CH322455A - Einrichtung zur Schnellentregung von elektrischen Maschinen - Google Patents

Einrichtung zur Schnellentregung von elektrischen Maschinen

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CH322455A
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CH
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inductor
excitation
dependent
voltage
counter
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English (en)
Inventor
Neugebauer Hermann Ing Dipl
Zurowski Erwin Ing Dipl
Original Assignee
Siemens Ag
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    • HELECTRICITY
    • H02GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
    • H02PCONTROL OR REGULATION OF ELECTRIC MOTORS, ELECTRIC GENERATORS OR DYNAMO-ELECTRIC CONVERTERS; CONTROLLING TRANSFORMERS, REACTORS OR CHOKE COILS
    • H02P9/00Arrangements for controlling electric generators for the purpose of obtaining a desired output
    • H02P9/10Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load
    • H02P9/12Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load for demagnetising; for reducing effects of remanence; for preventing pole reversal
    • H02P9/123Control effected upon generator excitation circuit to reduce harmful effects of overloads or transients, e.g. sudden application of load, sudden removal of load, sudden change of load for demagnetising; for reducing effects of remanence; for preventing pole reversal for demagnetising; for reducing effects of remanence

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Control Of Eletrric Generators (AREA)

Description


  Einrichtung zur     Schnellentregung    von elektrischen Maschinen    Die Erfindung betrifft eine Einrichtung  zur     Schn.ellentregung    von elektrischen Ma  schinen, insbesondere zur     Schnellentregung     von beispielsweise über Gleichrichter fremd  erregten     Maschinen.    Zum Unterschied von  eigenerregten Maschinen, die über einen me  chanisch gekuppelten Erregersatz erregt wer  den, sind im folgenden unter fremderregten  Maschinen solche zu verstehen, bei denen nur  eine     elektrische    Verbindung zwischen der Er  regermaschine und der zu erregenden Ma  schine vorhanden ist.

   Beispielsweise handelt  es sich um fremderregte Maschinen, wenn  diese von einem besonderen     Umformersatz     oder von einer     Gleichrichteranordnung    oder  auch von einem besonderen Gleichstromgene  rator erregt werden, der beispielsweise gleich  zeitig mehrere     Maschinen    erregt.  



  Die     Schnellent.regung    von elektrischen Ma  schinen mit     Eigenerregung,    also durch einen  gekuppelten Erregersatz oder eine einzelne  Erregermaschine, erfolgt allgemein nach dem  von     Rüdenberg    angegebenen     Schwingungsent-          r        egungsprinzip,    wobei durch verschiedene  Schaltmittel erreicht wird, dass die Schwin  gungsdauer, insbesondere die Dauer bis zum  ersten Nulldurchgang der Wechselspannung,  verkürzt wird.

   Bei der     Schwingungsentregung     wird der durch den Abbau des Feldes im In  duktor induzierte Strom zur     Umpolung    der  selbsterregten Erregermaschine benutzt, so    dass mit der Zeitkonstanten eine Gegenspan  nung zustande kommt, die im Laufe des Vor  ganges einen höheren Wert annimmt als die  zu diesem     Zeitpunkt    durch Feldabbau auf  rechterhaltene Spannung im     Indiditor.    Als  Folge davon ändert der Strom nach einer ge  wissen Zeit, gegeben durch die Zeitkonstanten  der Maschine, seine Richtung und stellt da  durch den restlosen Abbau des     Remanenzflus-          ses    im     Induktor    sicher, das heisst die Wechsel  spannung geht durch den Nullpunkt.  



  Bei fremderregten Maschinen, die beispiels  weise über     Gleichrichtergefässe    mit Gitter  steuerung aus dem Netz erregt werden, ist       eine        Schwingungsentregimg    im vorerwähnten       Sinne    nicht ohne weiteres     möglich,    weil die  Gegenerregung, welche zur restlosen Vernich  tung des magnetischen Flusses im Luftspalt  erforderlich ist, voraussetzt,     däss    zunächst das  im     Induktor    vorhandene magnetische Feld ab  gebaut     wird.    An sich ist aber ohne weiteres  erkennbar, dass wegen der     Trägheitslosigkeit,

       mit der gittergesteuerte     Gleichrichtergefässe     arbeiten,     eine        Umpoliing    des     Induktors    rascher  vor sich gehen kann, als wenn     eine        Umpolung     einer Erregermaschine vorgenommen werden       müss.     



  Durch die Erfindung wird es mit ein  fachen Mitteln möglich,     eine        Schnellentre-          gung    fremderregter Maschinen vorzunehmen.  Die Erfindung besteht darin, dass zur -Er-           zwingiing    einer bestimmten Stromänderung im  Induktor vom Beginn des     Entregungsvorgan-          ges    bis zum Abbau der magnetischen Energie  des     Indiditors    an diesem eine bestimmte Ge  genspannung liegt. Durch Schaltmittel wird  die Entladung des Induktors über einen ge  sonderten Parallelpfad nach Massgabe der an  gelegten     Gegenspannung    möglich.

   Der Par  allelpfad ist während des normalen Betriebs  zustandes der Maschine wirkungslos; er kann       mindestens    einen nichtlinearen Widerstand  enthalten, z. B. einen Gleichrichter, der mit  einem     Ohmschen    Widerstand in Reihe ge  schaltet ist. Dieser Gleichrichter, vorzugsweise  ein Trockengleichrichter, sperrt dann wäh  rend des normalen Erregungsvorganges den  Parallelpfad und gibt ihn beim Abschalten  oder Umpolen der     Erregerstromquelle    für  den aus dem Induktor kommenden Strom  frei, so dass sich der     Induktor    über den Wi  derstand entladen kann.

   Sofort nach Be  endigung dieses Entladungsvorganges kann  die zur Vernichtung der     Remanenz    der Ma  schine erforderliche Gegenerregung wirksam  werden, so dass der     Entregungsvorgang    in  kürzester Zeit beendet wird. Besonders gün  stig ist es für die     Beschleunigung    des     Ent-          regungsvorganges,    wenn die Gegenspannung  schon vorhanden ist, sobald die     Induktorent-          ladespannung    gleich der Gegenspannung     wird.     Sie     erzwingt    dann eine bestimmte Induktor  stromänderung, da eine weitere Entladung  des Induktors nur dann stattfinden kann,

    wenn
EMI0002.0019  
   gleich der anliegenden Gegenspan  nung ist. Je höher daher die     Gegenspannung     ist, um so steiler erfolgt die Entladung des  Induktors. Da die Erregereinheiten fast aus  nahmslos mit selbsttätigen Spannungsschnell=       reglern    ausgerüstet sind, ergibt sich bei ihrer       Verwendung    als     Gegenspannungsquelle        auto,          matisch    der Vorteil, dass mit der Abnahme  der Wechselspannung während des Entre  gungsvorganges der Regler die Spannung der  Erregereinheit erhöht und somit durch diese  ansteigende Gegenspannung ein besonders ra  scher Abbau des     Induktorfeldes    erzwungen  wird.

      Der Parallelpfad kann auch ein oder meh  rere     steuerbare    Entladungsgefässe enthalten,  die während des normalen Erregungszustan  des der Maschine gesperrt     sind.    und beim     Ent-          regungsvorgang    auf     Wechselrichterbetrieb          inngesteuert    werden, so, dass sie die Energie  des Induktors in das Netz liefern, bis das  magnetische Feld im .Induktor abgebaut ist.

    Anschliessend kann dann wieder die Gegen  erregung auf die Maschine gegeben werden  bis zum Abbau der     Remanenz.    Wird die Ma  schine über ein oder mehrere steuerbare Ent  ladungsgefässe fremderregt, so kann beim Ein  leiten des     Entregungsvorganges    mindestens  eines der Entladungsgefässe auf Wechsel  richterbetrieb umgesteuert werden, bis die     In-          du        ktorenergie    aufgebraucht ist, und anschlie  ssend kann es wieder als Gleichrichter aus  gesteuert werden und mit entgegengesetzter  Polarität bis zum Abbau der     Remanenz    auf  die     Induktorwicklimg    geschaltet werden.

   Fer  ner besteht die     Möglichkeit,    in den Parallel  pfad einen Kondensator zu setzen, der die  beim Abschalten der Erregung freiwerdende       Induktorenergie    ganz oder teilweise über  nimmt und dessen Ladung dann zur Gegen  erregung wieder benutzt wird. Auch hierbei  kann man zu dem Speicherkondensator ein  Ventil in Reihe schalten, so dass während des  normalen Erregungsvorganges der Parallel  pfad wirkungslos bleibt.  



  Es ist ohne weiteres erkennbar, dass die  neuen Mittel zur     Schnellentregung    gegebenen  falls auch bei eigenerregten Maschinen ange  wendet werden können, wenn bei diesen im  Entladungsfalle die Erregermaschine oder  der Erregersatz vom Induktor abgetrennt  wird.  



  Im folgenden wird die Erfindung an Hand  der Zeichnung noch näher erklärt, in welcher  einige     Ausführungsbeispiele    schematisch dar  gestellt sind.  



  In     Fig.1    ist ebenso wie in den folgenden  Ausführungsbeispielen von der zu     entregen-          den    elektrischen Maschine nur die     Induktor-          w-icklung    1 dargestellt. Mit 2 ist eine Erreger  stromquelle bezeichnet, welche ein Generator,  ein Umformer oder eine sonstige Gleichstrom-      quelle sein kann und im vorliegenden Aus  führungsbeispiel ein gittergesteuerter Gefäss  gleichrichter ist, der über den Transformator  3 an ein Wechselstromnetz angeschlossen und  durch den Gittersteuersatz 4 regelbar ist. Mit  dem Umschalter 5 kann die     Induktorwicklung     1 umgepolt werden.

   Parallel- zur Induktor  wicklung 1 liegt die Reihenschaltung eines  Widerstandes 6 mit einem Gleichrichter 7,  welcher zweckmässig ein     TrockQngleichrichter     ist.  



  Im normalen Betrieb der Maschine wird  der Induktor 1 von dem gleichgerichteten  Strom der Gleichstromquelle 2 in der Pfeil  richtung durchflossen. Der Parallelpfad über  den Widerstand 6 ist durch den Gleichrichter  7 gesperrt.  



  Soll nun die Maschine     entregt    werden, so  wird der Induktor 1 mittels des Umschalters  5, der gegebenenfalls auch durch zwei doppel  polige Schalter ersetzt sein kann, umgepolt.  Hierbei entlädt sich zunächst die durch den  Abbau des magnetischen Feldes im Induktor 1       freiwendende    Energie über den Widerstand 6  und den Gleichrichter 7 (wie in     Fig.    2 durch  die eingetragene Pfeilrichtung angedeutet ist).  Solange die Spannung an der     Induktorwick-          lung    1 grösser ist als die an der Gleichstrom  quelle 2, ist letztere nicht wirksam.

   Sobald  dann die Spannung im Induktor auf einen  Wert     abgesunken    ist, welcher der Spannung  an der Gleichstromquelle 2 entspricht, fliesst  auch ein Strom der Gleichstromquelle über  den Parallelpfad 6, 7. Dieser Zustand ist in       Fig.3    durch die eingetragenen Pfeile ange  deutet. Von diesem Augenblick an wird die  Spannung am Parallelpfad 6, 7 durch die  Gleichstromquelle 2 bestimmt, wodurch aus  den bereits angeführten Gründen eine Be  schleunigung des Feldabbaues im Induktor 1  erzwungen wird.

   Sobald der Feldabbau be  endet ist, setzt gemäss der in     Fig.    4 eingezeich  neten     Pfeilrichtung    auch der     Stromfluss    durch  den Induktor 1 in entgegengesetzter Richtung  ein, durch den eine rasche Vernichtung der       1Taschinenremanenz    erreicht wird, so dass die  Maschinenspannung in kürzester Zeit zusam  menbricht.    In     Fig.    5 sind diese Verhältnisse schaubild  lich dargestellt, wobei     il    den     Induktorstrom,          i2    den Strom der - Spannungsquelle 2 und     i3     den Strom durch den Parallelpfad darstellt.

    Der Zeitpunkt to entspricht dem Beginn des       Entregllngsvorganges.    Der     Induktorstrom    il,  welcher dieselbe Richtung hat wie der ur  sprüngliche Erregungsstrom     (Fig.2),    klingt  zunächst nach einer     e-Funktion    ab.

   Im Zeit  punkt     t1    ist die Spannung am Induktor gleich  der Spannung an der Gleichstromquelle 2 ge  worden     (Fig.3).    Von diesem Zeitpunkt ab  fliesst somit durch den Parallelpfad ein kon  stanter Strom     i3.    Der     Induktorstrom,    der ohne  die anstehende Spannung der Stromquelle 2  etwa nach der gestrichelt gezeichneten     Kurve     abnehmen     würde,        sinkt    jedoch wegen der re  lativ hohen Spannung am Parallelpfad 6, 7  erheblich rascher auf Null ab.

   Er     erreiclit     diesen Wert im     Zeitpunkt    t2, von dem ab       (Fig.4)    der Gegenstrom durch den     Induktor    1  einsetzt und einen raschen Abbau der in der  Maschine noch vorhandenen     Remanenz    be  wirkt.  



  In     Fig.    6 ist ein Ausführungsbeispiel für  die zugehörige Schaltungsanordnung veran  schaulicht, welche die Durchführung des     Ent-          regungsvorganges    ermöglicht. In dieser sind       St    und     S2    zwei     Pressluftschalter    mit den  Hauptkontakten 1 und 2 und den     Hilfskon-          takten    3 und 4. Über die Hauptkontakte 1  und 2 des Schalters     8'1    bzw.     S2    wird der In  duktor 1 in der einen oder andern Richtung  an die     Gleichstrom-Erregerquelle    angeschlos  sen.

   Der     Pressluftantrieb        zum        Einlegen    der  Schalter ist mit D1 und D2, und die magne  tischen Auslöser zum Öffnen der Schalter  sind mit     Al    und     A2    bezeichnet. Alle Kon  takte sind in der Ruhelage gezeichnet.  



  Im normalen     Erregungsfalle    ist der     Press-          luftschalter        Si    eingelegt, seine Kontakte sind  demgemäss geschlossen, so dass der Strom der  nicht gezeichneten     Erregerstromquelle    den In  duktor 1 in der     durch    den Pfeil angedeuteten       Richtung    durchfliesst.  



  Beim Einleiten des     Entregtuigsvorganges     wird durch den eintreffenden     Entregungs-          impuls    das Relais     Rx    erregt, und es     schliesst         seine Kontakte 1 bis 5. Über den Kontakt 1  wird dadurch ein Schalterstromkreis geschlos  sen, der über einen von Hand zu betätigenden  Schalter,     beispielsweise    einen Steuergitter  schalter Q, wieder unterbrochen werden kann.  Durch Öffnen des Kontaktes 2 des Relais     R1     wird der Kurzschluss für das Hilfsrelais R3  aufgehoben, welches als polarisiertes Relais  den Strom durch den     Indlllitor    1 überwacht.

    Dieses Relais R3 spricht an und öffnet seinen  Kontakt so lange, bis der Abbau des magneti  schen Feldes im Induktor 1 beendet ist. Über  den Kontakt 3 des Relais     R1    und den ge  schlossenen Kontakt 4 des     Pressluftschalters          S1    wird der magnetische Auslöser     Al        erregt,     so dass die Kontakte 1 bis 4 des Schalters     S1     in die gezeichnete Lage umgelegt werden. Da  durch wird einerseits der     Stromfluss    des     In-          duktors    1 in der Pfeilrichtung unterbrochen.

    Anderseits wird über den Kontakt 4 des Re  lais     Rl,    über den Kontakt 1 des Relais R4 das  Relais     R5    erregt     und    dadurch über den ge  schlossenen Kontakt 3 des     Pressluftschalters        S1     das Relais     Pts    erregt. Dieses öffnet das Ventil  für den     Pressluftantrieb    D2 des     Pressluftschal-          ters    S2.

   Beim Schliessen dieses Schalters wird  über seinen Kontakt 3 das Relais 5 kurz  geschlossen, so dass der     Pressluftantrieb    ab  geschaltet wird, und über die Hauptkontakte  1     und    2 wird an die     Induktorwicklung    1  die     Erregerspannungsquelle    mit     engegenge-          setzter    Polarität angeschlossen.

   Sobald     dann     in der     vorbeschriebenen    Weise die     Remanenz     der Maschine abgebaut und die Maschinen  spannung auf einen kleinen Wert gesunken  ist, fällt das über den geschlossenen Kontakt 5  des Relais     R1    an die     Maschinenspannung    an  geschlossene und daher erregt gewesene Re  lais R2 ab. In diesem Zeitpunkt hat gemäss       Fig.    5 der Erregerstrom durch den Induktor  entgegengesetzte Richtung wie im normalen  Erregungsfalle.

   Das Relais R3 ist also eben  falls bereits abgefallen, so dass über den Kon  takt 3 des Relais     R1,    den Kontakt 3 des     Press-          luftschalters        S1    und die Kontakte der Relais  R2 und R3 ein Erregerstromkreis für das  Relais R4     zustande-    kommt. Dieses legt seine       Kontakte    1, 2 um, löst über seinen Kontakt 2    den magnetischen Auslöser A2 für den Selbst  schalter     S2    aus und öffnet gleichzeitig den  Kontakt 1, so dass das Relais R5 beim Öffnen  des     Kurzschlusskontaktes    3 des Schalters S2  nicht mehr ansprechen kann.

   Der     Entregamgs-          v        organg    ist damit beendet.  



  Beim Ausführungsbeispiel nach     Fig.7    ist  als Parallelpfad zum Induktor 1 je ein gitter  gesteuertes Entladungsgefäss 8 und 9 vorge  sehen. Über die Transformatoren 10, 11 liegen  beide Entladungsgefässe am Netz. Die     Entla-          dungsgefässe,liegen    in der sogenannten Kreuz  schaltung an der     Induktorwicklung    1, das  heisst die zum     Induktor    1 parallel liegenden  Entladungsgefässe 8 und 9 haben die entgegen  gesetzte     Durchlassrichtung.    Beim Einleiten  des     Entregungsvorganges    wird dann das Ent  ladungsgefäss 8 auf     Wechselrichterbetrieb    aus  gesteuert,

   so dass der Strom im     Induktor     rasch auf Null     absinkt.    Dann setzt das zweite  Entladungsgefäss 9 ein und erregt die     Induk-          torwicklung    1 in entgegengesetzter Richtung  bis zur Vernichtung der     Maschinenremanenz     bzw. bis zum Zusammenbruch der Maschinen  spannung. Durch eine geeignete Schaltauto  matik kann der selbsttätige Ablauf dieser  Vorgänge ohne weiteres erreicht werden.  



  In den     Fig.    8, 9 und 10 ist gezeigt, wie der  rasche Abbau der Feldenergie des Induktors  und der     Maschinenremanenz    durch Anord  nung eines Parallelkondensators erreicht wer  den kann.    1 ist wieder die     Induktorwicklung    der zu       entregenden    Maschine, 2 die     Erregüngsspan-          nungsquelle    und 7 ein Gleichrichter, vorzugs  weise     ein    Trockengleichrichter, im Parallel  pfad zur     Induktorviekhmg    1, der an Stelle  des Widerstandes 6 in den     Fig.1    bis 4 einen  Kondensator 12 enthält.

   Dieser Kondensator  12 ist durch einen Widerstand 13 über  brückt, welcher gegebenenfalls durch einen       Überspannungsableiter    ersetzt werden kann.  Der     Überspannungsableiter    kann aber auch  ausser zum Widerstand 13 zum Kondensator  12 parallel liegen. Ferner ist der Gleichrich  ter 7 mittels eines Schalters 14 -durch     einen     Widerstand 15     überbrückbar.    Der Schalter 14      ist im normalen Erregungsbetrieb, in dem die  Kontakte 16, 16' geschlossen sind, geöffnet.  



  Beim Einleiten des     Entregungsvorganges     wird durch Öffnen der Kontakte 16, 16' zu  nächst die Fremderregung abgeschaltet und  gleichzeitig der Schalter 14 geschlossen. Die  ser kann daher gegebenenfalls mit den Be  tätigungselementen für die Kontakte 16, 16'  mechanisch gekuppelt sein. Die magnetische  Energie des Induktors entlädt sich nun in dem  Parallelpfad, der den Kondensator 12 als  Speicher und den Gleichrichter 7 enthält,  welcher im normalen Erregungsbetrieb den  Parallelpfad sperrt, so dass der Kondensator  in dieser Zeit nicht geladen werden kann. In       Fig.9    ist die     Stromrichtung    während des  Ladevorganges des     Kondensätors    12 darge  stellt.

   Nachdem die     magnetische    Energie des       Induktors    sich restlos in elektrische Energie  bzw.     Oh.msche    Wärmeverluste in dem Wider  stand 13 umgewandelt hat, entlädt sich ent  sprechend der Bemessung des Widerstandes  15 der Kondensator 12 teilweise auf die     In-          duktorwicklüng    1 und polt diese     um,    so dass  die in der Maschine noch vorhandene     Rema-          nenz    in kürzester Zeit vernichtet wird     und    die  Klemmenspannung auf Null absinkt. In       Fig.10    ist die Energierichtung durch einen  Pfeil eingezeichnet.  



  Der besondere Vorteil dieser Anordnung  liegt in der Vermeidung der Spannungsspitze,  die sich in sonstigen Fällen im ersten Augen  blick ergibt. Durch die     Zuschaltung    eines lee  ren Kondensators wächst die Spannung in  diesem proportional der Ladung, so dass im  ersten Augenblick praktisch die Spannung  Null am Kondensator liegt. Da dieser Kon  densator der     Induktivität    der     Induktorwick-          lung    1 angepasst werden muss, kann er bei  grossen Maschinen relativ teuer werden. Je  kleiner die     gespeicherten    magnetischen Ener  gien im Induktor sind, um so kleiner wird der       Parallelkondensator    und um so mehr     kommen     seine Vorteile zur Geltung.

Claims (1)

  1. PATENT Ai1TSPRUCH Einrichtung zur Schnellentregung von elektrischen Maschinen, dadurch gekennzeich- net, dass zur Erzwingung einer bestimmten Stromänderung im Induktor vom Beginn des Entregungsv organges bis zum Abbau der ma gnetischen Energie des Induktors an diesem eine bestimmte Gegenspannung liegt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass. Schaltmittel vor handen sind, welche die Entladung des In- duktors über einen gesonderten Parallelpfad nach Massgabe der angelegten Gegenspannung ermöglichen. 2. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Parallelpfad während des normalen Betriebszustandes der Maschine wirkungslos ist. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Parallelpfad mindestens einen nichtlinearen Widerstand enthält. 4.
    Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass der Parallelpfad eine Reihensehaltimg mit Ohmschem Wider stand und Gleichrichter enthält. .5. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass ein Trockengleich richter verwendet ist. 6. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass der Parallelpfad mindestens ein als Wechselrichter gesteuertes Entladungsgefäss enthält, das während des normalen Erregungszustandes gesperrt ist. 7.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, bei der die Fremderregung über mindestens ein steuerbares Entladungsgefäss erfolgt, da durch gekennzeichnet, dass beim Einleiten des Entregungsvorganges mindestens eines dieser Entladungsgefässe bis zur vollständigen Ab gabe der Induktorenergie auf Wechselrichter betrieb umgesteuert ist, und dass Mittel vor gesehen sind, welche dieses Entladungsgefäss auf Gleichrichterbetrieb umsteuern und mit.
    entgegengesetzter Polarität auf die Induktor- wicklimg schalten, bis die Induktorenergie aufgebraucht ist. B. Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Parallelpfad einen die Induktorenergie mindestens teil weise übernehmenden Kondensator enthält. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass der Kondensator mit einem Gleichrichter mit solcher Durchlass- richtung in Reihe liegt, dass der Parallelpfad im normalen Erregungsbetrieb gesperrt ist.
    10. Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass ein. Trockengleich richter verwendet ist. 11. Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass dem Kondensator ein Widerstand parallel geschaltet ist. 12. Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass ein zum Gleich richter parallel schaltbarer Widerstand vor gesehen ist. 13. Einrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerstand durch einen überspannungsableiter über brückt ist. 14.
    Einrichtung nach Unteranspruch 9, da durch gekennzeichnet, dass dem Kondensator ein überspanniuigsableiter parallel geschaltet ist. 15. :Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Gegenerregung des Induktors in Abhän gigkeit von der Wechselspannung der Ma schine erfolgt.
    16. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Gegenerregung des Induktors in Abhän gigkeit von der Richtung des Induktorstro- mes erfolgt. 17. Einrichtung nach Unteranspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Gegenerregung des Induktors in Abhän gigkeit von der Richtung und Grösse des In duktorstromes erfolgt.
    18. Einrichtung nach den Unteransprüchen 15 und 16, .dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Gegenerregung des Induk- tors in Abhängigkeit von der Wechselspan nung der Maschine und der Richtung des Induktorstromes erfolgt. 19.
    Einrichtung nach den Unteransprü- chen .15 und 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abschaltung der Gegenerregung des In- duktors in Abhängigkeit von der Wechsel spannung der Maschine, der Richtung und der Grösse des Induktorstromes erfolgt.
    20. Einrichtung nach Patentanspruch, bei der ein die Spannung der Erregerstromquelle beeinflussender Spannungsregler vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Span nungsregler während des Entregungsvorgan- ges eingeschaltet bleibt im Sinne einer selbst tätigen Erhöhung der von der Erregerstrom- quelle gelieferten Gegenspannung bei Ab nahme der Maschinenspannung,
CH322455D 1953-06-17 1954-05-29 Einrichtung zur Schnellentregung von elektrischen Maschinen CH322455A (de)

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DE322455X 1953-06-17

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CH322455A true CH322455A (de) 1957-06-15

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CH322455D CH322455A (de) 1953-06-17 1954-05-29 Einrichtung zur Schnellentregung von elektrischen Maschinen

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1176264B (de) * 1957-07-19 1964-08-20 Licentia Gmbh Anordnung zur Schnellentregung eines durch einen gittergesteuerten Stromrichter erregten Wechselstromgenerators
DE1213044B (de) * 1963-09-30 1966-03-24 Licentia Gmbh Schutzanordnung fuer steuerbare Siliziumzellen
DE1256779B (de) * 1964-04-24 1967-12-21 Licentia Gmbh Schaltvorrichtung zur Schnellentregung einer Synchronmaschine durch Gegenerregung
FR2460067A1 (fr) * 1979-06-25 1981-01-16 Ch Polt I Source d'energie electrique

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