CH322258A - Verformbare, Bindemittel und anorganischen Füllstoff enthaltende Masse - Google Patents

Verformbare, Bindemittel und anorganischen Füllstoff enthaltende Masse

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CH322258A
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Monrad Anfinset Hans
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Monrad Anfinset Hans
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    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0039Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by the physical or chemical aspects of the layers
    • D06N7/0052Compounding ingredients, e.g. rigid elements
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Description


  



  Verformbare, Bindemittel und anorganischen Füllstoff enthaltende Masse
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine verformbare,   Bindemittel und anorgani-      salien    F llstoff enthaltende Masse. Eine derartige Masse kann zum Beispiel für die Herstellung von Belägen, zum Beispiel f r Bodenbretter, Fu¯b¯den, Matten, Bohlen und   Decken, zur Herstellung von    Ziegeln und zur Herstellung von Artikeln der   Plastikindu-    strie, geeignet sein.



   Bei der Herstellung von Belägen, zum Beispiel für Fussboden, wurde bekanntlich ein organischesBindemittel, zumBeispiel Poly  vinylchlorid    oder dergleichen, nach Zugabe   von Weichmachern mit anorganischen Füll-    stoffen, wie zum Beispiel Talk, gemischt. Um hei diesem Verfahren gute Produkte zu erhalten, darf die Menge der anorganisehen Füllstoffe nicht mehr als 60% betragen.



   Auf   (truand    von ausgedehnten   Untersu-      chungen    wurde nun ein   Faillstoff    gefunden, der in gr¯¯eren Mengen, zum Beispiel von   80"/o. zugegeben werden    kann, wobei die gute Qualität des Endproduktes erhalten bleibt.



     I) er Füllstoff besteht aus Hydroglimmer,    den die erfindungsgemässe, verformbare, Bindemittel und anorganischen Füllstoff   enthal-      tende Masse zu 30    bis 100  /o ihres Anteils an anorganischem F llstoff enthÏlt. Hydroglimmer sind   hydratisierte Glimmerminera-    lien, die ihrer Zusammensetzung nach zwi  schen    der Gruppe der gut kristallisierten, beim Erhitzen weitgehend beständigen Glimmer einerseits und den Vermiculiten und   Vlontmorilloniten,    die infolge ihres höheren Wassergehaltes beim Erhitzen rasch zerfallen, anderseits, liegen. Sie weisen einen   gemischt-    sehiehtigen Aufbau aus   weehseluden    Glimmerund   Vermiculit-bzw.

   Glimmer-und Mont-    morillonitschie. hten auf. Glieder der Hydro  glimmergruppe    sind zum Beispiel die Illite.



   Illite bilden eine Gruppe von   glimmerähn-    lichen,   hydrolisierten    Mineralien, die sich nor  malernveaise    aus   den@Ursprungsmineralien Feld-      . spat, (dimmer undloder Chlorit    bilden.



   Die genauere   Analyse dieser Sxlbstanzen    zeigt, dass es sich bei den Illiten hauptsächlich um Aluminium-Illite handelt. Es. ist von Vorteil, dass die   Partikelgrosse des Materials    meistens weniger als 1( betrÏgt.



   Es wurde gefunden, dass bei der Herstellung von Fussbodenbelägen auf der Basis von Polyvinylchlorid,   Polyvinylacetat, Polyvinyli-    denchlorid,   Polystyrol und ändern Kunst-    stoffen auch dann ausgezeichnete Produkte erhalten werden, wenn man   diesenKunststof-    fen einen sehr hohen Gehalt des neuen anor  ganischen Materials beimischt.   



   Die Zusammensetzung enthält mit Vorzug etwa 10 bis   3i5  /o    Kunststoff, 60 bis 85%   Hydroglimmer und    5 bis 15% Weichmacher.



  Als Weichmacher k¯nnen zum Beispiel Triphenylphosphat, Tricresylphosphat usw. ver wendet werden. Das Produkt kann auch die  blichen Streckmittel, wie zum Beispiel chlorierten Kohlenwasserstoff, ¸Iranolin¯ (Mar  kenprodukt) usw.,    enthalten. Die genaue Zu  sammensetzung    der verschiedenen Substanzen hÏngt von den herzustellenden Produkten ab.



   Im folgenden wird die Anwendung einer Mischung zur Herstellung von   Fussbodenbelä-    gen erläutert, die   Polyvinylehlorid als    Bindemittel enthalten. Eine Mischung, bestehend aus 15% Polyvinylchlorid, 80% Illit und 5% Weichmacher, zum Beispiel Tricresylphosphat, wird, gegebenenfalls mit einem Zusatz eines FÏrbestoffes. in   einer Misch-    maschine, Strangpresse oder dergleichen einer Erhitzung auf   140    bis   170     C unterworfen.



  Hierauf wird die Masse auf einen Kalander oder dergleichen befördert, wo sie zu einem flächigen Gebilde der gewünschten Dimension ausgewalzt wird. Die Masse kann aber aueh zu Platten oder andern Gegenständen verpresst werden. Die Platten können matt oder glänzend sein, je naehdem, ob die verwendeten Pressplatten auf   Hochglanz    poliert sind oder nieht.



   So hergestellte Beläge können ausser für Fussboden auch für Dächer oder   Wände ver-    wendet werden. Der Belag ist bis zu einem gewissen Grad plastisch, sehr   beständig, wider-    standsfähig gegen Verletzung durch harte Ge  genstände und unterliegt nicht der    Sprungund Ri¯bildung. Man kann den Belag auf Unterlagen von Holz, Beton, Eisen und dergleichen aufbringen. Selbst wenn die Unterlage nicht dauerhaft ist und sich bis   zn    einem gewissen Grad verändert, spielt dies keine Rolle, da der Belag geschmeidig ist und nielit sprint. Der Belag ist leicht   reinzuhaltenund    kann gewaschen und gewichst werden. ¯berdies ist er wasserdicht und nicht brennbar, was auf den grossen Gehalt an anorganischen Füllstoffen zur ckzuf hren ist.

   Das Material ist ferner säurefest und wird durch Öl und Fett nieht angegriffen. Ein weiterer Vorteil der Masse besteht darin, dass dieselbe sich praktisch nicht ausdehnt.



   Es wurde gefunden, dass es nicht notwendig ist,   Hydroglimmer allein zu verwenden,    da dieser Stoff mit andern Füllstoffen ergänzt werden kann, wie zum Beispiel mit Talk, Schwerspat, Kaolin usw. Die   Venge    dieser'Stoffe wird erfindungsgemϯ jedoch nieht gr¯¯er gewählt, als dass die anorganischen Füllstoffe immer mindestens 30   Ge-    wichtsprozent.   Hydroglimmer    enthalten.



   Ein weiterer Vorteil im Gebrauch von   Hydroglimmer    als anorganischer Füllstoff ist der, dass derselbe praktisch frei von Quarz erhalten werden kann, wobei der Verschlei¯ an Maschinen bei Herstellung der Produkte bedeutend geringer wird, als dies bei den früher bekannten Füllstoffen der Fall war. Hydroglimmer kann nicht nur als Füllstoff für Pro dukte der Kunststoffindustrie verwendet werden, sondern auch mit Vorteil in Kombination mit natürlichem Asphalt, zum Beispiel um die sogenannten   Asphaltziegel herzustellen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verformbare, Bindemittel und anorgani- sehen Füllstoff enthaltende Masse, dadurch gekennzeichnet, dass der anorganische Füllstoff zu 30 bis 100% seines Gewichtes seines Hydroglimmer besteht.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Masse naeh Patentanspruch I, gekenn- zeichnet dureh einen Gehalt an Weichmachern.
    2.MassenachPatentanspruchI,dadurch gekennzeiehnet, dass sie als Bindemittel Polyvinylehlorid enthält.
    3. Masse naeh Patentansprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass sie als Bindemittel Asphalt enthÏlt.
    4. Masse nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeiehnet, dass sie gewiehtsmässig 10 bis 35 /o Bindemittel, 60 bis 85 /o Hydroglimmer und 5 bis 15% Weichmacher enthÏlt.
    5. Masse naeh Patentansprueh I, dadureh gekennzeichnet, dass der Hydroglimmer Tell- chengrossen unter 1, Li aufweist.
    PATENTANSPRUCH II Verwendung einer verformbaren Masse nach Patentansprueh I, wel. che als Binde mitte] einen Kunststoff enthalt und weich- macherhaltig ist, zur Herstellung von BelÏgen für Boden, Wände und dergleichen, dadurch gekennzeichnet, da¯ die Masse in einer Miseli- apparatur auf 140 bis 170¯ C erhitzt und hierauf zu einem flächigen Gebilde verformt wird.
CH322258D 1952-01-19 1953-01-17 Verformbare, Bindemittel und anorganischen Füllstoff enthaltende Masse CH322258A (de)

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