CH321967A - Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers

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CH321967A
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/02Sand moulds or like moulds for shaped castings
    • B22C9/04Use of lost patterns

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers    Die     Erfindung    betrifft ein Verfahren zur       Herstellung    eines Formkörpers unter     Ver-          wenrIun;    trockener,     rieselfähnger        Formmasse,          wc,lehe    aus einer Mischung eines gekörnten  Füllstoffes und eines in Anwesenheit von  Wassermolekülen zur     Wirkung    kommenden       Bindemittels        besteht.    Die Erfindung ist     da-          dureli    gekennzeichnet,

   dass Wasser minde  stens zu einem Teil in     dampfförmigem    Zu  stand der Formmasse zugeführt wird.  



  Es ist bekannt, bei einem. Verfahren zur       Heisstellung    einer     Präzisionsgiessform    ein       @Vaebsinodell    des herzustellenden     Gussstüekes     in einen wasserdurchlässigen Formkasten zu       setzen    und in diesen Formkasten ein vor  bereitetes Gemisch aus Sand und Zement in       Forin    eines trockenen     Pulvers    auf dem.     Rütt:el-          tiseh        eiiizufül:

  len.    Bei diesem Verfahren wird  anschliessend der gefüllte Formkasten in       eilten    Behälter gestellt und hierauf Wasser  in den Behälter gegossen, welches die     Form-          iriasse        duu-ehtränkt.    Der Behälter wird dann  entleert und die Form bis zur vollständigen  Erhärtung stehengelassen, worauf der gebil  dete Formkörper unter Ausschmelzen des       @Vaelisinodelles        get-roeknet    und anschliessend       gf@brannt    wird.

   Die Nachteile dieses Verfah  rens bestehen darin, dass bei der     Durchträn-          Icun;-    der Formmasse diese sehr viel mehr  Wasser aufnimmt als zur     Abbindung    des Ze  mentes nötig ist. Das Verfahren bedingt des  halb einen     umständlichen        und    zeitraubenden       Troeknungsprozess,    um das     überschüssige       Wasser aus der Formmasse zu entfernen. Zum  Trocknen werden     Trocknungsöfen        benötigt,     die schon bei kleinen 'Tagesproduktionen in  folge des zeitraubenden     'Trocknungsprozesses     beträchtliche Dimensionen aufweisen müssen.

    Ferner erhöht das 'Trocknen derart mit Wasser  durchtränkter Formmassen die     Rissgefahr.     



  Zur     Erzeugung    von     Gussstücken    mit glatter  Oberfläche nach dem     Präzisionsgiessverfahren     ist es in der Regel üblich, dass das Modell  des herzustellenden     Gussatückes    mit. einem  durch Tauchen oder Aufspritzen auf seine  Oberfläche aufgebrachten Überzug versehen  wird, welcher aus einem flüssigen Brei eines  sehr feinkörnigen feuerfesten Stoffes und  einem     geeigneten    Bindemittel - zum Beispiel       Äthylsnlikat    oder Wasserglas - besteht..

   Wird  nach dem geschilderten, bekannten Verfahren  ein mit einem solchen, nicht wasserfesten Über  zug     versehenes        N@Taclismodell    in die vorbe  reitete trockene Formmasse eingebettet und  diese hierauf mit Wasser durchtränkt, kann  die mit dem Überzug in Berührung kommende  Flüssigkeit     letzteren    zum Quellen und Wer  fen bringen, was die Herstellung formgetreuer       CTussstücke    mit fehlerfreier Oberfläche     verun-          möglicht.     



  Das erfindungsgemässe Verfahren ermög  licht, diese Nachteile auszuschalten. Bei der  Zuführung des     Wassers    in Dampfform er  hält die Formmasse gerade nur so viel Flüs  sigkeit., als nötig ist, um die Bindewirkung      des Bindemittels herbeizuführen. Nach Ver  festigung der     Formmasse    braucht der erhal  tene     Formkörper    keinem besonderen     Trock-          nungsprozess    unterworfen zu werden und kann  unmittelbar anschliessend gebrannt werden.

    Durch den Wegfall der     Trocknungsbehand-          lung    gestaltet sich das Herstellungsverfahren  nach vorliegender Erfindung deshalb     ungleich     wirtschaftlicher, wobei gleichzeitig die     Riss-          gefahr    erheblich     vermindert    ist..  



  Die Vorrichtung zur Durchführung des       erfindungsgemässen        Verfahrens    kann vorteil  haft einen zur Aufnahme eines formgebenden  Körpers und der mit letzterem in Berührung  gebrachten, trockenen,     rieselfähigen    Form  masse dienenden Behälter aufweisen und fer  ner     Mittel    besitzen, mit. deren Hilfe der Form  masse Wasser mindestens zu einem Teil in  dampfförmigem Zustand zugeführt werden  kann.  



  Die Erfindung betrifft schliesslich mit dem  Verfahren nach vorliegender Erfindung her  gestellte     Formkörper.     



  Die Erfindung ist nachstehend an Hand  von näher beschriebenen Ausführungsbeispie  len erläutert. Die Zeichnung veranschaulicht       Ausführungsbeispiele    von Vorrichtungen zur  Durchführung des     Verfahrens.    Es zeigen:       Fig.1    im Schnitt eine Vorrichtung, bei  welcher die     Formmasse    der Einwirkung einer  von aussen in die     Formmasse    diffundierenden  Dampfatmosphäre ausgesetzt, wird,       Fig.        \?,    im Schnitt eine andere Vorrichtung,  bei welcher der Dampf durch Kanäle in das  Innere der     Formmasse    eingeführt wird,

         Fig.3    eine Ansicht der in     Fig.2    darge  stellten Vorrichtung und       Fig.    4 im Schnitt eine andere Vorrichtung  zum     Herstellen    dünnwandiger Formkörper.  Das nachstehend geschilderte Ausführungs  beispiel betrifft die Herstellung einer Prä  zisionsgiessform mit Hilfe     ausschmelzbarer     Modellkörper. Eine grössere Anzahl Wachs  modelle wird mit einem ebenfalls aus Wachs  gebildeten     Einguss    zu einem     baumartigen    Ge  bilde     zusammengefügt,    das als Positivmodell  zur Herstellung der Giessform dient.

   Das    derart fertig zusammengebaute Modell kann  in einen flüssigen Formstoff     eiugetaiieht    wer  den, welcher aus einem Gemisch aus feinem  Quarzpulver und in Alkohol gelöstem, teil  weise hydroliniertem     Äthylsilikat    besteht, wo  bei ein Überzug in Form einer dünnen etwa  0,5 bis 1,0 mm starken Schicht an der     Modell-          oberfläehe    haften     bleibt.    Nach dem Trocknen  des Überzuges wird das Modell mit dem       Einguss    nach unten auf einer zum späteren  Ausfliessen des     Modellwaehses        durehloehten     Platte angebracht,

   worauf ein nach oben sieh  erweiternder Formkasten über das Ganze  gestülpt und mit der     Grundplatte    abgedichtet  wird. Die     Wandung    des Formkastens ist  dampfdurchlässig ausgebildet; die Innen  seite dieser Wandung wird mit einer dampf  durchlässigen Papier- oder     Stoffbahn    ausge  kleidet.

   In dieses so gebildete Gefäss wird  eine trockene,     riese=lfähige    Formmasse einge  schüttet, welche aus einer Mischung von  92 Gewichtsteilen eines gekörnten feuerfesten  Stoffes, zum Beispiel Quarzsand,     Sillimanit,          Zirkonsand,        Zirkonoxyd    oder Schamotte und  8 Gewichtsteilen     pulverförmigen    Zementes,  zum Beispiel     Tonerde-Zement,    besteht.. Der  ganze Formkasten wird hierauf auf einen       R.ütteltiseh    gestellt und die trockene Form  masse eingerüttelt.  



       Fig.    1     zeigt    die     Modellkörper    1, den Ein  guss 2, den Überzug 3 auf der Modellober  fläche, die Platte 4, den Formkasten 5,       Waehsabdiehtung    6, in der Wandung des  Formkastens angeordnete Löcher 7 und die  dampfdurchlässige Auskleidung 8 auf der  Innenseite der Wand des Formkastens.  



  Nach dem     Einrütteln    der Formmasse       auf    dem Rütteltisch wird der ganze, das  Wachsmodell und die Formmasse enthaltende  Formkasten 5 in einen Behälter '9 gestellt,  dessen Öffnung mit     Hilfe    des Deckels 10  dampfdicht abgeschlossen werden kann. In  das Innere des Behälters 9 mündet eine Lei  tung 11, welche an eine nicht gezeichnete       Wasserdampfquelle    angeschlossen ist..

   Der  Deckel 10 besitzt ein federbelastetes Ventil  12; nach Überschreiten eines bestimmten       Dampfdruekes    im Innern des     Behälters    9 kann      Dampf durch dieses Ventil nach aussen     ent-          we        iehen.     



  Der als Bindemittel in der Formmasse       verwendete    Zement. benötigt zum Abbinden  eine bestimmte Wassermenge. Dieses Wasser       wird    der Formmasse in dampfförmigem Zu  stand     zugeführt.    Zu diesem Zweck wird durch  die Leitung 11 Wasserdampf, vorzugsweise       Massdampf    oder     gesättigter    Dampf in das In  nere des Behälters 9 eingeführt. Damit wird  die trockene,     rieselfähige    Farmmasse der Ein  wirkung einer von aussen durch die Wandung  des Formkastens 5 in die     Formmasse    diffun  dierenden Dampfatmosphäre ausgesetzt. Der  in der Formmasse kondensierende Wasser  dampf kommt mit dem Zement in Berührung  und verursacht ein Abbinden desselben.

   Die       zur    vollständigen Verfestigung der Formmasse  benötigte Zeit ist abhängig von der Korngrösse  des feuerfesten Bestandteils der Formmasse,       vom    Durchmesser des     Formkastens    und vom       Dampfdruck    im     Innern    des Gefässes 9. In der  Regel genügt es, der Formmasse Wasserdampf       während    1 bis ? Stunden     zuzuführen,    sofern  der     Drueh    im Innern des Gefässes den     Atmo-          slrlräi-eirdruel@    nicht überschreitet. Bei höherem  Druck reduziert sich die zum Abbinden nötige  Zeit in entsprechendem Masse.  



  Nach     a.usreiehender    Verfestigung der     Form-          masse    wird der Formkasten aus dem Behälter  6) entfernt. Die Formmasse ist vollständig  trocken und bedarf keiner anschliessender       T'roeknungsbehandlring.    Hierauf wird der       Formkasten    mit unten liegender Platte 1  in eine     Heizkammer    verbracht und so weit  erhitzt., bis das den     Eingtiss    2 und den verti  kalen     Trichterlauf    bildende     -Wachs    ausge  schmolzen ist;

   dieser Wachs kann     7iirückge-          wonnen    und wieder gebraucht. werden.     Sofern     auf die     Rüekgewinnung    des Wachses kein  Wert     gelegt    wird, kann nach Herausnehmen  des Formkastens aus     dem    Behälter 9 die Platte       -1        voni    Kasten entfernt und letzterer unmittel  bar in den Brennofen verbracht. werden, in       welehem    die Formmasse bei einer Temperatur       von    vorzugsweise     6001        bis        800     C gebrannt wird.

    Hierbei verbrennt das im     Formhohlraum    und  den     Eingtisskanälen    noch befindliche Wachs    vollständig. Nach dem     Herausunehmen    aus  dem     Brennofen    ist die so erhaltene Giessform  zum Giessen des     Metalles    bereit. Der Kasten 5  kann bereits nach Herausnehmen aus dem Be  hälter 9 vom gebildeten Formkörper gebrannt  werden und der Formkörper ohne Kasten ge  brannt und abgegossen werden.  



  Eine     vorteilhafte    Abwandlung des ge  schilderten Verfahrens besteht darin, die  Formmasse vor dem Zuführen des Dampfes zu  evakuieren. Zu diesem Zweck kann der in       Fig.    1 dargestellte     Behälter    9 über die Leitung  13 an eine Vakuumpumpe angeschlossen wer  den und mit aufgesetztem Deckel 10 und ge  schlossenem Ventil     11a    in der Leitung 11       evakuiert    werden. Nach Erreichen des ge  wünschten Vakuums wird hierauf Ventil 13a  in der Leitung 13 geschlossen     und    das Ventil       11a    geöffnet, womit Dampf in das Innere des  Behälters strömen kann.

   Auf diese Weise kann  das Eindringen in die Formmasse des     letzteren     in Dampfform zugeführten Wassers beschleu  nigt werden.  



       Fig.    2 veranschaulicht eine andere Vorrich  tung zur Durchführung des erfindungsge  mässen Verfahrens, bei welchem das der Form  masse zuzuführende Wasser in     dampfförmi-          gem        Zustand    durch Kanäle in das Innere der  Formmasse eingeführt wird. Die Anordnung  des Modellkörpers im     Formkasten        erfolgt    in  diesem Fall auf gleiche Weise, wie nach dem  im Zusammenhang mit     Fig.l    geschilderten  Verfahren.

   Zusammen mit dem Modellkörper  werden hier Rohrstücke 15 in die trockene,     rie-          selfähige    Formmasse eingebettet und die Rohr  stücke nach     Einrütteln    der Formmasse an  ein     Verteilstück    16 angeschlossen, welches über  eine Leitung 17 mit einer nicht gezeichneten  Dampfquelle in Verbindung steht. Die Rohr  stücke 15 sind aus einem hitzebeständigen  Werkstoff hergestellt; ihre von der Formmasse  umschlossene Wandung weist     öffnungen   <B>18</B>  zur Einführung des Dampfes in die Form  masse auf.

   Nach ausreichender     Verfestigung     der Formmasse unter dem Einfluss des zuge  führten Dampfes wird das     Verteilstück    16 von  den Rohrstücken     1'5    abgehoben, worauf das  Wachs des Modellkörpers ausgeschmolzen und      die Form gebrannt werden kann.     Fig.    3 zeigt  die gegenseitige Anordnung der 'Modellkörper  1 und     d'er    Rohrstücke 15. Die Rohrstücke 1  sind durch die zwischen einzelnen Modellkör  pern befindlichen Partien der Formmasse ge  führt; die sich ergebende Anordnung     ermög-          lieht,    der Formmasse den Dampf in unmittel  barer Nähe der     Modellkörper    zuzuführen.

   Auf  diese Weise gelingt es, die den Formhohlraum  begrenzenden Teile der Formmasse     erheblieli     rascher zu verfestigen, als dies nach dem im  Zusammenhang mit. der Vorrichtung nach       Fig.1    geschildertem     Verfahren    möglich ist.  Es wäre aber auch möglich, den in     Fig.    ? ge  zeichneten und die in der     Formmasse    einge  betteten     R.ohrstüeke    aufweisenden Formkasten  in einen Behälter nach     Fig.    1 zu stellen, um  so gleichzeitig der Formmasse     Dampf    von  innen und aussen zuzuführen.  



  Das der Formmasse durch die Rohrstücke  18 mindestens zum Teil in dampfförmigem  Zustand zuzuführende Wasser kann zum Bei  spiel in Form von     'Saatdampf    zugeführt wer  den. In diesem Aggregatzustand finden sieh       kleinste    Wassertröpfchen in einer     Sattdampf-          atmosphäre.    Es ist aber auch möglich, der  Formmasse     Sattdampf    oder überhitzter Dampf  zuzuführen. Bei der Herstellung von     Giessfor-          men    mit Hilfe     aussehmelzbarer    Modelle ist  in allen Fällen darauf zu achten, dass als Mo  dellwerkstoff ein Material, zum.

   Beispiel ein  thermoplastisches Kunstharz oder W     achs,    ver  wendet wird, welches bei der Temperatur des       verwendeten    Dampfes nicht vorzeitig erweicht.  Sofern dieser Bedingung Rechnung getragen  wird, können     Dampfdriiek    und Dampftem  peratur innerhalb weiter Grenzen variieren.  Besitzen     Formgiissteile    eine unter der Dampf  temperatur liegende Temperatur, schlägt sieh  der mit ihnen in Berührung kommende Was  serdampf in Form von Kondensat. nieder.  



  Eine weitere vorteilhafte Abwandlung des  Verfahrens nach der Erfindung besteht. darin,  die Formmasse vor dem Zuführen von Was  serdampf auf eine über der Temperatur des  Dampfes liegenden 'Temperatur zu erwärmen.  In diesem Fall tritt der     Wasserdampf    durch  die     Formmasse,    ohne     zir    kondensieren, wobei    das Bindemittel direkt     Wassermoleküle        aus     dem Dampf aufnehmen     kann.    Das so gestal  tete Verfahren besitzt. den Vorteil, dass die  Formmasse nach ihrer     Verfestigung    absolut  trocken ist.  



  Es ist aber auch     möglieli,        da.ss    das     Wasser     ausser in Dampfform zu einem Teil als Flüs  sigkeitsnebel der     Formmasse    zugeführt wird,  der von einem     kompressiblen    Trägermedium,  zum Beisspiel Luft,     mitgeführt    wird. Zu diesem  Zweck kann Wasser mit Hilfe von Druckluft  zerstäubt. werden. Hierbei entsteht ein     Ge-          miscll    von Wasserdampf und Luft, welches die  beim Zerstäuben gebildeten feinen     Wasser-          tröpfelien    mitführt.

   Das Wasser kann aber  auch vorteilhaft. mit einem- mit. dem Binde  mittel eine     ehemisehe    Reaktion     ein-ehenden     Gas, zum Beispiel     Kohlensä.tire,    zerstäubt  werden.  



  An Stelle des als Bindemittel     grenannten     Zementes können auch andere     Bindemittel     vorteilhaft     Verwenclung    finden. Besonders ge  eignet zur     Herstellung    von Giessformen hat  sieh eine aus 5 bis     1'Z    Gewichtsteilen eines  feuerfesten Materials und 88 bis 95     Gewiehts-          teilen    von     pulverförmigem    Wasserglas beste  hende Formmasse erwiesen.

   Wird einer sol  chen     Formmasse    auf eine der     -esehilderteti     Weisen Wasserdampf     zugeführt,    wird das  Wasserglas durch den kondensierenden Dampf  zum     Quellen    gebracht Lind     scheidet    in An  wesenheit. einer Säure Kieselsäure aus. Das  zum Quellen gebrachte Wasserglas besitzt eine  ausreichende Bindekraft, um die Formmasse  zu verfestigen. Beim.     a.nsehliessenden    Brennen  des erhaltenen Formkörpers führt die zwi  schen die Körner des feuerfesten '--Materials  eingebettete     Kieselsäure    eine keramische Bin  dung des     Formkörpers    herbei.  



  Es kann auch ein Bindemittel, zum Bei  spiel Wasserglas,     verwendet    werden, (las in  Anwesenheit von     Wassermolekülen        Lind    einem  mit. dem Bindemittel eine     eheinisehe    Reaktion       eingehenden    Mittel zur     Wirkurr,    kommt. Be  sonders erfolgreich gestaltet sieh (fiese weitere  Ausbildung des Verfahrens nach     vorliegender          Erfindung,    wenn das betreffende Mittel dein  der Formmasse .in     dampfförmigem        Zustand         zuzuführenden Wasser beigemischt wird.

   Das  mit     deni    Bindemittel eine chemische Reak  tion     ein-ehende    Mittel kann in gasförmigem  oder     dar.ipfföi-migem    Zustand oder als     Flüssig-          keitsnebel    verwendet werden. So wird in  einer Ausführungsart. eine das bereits ge  nannte Wasserglas als Bindemittel     enthal          tc,nde    Formmasse zusätzlich mit einer Säure,       rum    Beispiel mit Kohlensäure oder Salzsäure,  in Kontakt gebracht, welche in Anwesenheit  von Wassermolekülen Kieselsäure ausfällt. Die       Kohlensäure    kann als Gas dem der Form  masse zuzuführenden Wasserdampf beige  mischt werden.

   Salzsäure kann zum Beispiel  in flüssiger Form zerstäubt und der gebil  dete     Flüssigkeitsnebel    dem Dampf     beigemiseht     werden. Es kann aber auch eine feste     .Säure     in     Pulverform    verwendet werden, indem Füll  stoff, Bindemittel und 'Säure zu     einem    trocke  nen     Gemisch    verarbeitet. und dieses mit der       Coinig-ebeilden    Fläche des Modellkörpers in       Bcrührunc    gebracht wird. Besonders geeignet  sind Formmassen, welche neben dem Füllstoff       anirnoniumchlorid    oder     Sulfaminsäure    und  Wasserglas enthalten.  



       Geeignet    sind ferner bei Temperaturen       zwiselien    60 bis 150 C in Anwesenheit der       Flüssigkeit    eine     Klebewirkung    erzeugende  Bindemittel, welche beim Brennen der Form       eine        keramische    Bindung herbeiführen. Ein  solches Bindemittel ist. zum Beispiel ein kom  plexes     Aluminium-Pyrophosphat,    das in einem       Ueiigenanteil    zwischen 6 und     1?,        1/o    dem     ge-          hörnten    Füllstoff der Formmasse beigefügt  werden kann.

   Ein weiteres Bindemittel dieser  .\a ist     Kieselsäuregel.     



  Vielfach bietet die Verwendung einer  Formmasse     Vorteile,    welche aus einem ge  körnten Füllstoff und einem als Überzug auf       den    Körnern des Füllstoffes haftenden Binde  mittel besteht. Hierzu eignet. sich als Binde  mittel beispielsweise ebenfalls     Kieselsäuregel.     Nach diesem Verfahren hergestellte Form  körper zeichnen sich durch sehr kompakte,  poröse     Struktur    aus.  



       Fig.    4 veranschaulicht eine zur Durch  führung des Verfahrens nach vorliegender  Erfindung bestimmte Vorrichtung zur Her-         stellung    von dünnwandigen     Formkörpern.     Auf die auf der Grundplatte des Behälters       ''1    angeordnete     'Modellplatte    22 wird eine  trockene,     rieselfähige    Formmasse aufgebracht,  welche     wiederum    aus einer Mischung aus  gekörntem Füllstoff und eines mindestens in  Anwesenheit von Wassermolekülen zur Wir  kung kommenden Bindemittels besteht.

   Be  steht der Füllstoff der Formmasse aus einem       feuerfesten    Material, eignen sich solche dünn  wandigen     Formkörper    in hervorragendem  Masse als Formmasken zum Giessen von Me  tall. Eine Formmasse geeigneter Zusammen  setzung zur Herstellung solcher dünnwandi  ger Formmasken besteht aus einem gekörnten  feuerfesten Material, welches 6 bis 12 Ge  wichtsteile pulverförmiges Wasserglas enthält.  



  Auf den Flansch des Behälters 21 wird  anschliessend eine Haube 23 aufgesetzt. An  die Haube 23 ist eine Leitung 24 angeschlos  sen, durch welche Wasserdampf in den über  der Formschicht 26 befindlichen Raum ge  leitet werden kann. In die Leitung 24 mün  det eine weitere Leitung 27, mit deren Hilfe  dem     zugeführten    Dampf Kohlensäure beige  mischt werden kann. Unter     _    dem Einfluss des  in die Formschicht 26 diffundierenden Ge  misches     aus    Wasserdampf und Kohlensäure  verfestigt sich die Formschicht und kann  bereits nach kurzer Zeit als feste Schale  mit Hilfe der Ausstossstifte 28 von der Mo  dellplatte abgehoben werden.

   Es ist aber  auch möglich, mit Hilfe einer nicht     ge7eicli-          neten    Vorrichtung flüssige Salzsäure zu zer  stäuben und den so gebildeten     Flüssilgkeits-          nebel    durch die Leitung     2!7    dem der Form  masse zugeführten Dampf beizumischen. Die  so gebildete     Formmaske    bedarf keiner     Brenn-          behandlung    vor dem Giessen. Sie wird mit  einer zweiten, die andere Formhälfte dar  stellende Formmaske     zumsammengeklebt    und  auf die beim     Schalengiessverfahren    übliche  Weise zum Giessen benützt.

   Im Unterschied  zu üblichen Herstellungsverfahren für solche  Formmasken muss die Modellplatte 22 nicht  geheizt werden, da. die Formmasse kein unter  Wärmeeinwirkung bindendes Kunstharz ent  hält. Als Material für die Modellplatte kön-      neu deshalb Gips, Holz oder     niedrigsehmel-          zende        -Metalle    zur     Anwendung    kommen, was  die Gestehungskosten für die Modellplatte we  sentlich     vermindert.     



  Die Erfindung ist. nicht. auf die in den  Ausführungsbeispielen geschilderten Ausfüh  rungsbeispielen des Verfahrens und der zur       Durchführung    derselben benutzten Vorrich  tungen beschränkt. Das Verfahren kann auch  zur Herstellung von Formkörpern benutzt.  werden, die nicht als Giessform zum Giessen  von Metall bestimmt sind. In solchen Fällen  braucht der in der Formmasse     enthaltene     Füllstoff kein     feuerfester    Stoff zu sein. Zu  den nach dem     Verfahren    hergestellten Giess  formen gehören auch     'Giessereikerne.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE</B> I. Verfahren zur Herstellung eines Form körpers unter Verwendung trockener, riesel- fähiger Formmasse, welche aus einer Mi schung eines gekörnten Füllstoffes und eines in Anwesenheit von Wassermolekülen zur Wirkung kommenden Bindemittels besteht, dadurch gekennzeichnet, dass Wasser minde stens zu einem Teil in dampfförmigem Zu stand der geformten Formmasse zugeführt wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen zur Aufnahme eines formgebenden Körpers und der mit letzterem in Berührung gebrachten, trockenen, niesel fähigen Formmasse dienenden Behälter und ferner durch Mittel, mit deren Hilfe der Formmasse Wasser mindestens zum 'Teil in dampfförmigem Zustand zugeführt werden kann. III. Formkörper, hergestellt. mit. dem Verfahren nach Patentanspruch I, <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Verfahren na-eh Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Formmasse zusätzlich mit einem mit dem Bindemittel eine chemische Reaktion eingehenden --Mittel in Kontakt gebracht wird. ?. Verfahren nach Patenta.nsprueh I, da durch gekennzeichnet, dass die formgebende Fläche eines Modellkörpers mit wenigstens einer einen dünnen h"berzug bildenden Form- schieht bekleidet wird, und da.ss anschliessend die trockene, rieselfähige Formmasse mit die ser Formselxicht in Berührung gebracht wird. 3.
    Verfahren nach Patentansprxxch I, ge kennzeichnet durch die Verwendung eines Modellkörpers aus einem in der (xiessforxix zerstörbaren Material. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass eine Formmasse verwendet wird, welche aus einem gekörnten Füllstoff und einem als Überzug auf den Körnern des Füllstoffes haftenden Binde mittels besteht. 5.
    Verfahren nach Patentansprueh 1, da durch gelzennzeichxxet, dass das Wasser zu einem Teil als Flüssigkeitsnebel der Form masse zugeführt wird, der von einem kom- pressiblen Trägermedium mitgeführt wird. 6.
    Vorrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass der Behälter eine dampfdurchlässige Wandung besitzt und von einem Mantelraum mindestens teilweise umsehlossen ist, welcher an eine Zuführ- leitung für den Wasserdampf angesehlossen ist.
    7. Vorrichtung nach Patentanspruelx 11, gekennzeichnet. durch mindestens ein in die trockene, nieselfähige Formmasse eingebette tes Rohrstüek, welches an eine Zuleitung für den VN asserdampf angeschlossen ist und des sen von der Formmasse umsehlossene Wan dung mindestens eine Öffnung zur Einfüh rung des Dampfes in die Formmasse auf weist.
CH321967D 1954-06-14 1954-06-14 Verfahren zur Herstellung eines Formkörpers CH321967A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3266108A (en) * 1964-01-08 1966-08-16 Archer Daniels Midland Co Foundry core fabrication process

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