CH319450A - Schleuderschutzeinrichtung für die Triebmotoren elektrischer Schienenfahrzeuge - Google Patents
Schleuderschutzeinrichtung für die Triebmotoren elektrischer SchienenfahrzeugeInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60L—PROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
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- B60L3/10—Indicating wheel slip ; Correction of wheel slip
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Description
Schleuderschutzeinrichtung für die Triehmotoren elektrischer Schienenfahrzeuge Durch das Bestreben, das Reibungsgewicht von Schienen-Triebfahrzeugen bis zur Adhä- sionsgren7e für die Zugkraftbildung auszu- nützen, gewinnt die Gefahr des Schleuderns der Triebachsen mit allen seinen unangeneh men Folgen erheblich an Bedeutung.
Es sind daher Einrichtungen zur frühzeitigen Fest <B>s</B> -telluno# von Sehleudervorgängen und deren n Weitermeldung an den Triebfahrzeugführer entwickelt worden. Dieser wird dann dadurch in die Lage versetzt, rechtzeitig Gegenmass nahmen zu treffen, beispielsweise die Lei- stung:5zufuhr zui den Triebmotoren zu vermin dern oder zu unterbrechen oder die Fahrzeug räder ineehanisch zii bremsen.
Bei Triebfahrzeugen mit Einrichtungen zur elektrischen Bremsung der Triebmotoren können anderseits Überbremsungen vorkom- inen, die zu vorübergehendem Gleiten eines oder mehrerer Radsätze führen. Dadurch wird der Bremsweg in unerwünschter Weise verlängert. Auch in solchen Fällen vermögen geeignete Anzeigev orriehtungen gute Dienste zu leisten, da sie den Führer frühzeitig be- nachrieht.igen und zu Gegenmassnahmen be fähigen.
Besondere Aufmerksamkeit erheischen Triebfahrzeuge mit automatischer Steuerung der Anfahr- und Bremsvorgänge. In der Re- rielwird dabei die Tätigkeit der Steuerorgane (hontroller, Schütze) von einem oder meh reren Stromwächtern geregelt. Sie bewirken eine Unterbrechung des Aufschaltvorganges, sobald der Triebmotorstrom einen bestimmten Wert überschreitet. Eine solche Automatik wirkt aber bei Schleuder- oder Gleitvorgän- gen in urierwünschtem Sinne.
In beiden Fäl len nämlich sinkt wegen der mit dem Schleu dern oder Gleiten einhergehenden Dreh momentabnahme auch der Triebmotorstrom. Die Stromwächter beantworten diesen Strom rückgang mit der Freigabe der. Steuerung, die nun eine höhere Fahr- bzw. Bremsstufe anläuft.
Im Fahrbetrieb wird dadurch die Spannung an den Motorklemmen zusehends erhöht, wodurch sich das Schleudern ver stärkt und schliesslich ein für den Motor ge fährliches Ausmass annehmen kann. Beim Bremsen auf Widerstände anderseits wird deren Grösse fortlaufend vermindert, womit die Gefahr verbunden ist, dass beim Sichwie- derfangen des gleitenden Radsatzes starke Stromstösse auftreten.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun- mehr, dieses unerwünschte Verhalten automa tischer Steuerungen bei elektrischen Schie nenfahrzeugen im Falle des Schleuderns oder Gleitens der Triebachsen zu verhindern. Ge mäss der Erfindung wird dies dadurch er reicht, dass die Schleuderanzeigevorrichtung so ausgebildet ist, dass während der Dauer ihres Ansprechens ein Weiterschalten der Triebmotorensteuerung selbsttätig verhindert wird.
An Hand der Zeichnung sei die Erfindung näher erläutert, und zwar zeigt die Figur schematisch die Anordnung einer Schleuder schutzeinrichtung bei einem elektrischen Schienen-Triebfahrzeug mit zwei Triebachsen. Die nicht dargestellten Achsen werden durch die Motoren 1, 2 angetrieben. Die Klemmen spannungen der beiden Triebmotoren werden den beiden Spulen 3a, 3b des Schleuder anzeigerelais 3 zugeführt. Bei Spannungs gleichheit an den Motoren hebt sieh die ma gnetisierende Wirkung der beiden Spulen 3a, 3b auf.
Tritt dagegen zufolge Schleuderns oder Gleitens einer Achse eine Spannungsver lagerung an den Motoren 1, 2 ein, so entsteht ein Magnetfeld, welches den Anker des Relais 3 anzieht und somit dessen Kontaktsystem be tätigt. über Kontakt 4 wird dann eine SeIrleu- deranzeigevorrichtung 7 eingeschaltet, die bei spielsweise optischer oder akustischer Art sein kann. Gleichzeitig wird durch das Relais 3 ein weiterer Kontakt 5 geöffnet und dadurch die Steuerleitung für das automatische Aufschal ten der nicht dargestellten Steuerapparatur der Triebmotoren unterbrochen. Mit 8 ist das übliche Beschleunigungsrelais bezeichnet.
Zweckmässig ist noch, wenn ein weiteres Hilfskontaktpaar 6 vorgesehen wird, welches beim Ansprechen des Relais 3 geschlossen wird und das Abwärtsschalten der Steuerung ein leitet. Nötigenfalls kann über Kontakt 6 auch ein Zeitrelais betätigt werden, das den Strom beis für das Abwärtsschalten unverzüglich schliesst, um ihn jedoch nach Ablauf einer einstellbaren Zeit (bis zu einigen Sekunden) wieder zu öffnen und damit den Rücklauf zu unterbrechen.
Die beschriebene Sehleudersehutzeinrieh- tung kann in sehr vorteilhafter Weise bei Triebfahrzeugen zur Anwendung kommen, wo eine Schleuderbremse benützt wird, das heisst, wo die Räder beim Schleudern rneehaniseh abgebremst werden, da beim Schleudervor gang eine direkte Verhinderung des Weiter schaltens der Motoren. erfolgt. Es tritt daher keine Verzögerung ein, wie dies bisher der Fall war, wo die Steuerorgane durch Strom wächter geregelt wurden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schleuderschutzeinriehtung für die Trieb motoren elektrischer Schienenfahrzeuge, deren Anfahrt und Bremsung selbsttätig geregelt wird, und die mit einer Vorrichtung zur An zeige des Schleuderns ausgerüstet sind, da durch gekennzeichnet, dass die Schleuder anzeigevorrichtung so ausgebildet ist, dass während der Dauer ihres Anspreehens ein Weitersehalten der Triebmotorensteuerung selbsttätig verhindert wird.<B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Schleudersehutzeinriehtung nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ansprechen derselben eine rückläufige Bewegung der Triebmotorensteuerung einge leitet wird. 2. Schleudersehutzeinriehtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rückläufige Steuerbewegung durch ein Zeit relais begrenzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH319450T | 1954-05-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH319450A true CH319450A (de) | 1957-02-15 |
Family
ID=4497612
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH319450D CH319450A (de) | 1954-05-31 | 1954-05-31 | Schleuderschutzeinrichtung für die Triebmotoren elektrischer Schienenfahrzeuge |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH319450A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175263B (de) * | 1960-07-02 | 1964-08-06 | Krauss Maffei Ag | Schleuderschutzeinrichtung fuer Schienentrieb-fahrzeuge, insbesondere Diesellokomotiven |
-
1954
- 1954-05-31 CH CH319450D patent/CH319450A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1175263B (de) * | 1960-07-02 | 1964-08-06 | Krauss Maffei Ag | Schleuderschutzeinrichtung fuer Schienentrieb-fahrzeuge, insbesondere Diesellokomotiven |
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