Drehstrom-Vierleiter-Induktionszahler I^'ür lWlehstrom-Vierleiter-Induktionszähler ist es bekannt, drei Triebsysteme und einen Zahleranker mit drei Triebscheiben anzuord nen. wobei jedes Triebsystem auf eine ihm afiein zugeordnete Triebscheibe wirkt, damit zwischen den Trieb- und Streufl ssen der drei systeme keine gegenseitige Verkettung auf- tritt. Derartige Zähler bedingen ein relativ grosses Gehäuse und einen schweren Zähler auker. Es wurde deshalb versucht, einen ZÏhleranker mit nur einer Triebscheibe zu ver wenden und alle drei Triebsysteme auf diese eine Triebscheibe wirken zu lassen.
Von ZÏh mit mit zwei Triebsystemen, z. B. in Aron schaltung'ausgehend, bei welchen die beiden Triebsysteme diametral angeordnet sind, wurden bei den bekannten Zählern mit drei Triebsystemen zwei Triebsysteme ebenfalls diametral und das dritte Triebsystem unter eineinrechtenWinkelzu den beiden andern hintor die Ankerachse gesetzt. Diese Plaeie- rung der Triebsysteme führt infolge der klei nen räumlichen Abstände zwischen je zwei in) recliten Winkel zueinander stehenden Triebsystemen zu einer starken Verkettung cler Trieb-und Streuflüsse, wahrend zwischen den sieh gegenüberliegenden Triebsystemen die Verkettung geringer ist.
Die komplizierte gegenseitige Beeinflussnng der Spannungstriebflüsse untereinancler, der Stromtriebfl sse nntereinander, die gegenseitige Beein flussung der Spannungs-und Stromtrieb- i'lüsse sowie die Beeinflussung der Span nnngs-und Stromstreuflüsse untereinander und gegeneinander und die Beeinflussung der Triebfliisse durch die Streuflüsse bewirken, dass der Zähler teilweise als Asynchronmotor lÏuft und dadurch stark drehfeldabhängig ist.
Unter Drehfeldabhängigkeit der Zähleranzeige wird der Fehler verstanden, den der Zähler anzeigt, wenn zwei Phasen miteinander vertauscht werden, bezogen auf den Fehler bei normaler Phasenfolge.
Es ist nun bekannt, einen wesentlichen Anteil der Drehfeldfehler dadurch zu beseitigen, dass die Triebscheibe des Zählerankers nicht aus homogenem Aluminiumblech hergestellt wird, sondern aus dünnen, radial ge schlitzten Aluminiumseheiben, deren Schlitze regelmässig gegeneinander versetzt und die elektrisch voneinander isoliert sind, zusam mengeklebt ist. Durch die Anwendung einer derartigen Triebscheibe wird die elektrische Kopplung der Triebsysteme über die Triebscheibe unterbunden. Die magnetische Kopplung der Triebsysteme kann durch magnetisch isolierte Befestigung der Triebsysteme am Tragrahmen teilweise beseitigt werden.
Der noch verbleibende, von den Streuflüssen herrührende Fehler konnte'bisher durch Kom pensations-und Abgleichmittel nur teilweise behoben werden und bereitete über den ganzen Lastbereich, speziell aber für sehr kleine und sehr grole Last, erhebliche Schwierig keiten.
Die vorliegende Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, dass eine mögliehst sym metrische, gleichmässige und vollkommene Verkettung der Streuflüsse leichter zu kompensieren sei als eine willkürliche und unvollkommene und benützt diese Anschauung zur Kompensation der Spannungsstreuflüsse. Die Erfindung betrifft einen Drehstrom-Vierleiter Induktionszähler mit drei Triebsystemen und einer Triebscheibe am Zähleranker, auf wel elie alle drei Triebsysteme wirken, welcher Zähler dadurch gekennzeichnet ist, dass die drei Triebsysteme in Richtung der Ankerachse gesehen je um 19-0 zueinander versetzt sind und dass zur Kompensation des Spannungsstreuflusses ein sternförmiges,
dreiarmiges Kompensationsblech aus magnetisch leitendem Material in einer Ebene parallel zur Triebscheibe angeordnet ist, dessen Arme ebenfalls um 120 zueinander versetzt sind und welche am Rücken der Spamungstrieb- eisen magnetisch isoliert befestigt sind, um die betreffenden Spannungsstreuflüsse sternför- mig miteinander zu verketten. Zweckmässigerweise weist dabei jeder Arm des Streubleches einen Seitenarm mit sich verjüngendem Querschnitt auf, um den Grad der Streuflussver- kettung einstellen zu können.
Insbesondere ist es hierfür zweckmässig, das Streublech aussen nach Teilen eines Kreises zu begrenzen und an jedem Spannungstriebeisen in einer Nut eines magnetisch isolierenden Metallteils unter Haftreibung zu lagern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 die Anordnung der Triebsysteme und der Spannungsstreuflusskompensation bei einem Drehstrom-Vierleiterzähler in teilweiser schematischer Darstellung im Aufriss, in
Fig. 2 den zugehörigen Grundriss, in
Fig. 3 eine Ansicht in Richtung A.
Die drei Triebsysteme sind mit I, II, III bezeichnet und unter drei gleichen Winkeln, das heisst um 120 in Richtung der Ankerachse 11 gesehen, zueinander versetzt. Alle drei Triebsysteme sind genau gleich ausgebildet und bestehen je aus einem Spannungstriebeisen, welches oberhalb der Triebscheibe 12 und je einem Stromtriebeisen, welches nnterhalb der Triebscheibe 12 dem Span nungstriebeisen gegeniiberliegend angeordnet ist. Der Tragrahmen und die Befestigung der Triebeisen an diesem Tragrahmen ist in der Zeichnung weggelassen. Ebenso sind das Bremssystem und die Strom-und Spannungsspulen weggelassen und die Strom-und Span nungswieklungen sind nur schematisch angedeutet.
Das Triebsystem I ist an die Phase R, Triebsystem II an Phase S, Triebsystem III an Phase T angeselilossen. Ein Spannungstriebeisen besteht aus einem Rahmen mit zwei Schenkeln 13, 1. 4 und einem mittleren Kern 15, dessen Pol 16 seitlieh verbreitert ist und mit den Schenkeln 13, 14 je einen Luftspalt bildet. Auf dem Kern 15 ist die Spannungsspule angebracht. Die Stromeisen sind U-for- mig und die Pole der Sehenkel 17, 18 liegen dem Spannungspol 16 und den beiden Luftspalten gegeniiber. Auf den Sehenkeln 17, 18 sind die beiden Stromwieklungen aufgebracht.
Stromeisen und Spannungseisen sind lamel liert. Vom Rüeken eines jeden Spannungseisens ist ein massiver Eisenarm 19 unter die Triebseheibe 12 gezogen, dessen Ende 20 etwas v erjüngt ist und zwischen den Stromeisenpolen liegend den Spannungsgegenpol bildet.
Auf jedem Stromeisenpol ist je ein massives Eisenplättehen 21, 22 als Polplättchen ange- bracht. Die Triebeisen bedürfen keiner speziellen Dimensionierung, indem sie etwa aus Raummangel speziell sehmal und hoch dimensioniert sein müssen ; vielmehr bietet die Raumaufteilung unter drei gleiehen Winkeln bezüglich der Ankerachse so viel freien Raum, dass serienmässige, z. B. für Einphasenzähler hergestellte, Triebeisen Anwendung finden können.
Die Triebscheibe 12, welehe mittels einer Nabe 23 auf der Ankerachse 11 befestigt ist, ist aus dünnen, mit radialen Sehlitzen 24 versehenen und elektrisch voneinander isolierten Aluminiumblättern zusammengeklebt, wobei die Sehlitze von Blatt zu Blatt regelmässig gegeneinander versetzt sind. Die verwendete Scheibe ist aus sechs Blättern mit je fünf gleichmässig verteilten Schlitzen zusammenge- setzt. Der Winkel zwischen den Schlitzen von zweibenachbarten BlÏttern betrÏgt 360¯/5.6= 12¯.
Eine derartige Scheibe unterbindet die Streu- ung der Seheibenstrome aus dem Bereich eines Triebsystems in den Bereich der andern Triebsysteme.
Zur Kompensation des Spannungsstreuflusses ist ein sternformiges, dreiarmiges Bleeh aus ferromagnetisehem Alaterial vorgesehen, welches die Spannungsstreuflüsse am Rüeken der Spannungstriebeisen symmetrisch miteinander verkettet. Dieses Kompensationsblech besitzt einen kreisringformigen Mittelteil 25, durch dessen Loch das Oberlager der Ankeraehse zugänglich ist, und drei Arme 26, welche je drei gleiche Winkel, also 120¯, zueinander einschliessen.
Jeder Arm 26 weist einen seitin in eine Spitze auslautenden Lappen 27 auf, und das Blecli ist aussen durch Teile 28 einer Kreislinie begrenzt, deren Radius wenig kleiner ist als der Abstand der Spannungstriebeisen von der blette der Ankerachse. Zur Kopplung des Kompensationsbleches mit den Spannungstriebeisen stehen die Gegenpoleisen l 9 mit einem Lappen 29 über die Spannungstriebeisen hinaus etwas vor und bilden dadurch je eine Kopplungsfläche.
Das Kompensationseisen ist magnetiseh isoliert und mit jedem Arm zwischen einem Messingplättchen 30 und einer Alessingbride 31 durch Haftrei- bung gehalten. Die PlÏttchen Die Plättehen Briden 31 sind je mit zwei Sehrauben 32 an die Ge- genpoleisen 19 angeschraubt. Das Kompen sationsblech kam so eingeschwenkt werden, da¯ die Lappen 27 je nach Bedarf nach links eder nach rechts weisen, und die Kopplung ist dureh mehr oder weniger starkes Einschwenken der Lappen einstellbar. Durch dieses Kompensationsblech kann ein drehfeldabhängiger Fehler, der nur bei kleiner Last störend auftritt, einstellbar kompensiert werden.