CH322185A - Verfahren und Einrichtung zur Verbrennung von Hausmüll - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Verbrennung von Hausmüll

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CH322185A
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Martin Josef
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Description


  <B>Verfahren und Einrichtung zur Verbrennung von Hausmüll</B>    Trotz vieler Bemühungen ist die mechani  sierte Verbrennung eines so uneinheitlichen  Brennstoffes, wie ihn der Hausmüll darstellt,  bisher nur unvollkommen gelungen.  



  In den älteren, mit Planrosten versehenen  Öfen hängt die Güte der Verbrennung haupt  sächlich vom Fleiss und der     Geschicklichkeit     der Heizer ab. In neuerer Zeit sind mechani  sche Vorschubroste bekannter Bauart für die  Zwecke der Müllverbrennung angewendet  worden. Ferner wurde die Verwendung eines  Vorsehubrostes mit einem nachgeschalteten  Drehofen vorgeschlagen, um eine Verbesse  rung des Ausbrandes der die Vorschubroste  oft unverbrannt verlassenden Schlacke zu be  zwecken.  



  Weiterhin ist ein einem Gasgenerator ähn  licher Schaehtofen bekannt, dessen Boden aus  kippbaren Planrostsegmenten besteht und  Rührarme aufweist, welche eine Verschie  bung der Müllmassen in sich bewirken, also  eine Art Schürbewegung ausüben sollen. In  folge des     sperrigen    Charakters vieler Müll  teile tritt jedoch häufig eine Brückenbildung  im Ofenschacht im Bereich oberhalb der  Rührarme ein, wodurch die Heizer gezwun  gen sind, die Ofenfüllung mittels Schürstan  gen von Hand zu bearbeiten, damit die Fül  lung wieder naehrutscht.

   Die Beschickung  des Ofens mit frischem Müll und die Ent-    aschung erfolgt bei diesem System diskonti  nuierlich, wobei unverbrannte Müllteile mit  in den     Asehenfallschacht    gelangen, was die  hygienische Brauchbarkeit sehr     beeinträch-          tigt.     



  Ausser den erwähnten     Einrichtungen    wur  den auch noch sonstige Mittel und Kombina  tionen angewendet,     um    zu versuchen, das Pro  blem der Müllverbrennung zu lösen. Es ist  jedoch noch keine     in    jeder Hinsicht zufrieden  stellende Anlage     bekanntgeworden.    So wurde  z. B. immer wieder versucht, die bei der Müll  verbrennung entstehenden Abgase     unschäd-          lich    zu machen, was aber bis jetzt nicht gelun  gen ist; auch wenn derartige Abgase in be  kannter Weise entkeimt werden, so verur  sachen sie nach dem Austreten aus dem  Schornstein erfahrungsgemäss doch eine     Ge-          ruehbelästigung    der Umgebung.

     Durch vorliegende Erfindung wird die       Verheizung    des Hausmülls auf neuartige  eise einwandfrei und vollmechanisch er  möglicht. Das neue     Verfahren    zur     Müllver-          brennung    wird durch Kombination verschie  dener, an sich bekannter und zum Teil neuer  Merkmale erzielt. Hierbei kann unter Aus  nutzung aller für die Müllverbrennungsan  lagen gesammelten Erkenntnisse eine neue  Anlage geschaffen werden, die nach dem ge  genwärtigen Stand der Technik in jeder Be  ziehung. höchsten Anforderungen entspricht.

        Das neue Verfahren besteht darin, dass  der Müll dem Feuerraum über eine schräg  verlaufende Zuführungsschurre an einer  Stelle im Bereiche der höheren Temperaturen  in Schubintervallen zugeführt wird, wobei das  Räckschubrost-Verbrennungsverfahren ange  wendet wird, die Anfeuerung des in den  Feuerraum einzuschiebenden Mülls durch  direkte Beheizung mittels Anfeuerbrennern  erfolgt und das Austragen der     Schlacke    und  Asche staubfrei bewirkt wird.  



  Die neue Einrichtung zur Ausübung des  Verfahrens gemäss vorliegender Erfindung  ist dadurch gekennzeichnet, dass als Träger  der Müllverbrennungsschicht ein mit Heiss  luft beschickter und mit wassergekühlten Sei  tenwänden versehener     Rückschubrost    einge  baut ist     und    die über diesem vorgesehene  Feuerraumdecke gegen die Mülleinfallkante  hin verläuft und anschliessend nach oben in  eine Wand eines     zunächst    verengten, dann  erweiterten, mit Düsen versehenen Verbren  nungsschachtes übergeht, wobei unterhalb der  Feuerraumdecke gegen die Mülleinfallstelle  gerichtete Anfeuerbrenner angeordnet sind  und der Schlackenfallschacht, zweckmässig  unter Zwischenlage von Brechwalzen, in eine  mit Wasser gefüllte,

   einen Ausschubkolben  aufweisende     Ausschubbogenwanne    mündet.  



  Die     erfindungsgemässe    Einrichtung ist in  der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel  schematisch     veranschaulicht,    und zwar zeigt  Fig. 1 einen Längsschnitt durch die Ge  samtanlage,  Fig. 2 einen Teilquerschnitt,  Fig. 3 einen Querschnitt durch die Luft  erhitzeranlage.  



  Der Hausmüll wird mittels Selbstgreifer  oder Förderbänder in die Schurre 1 aufgege  ben, welche sich nach     unten    in     Seitenrichtung     erweitert und eine mechanisch bewegte Vor  schubeinrichtung 2 aufweist, die den Müll in  gewünschten Zeitintervallen in regelbaren  Mengen über die in die Feuerung vorsprin  gende Überfallkante 30 fördert. Infolge der  bogenförmigen untern Rutschfläche und der  überhöht in die     Feuerung    hineinragenden  Kante 30 ergibt sich ein über die Unterlage    hinausragender Müllvorschub, in der Weise,  dass jeweils eine bestimmte Müllmenge über  die Kante 30 hinaussteht und erst nach einer  gewissen Vortrocknungszeit in die Feuerung  abfällt.

   Dieser Trocknungsvorgang wird da  durch unterstützt, dass im untern Bereiche  der Zuführungsschurre 1 ein Gitterrost 7 an  geordnet ist, über dem sich eine Absauge  leitung 8 befindet, deren Sog v     eranlasst,    dass  die frischen Müllmassen bereits vor ihrer Auf  gabe auf den Verbrennungsrost mit Feuer  gasen in Berührung kommen, während zu  gleich der bei der Trocknung ausgetriebene  Wasserdampf sowie etwaige Schwelgase so  abgeführt werden, dass sie die Ofentempera  tur im Bereich des Rostanfanges nicht er  niedrigen. Gleichzeitig wird durch die Lei  tung 8 aber auch vermieden, dass solche  Schwelgase bei schwach eingestelltem Unter  druck im Feuerraum am obern Ende der     Be-          schiekschurre    ins Freie austreten können.

   Es  ist vorgesehen, dass die     Absaugeleitung    8 in  die     Ansaugeleitung    des Gebläses zur Einfüh  rung der Oberluft (15,29) einmündet.  



  Als Träger der Brennschicht dient ein       Rüchschubrost    11, bei dem die einzelnen  Stufen die glühende Unterschicht der     Brenn-          masse    dauernd so gegen die     Beschickseite     vorschieben, dass bereits dort ein kräftiges  Feuerbett unterhalten wird. Die     aus    diesem  austretenden Flammen treffen von unten her  auf den vorkragenden Frischmüll 6, durch  dringen ihn teilweise und treiben einen weite  ren Teil seiner Feuchtigkeit aus.  



  Es gelangt somit auch unter     ungünstigsten     Verhältnissen stets schon merklich vorgetrock  neter Frischmüll auf den Rost, so dass dieser,  obgleich er besonders für     heizwertarme    Brenn  stoffe eingerichtet ist, von der Aufbringung  eines erheblichen Teils der     erforderlichenVer-          dampfungswärme    entlastet wird.

   Der zur     An-          jvendung    gelangende     Rückschubrost    11 kann  als     Einbahn-    oder     Mehrbahnrost    (in     Fig    2:       Zweibahnrost)    ausgebildet sein und besteht  aus über die     Rostbahnbreite    reichenden  Schürstufen, die in der Weise übereinander  liegen, dass die oberste Stufe von der zweiten  usw. etwas mehr, als dem gewollten Schür-      hub benachbarter Roststufen entspricht, über  deckt wird. Die Schürstufen werden durch  eine besondere, nicht gezeichnete Einlichtung  mechaniseh gegeneinander bewegt.

   Bei zweck  mässiger Neigung des Rostsystems, nämlich  22 bis 26  gegen die Waagrechte, fördert der  Rost bei einer Schichthöhe, die etwa dem Dop  pelten bis Dreifachen der Stufenhöhe ent  spricht, das untere     Schichtdrittel    gegen die  Beschickung zu, während das obere Schicht  drittel in umgekehrter Richtung abwandert.  Durch die auf diese Weise selbsttätig erfol  gende intensive Verbringung von Zündkernen  an den Rostanfang sowie weitere entspre  chende Vorkehrungen wird das bereits er  wähnte kräftige Feuerbett schon am Rostan  fang erhalten.

   Aus diesem Grunde wird auch  bei sehr heizwertarmem Müll jeglicher labile,  zwischen Anbrennen und Erlöschen liegende  Zwischenzustand vermieden und daher erst  mals auch bei solchem     Müll    die für plötzliche  Steigerungen der abzugebenden Wärmelei  stung erforderliche Zündungsreserve gesichert.       Dies    ist wichtig für eine Betriebsweise des  Ofens, bei der ein Leistungsprogramm einge  halten werden muss. Die Vorwärmung der  Verbrennungsluft auf 100 bis 400  C in be  sonderen Lufterhitzern 14 (Fig. 3), die von       den    Abgasen beheizt werden, dient ebenfalls  der Sicherung der Zündungsreserve.  



  Aus der Rüekschubbewegung der Rost  stufen folgt ferner, dass die sieh beim Ver  brennungsvorgang bildende Schlacke an  dauernd aus dem untern Bereich der     Brenn-          schicht    10 in den obern Bereich hinausgehoben  wird und nach hinten in den Schlackenfall  sehacht 9 abwandert. Die währenddessen aus  dem obern Bereich der Brennschicht in deren  untern Bereich einsickernden Kleinteile ge  sellen sich den nach dein Rostanfang zu ge  schobenen Schichtteilen zu und machen deren       Bewegung    gegen die Beschickung hin so lange  mit, bis ihr Rückstand mit in Bildung begrif  fenen Schlackenbrocken zusammenschmilzt  und dann mit diesen zusammen in den  Schlackenfallschacht 9 wandert.  



  Über dem rückwärtigen Teil des     Feuerungs-          ratumes    und dem Rost ist in verhältnismässig    geringer Höhe eine feuerfeste Decke 12 vor  gesehen, die so gegen die Mülleinfallkante 30       verläuft,    dass die     entwickelte    fühlbare und  strahlende Wärme zur     Rostanfangsseite    des  Feuerraumes hin geführt wird, um dort auch  auf diese Weise ein möglichst hohes Tempera  turniveau zu erhalten.  



  Zur Unterstützung der beschriebenen Füh  rungswirkung der Decke 12 können in oder  unterhalb der Decke oder im Anschluss daran       Treibluftdüsen    32 angeordnet sein. Die Decke  12 geht anschliessend in eine Wand 34 eines  zunächst verengten, dann erweiterten Ver  brennungsschachtes 28 über. Durch die Ver  engung 13 wird die Zurückhaltung der aus  dem Müll entbundenen Wärme bzw. deren  Konzentration an der     Mülleinfallstelle    noch       vergrössert.     



  Im     erweitertem    Raum 28 des Verbren  nungsschachtes oder wahlweise bereits im Be  reich seiner Verengung 13 wird durch Kanäle  15 und Düsen 2.9 Oberluft in der erforder  lichen Menge eingeblasen. Dieser Oberluft  können     zweckmässigerweise    auch die durch  den Kanal 8 abgesaugten Gase beigemischt  werden.  



  Wenn auch durch die hohe Feuerraum  temperatur eine grosse Menge der bei der  Müllverbrennung frei werdenden     Ascheteil-          ehen        verschlackt    wird, so bildet sich wegen  der im Müll enthaltenen lockeren Feinteile  (Papier, Lumpen, Gemüse, Stroh usw.) doch  auch merklich     viel    Flugasche.  



  Insbesondere bei Anlagen in     dichtbesiedel-          ten    Gegenden oder in denen die bei der  Müllverbrennung freiwerdende Wärme zur  Dampferzeugung dient, wird daher der auf  steigende Feuerzug     (Verbrenniingsschacht28)     nach oben so erweitert und     erforderlichenfalls     mit einer     Lenkzunge    33 versehen, dass schon  ein erheblicher Teil der Flugasche, insbeson  dere das gröbere Korn längs der     Feuerraum-          Hinterwand    34 zurückfällt und von den  Schlackenteilen der Brennschicht eingebun  den wird.

   Hinter dem Kessel bzw. der letzten       Wärmeaustauschfläche    werden dann aber  trotzdem noch besondere Staubfänger be  liebiger Bauart angeordnet, so dass die Gase      den Kamin praktisch staubfrei verlassen.  Bei Anlagen, in denen keine Verwertung der  freiwerdenden Verbrennungswärme stattfin  det, wird an den Verbrennungsschacht 28 eine  grossräumige Kammer 16 mit schrägem  Boden angeschlossen, in welcher sich der  grösste Teil der Flugasche absetzt und durch  den Fallschacht 31 abgelassen werden kann.  



  Da die bei der Müllverbrennung entste  hende Schlacke stark dazu neigt, an feuer  festen Wänden anzukleben bzw. in sie hin  einzusintern, sind seitlich des Feuerbettes  wassergekühlte Vierkantrohre 17 (Fig. 1 und  2) vorgesehen. Diese werden durch Rohrlei  tungen mit einem zweckmässig hochliegenden  Wärmeaustauscher 18 so v erbenden, dass das  Kühlwasser von selbst zirkuliert. Falls eine  Hochlage nicht möglich ist, wird der Wasser  umlauf durch eine Pumpe bewerkstelligt.  Der Wärmeaustauscher 18 ist in die Unter  windleitung der Feuerung eingeschaltet, was  zweckmässigerweise an der Stelle geschieht,  wo die Verbrennungsluft, vom Luftverdich  ter 20 kommend (Fig. 3), in den Lufter  hitzer 14 einströmt. Bei Ausnutzung der er  zeugten Wärme zur Dampferzeugung können  die Vierkantkühlrohre 17 auch an den Was  serumlauf eines Dampfkessels angeschlossen  sein.  



  Der Lufterhitzer 14 besteht beispielsweise  aus zwei oder mehreren Wärmeaustausch  gruppen, wobei die Schaltung der einzelnen  Gruppen im Gleich- oder Gegenstrom zu den  Heizgasen erfolgen kann. Wegen der besseren  Reinhaltung     wird    zwischen den einzelnen  Lufterhitzergruppen jeweils ein entsprechen  der Abstand gelassen.  



  Die dem     Feuerungsrost    zuzuführende  heisse Verbrennungsluft wird durch     entspre-          ehend    ausgebildete Vorrichtungen (Klappen,  Schieber oder dergleichen) an den verschie  denen Unterwindzonen 21 so geregelt, dass je  nach den Erfordernissen des Verbrennungs  vorganges mehr oder weniger Luft je Zone  zugeführt werden kann.

   Die Einstellung der  zuzuführenden Verbrennungsluft erfolgt in  bekannter Weise entweder von Hand, kann  aber auch, was insbesondere bei Dampfer-    zeugungsanlagen wichtig ist, infolge der  durch die Verwendung des     Rückschubrostes     gesichert stabilen Zünd- und     Abbrandver-          hältnisse    erstmalig für Müll vollautomatisch  und in Abhängigkeit von der jeweils erfor  derten Verbrennungs- bzw. Wärmeleistung  unter Einhaltung eines bestimmten, wahl  weise einstellbaren CO2-Gehaltes der Rauch  base erfolgen.  



  Von den Luftzonen aus strömt die Ver  brennungsluft erst durch zweckmässig hohl  ai asgebildete Roststäbe und dann erst durch  deren Ausströmschlitze in die Feuerschicht.  Die auf dem Rost erzeugte Schlacke  wird über eine regelbare     Austragvorrichtung,     beispielsweise eine sich langsam drehende       Walze    23, abgezogen und in den     Schlacken-          scliacht    9 abgeworfen. Unten in diesem sind       zweekmässigerweise    Brechwalzen 24 vorge  sehen, durch welche grosse     Schlaekenbrocken     zerkleinert und über eine mit Wasser gefüllte  Bogenwanne 25 mittels eines Schubkolbens 26  ausgetragen werden.  



  Der in geringen Mengen durch die Luft  schlitze der Roststäbe gelangende Rostdurch  fall wird in den Zonenkammern gesammelt  und staubfrei, und zwar entweder pneuma  tisch mittels der Leitungen<B>27</B> oder beispiels  weise durch     Förderschneeken    in den     Schlak-          kenfallschaeht    gefördert.

   Die in den verschie  denen Sammeltrichtern des     Rauchgaskanals     abgesetzte     Flugasehe    kann ebenfalls     pneuma-          tiseh    (Rohre 27) oder durch     Fördersehnecken     in den     Schlaekenfallschacht    gefördert werden,  von wo aus dann die gemeinsame staubfreie  Austragung sämtlicher Verbrennungsrück  stände aus der Bogenwanne 25 erfolgt.  



  Zum Anfeuern der Müllverbrennungsan  lage sind unterhalb der Decke 12 Ölbrenner  düsen 32' angeordnet, welche beispielsweise in  gleicher Ebene mit den bereits erwähnten  Luftdüsen 32 liegen können. Die Flammen  dieser     Brennerdüsen    32' sind gegen die im  Abfall auf dem Rost begriffene Müllmenge 6  gerichtet, so dass sieh diese sehr schnell ent  zündet, wobei gleichzeitig der eigentliche     Ver-          brennungsratun    rasch     auf    die für die inten-      live Verbrennung erforderliche Temperatur  gebracht wird.  



  Die über das Gitter 7 und den Kanal 8       abgesaugten    Dämpfe und Gase werden ent  weder an derjenigen Stelle in die Feuerung  eingeleitet, wo die eigentliche Verbrennung  beendet, aber die Ofentemperatur so gross ist,       dass    etwa im Wasserdampf enthaltene     Schwel-          lase    mit Sicherheit ausbrennen, oder es kön  nen zweekmässigerweise die durch den Kanal  8 abgesaugten Gase und Dämpfe, wie bereits  erwähnt, auch in die Ansaugeleitung des Ober  luftventilators eingeleitet werden.  



  Es ist vorgesehen, dass bei Anlagen mit  Ausnutzung der erzeugten Wärme das Röh  renbündel eines Dampfkessels in den erwei  terten Teil 28 des Verbrennungsschachtes  hineinragt und/oder dessen teilweise Wand  begrenzung bildet.  



  Durch das Zusammenwirken der beschrie  benen Einzeleinrichtungen wird gegenüber       dem    bisher Bekannten nicht nur eine     erheb-          lielhe    Steigerung der Verbrennungstempera  tur, sondern auch eine Stabilisierung dersel  ben und der     entwickelbaren    stündlichen  Wärmeleistung auch bei stark schwan  lcendem Müllheizwert erreicht, so dass eine  vollkommene und rasche Verbrennung der       anfallenden        Müllmengen    erzielt wird.

       Ausser-          demn    ermöglichen sie einen praktisch     voll-          neelhanisclhen    und in jeder Beziehung     hy-          gienisehen    Betrieb der Gesamtanlage. Durch  die hohe Verbrennungstemperatur entsteht  Sehlacke von besonders guter Qualität. Im  Müll enthaltene Metallteile werden grössten  teils zusammengeschmolzen, so dass die  Schlacke als vollwertiges Bau- und     Wege-          mnaterial    verwendet werden kann.  



  Infolge der hohen Leistungsfähigkeit der  erläuterten Müllverbrennungsanlage wird ge  genüber den bisher üblichen Einrichtungen  mir ein Bruchteil an Grundfläche benötigt.

Claims (1)

  1. PATENTAN SPRÜCHE I. Verfahren zur Verbrennung von Haus- nüll, dadurch gekennzeichnet, dass der Müll demn Feuerraum über eine schräg verlaufende Zuführungsschurre an einer Stelle im Be- reiche der höheren Temperaturen in Schub intervallen zugeführt wird, wobei das Rück sehubrost-Verbrennumgsverfahren angewendet wird, die Anfeuerung des in den Feuerraum einzuschiebenden Mülls durch direkte Be heizung mittels Anfeuerbrennern erfolgt und das Austragen der Schlacke und Asche staub frei bewirkt wird. II.
    Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als Träger der Müllver- brennungsschicht ein mit Heissluft beschickter und mit wassergekühlten Seitenwänden ver sehener Rückschu-ibrost (11) eingebaut ist und die über diesem vorgesehene Feuerraumdecke (12) gegen die Mülleinfallkante hin verläuft und anschliessend nach oben in eine Wand eines zunächst verengten, dann erweiterten, mit Düsen (29) versehenen Verbrennungs schachtes (28) übergeht,
    wobei unterhalb der Feuerraumdecke gegen die Mülleinfallstelle gerichtete Anfeuerbrenner (32') abgeordnet sind und der Schlackenfallschacht (9) in eine mit Wasser gefüllte, einen Ausschubkol- ben (26) aufweisende Ausschubbogenwanne (25) mündet. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die an der Müll einfallstelle durch Vortrocknung entstehenden Schwelgase mit Luft vermischt in den obern Teil des Verbrennungsraumes zum Zwecke vollständiger Verbrennung eingeblasen wer den. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, zur Durchführung des Verfahrens nach Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die bei der Müllvortrockniuig im Gegen strom zur Müllvorschubrichtimg abgesaugten Schwelgase durch eine Leitung (8) zum Zwecke des Verbrennens in die im obern Teil (28) des Feuerraumes einmündenden Düsen (29) geleitet werden. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das untere Ende der schräg verlaufenden Zuführungssehurre (7) über eine bogenförmige Zuführungsbahn (3) mechanisch hin und her bewegte, in ihrem Hub regelbare Schubeinrichtung (2) auf weist. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeieh- net, dass über dem untern Ende der Müllzu- führungsschurre ein Gitterrost (7) mit dar überliegender Absaugeleitung (8) angeordnet. ist. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 2 und 4l, dadurch ge kennzeichnet, dass die Absaugeleitung (8) der Vortrocknumgseinrichtung in die Saugleitung des Gebläses zur Einführung der Oberluft ein mündet. 6. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeich net, dass die Mülleinfallkante (30) derart er höht über dem Rost (11) und gegen den Brennraum vorgeschoben ist, dass infolge der vorschiebenden Bewegung des Schubkolbens (2) und der Verfilzung des Mülls dieser zeit weise so weit vorkragt, dass er von dem dar unter befindlichen Feuer getrocknet und ent zündet wird, bevor er auf den Rost (11) ab fällt. 7.
    Einrichtung nach Patentansprueh II, bei der eine Verwertung der erzeugten Wärme nicht vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass an den obern Teil (28) des Verbrennungs schachtes ein grossräumiger bzw. grossfläehi- ger Flugaschenabscheider (16) angeschlossen ist. B. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbren- nungsluft von einem Luftverdiehter (20) über einen Wärmeaustauscher zwecks Kühlung der wasserdurchflossenen Rostseitenwände und dann durch einen in den Abgasstrom einge bauten Lufterhitzer (14) und von hier aus über die regelbaren Zonen durch den Rost zur Brennschicht geleitet wird. 9.
    Einrichtung nach Patentansprueh II, dadurch gekennzeichnet, dass das Wasser, das die seitlichen Kühlrohre des Rückschubrostes durchfliesst, seine Wärme in einem Wärme austauscher an die diesen durchstreichende Verbrennungsluft abgibt. 10. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlrohre (17) des Rückschubrostes an den Wasserum lauf eines Dampfkessels angeschlossen sind. 11. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Rostdurch fall durch strömende Luft. über eine von der Unterwindleitung abgezweigte Leitung in den Schlackenschaeht geführt wird. 12.
    Einrichtung naeh Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die in den Sain- melbeeken abgesetzte Flugasche durch strö mende Luft über eine von der Unterwind- leitiing abgezweigte Leitung in den Schlacken- scliaeht geführt wird.
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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1177765B (de) * 1957-07-01 1964-09-10 Grossdampferzeugerbau Veb Anlage zum Verbrennen von insbesondere pflanzlichen Abfallstoffen
DE1526051B1 (de) * 1964-06-18 1969-09-25 Destructor Ab Fluessigkeitsgekuehlter Vorschubrost fuer das Verbrennen von Schlaemmen

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