CH320827A - Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von Metallen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von MetallenInfo
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Description
<B>Verfahren und Vorrichtung</B> zum <B>Frischen von Metallen</B> Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Fri- sehen von Metallen vermittels Düsen.
Es ist beim Frischen von Metallen bekannt, das gasförmige Frischmittel anstatt durch den Boden des Frischgefässes, wie es beim übli chen Koriv erter geschieht-, von oben her in das Metallbad einzuführen. Dabei hat. man das Frischmittel entweder auf oder unter die Ober fläche des Metallbades geblasen.
Bei dein Aufblasen auf die Oberfläche wird die Blas- düse nielit der Berührung, mit dem .@Tetallbad ausgesetzt., sondern nur der Strahlungswärme der Umgebung. Diesen Temperaturangriff hat man durch Kühlurig der Düse beherrschen können.
Dagegen hat man bei von oben her in das Bad eingetatiehten Düsen, mit denen eine wesentlich intensivere Frischwirkung als beim Aufblasen auf die Bad'oberfläehe erzielt. wird, insbesondere beim Frischen mit. ,Sauerstoff oder einem Wind mit hohem.
Sauerstoffgehalt, sich bisher damit abgefunden, dass die Düsen durch das Metallbad zerstört. wurden, und daher ungekühlte Rohre, sogenannte Lanzen, verwendet, die am vordern Ende mehr oder weniger schnell abbrannten und entsprechend in das Bad hinein nachgeschoben wurden, bis sie erneuert. wurden. .
Man hat versucht, den. starken Abbrand dadurch zu verringern, dass man die Rohre mit. feuerfesten oder schwer oxydierbaren Massen überzog. Der hohe Rohrverbrauch kann aber durch. solche Isolierung nur in ge ringem Masse herabgedrückt werden. Dieser Umstand und die durch. den häufigen, Lanzen- weehsel bedingten Arbeitsunterbrechungen machen aber das Verfahren unwirtschaftlich.
Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Frischen von Metallen vermittels Düsen, die mit. einem Kühlmantel umgeben sind, werden die Düsen von oben her in das Metallbad derart eingetaucht, dass wenigstens das vor dere Ende der Düsen in einem Winkel zur Vertikalen steht.
Es hat sich gezeigt, dass bei diesem Ver fahren die gekühlten Düsen ohne Zerstörung in das Bad eingetaucht werden können. Offen bar erfolgt die Zerstörung eingetauchter Dü sen in erster Linie durch Oxydationsprodukte des Bades. Diese erzeugen bei senkrecht ste henden Düsen, an denen entlang sie hochstei gen, nicht nur hohe örtliche Erhitzung, son dern auch Korrosionsangriffe, die durch Kühlung nicht zu vermeiden sind. Tritt da gegen das Frischmittel in einem Winkel zur Vertikalen aus der Düse aus, setzt es das Bad in Bewegung von der Düse weg.
Dadurch bewegen sich nicht nur die durch das Frisch mittel örtlich hoeherhitzten Teile des Bades von der Düsenmündung hinweg, sondern auch die aufsteigenden Oxydationsprodukte strei chen nicht, mehr an der Düse entlang und kön- nen diese daher nicht korrodierend angreifen. Auf dieseWeise ist es möglich, bei guter Küh lung den Düsen eine hohe Lebensdauer zLl ver schaffen.
Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens, bei der der Kühlmittelraum der Düse durch eine bis nahe an die Düsenmündung heranreichende Trennwand in zwei konzentrische Ringräume geteilt ist und das Kühlmittel in den innern Ringraum eintritt und aus dem äussern Ring- raiun austritt, wird die Güte der Kühlung dadurch erhöht, dass die Trennwand im Kühl raum der Düse aus zwei mit Abstand vonein ander übereinander angeordneten und an den Enden, zum Beispiel durch Verschweissen, miteinander verbundenen Rohren besteht.
Eine vorhandene Luftschicht zwischen diesen Rohren verursacht einen schlechten Wärme übergang vom äussern Rohr zum innern Rohr. Dadurch wird vermieden, dass das von der Düsenmündung zurückströmende Kühlmittel seine Wärme an das einströmende Kühlmittel abgibt und erreicht, da.ss das Kühlmittel mit sehr hoher Temperatur austritt, also vollstän dig zur Kühlung ausgenutzt und eine wesent liche Einsparung an Kühlmittel erzielt wird. Als Kühlmittel kommt in erster Linie Wasser in Betracht.
Zur Erzielung eines geringen, aber gleich mässigen Abstandes der die Trennwand bil denden Rohre kann das Innenrohr zweckmässig in. steilgängiger :Schraubenlinie mit einem run den Draht. umwickelt sein, der an seinen En den mit. dem Rohr verschweisst ist.. Der Hohl raum der 'Trennwand kann aber auch mit einem Wärmeisolatnonsstoff, zum Beispiel Albest, ausgefüllt sein.
Zur Erhöhung der wärmeabgebenden Ober fläche des Mantels der Düse kann zweckmässig die äussere Wand des 1%'-ühlmittelralimes auf der Innenseite mit Kühlrippen versehen sein.
Auf der Zeichniurg ist ein Ausführungs- beispiel einer Vorrichtung zur Durchführaing des Verfahrens nach der Erfindung darge stellt. Es zeigt Fig.l die Vorriehtung im Längssehnitt - der mittlere Teil ist. herausgebrochen und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-11 in Fig. 1.
Die dargestellte Blasdüse hat eine pfeifen förmige Gestalt und besteht im wesentlichen aus drei ineinandergesteekten konzentrischen Rohren 1, 2 und 3. Das den Mantel bildende Rohr 1 ist. an seiner Innenfläche mit Rippen 4 versehen, deren innenliegende Kanten als Auflage für das Rohr 2 dienen. Dieses Rohr ist doppelwandig. Die Wände schliessen einen Wärmeisolationsstoff 5 ein, zum Beispiel As bestmasse. Auf das vordere Ende der Düse ist. eine Kappe 6 aufgesetzt., die ringförmig gestaltet und mit ihrer Innenkante mit dem für die Zuführung des Frischmittels dienen den Rohr 3 und mit ihrer Aussenkante mit dem Mantelrohr 1 verschweisst ist.
Der die Kappe darstellende Ring hat einen halbkreis förmigen Querschnitt und ist mit radial an geordneten Rippen 7 versehen, deren Anzahl zweckmässig mit der Anzahl der Rippen übereinstimmt. und die sieh an diese Rippen anschliessen.
Die Blasdüse ist. mit ihrem Rohr 3 an eine Frischmittelzuleitung angeschlossen. Das obere Ende der Düse ist mit einer Halteplatte 8 der Blasvorrichtung verbunden, die eine Durchtrittsöffnung 9 aufweist, durch die das Rohr 3 hindurchragt und die den Ringrahm 10 zwischen den Rohren 2 und 3 freilässt. Auf die Halteplatte 8 ist eine Haube 11 aufgesetzt, die das obere Ende der Düse abschliesst und durch die das Rohr 3 hindurchtritt. Die Haube 11 ist an eine Kühlmittelzuleitung 12 ange schlossen. In der Nähe der Halteplatte 8 sind die Rippen 4 fortgelassen, so dass zwischen den Rohren 1 und ?ein freier Ringraum 13 entsteht.
An diesen ist ein Rohr 14 ange schlossen.
Als Kühlmittel kommt im wesentlichen Wasser in Betracht.. Dieses strömt durch das Rohr 1 2 in die Haube 11 und aus dieser in den zwischen den Rohren 2 und 3 liegenden Ringraum 10 bns zum vordern Ende der Düse, wird in der Kappe<B>16</B> umgelenkt. und tritt, zwi# sehen den Rippen 4 hindurchströmend, durch das Rohr 14 aus.
Der Wärmeisolationsst.off 5 verhindert die Erwärmung des einströmenden Wassers durch das zurückströmende Wasser.
Das Verfahren und die Vorrichtung ge mäss der Erfindung eignen sich besonders zum Vorfrischen von Roheisen; sie können aber auch zum Fertigfrischen von Stahl nach dem sauren oder basischen Windfrischverfahren sowie zum Frischen von Metallen und Metall- legierungen verwendet werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum Frischen von Metallen vermittels Düsen, die mit. einem Kühlmantel umgeben sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Düsen von oben her in das Metallbad derart eingetaucht werden, dass wenigstens das vordere Ende der Düsen in einem Winkel zur Vertikalen steht. 1I. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I,bei der der Kühlmittelraum der Düse durch eine bis nahe an die Düsenmündung heranreichende Trenn wand in zwei konzentrische Ringräume geteilt ist Lund das Kühlmittel in den innern Ring raum eintritt und aus dem äussern Ringraum austritt, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand im Kühlraum der Düse aus zwei mit Abstand voneinander übereinander ange ordneten und an den Enden miteinander ver bundenen Rohren besteht.UNTERANSPRÜCHE 1, Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum der Trennwand mit Wärmeisolationsstoff aus gefüllt ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass auf das innere Rohr der Trennwand ein Draht aufgewickelt ist. 3. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die äussere Wand des Kühlmittelraumes auf der Innenseite mit Kühlrippen versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE320827X | 1952-06-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH320827A true CH320827A (de) | 1957-04-15 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH320827D CH320827A (de) | 1952-06-13 | 1953-06-02 | Verfahren und Vorrichtung zum Frischen von Metallen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH320827A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1275558B (de) * | 1961-08-09 | 1968-08-22 | Hufnagl Walter | Abdichtung an Duesenkoerpern |
-
1953
- 1953-06-02 CH CH320827D patent/CH320827A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE1275558B (de) * | 1961-08-09 | 1968-08-22 | Hufnagl Walter | Abdichtung an Duesenkoerpern |
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