dies gesehieht hier durch eine Verstellun- der Schaufeln des Verdieh- ters <B>1.</B> In ähnlicher Weise kann. auch der Brenngasverdiehter 4 durch Verstellung der Sehaufelung der verminderten Brenn"rasför- derung angepasst werden.
Fig-. <B>92</B> zeigt einen Ausschnitt aus dem Verdichter<B>1</B> mit der Verstellvarriehtung für die Leitsehaufeln. Der Rotor<B>13</B> ist mit Lauf schaufeln 14 bestüekt, das Gehäuse<B>15</B> trägt die drehbaren Leitschaufeln<B>16.</B> In diesem Falle können die LeitsehaLifeln der ersten bei den Stufen des Verdiehters verstellt werden.
Mittels eines Einstellhebels<B>17</B> kann über ein Zahnradgetriebe<B>18</B> jede der ringsum im Ge häuse angeordneten Verstellstangen <B>19</B> ver dreht werden, welche ihreTseits über die Kegelräder 20 die Leitsehanfeln <B>16</B> verstellen. Züi jeder Lage des Einstellhebels<B>17</B> gehört also eine bestimmte, an der Skala 21 ables bare Stellung der Leitsehaufeln <B>16.</B>
Es ist unerheblich, ob die einzelnen Teile der Turbinenanla,--e- #,on der gleielien, Turbine <B>5</B> angetrieben werden. Hat man beispiels weise eine aus mehreren Sätzen bestehende Turhinenanlage, so könnten Breiingas- und Luftverdiehter für si#nitliehe Sätze von einer besonderen Turbine angetrieben werden.
Der Verdiehter für die Verbrennungsluft kann selbstverständlich auch aus mehreren Teilver- diehtern bestehen, wobei es genügt, wenn lediglieh ein einziger Teil regelbaT ist. Ausser dem sind in dem Ausfühl-Lingsbeispiel, nur die wiehtigsten. Anlageteile gezeigt, die durch zweekdienliehe Elemente, beispielsweise Zw!- sebenküliler, Regeleinriehtungen u. a., ergÜnzt werden können..
Claims (1)
- PATENTANSPR-UCHE <B>1.</B> Verfahren züm Betrieb einer mit Brenn- 11,asen Diedrigen Hei7wertes betriebenen Gas- tLirhiiie,nanla,o,e, bei welcher sowohl das Brenn- ,--as als auch die Verbrenn-Lmgsluft vor ihrem Eintritt in die der Turbine vorgeselialtete Brennkammer verdiebtet werden, dadureli ge kennzeichnet,dass bei abnehmender Zufuhr von Brenngas niedrigen Heizwertes als Er satz ein Brennstoff höheren Heizwertes und ausserdem eine zusätzliehe- Luftmenge, in die Brennkammer eingeführt werden.II. Gasturbinenanlage zur Ausführung des Verfahrens nacli Patentansprueh <B>1,</B> dadurell ,-ekennzeiehnet, dass der Verdichter für die Verbrennung.Sluft Mittel besitzt, um eine vor- änderliche Luftmenge zu fördern.UNTER-ANSPR-CCIIE <B>1.</B> Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeiehnet, dass die Luftmenge so weit erhöht wird, dass der Druck am Turbin en- eintritt etwa konstant bleibt. 2.Verfahren nach Patentanspruch<B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass so, viel Brennstoff zugesetzt wird, dass die Temperatur am Tur bineneintritt etwa konstant gehalten wia <B>3.</B> Gasturbinenanlage nach Patentanspruch II, bei welcher der Verdichter fÜr die V#er- brennungsluft von der Nutzleistungsturbine angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Verdichter für die Verbrennungs luft wenigstens teilweise mit verstellbarer Sehaufelung ausgerüstet ist.4. Gasturbinenanlage nach Unteranspruell <B>3,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Verdieh, ter für die Verbrennungsluft wenigstens teil weise m#it verstellbaren Leitschal--deln, ausge rüstet ist.<B>5.</B> Gasturbinenanlage nach Unteransprueh <B>3,</B> bei welcher aueli der Brenngasverdichter von der Nutzleistungsturbine angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Brenn- gasverdiehter wenigstens teilweise mit ver stellbarer Sehaufeilung ausgerüstet ist.
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