CH322610A - Umhüllung für Tabakwaren, insbesondere für Zigaretten, Zigarren und Stumpen - Google Patents

Umhüllung für Tabakwaren, insbesondere für Zigaretten, Zigarren und Stumpen

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CH322610A
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CH
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Pfoh Curt
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Pfoh Curt
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A24TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
    • A24BMANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
    • A24B15/00Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
    • A24B15/10Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
    • A24B15/12Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of reconstituted tobacco

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Cigarettes, Filters, And Manufacturing Of Filters (AREA)

Description


  Umhüllung für Tabakwaren, insbesondere für Zigaretten, Zigarren und Stumpen    Die vorliegende Erfindung betrifft eine  Umhüllung für Tabakwaren, insbesondere für  Zigaretten, Zigarren und Stumpen, die da  durch gekennzeichnet ist, dass sie aus einer  Folie aus einer praktisch homogenen,     cellu-          losefreien,    nicht faserigen, gelierten Masse  besteht.    Alle bisher bekannten Umhüllungen für  Zigaretten waren Papiere, die sämtliche auf       Cellulose    basierten. Man hat auch vielfach  vorgeschlagen, als Deckblätter für Zigarren  oder Stumpen der Farbe der einzuhüllenden  Tabakwaren angepasste ähnliche Umhüllun  gen statt der teuren Deckblätter aus Tabak  zu verwenden. Diese Materialien erzeugten  jedoch beim Rauchen den unangenehmen  Geschmack nach verbranntem Papier.

   Zur  Behebung dieses Nachteils ist auch schon  vorgeschlagen worden, das Papier durch Zu  satz von Anteilen der Tabakpflanze dem In  halt der Tabakwaren anzupassen und dadurch  deren     Genusswert    zu erhöhen.  



  Es wurde nun gefunden, dass sich die er  wähnte geschmackliche Beeinflussung des  Rauchgenusses völlig verhindern lässt, indem  man als Umhüllungen für die Tabakwaren  Folien aus den genannten gelierten Massen  verwendet. Als besonders geeignet für diesen  Zweck haben sich Gelatine, insbesondere rei  ner     Glutinleim,        formaldehydgehärtete    Gela-         tine,    Pektin, Albumin,     Agar-Agar,    Kasein,  sowie Mischungen dieser Stoffe erwiesen.  



  Besonders gute Resultate werden erzielt,  wenn die     Folien        Plastifizierungsmittel    sowie  Stoffe zur Erhöhung der     Verglimmungsge-          schwindigkeit    enthalten. Als     Plastifizierungs-          mittel    sind die gewöhnlich bei der Herstellung  von Gelatine- und     ähnlichen    Folien für diesen  Zweck verwendeten Stoffe brauchbar, sofern  sie ohne     Russbildung    brennen und bei der  Verbrennung keine oder eine weisse Asche er  geben.

   Besonders geeignete     Plastifizierungs-          mittel    dieser Art sind Glycerin,     Türkischrotöl     und Rizinusöl.    Als Mittel zur Erhöhung der     Verglim-          mungsgeschwindigkeit    sind die üblichen  Brandförderungsmittel, besonders     Calcium-          carbonat,    ferner auch     Magnesiumcarbonat,          Dolomit    und ähnliche Stoffe, geeignet, wobei  sich eine     Zumischung    von 0,1-33     Gew.    % die  ser Stoffe bei der     Folienherstellung    als geeig  net erwiesen hat.

   Die besten Ergebnisse wur  den durch Zugabe von etwa 16     Gew.    %     Cal-          ciumcarbonat    erhalten.  



  Zur Geschmacksverbesserung können Ta  bakteile in Form von Tabakrückständen, Ta  bakpulver oder Tabakstaub den     Folien    auf  gestäubt oder eingewalzt oder den     gehelen-          den    Massen vor der     Folienherstellung    ein  gerührt werden.      Farbe und Aussehen der Umhüllungen  lassen sich denjenigen der bisher verwendeten  Papierumhüllungen dadurch anpassen, dass  man dem filmbildenden Material,     zweckmässig     während der     Folienherstellung,    färbende Ma  terialien, wie zum Beispiel     Kreide    oder Stärke,  zumischt.

   Als besonders vorteilhaft haben  sich Mischungen     mehrerer    der erwähnten  filmbildenden Massen mit Kreide und Stärke  erwiesen.  



  Folien aus den erwähnten gelierenden  Massen lassen sich ohne Schwierigkeiten in  geeigneter Dicke herstellen. Für die erwähn  ten Umhüllungen ist eine     Foliendicke    von  0,02-0,15 mm, vorzugsweise 0,04-0,08 mm,  zweckmässig.  



  Die mit den erwähnten Folien umhüllten  Tabakwaren werden vorzugsweise mit Mund  stücken, zum Beispiel aus Kork, versehen,  um das Kleben der     Folien    an den Lippen zu  vermeiden. Ebenso können Filtermundstücke  verwendet werden.  



  Folien aus den in den nachstehenden Bei  spielen     genannten    Mischungen sind für die  Verwendung an Stelle von Zigarettenpapier  geeignet. Die erwähnten Teile sind Gewichts  teile.    <I>Beispiel 1</I>    6 Teile     Glutinleim     94 Teile Wasser  20 Teile feingepulvertes     Calciumcarbonat     0,1 Teil feingepulvertes     Magnesiumcarbonat     0,1 Teil     Türkischrotöl     1 Teil Tabakstaub.

      <I>Beispiel 2</I>    6 Teile Gelatine  94 Teile Wasser  20 Teile     feingepulvertes        Calciumcarbonat     5 Teile     feingepulv.        Magnesiumcarbonat     1 Teil     Türkischrotöl.       <I>Beispiel 3</I>    6 Teile Gelatine  94     Teile    Wasser  20 Teile feingepulvertes     Calciumcarbonat     2 Teile     Türkischrotöl.       <I>Beispiel 4</I>    8 Teile Gelatine  92 Teile Wasser  20 Teile feinpulverisiertes     Calciumcarbonat     6 Teile Rizinusöl  5 Teile feingepulverter     Dolomit     1 Teil Formaldehyd.

      <I>Beispiel 5</I>    4 Teile Gelatine  96 Teile Wasser  0,5 Teil     Hausenblase     20 Teile feingepulvertes     Calciumcarbonat     2 Teile Glycerin  10 Teile Tabakstaub.    <I>Beispiel 6</I>    8 Teile     Glutinleim     92 Teile Wasser  20 Teile feinpulverisiertes     Calciumcarbonat     2 Teile     feingepulv.        Magnesiumcarbonat     6 Teile     Türkischrotöl     0,0l-0,1 Teil eines Konservierungsmittels.    <I>Beispiel</I>    5 kg feiner Knochenleim     wird    48 Stunden  lang mit Wasser behandelt, das sehr oft ge  wechselt wird. Das Wasser wird dann ab  gegossen und der Leim unter vorsichtigem  Erhitzen geschmolzen.

   Dann wird 7,5 g in  Wasser gelöste     Oxalsäure    zugegeben, darauf  0,9 Liter Alkohol und eine     wässrige    Dispersion  von 15 g Kandiszucker und von 0,5 kg fein  pulverisiertem     Calciumcarbonat.    Die so er  haltene ölige Masse wird von Hand oder  maschinell auf Platten oder Bänder gegossen,  von denen die Folie nach dem Trocknen ab  genommen werden kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Umhüllung für Tabakwaren, insbeson dere für Zigaretten, Zigarren und Stumpen, bestehend aus einer Folie aus einer praktisch homogenen, cellulosefreien, nicht faserigen, gelierten Masse. UNTERANSPRÜCHE 1. Umhüllung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Folie aus einer Mischung von mindestens zwei ver schiedenen filmbildenden Stoffen besteht. 2. Umhüllung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Folie ein Brandförderungsmittel enthält. 3. Umhüllung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie Calciumcarbonat enthält. 4.
    Umhüllung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Folie Magnesiumcarbonat enthält. 5. Umhüllung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Folie ein Pla- stifizierungsmittel enthält, das ohne Bussbil- dung brennbar ist. 6. Umhüllung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Folie min destens einen weiss färbenden Stoff enthält.
CH322610D 1954-09-28 1955-09-27 Umhüllung für Tabakwaren, insbesondere für Zigaretten, Zigarren und Stumpen CH322610A (de)

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