CH320485A - Schnappvorrichtung, insbesondere zur Betätigung von Ventilen oder Schaltern - Google Patents
Schnappvorrichtung, insbesondere zur Betätigung von Ventilen oder SchalternInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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Description
Schnappvorrichtung, insbesondere zur Betätigung von Ventilen oder Schaltern Die Erfindung betrifft eine Schnappv or- richtung, insbesondere zur Betätigung von Ventilen oder Schaltern.
Die erfindungsgemässe Schnappvorrich tung, die eine kreisförmige, gewölbte Schnapp scheibe aufweist, ist dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe ein Paar von parallelen Schlit zen auf gegenüberliegenden Seiten ihres Mit telpunktes aufweist, deren Aussenseiten seh- nenförmig zum Umfang der Scheibe verlaufen, um die Schnapp- und Rücksehnappkräfte auf einander gegenüberliegende Scheibensektoren zu konzentrieren, wobei die Schlitze durch einen Querschlitz verbunden sind, der in dem zwischen dem Schlitzpaar liegenden Teile der Scheibe verläuft.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen: Fig.l eine Draufsicht auf die Schnapp scheibe, Fig. 2 eine Seitenansicht der Scheibe, Fig. 3 eine Vorderansicht der Scheibe, Fig.4 eine schematische Darstellun- der Scheibe in einer Betriebslage im Schnitt, Fig. 5 eine Darstellung ähnlich der Fig. 4, welche die Scheibe in einer andern Betriebs lage zeigt, Fig. 6 eine schematische Draufsicht auf die gespannte Scheibe, zur Darstellung der auf tretenden Kräfte,
Fig-. 7 eine Vorderansicht zu Fig. 6. Die gezeigte Schnappscheibe ist kreisförmig und besteht aus dünnem Blech, welches Feder wirkung hat, wie z. B. rostfreier Stahl. Die Scheibe ist leicht gewölbt; die Wölbung ist durch Präge- oder Presswerkzeuge von gleich mässig sphärischer Krümmung erzeugt.
Der mittlere Teil der Scheibe ist mit zwei im wesentlichen parallelen Schlitzen 10, 10 versehen, die beide gleichmässige Breite und eine Länge von ungefähr 1/.# des Scheiben durchmessers haben. Es wird besonders dar auf hingewiesen, dass die äussern Wandungen jedes Schlitzes 10 eine Sehne der Scheibe bil den, und zwar aus Gründen, die weiter unten erläutert werden. Eine axiale Öffnung 12 ist in der Scheibe vorgesehen; diese Öffnung 12 ist jedoch nicht wesentlich. Die parallelen Schlitze <B>1-0, 10</B> sind durch einen Querschlitz 14 verbun den, der eine geringere Breite als die parallelen Schlitze 10, 10 aufweist und durch die Öff nung 12 schräg zu den parallelen Schlitzen 10, 10 hindurchgeht.
Vorzugsweise verläuft der Querschlitz 14 in einem Winkel von wenig- ger als 45 ; im vorliegenden Fall ist es ein Winkel von etwa 45 , gegenüber den parallelen Schlitzen 10, 10.
Bei dieser Schnappscheibe entstehen zwei einander gegenüberliegende Federarme 16, 16 durch den Querschlitz 14, wobei die Enden der Arme einen Winkel von 45 gegenüber den Schlitzen 10, 10 haben und sich unabhängig voneinander bewegen können. Bei der unge- spannten Scheibe liegen die Arme 16, 16 in einer zu der sphärisch gekrümmten Ober fläche der Scheibe tangentialen Ebene, wie dies aus Fig. 2 hervorgeht.
Die parallelen Schlitze 10, 10 und der Querschlitz 14 verursachen eine Verzerrung der Scheibe. Dies ist in der Zeichnung durch abweichende Tellerhöhen der Punkte<I>X, X</I> auf den Radien Il und B im Vergleich zu den Punkten<I>Y, Y</I> auf den Radien C und<I>D</I> dar gestellt. Der Abstand der Punkte X, X und Y, Y von der Scheibenperipherie ist im wesent lichen gleich (Fig. 6). Eine Nachmessung der Tellerhöhe für die Punkte X und Y (Fig. 7) zeigt, dass die Höhe für den Punkt x etwa dop pelt so gross sein kann wie die Höhe für den Punkt Y. Die Sektoren mit grösserer Tellerhöhe beidseitig der Radien < 1 und B sind in Fig. 6 schraffiert dargestellt. Die Sektoren beidseitig von<I>C, D</I> haben eine kleinere Höhe.
Es bilden sich also zwei einander gegenüberliegende Sek toren höherer Belastung bei den Radien A und B, wobei die einander gegenüberliegenden Federarme 16, 16 sich an den innern Enden dieser Sektoren befinden.
In den Fig. 4 und 5 ist die Scheibe in ihrer Lage gegenüber einem Druckkörper 18 darge stellt, der eine übliche ringförmige Schneide 20 hat, welche die Scheibe in der Nähe ihres Um fanges berührt. Der Druckkörper 18 kann in einer Führung 22, die sich in einem Ventil körper 24 befindet, hin und her bewegt wer den. Am Grunde der Führung befindet sich ein Ring 26, der die Schnappscheibe an ihrem Umfang auf der der Schneide 20 abgewendeten Seite berührt. Ein Ventilbolzen 28 kann in dem Ventilkörper 24 hin und her bewegt wer den, wobei sein inneres Ende auf den Feder armen 16, 16 der Schnappscheibe aufliegt.
Bei der umgeschnappten Lage nach Fig. 5 liegt der Ventilbolzen 28 auf den äussersten Enden der Federarme 16, 16. Da diese äusser sten Enden der Federarme 16, 16 sich über den Scheitelpunkt der Schnappscheibe hinaus er strecken, und zwar infolge der oben erwähn ten Winkellage des Querschlitzes, wird der Ventilbolzen 28 um ein entsprechend grösseres Stück angehoben. Wenn die Länge der Fe derarme 16, 16 durch Verkleinerung des Win- kels des diagonalen Schlitzes 14 vergrössert würde, wäre die Überhöhung der Arme noch grösser, wobei jedoch die Federkraft geringer wäre.
Die Abnahme der Federkraft könnte durch eine Vergrösserung der Scheibendicke, der Tiefe der Scheibe oder durch Verkürzung der Länge der parallelen Schlitze 10, 10 kom pensiert werden. Wie aus der gestrichelten Linie 20 in Fig.6 hervorgeht, die diagonal zwischen den äussersten Enden der parallelen Schlitze 10, 10 liegt, kann der Winkel des Schlitzes 14 auch nur etwa 30 betragen.
Die bei dem Umsehnappen der Scheibe auf tretenden Kräfte gehen aus den Fig. 4 bis 7 hervor. Wenn ein Druck auf den Druckkörper 18 in der Pfeilriehtung nach Fig. 4 ausgeübt, wird, dann bewegen sich die Sektoren<I>C, D</I> geringerer Tellerhöhe, die einen kleineren Weg zurückzulegen haben, wie die Sektoren 3, B grösserer Tellerhöhe, früher durch die Umschnappstellung wie die letzteren.
Die in den schraffiert gestrichelten Sektoren der Fig. 6 bei Annäherung der Radien A und B an den Umschnappunkt gespeicherte Energie wird dadurch erhöht, und wenn der Druclz- körper 18 den Umschnappunkt der Scheibe erreicht, dann wird diese Energie ausgelöst und eine starke Ablenkung der Federarme 16, 16 hervorgerufen. Es sei aber darauf hingewiesen, dass das Umschnappen der Scheibenabschnitte mit den Radien 11, <I>B,</I> C und<I>D</I> im wesentlichen im gleichen Zeitmoment erfolgt und daher keine wahrnehmbar unterbrochene Bewegung der Federarme 16, 16 hervorrufen wird.
Es werden also Zug- und Druckbeanspru chungen von dem Mittelpunkt der Schnapp scheibe beim Betrieb ferngehalten, und die durch die beweglichen Arme aasgeübte Kraft wird relativ gross, so dass sich eine relativ starke Schnappwirkung ergibt und die Vor richtung gegen relativ grosse Gas- oder Ventil- federdrueke arbeiten kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Schnappvorrichtung mit einer kreisför migen, gewölbten Schnappscheibe, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe ein Paar von parallelen Schlitzen auf gegenüberliegenden Seiten ihres Mittelpunktes aufweist, deren Aussenseiten sehnenförmig zum Umfang der Scheibe verlaufen, um die Schnapp- und Rück- whnappkräfte auf einander gegenüberliegende Scheibensektoren zu konzentrieren, wobei die Schlitze durch einen Querschlitz verbunden sind, der in dem zwischen dem Schlitzpaar lie genden Teile der Scheibe verläuft. UNTERANSPRÜCHE 1.Schnappvorrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die par allelen Schlitze gleich breit sind und eine Länge von annähernd 1/;, des Scheibendurch messers haben. 2. Schnappvorrichtung nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass der Querschlitz durch den Mittelpunkt der Scheibe hindurchgeht und schräg zu den parallelen Schlitzen verläuft. 3. Schnappvorrichtung nach Unteran spruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkel zwischen dem Querschlitz und den par allelen Schlitzen zwischen 30 und 45 liegt. 4. Schnappvorrichtung nach Unteran spruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die durch die Schlitze gebildeten Federarme (16) tangential zu der gewölbten Oberfläche der Scheibe verlaufen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH320485T | 1953-10-16 |
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| Country | Link |
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| WO1998040257A1 (de) * | 1997-03-13 | 1998-09-17 | Robert Bosch Gmbh | Hydraulisch betätigbares absperrventil und hydraulische fahrzeugbremsanlage |
-
1953
- 1953-10-16 CH CH320485D patent/CH320485A/de unknown
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| WO1998040257A1 (de) * | 1997-03-13 | 1998-09-17 | Robert Bosch Gmbh | Hydraulisch betätigbares absperrventil und hydraulische fahrzeugbremsanlage |
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