CH319944A - Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Phenolen und Acetophenon bzw. dessen Kernsubstitionsprodukten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Phenolen und Acetophenon bzw. dessen Kernsubstitionsprodukten

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CH319944A
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Jan De Jong Geert
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Stamicarbon
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    • C07C409/02Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides
    • C07C409/04Peroxy compounds the —O—O— group being bound between a carbon atom, not further substituted by oxygen atoms, and hydrogen, i.e. hydroperoxides the carbon atom being acyclic
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    • C07C45/53Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by pyrolysis, rearrangement or decomposition of hydroperoxides

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Phenolen und Acetophenon bzw. dessen    Kernsubstitutionsprodukten   
Das Verfahren bezieht sich   auf ein Ver-    fahren zur Herstellung eines Gemisches von Phenolen und Acetophenon bzw. dessen   Keiii-      substitutionsprodukten aus    dem Hydroperoxyd von 1,   1-Diphenyl-äthan    bzw. von dessen   Kernsubstitutionsprodukten.   



   Es ist   bekannt, dass aus verschiedenen    aromatischen Kohlenwasserstoffen, die eine aliphatisehe Gruppe enthalten, welche ein tertiÏres Kohlenstoffatom aufweist, durch Oxydation mit Sauerstoff die entsprechenden Peroxyde und Hydroperoxyde erhalten werden können.



   Auch ist es bekannt, dass Isopropylbenzolhydroperoxyd in saurem Medium bei gesteigerter Temperatur in Phenol und Aceton zerlegt werden kann.



   Es wurde nun gefunden, dass man ein Gemisch von Phenolen und Acetophenon oder   dessenKernsubstitutionsprodukten    mit guter Ausbeute gewinnen kann, wenn man das   Hydroperoxyd    von 1, 1-Diphenyl-Ïthan oder von dessen   Kernsubstitut. ionsprodnkten durch    Erhitzung in einem, sauren Medium zerlegt.



   Die Hydroperoxyde von   1,    1-Diphen. yl-äthan und   1,    1-Diparatolyl-Ïthan sind bisher noch nicht beschrieben worden, und die   Eigen-    schaften dieser Hydroperoxyde sind daher noch völlig unbekannt. Mit R cksicht auf das   Vorhandensein    von zwei Arylgruppen in diesen   Hydroperoxyden,    die beide mit dem ter  tiären    Kohlenstoffatom verbunden sind, liess sich nicht   voraussehen, dass die    Eigenschaften dieser Hydroperoxyde so weit mit denen anderer Hydroperoxyde (es sei hier   beispiels-    weise Isopropylbenzolhydroperoxyd erwähnt) übereinstimmen würden, dass bei deren Zerlegung durch Erhitzung in einem sauren Medium eine gleichartige   Rea. ktion auftritt.

   Über      raschenderweise    wird bei der Zerlegung der genannten Hydroperoxyde fast kein Benzophenon bzw. Dipa.   ramethylbenzophenon    gebildet ; ebenfalls bilden sich fast keine sonstigen Nebenprodukte. Demgegenüber erzielt man eine hohe Ausbeute an Phenolen und Acetophenon bzw. deren Kernsubstitutionsprodukten, die in äquimolekularen Mengen   anfa. llen.   



   Die erfindungsgemässe Zerlegung der   Hy-      droperoxyde lässt sich dn    der Weise durchführen, dass man das   Hydroperoxyd    mit verdünnter Säure, beispielsweise mit 10-bis   25-    prozentiger SchwefelsÏure, mischt und das   BeaktionsgemischunterRühren    vorzugsweise bis auf eine Temperatur von etwa   100n C    erhitzt.



   Vorzugsweise wird diese Zerlegung derart ausgeführt, dass man unter Rühren Wasserdampf in das Reaktionsgemisch einleitet und anschliessend den Da. mpf, der aus dem Re   aktionsraum austritt und    der die flüehtigen Bestandteile mit sich führt, kondensiert. Auf diese Weise lässt sich vermeiden, dass das   Hydroperoxyd    die Reaktionsprodukte oxydiert und dabei in Nebenprodukte übergeht, die Phenol nicht zu bilden vermögen ; zugleich kann vermieden werden, dass noch andere unerwiinschte Reaktionsprodukte entstehen.



   Als Vorteil des Einleitens von Wasserdampf ist anzuführen, dass die Erhitzung des zu zerlegenden Hydroperoxyds in einfa. cher Weise mittels Wasserdampf erfolgen kann, somit mühelos eine Reaktionstemperatur von etwa 100  C aufrechterhalten werden kann und die Gefahr einer etwaigen Überhitzung der Peroxyde demgemäss nicht vorliegt.. Indem mit Wasserdampf gearbeitet wird, dessen Druck gesteigert ist, wird es möglich,   die Zer-    setzung bei 110 bsi   120"C    durchzuführen, bei welcher Temperatur sich die Reaktion schneller vollzieht.



   Es zeigte sich   weiterhin, dass das Reak-      tionsprodukt,    das man bei der Herstellung der Hydroperoxyde durch Oxydation der ent  sprechendenaromatischen    Kohlenwasserstoffe erhält, welches Reaktionsprodukt den   betref-    fenden Kohlenwasserstoff oft noch in   beträellt-    licher Menge enthält, als Ausgangsmaterial    l    zum erfindungsgemässen Verfahren angewendet werden kann, und dass das Hydroperoxyd demnach nicht zuvor abgetrennt zu werden braucht. Der nicht umgesetzte   Kohlen-    wasserstoff kann hierbei   wiedergewonnen wer-    den.

   Nachdem die Zerlegung des Hydroperoxyds abgeschlossen ist, was man dureh Pr fung des Phenolgehalts des Wasserdampfes, der aus dem Reaktionsraum austritt, feststelten kann, wird   zweekmässig    die Flüssigkeit aus dem Reaktionsraum entfernt und das Cil und die Wassersehicht können getrennt werden. Das   61,    das den nicht umgesetzten Koh  lenwasser. stoff enthält,    kann mit einem   Al-      kalihydroxyd zur Entfernung    des noch gelösten Phenols gewasehen und aufs neue zum Herstellen von   Hydroperoxyd    verwendet werden.



   Das   erfindungsgemässe    Verfahren kann weiterhin kontinuierlich durchgeführt wer den, indem man den Wasserdampf und das
Hydroperoxyd in den Reaktionsraum einleitet, in welchem sich verdünnte Säure befindet.



  Diese kontinuierliche Art der Durchfiihrung zeitigt den Vorteil, dass während der Reaktion in dem Reaktionsraum nur eine geringe Menge   Hydroperoxyd    vorhanden ist und man demnach nicht grössere Mengen Hydroperoxyd gleichzeitig zu erhitzen braucht, welcher Umstand der   Betriebssieherheit förderlieh    ist.



  Zudem genügt in diesem Falle eine relativ kleine Apparatur.



   In nachstehenden Beispielen sind mit den Bezeichnungen Teile bzw. Prozente   Gewichts-    teile bzw. Gewichtsprozente gemeint.



   Beispiel 1
Eine Reaktionsflüssigkeit, die bei der Herstellung von 1, 1-Diphenyl-Ïthanhydroperoxyd durch Oxydation von   1,    1-DiphenylÏthan mit Sauerstoff erhalten worden war und ausser nicht umgesetztem DiphenylÏthan 20% Hydroperoxyd enthält, wird unter R hren kon  tinuierlich    in ein Reaktionsgefäss eingeleitet, in welchem durch Einleitung von Wasserdampf 1500 Teile 10prozentige SchwefelsÏure auf   etwa 100  C    erhitzt werden. Der Dampf, der aus dem Reaktionsgefäss austritt, wird kondensiert, wobei sich das Kondensat in zwei Teile aufteilt. Aus der Ölschicht, die ausser Phenol   Aeetopihenon enthält,    wird das Phenol durch Ausziehen mit einer wässerigen Na  triumhydroxydlosung    gewonnen.

   Ansehliessend wird durch Destillation des   Öls das Aeeto-    phenon gewonnen, wobei als Rückstand unumgesetztes   Diphenyläthan    zurüekbleibt. Die durch diese Behandlung erhaltene wÏsserige   Phenolatlösung    wird mit   Sehwefelsäure    neutralisiert und der bereits abgetrennten Was  sersehicht    des Kondensats zugesetzt. Das Phenol wird sodann mit Benzol aus dem Gemisch extrahiert und durch Destillation separiert.



   Die Flüssigkeit, die sich in dem Reaktionsgefäss befindet, wird kontinuierlieh aus demselben entfernt und in zwei Schichten aufgeteilt, von denen die   schwefelsäurehaltige    wÏsserige Schicht aufs neue dem Realitionsgefäss zugeleitet wird.



   Die   Olsehicht,    die ausser nicht   umgesetz-    tem Diphenyläthan etwa   1       /o    Hydroperoxyd nebst etwas Phenol enthält, wird zur Entfernung in ihr vorhandenen Phenols mit einer verdünnten wässerigen Natriumhydroxydl¯sung   bewaschen.    Die   Phenolatlösung    wird der  jenigen      Phenolatlösung    zugesetzt, die aus dem obenerwähnten Kondensat gewonnen worden ist. Das gewaschene Öl wird anschliessend durch Neutralisation mit Kohlensäure zurechtgemacht, um wiederum als Ausgangsmaterial für die Oxydation mittels Sauerstoff zu dienen.



   Pro Stunde werden 1500 Teile Ausgangs  losung    zugeleitet ; aus dieser Menge werden 100 Teile Phenol und 130 Teile Acetophenon gewonnen.



   Beispiel 2
Beim Herstellen von   1,      1-Diparatolyläthan    hydroperoxyd durch Oxydation von 1, 1-Di  paratolyläthan    mittels Sauerstoff wird als Reaktionsprodukt eine Lösung des Hydroper  oxyds    in dem nicht umgesetzten Kohlenwas  serstoff    erhalten, welche Lösung   15  /o    Hydro  peroxyd    enthält.



   Diese   Losung    wird wie im Beispiel 1 be  selirieben    behandelt.



   Pro Stunde werden aus   1500    Teilen Hydro  peroxydlosung 85 Teile Parakresol    und 106 Teile   Paramethylacetophenon    gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zum Herstellen eines Gemisehes von Phenolen und Acetophenon oder dessen Kernsubstitutionsprodukten, dadurch gekenn- zeichnet, dassl, 1-Diphenyl-äthanhydroperoxyd oder dessen Kernsubstitutionsprodukte dureh Erhitzung in saurem Medium zerlegt wird.
    UNTERANSPR¯CHE 1. Verfahren naeh Patentansprueh, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsmate- rial ein Reaktionsprodukt angewendet wird, das bei der Herstellung des Hydroperoxyds dureh Oxydation von 1, 1 - Diphenyl - Ïthan oder dessen Kernsubstitutionsprodukt erhalten wurde und noch nichtoxydierten Kohlen- wasserstoff enthält.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zerlegung in Anwesenheit von Wasserdampf durchgeführt wird, der die Produkte der Zerlegung aus dem Reaktionsraum abführt, sobald sie entstanden sind.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspr chen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, da. das Hydroperoxyd kontinuier- lich in den Reaktionsraum eingeleitet wird.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, dadureh gekennzeichnet, dass die Zerlegung des Hydroperoxyds bei einer Temperatur von etwa 100 C durchgeführt wird.
CH319944D 1952-08-16 1953-08-11 Verfahren zur Herstellung eines Gemisches von Phenolen und Acetophenon bzw. dessen Kernsubstitionsprodukten CH319944A (de)

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