CH319404A - Diagnostisches Behorchungs- und Beklopfungsgerät - Google Patents
Diagnostisches Behorchungs- und BeklopfungsgerätInfo
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Description
Diagnostisches Behorchungs-und Beklopfungsgerät
Die vorliegende Erfindung betrifft ein arztlielies Gerät, das zur Untersuchung des menschlichen Körpers sowohl durch Auskulta- tion als auch durch Perkussion geeignet ist.
Die bekannten Behorchungsgeräte von der Art der Phonendoskope weisen eine Schall- liammer auf, an deren Rückwand zwei starre, senkrecht abstehende Ansehlussorgane vorgesehen sind, mit welehen die biegsamen Hörrohre verbunden werden. Der durch diese Ansehlussorgane in Anspruch genommene Raum bildet in vielen Fällen ein ernstes Hindernis bei der Behorchung von Patienten, deren Gesundheitszustand eine absolut unbe wegliche Lagerung erfordert.
Obwohl gewisse Phonendoskope einen peripher abzweigenden Ilorrohransehluss aufweisen, ist es notwendig, diese Geräte bei deren Handhabung mit der Hand zu fassen, wobei der von der Hand eingenommene Raum dieselben unvorteilhaften Hindernisse verursacht. Es sind ferner Phonendoskope bekannt, welche Mittel zur Regelung der akustischen Eigenschaften der Sehallkammer aufweisen, jedoeh sichern diese Mittel nielit immer unbestreitbare Ergebnisse und sind meistens in einer Lage vorgesehen, in weleller sie dieselben vorstehend erwähnten Nachteile verursachen. Ausserdem entstehen oit schädliche Sehallbeeinflussungen auf die Schallkammer durch die das GerÏt fassende Hand.
Anderseits bildet der Beklopfungshammer ein gesondertes Element der Ausrüstung eines Arztes, welches, weil es eine unerwünschte Raumbeanspruchung in dem sehon sonst sehr in Anspruch genommenen besehränkten Raum einer Gerätetasche bedingt, oft nicht mitge zuhrt wird, was unerwünschte Folgen haben kann.
Diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung behoben.
Gegenstand der Erfindung ist ein diagno stisches Behorehungs-und Beklopfungsgerät, welehes dadurch gekennzeichnet ist, dass seine in einem Gerätekörper ausgesparte, durch eine Vibrationsmembrane abgeschlossene Schall- kammer mit einer radial von dieser abstehenden, starren, rohrformigen Handhabe verbunden ist, deren Ende sich in zwei zum An steeken der Hörschläuche bestimmte Rohre zweigt, wobei der Rand des die Schallkammer enthaltenden Gerätekörpers mit einer aus nachgiebigem Material bestehenden Einfas- sung versehen ist.
Dieses GerÏt kann sowohl zur Behorchung als aueh zur Beklopfung eines Körpers verwendet werden, und es ist so beschaffen, dass eine zweekmässige Schallisolierung der Schall- kammer sowohl in bezug auf die das GerÏt fassende Hand als auch in bezug auf andere Ïu¯ere Einflüsse zwecks Verbesserung der Schallabhorchung gesichert ist.
Dieses Gerät ermöglieht es, auch Stellen des Körpers eines nicht bewegbaren Patienten ab zuhorchen, welche andern Behorchungsgeräten nicht zugänglich sind.
Es können aueh Mittel zur Regelung der Sehallaufnahme und Sehallweiterleitung dieses Gerätes vorgesehen sein. Diese Mittel k¯nnen dabei derart ausgebildet sein, dass ein Teil derselben zur Untersuchung der Hautempfindlichkeit und der darauf sieh beziehenden Reflexe eines Patienten verwendbar ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstan- des dargestellt. Es zeigen :
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein diagnostisches Behorehungs-und Beklopfungs- gerÏt und
Fig. 2 einen Sebnitt nach der Linie II-II in Fig. 1.
Mit 1 ist der kreisrunde GerÏtek¯rper bezeichnet, in welchem eine kreisrunde Ausspa- rung 2 vorgesehen ist, welche die Schallkammer 2 bildet. Der Vorderteil des Randes des Gerätekorpers 1 weist ein Gewinde 3 zum Aufschrauben eines Ringes 4 auf, welcher dazu dient, eine Vibrationsmembrane 5 am Rand des Vorderteils des Gerätekorpers 1 anliegend zu halten. Der Hinterteil des Gerätekorpers 1 weist eine Ringnut zur Aufnahme eines Ringes 7 aus Gummi oder anderem elastischem Material auf. Dieser Ring 7 ist dazu bestimmt, einerseits eine Sehallisolation der Schallkammer 2 bei der Benützung des GerÏtes beim Auskultieren und anderseits einen Dämpfer bei der Benützung des Gerätes zum Perkutieren zu bilden.
Die Sehallkammer 2 ist durch eine axiale Bohrung 8 mit zwei Kanälen 9 und 10 verbunden. Mit dem Kanal 9 ist eine starre, rohrförmige Handhabe 11 verbunden, die einen starren Rohranschluss bildet. In die Ïu¯ere Íffnung des andern Kanals 10 ist eine Schraube 1@ mit nadelartigem Ende einge- schraubt, an deren Sehaft eine Fläehe 12'angeschliffen ist und deren Kopf 13 eine geeignete Rändelung aufweist. Die Handhabe 11, welche leicht gebogen ist, damit sie beim Anpressen des Gerätekörpers 1 an die abzuhorehende Stelle des Korpers des Patienten einen far die Handhabung des Gerätes genügenden Abstand vom Korper des Patienten gewinnt.
Auf das Ende der Handhabe 11 ist ein Rohr 14 aufgesteekt, welches sich in zwei Rohre 15 und 16 gabelt, die zum Aufstecken der in der Zeichnung nicht dargestellten H¯rschlÏuche bestimmt sind. Der Ring 7 weist zwei radial gerichtete Locher auf, dureh welche die Handhabe 11 und die Schraube 12 hindurehgehen.
Die Wirkungsweise dieses GerÏtes ist fol @ :
Der Abhorcher fa¯t die Handhabe 11 und bringt den GerÏtek¯rper 1 in den Bereich der abzuhorchenden Stelle am Körper des Patienten, was dank der Ausbildung des Gerätes leieht möglieh ist. Der Schall wird in be kannter Weise durch die Membrane 5 aufgenommen, welche die Schwingungen auf die Luft in der Sehallkammer @ überträgt, von wo @ie durch die Bohrung 8 und den Kanal 9 sowie die Handhabe 11 in das Rohr 14 weitergeleitet werden.
Dabei werden alle durch die Hand des Abhorchers verursachten Einfl sse vermieden, da die Handhabe 11 gen gend lang ist, um eine Berührung der biegsamen, in der Zeichnung nieht dargestellten Horsehläuche zu vermeiden und dadureh Störungen zu verhin- dern. Das Gerät kann auch am Ring 7 gefasst werden, wobei dank der sehallisolierenden Wirkung dieses Ringes 7 das Abhorchen beeintrÏchtigende St¯rungen vermieden sind.
Die Regelung der Schallübertragung wird dadurch erreieht, dass z. B. mit dem Daumen der die Handhabe 11 fassenden Hand die Schraube 12 mehr oder weniger ein-oder ausgesehraubt wird. Durch ein solches Ein-oder Ausschrauben der Schraube 12 wird der Zwi sehenraum zwischen der Fläche 12'und dem Kanal 10 und damit die Verbindung der Luft in der Sehallkammer 2 mit der nicht vibrierenden Aussenluft verändert, und damit kann die Schallaufnahme und Schallweiterleitung des GerÏtes reguliert werden.
Bei der Verwendung des beschriebenen Ge rätes zum Perkutieren dient der Ring 7 als Stossdämpfer. Die Abmessungen und die Baumaterialien des Gerätes werden so gewÏhlt, dass das Gerät ein für einen Perkussionshammer zweckmϯiges Gewicht erhält.
Die Schraube 12 kann vollständig aus dem fanal 10 herausgeschraubt werden und bildet dann mit ihrem nadelartigen Ende ein zweckmϯiges Instrument zur Untersuchung der Hautempfindlichkeit und der Reflexe eines Patienten.
Die Kanäle 9 und 10 können aueh unmit telbar von der Schallkammer 2 abgehen, in welehem Falle sich die Bohrung- 8 er brigt.
Der GerÏtek¯rper 1 kann auch aus zwei oder mehr l¯sbar miteinander verbundenen Teilen anfgebaut sein.
PATENTANSPRUCII Diagnostisches Behorchungs-und Beklopfungsgerät, dadurch gekennzeichnet, dass seine in einem GerÏtek¯rper ausgesparte, durch eine Vibrationsmembrane abgeschlossene Schallkammer mit einer radial von dieser abstehenden, starren, rohrförmigen Handhabe verbun- den ist, deren Ende sich in zwei zum Anstekken der Hdrschläuehe bestimmte Rohre zweigt, wobei der Rand des die Schallkammer enthaltenden GerÏtek¯rpers mit einer aus naeh giebigem Material bestehenden Einfassung ver- sehen ist.
Claims (1)
- UNTERANSPRÜCHE 1. Gerät nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schallkammer (2) mit Mitteln (10, 12, 12') zur Regelung der Sehall- aufnahme-und Schallübertragungseigenschaf- ten versehen ist.2. Carat nach Patentanspruch und Unter anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass von der Schallkammer (2) zwei Kanäle (9, 10) durch den Gerätekörper (1) abgehen, von denen der eine (9) mit der rohrförmigen Handhabe (11) verbunden ist, während der andere Kanal (10) die Schallkammer (2) mit der Aussenluft verbindet und mittels einer in ihn eingeschraubten Schraube (12), welche eine anoesehliffene Fläehe (12') besitzt, mehr oder weniger abgeschlossen werden kann.3. GerÏt naeh Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehranbe (12) einen gerändelten Kopf (13) und ein nadelf ormiges Ende besitzt, derart, dass sie, vollständig aus dem Kanal (10) herausgesehranbt, als Instrument zum Untersuchen der Hautempfindlichkeit verwendet werden kann.4. GerÏt naeh Patentanspruch imd Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeich- net, dass der die Schallkammer (2) enthaltende Gerätekorper (l) kreisrunde Form auf weist und an seinem Rand eine Ringnute (6) besitzt, in welche ein Ring (7) aus nachgiebigem Material eingelegt ist, der bei der Verwendung des Gerätes zum Beklopfen als DÏmpfer und bei der Verwendung des Gerätes zum Ab- horehen als schallisolierende Handhabe dient.
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