CH321609A - Verfahren zum Plattieren von schwer plattierbaren Leichtmetallegierungen - Google Patents
Verfahren zum Plattieren von schwer plattierbaren LeichtmetallegierungenInfo
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Description
Verfahren zum Plattieren von schwer plattierbaren Leichtmetallegierungen Das Aufbringen einer Plattierung, sei es zum Zwecke des Korrosionsschutzes, sei es aus andern Gründen, hat gerade auf dem Leichtmetallgebiet ausserordentlich grosse An wendung gefunden und gewisse Verwendungs gebiete den Leichtmetallen überhaupt erst erschlossen, Trotz des verhältnismässig hohen Standes der Technik auf dem Gebiet des Plat- tierens von Leichtmetallen bereitet letzteres immer noch in manchen Fällen beträchtliche Schwierigkeiten. Die Ursache dieser Schwierigkeiten besteht meist darin, dass die zu plattierende Legie rung stark zur Ausbildung einer Oxydschicht neigt. Wenn nun das Material vor dem Plat tieren auf Schweisshitze gebracht wird, so ist es nur schwer möglich, eine genügend blanke Oberfläche zu bewahren, welche allein ein einwandfreies Verschweissen von Grundmate rial und Plattierschicht zulässt. Abgesehen davon sind manche Legierun gen, und zwar insbesondere solche mit stark heterogenem Gefügeaufbau, schwer plattier bar. In dem für das Walzen ausschliesslich in Betracht kommenden Temperaturbereich hat nämlich das Metall an verschiedenen z. B. ge- seigerten Stellen eine sehr verschiedene Pla stizität, wodurch ein gleichmässiges Verschwei ssen von Grundmaterial und Plattierschicht erschwert wird. Die Folge eines mangelhaften Versehweissens der Plattierschicht ist aber stets Blasenbildung bei der folgenden Wärme- Behandlung und dadurch Ausfall der Betref fenden Bleche. Es sind. auch bereits verschiedene Wege bekanntgeworden, um in schwierigen Fällen ein besseres Verschweissen zu erreichen. Das radikalste Mittel zur Vermeidung einer Ober- ilächenverzunderung, das Glühen und allen falls auch Plattieren des Werkstoffes in einer Schutzatmosphäre, konnte sich jedoch wegen der grossen betrieblichen Schwierigkeiten bei Leichtmetallen noch nicht einführen. Ferner Sind auch Vorschläge bekanntgeworden, das Verschweissen durch Anwendung einer mehr schichtigen Plattierung zu erleichtern; dabei wird zunächst auf das Grundmetall eine be sonders leicht verschweissende Legierung auf gewalzt, auf die dann eine aus einer solchen Legierung bestehende Schicht aufgebracht. wird, welche den Aufgaben der Plattierung, z. B. dem Korrosionsschutz, in besonderem Masse gewachsen ist. Dabei ist aber bisher immer so vorgegangen worden, dass die Zwi schenschicht nach dem gleichen Plattierver fahren aufgebracht wurde wie die äussere Deckschicht. Grundsätzliche Mängel des Ver fahrens mussten daher auch beim Aufbringen der Zwischenplattierung bestehen bleiben. Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Plattieren von schwer plat tierbaren Leichtmetallegierungen mit Hilfe einer mit dem Grund- und Plattierwerkstoff verschweissenden ZvPischenschicht, das da- durch gekennzeichnet ist, dass die Legierun gen in der Strangpresse vorgepresst und dabei gleichzeitig mit einer Zwischenschicht von einer gut verschweissbaren Legierung bzw. einem Reinmetall versehen werden, auf die im Zuge des Abwalzens des vorplattierten Pressknüppels die eigentliche Plattierschicht durch Walzplattieren aufgebracht wird. Das Aufbringen einer Zwischenschicht durch Strangpressen ist auch bei sonst kaum plattierbaren Legierungen ohne Schwierig keiten möglich, da sich an den getrennt in die Strangpresse eingebrachten Grund- und Plat tierwerkstoffen während ihres Ausfliessens aus dem Presswerkzeug stets frische, an beiden Werkstoffen vollkommen oxydfreie Oberflä chen bilden, die vom Augenblick ihres Ent stehens an in engstem gegenseitigem Kontakt stehen Lund durch den Pressvorgang ver schweisst werden. Das Verschweissen ist daher unabhängig von der Oxydationsneigung des Grundwerkstoffes auch bei 'Werkstoffen -mit stark heterogenem, erhebliche Seigerungen aufweisendem Gefüge ohne Schwierigkeiten zu erreichen. Den 'Werkstoff der so aufge brachten Vorplattierung wählt man dabei nach dem Gesichtspunkt günstiger Schweiss- barkeit; vorzugsweise wird man dabei den mehr oder weniger reinen Hauptgrundstoff der Legierung wählen, bei Aluminiumlegie rungen z. B. Reinaluminium. Der so vorplat- tierte Pressknüppel kann dann auf den ge wünschten Querschnitt abgewalzt werden, wo bei auf die Vorplattierschicht die eigentliche Plattierschicht durch Walzplattieren aufge schweisst wird. Dieses bereitet keine Schwie rigkeiten mehr, da die Verbindung ja nicht mehr zwischen dem schwer plattierbaren Grundmaterial und der Plattierschicht, son dern zwischen der leicht verschweissenden Zwischenplattierschicht und der Aussenplat- tierung erfolgt. Das an sich naheliegende Plattieren des Werkstoffes in der Strangpresse sowie das Verwalzen derart einfach plattierter Knüppel bis auf Fertigstärke ist jedoch deswegen nicht durchführbar, weil dem Plattieren in der Strangpresse ein wesentlicher Nachteil an- haftet. Auf diesem Wege des Plattierens ist es nämlich nicht möglich, eine auf dem gan zen Umfang des Pressknüppels, im besonderen aber über die ganze Länge desselben gleich bleibende Dicke der Plattierschicht zu er zielen. Während die Dicke der Plattierschicht am Pressanfang stets verhältnismässig hoch ist, wird sie gegen das Ende des Pressens ganz besonders gering. Man muss jedoch Wert darauf legen, eine möglichst gleichmässige Dicke der Plattierschicht auf dem ganzen Werkstück zu erreichen; denn eine zu dicke Plattierung drückt im allgemeinen die Festig keitseigenschaften des Werkstückes unnötig stark herunter, eine zu dünne Plattierung ver mag jedoch ihre Aufgabe nicht zu erfüllen. Dieser Mangel des Plattierens in der Strangpresse kann dadurch behoben werden, dass in der Strangpresse nur eine möglichst dünne Vorplattierung aufgebracht wird, die am Pressende in einen hauchdünnen, kaum mehr nachweisbaren Film auslaufen kann. Ein solcher Film, der an seinem dünneren Ende eine Stärke von einigen Hundertstel Millimetern oder auch weniger, als ein Hun dertstel Millimeter betragen kann, genügt je doch schon, die Verschweissbarkeit grund legend zu verbessern. Die Erfindung sei an dem Beispiel des Plattierens eines Bandes aus einer an sieh schwer plattierbaren Aluminiumlegierung mit beispielsweise einer Aluminium-Magnesium- Legierung erläutert. Das als Vormaterial für das 'Walzwerk dienende Band wird in einer Strangpresse geformt und dabei gleichzeitig mit einer als Zwischenschicht dienenden Vor- plattierung aus technisch reinem Aluminium versehen, indem vor den auszupressenden Barren eine Scheibe aus technisch reinem Alu minium gelegt wird. Dieses Band wird nun in einem zweiten Verfahrensschnitt unter Aufbringen der endgültigen Plattierung mit der Aluminium-Magnesium-Legierung in einem Walzwerk auf die Stärke des gewünsch ten Bandes bzw. Bleches heruntergewalzt. Die Plattiersehicht haftet wegen der Zwi schenschicht aus Aluminium sehr fest auf dem Kernmaterial. Durch das erfindungsgemässe Verfahren kann mit Sicherheit erreicht werden, dass die Schichtstärke an der Oberfläche auf die ganze Länge hin praktisch gleichmässig ist. Besondere Bedeutung hat das erfindungs gemässe Verfahren für das Plattieren von Aluminium-Zink-Magnesium-Legierungen. So lässt sich z. B. eine Legierung der Gattung Al-Zn-Mg mit 4 0/o Zink, 2 0/o Magnesium und 0,5 0/o Mangan, Rest Aluminium, auf dem Wege des üblichen Walzplattierens nur sehr schwer und mit grossem Ausschluss wegen Blasenbildung plattieren. Nun kann sie so verarbeitet werden, dass sie zunächst in der Strangpresse mit einer dünnen Vorplattie- rung mit technisch reinem Aluminium (99,5) versehen wird, auf die als Korrosionsschutz durch Warmwalzen die Hauptplattierschicht, beispielsweise aus einer Aluminium-Mangan- Legierung mit 0,8 0/a Mangan, Rest Alumi nium, aufgebracht wird. Statt der Alumi nium-Mangan-Legierung, wie sie auch für das Plattieren der bekannten Aluminium-Kupfer Magnesium-Legierungen verwendet wird,, kann zum Zwecke des Korrosionsschutzes auch eine andere Legierung, z. B. eine solche mit 3 0/o Zink, Rest Aluminium, verwendet werden. Besonders zweckmässig erweist sich das erfin dungsgemässe Verfahren für das Plattieren von Lagerlegierungen auf Aluminiumbasis reit. irgendwelchen aus konstruktiven oder metallurgischen Gründen gewünschten Plat tierlegierungen; denn derartige Lagerlegie rungen sind meist stark heterogen aufgebaut und daher an sich schwer plattierbar.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Plattieren von schwer plattierbaren Leichtmetallegierungen mit Hilfe einer mit dem Grund- und Plattier iverkstoff verschweissenden Zwischenschicht, dadurch gekennzeichnet, dass die Legierungen in der Strangpresse vorgepresst und dabei gleichzeitig mit einer Zwischenschicht von einer gut verschweissbaren Legierung bzw. einem Reinmetall versehen werden, auf die im Zuge des Abwalzens des vorplattierten Press- knüppels die eigentliche Plattierschicht durch Walzplattieren aufgebracht wird. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass es auf das Plattie ren von Legierungen auf Aluminiumbasis an gewendet wird. 2.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zum Plattieren von Aluminium-Zink-Magnesium-Legierungen, auf diese zunächst in der Strangpresse eine Zwi schenschicht aus Reinaluminium aufgebracht wird, worauf die eigentliche Plattierschicht auf die letztere aufgewalzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Grundwerkstoff von einer Aluminium- Legierung mit etwa 40/o Zink, 20/o. Magne sium und 0,5 0/o Mangan ausgegangen wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, da.ss eine Plattierschicht aus einer Aluminium- Magnesium-Legierung mit etwa 0,8 0/o Magne sium, Rest Aluminium, aufgewalzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Plattierschicht aus einer Aluminium- Zink-Legierung mit etwa 3 0/o Zink, Rest Alu minium, aufgewalzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH321609T | 1954-02-03 |
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| CH321609D CH321609A (de) | 1954-02-03 | 1954-02-03 | Verfahren zum Plattieren von schwer plattierbaren Leichtmetallegierungen |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1153536B (de) * | 1959-04-30 | 1963-08-29 | Ver Leichtmetallwerke Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Strangpressprofilen mit hoher Dauerfestigkeit aus Aluminiumlegierungen der Gattung AlCuMg |
| DE1758496B1 (de) * | 1968-06-14 | 1971-09-08 | Vaw Ver Aluminium Werke Ag | Verbundwerkstoffbahn zur herstellung von hohlkoerpern |
-
1954
- 1954-02-03 CH CH321609D patent/CH321609A/de unknown
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| DE1153536B (de) * | 1959-04-30 | 1963-08-29 | Ver Leichtmetallwerke Gmbh | Verfahren zur Herstellung von Strangpressprofilen mit hoher Dauerfestigkeit aus Aluminiumlegierungen der Gattung AlCuMg |
| DE1758496B1 (de) * | 1968-06-14 | 1971-09-08 | Vaw Ver Aluminium Werke Ag | Verbundwerkstoffbahn zur herstellung von hohlkoerpern |
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