CH322716A - Verfahren und Vorrichtung zum faltenlosen Einziehen von Rohren für die Herstellung von Metallgefässen, insbesondere zum Einzeihen von dünnwandigen Metallrohren - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum faltenlosen Einziehen von Rohren für die Herstellung von Metallgefässen, insbesondere zum Einzeihen von dünnwandigen Metallrohren

Info

Publication number
CH322716A
CH322716A CH322716DA CH322716A CH 322716 A CH322716 A CH 322716A CH 322716D A CH322716D A CH 322716DA CH 322716 A CH322716 A CH 322716A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
pipe
die
neck
tool
deformation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Weisse Ernst Ing Dr
Original Assignee
Weisse Ernst Ing Dr
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Weisse Ernst Ing Dr filed Critical Weisse Ernst Ing Dr
Publication of CH322716A publication Critical patent/CH322716A/de

Links

Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D41/00—Application of procedures in order to alter the diameter of tube ends
    • B21D41/04—Reducing; Closing

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Shaping Metal By Deep-Drawing, Or The Like (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zum faltenlosen Einziehen von Rohren für die Herstellung  von Metallgefässen, insbesondere zum Einziehen von dünnwandigen Metallrohren    Es sind bereits Verfahren und Vorrich  tungen zum halsförmigen Einziehen von Me  tallrohren bekannt. Diese sind jedoch nur für  starkwandige Metallrohre verwendbar. Bei  einem dünnwandigen Rohr, dessen Wand  stärke ungefähr     1/5o    des Rohrdurchmessers  oder auch noch weniger beträgt, versagen sie  jedoch, weil beim Einziehen solcher Rohre  Längs- und Querfalten entstehen, die das  Rohr für die Weiterverarbeitung unbrauch  bar machen.  



  Die vorliegende Erfindung geht nun von  der Erkenntnis aus, dass sieh     ein,    dünnwan  diges Rohr- beim Einziehen faltenlos verfor  men lässt, wenn der     Verformungsdruck    so  niedrig gehalten werden kann,     dass.    er sich  nur in dem zu verformenden Rohrteil, nicht  aber in dem angrenzenden, nicht zu verfor  menden Teil     auswirkt.    Dementsprechend be  trifft die vorliegende Erfindung ein Ver  fahren zum faltenlosen Einziehen von Rohren  aus Metall für die     Herstellung    von Metallge  fässen, insbesondere zum Einziehen von Enden  solcher Rohre,

   deren Wandstärke höchstens       1/5p    des Rohrdurchmessers beträgt und deren       Rekristallisationstemperatur    unter 600  C  liegt, durch einen     Pressvorgang    in einem Ge  senkt wobei das Innere der     Gesenkhöhlung     auf .der     Verformungstemperatur    des Werk  stoffes gehalten und das in das     Gesenk    ein  tretende Rohr     gekühlt    wird, das dadurch ge-    kennzeichnet ist,

   dass man das Innere der     Ge-          senkhöhlung    auf eine Temperatur gleich oder       grösser    als die     Rekristallisatianstemperatur          des        Rohrwerkstoffes    erhitzt und hierdurch  das kalt eingebrachte Rohrende auf diese     Re-          kristallisationstemperatur    erwärmt     und    zu  gleich das     Mundstück    des     Gesenkes    und das  Rohr an seiner Eintrittsstelle in das     Gesenk     durch eine dagegen gerichtete Kühlflüssigkeit  unmittelbar kühlt.  



  Die Vorrichtung zur Ausübung des erfin  dungsgemässen     Verfahrens    ist gemäss der vor  liegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet,  dass     sie.ein    über den grössten Teil seines     Ver-          formungsbereiches    mit     einer        Heizeinrichtung          versehenes        Gesenk    zum Verformen des zu be  handelnden Rohrendes,

   eine auf der Einfuhr  seite des     Gesenkes    unmittelbar ausserhalb  dieses Werkzeuges angeordnete Einrichtung  zum unmittelbaren Kühlen des     Gesenkmundes     und     des    in diesen eintretenden     Rohrteils    mit  einer Kühlflüssigkeit sowie eine Einrichtung  zum Vorschieben des     Werkzeuges    relativ zum  Rohr besitzt.

   Die Vorrichtung kann auch so  beschaffen sein, dass sie ,eine     Heizeinrichtung     zum Beheizen des Rohrendes während des       Verformungsvorganges    auch noch vom Innern  her, also gesondert und     unabhängig    von der       Beheizung    durch das heisse     Gesenk    hat, um  das Rohrende möglichst     duktil    zu machen. Die  Vorrichtung kann ausserdem eine weitere           Kühleinrichtung    haben, mit der das Rohr.

    vom     Innern    her bis     mindestens    in Höhe des       Gesenkmundes    mit Wasser, gegebenenfalls  allein oder zusätzlich zu der äussern     Kühlung,          gekühlt    wird.  



  Das Verfahren gemäss der Erfindung ist  nachstehend an Hand der Zeichnung bei  spielsweise erläutert. Die Zeichnung zeigt     im     senkrechten Mittellängsschnitt verschiedene  Ausführungsbeispiele der     erfindungsgemässen     Vorrichtung und einige Ausführungsformen  von     hiermit    verformten Rohrenden für die  Herstellung von Druckgasflaschen.  



  Die     Fig.    1 betrifft die Verfahrensführung  für die     Formung    eines Flaschenhalses.  



  Die     Fig.    2     zeigt    eine Wiederholung dieser       Verfahrensführung    zur weiteren     Verengung     des mit der     Verfahrensführung    gemäss     Fig.    1  hergestellten     Flaschenhalses.     



       Fig.    3 zeigt eine Vorrichtung mit     pfan-          nenförmigem        Verformungswerkzeug.     



       Fig.    4 zeigt eine ähnliche Vorrichtung, je  doch- mit einem in das     pfannenförmige        Ver-          formungswerkzeug    eingesetzten Halskragen  stück.  



  Beim Ausführungsbeispiel     gemäss        Fig.    1  ist     ein        beheiztes        Verformungswerkzeug    1 vor  gesehen, das eine der äussern Form des zu  bildenden Flaschenhalses entsprechend pro  filierte Aushöhlung aufweist, welche in eine  zentrale     Durchbrechung    17     ausläuft.    Die       Durchbrechung    17 ist kreiszylindrisch gestal  tet und hat eine dem Aussendurchmesser des  zu formenden Halses entsprechende lichte  Weite.

   An der der     Durchbrechung    17 gegen  überliegenden Einführungsseite ist die lichte  Weite der     Aushöhlung    dem Aussendurchmes  ser des zu verformenden Rohrendes angepasst.  Das     Verformungswerkzeug    1 weist eine sich  fast über den     ganzen    Umfang erstreckende  Heizung 2 auf, die mit elektrischen oder Gas  heizkörpern ausgerüstet ist     und    eine Erwär  mung des Werkzeuges 1 auf eine vorbe  stimmte Temperatur sowie das Aufrechterhal  ten dieser Temperatur während des     Verfor-          mungvorganges    gestattet:

   Diese Temperatur       muss    gleich oder höher als die     Rekristallisa;          tionstemperatur    des zu verformenden Rohr-         werkstoffes,    also z. B. bei der     Verformung     eines     Aluminiutmrohres    grösser als     4000C     sein.  



  Auf .der     Einführseite    unmittelbar ausser  halb des Werkzeuges 1 ist eine Kühleinrich  tung in Form einer ringförmigen Leitung 5  angeordnet, die einen den Aussendurchmesser  der     Aushöhlung    übersteigenden lichten Ring  durchmesser hat und konzentrisch zur Achse  der Aushöhlung liegt. Die Leitung 5     ist    auf  der Ringinnenseite mit einer Reihe von schräg  nach oben     gerichteten,    in Düsen 18 befind- ,  liehen Kanälen durchbrochen und an eine  nicht dargestellte     Zufnhrleitung    für das  zweckmässig aus Wasser bestehende Kühlmit  tel angeschlossen.

   Die Vorrichtung umfasst  ferner eine in der     Zeichnung    nicht darge  stellte Einrichtung in Form einer Presse zum  Verschieben des Werkzeuges 1 in     Richtung     des Pfeils 19 relativ zu dem zu verformenden  Rohr.  



  Zur     Durchführung    des Verfahrens wird  vorerst das aus dem Werkzeug 1, dessen     Heiz-          einrichtung    2 und der Kühlleitung 5 be  stehende Aggregat am beweglichen Ober  haupt in der in     Fig.    1     dargestellten    Lage       befestigt    und .die Heizung in     Betrieb    gesetzt.  Alsdann wird auf dem     Pressentisch    das zu  behandelnde Rohr derart aufgesetzt, dass das  zu verformende Rohrende 3 die in     Fig.    1 in       strichpunktierten    Linien dargestellte, zur  Achse der Aushöhlung des Werkzeuges 1 kon  zentrische Lage hat.

   Wenn das Werkzeug 1  die vorbestimmte Temperatur, z. B. über  400  C für     ein    Aluminiumrohr,     aufweist,        wird     durch Betätigen der Presse ein Vorschub des  obern     Pressentisches    mit dem Werkzeug 1 zu  sammen in Richtung des Pfeils 19 bewirkt.  Dabei gelangt .der freie Rand des Rohrendes  3 in die Aushöhlung des     Werkzeuges    1 und  erwärmt sich beim Stauchen in das erhitzte  Werkzeug durch die intensive     Berührung    mit  dessen Innenwandung sehr rasch auf seine  Temperatur.

   Hierdurch sinkt der     Verfor-          mungswiderstand        des        Rohrwerkstoffes    vor  allem in der innern Höhlung des Werkzeuges  auf einen Bruchteil der Festigkeit in kaltem  Zustand. Der zylindrische Rohling verformt      sich dabei an seinem Ende unter dem konti  nuierlichen     Stauchdruck    allmählich zum Fla  schenhals.

   Dabei wird das Rohrende in axialer  als auch in radialer Richtung ohne Falten  verformt, wenn die Geschwindigkeit der       Presswerkzeuge,    mit denen der     Stauchdruck          erzeugt    wird, nicht zu gross ist, Zur Kalibrie  rung der     Halsinnenwandung    kann gegebenen  falls zentral in das     Gesenk    ein Dorn einge  führt sein. Sein Aussendurchmesser ist dann  um den doppelten Betrag der zu formenden       Halswandstärke    kleiner als der Durchmesser  der     Gesenkausnehmung    17.

   Der nicht zu ver  formende Teil des zylindrischen Rohrkörpers  ist an seinem der Verformung entgegen  gesetzten Ende und auf einem Teil seiner  zylindrischen Wandung durch ein schliessend  umfassendes     Untergesenk    abgestützt. Dieses       Untergesenk    ist auf dem     Lettern    feststehen  den Tisch der Presse in einer Flucht mit dem       Obergesenk    montiert. Die freibleibende über  gangsstelle zwischen den beiden     Gesenken    und  das in das     Gesenk    eingetretene Rohrstück  müssen den axialen     Stauchdruck    aufnehmen,  ohne dass Falten entstehen.

   Die gefährdete  Stelle des Rohres bezüglich der Faltenbil  dung liegt innerhalb des verformenden obern       Gesenks    nahe an dessen Mund und nahe  darunter ausserhalb des     Gesenkmundes.    Damit  das Rohr hier faltenlos bleibt, werden das  Rohr bei seinem Eintritt in den     Gesenkmund     und dieser unmittelbar während des     Press-          vorganges    mit einer Kühlflüssigkeit ge  kühlt, denn eine mittelbare     Kühlung    mit  einem Kühlring reicht wegen der ungenügen  den Wärmeabfuhr nicht aus.

   Zur Kühlung  der gefährdeten     übergangsstelle    wird daher  zwischen dem kalten     Untergesenk    und dem  erhitzten     Obergesenk,    dicht unter dessen  Mund, ein Wasserrohr 5 ringförmig, vorzugs  weise am     Obergesenk,    befestigt, welches das  Wasser durch die Kanäle in den Düsen 18  schräg gegen die gefährdete Eintrittsstelle  und den     Gesenkmund    spritzt und diese Stel  len nach Inbetriebsetzung der     Presseinrich-          tung    so kalt hält,     .dass    das Rohr in dem Ge  senk und ausserhalb keine Falten wirft.

   Das  Rohr bleibt dann hier an den gefährdeten    Stellen formsteif, weil es hier durch die von  dem erhitzten     Gesenk    weitergeleitete Wärme  nicht     erweicht    weiden kann. In diesem Teil  des Rohres fällt die Temperatur von der     Re-          kristallisationstemperatur    auf     die    Tempera  tur des Kühlmittels. Bei dieser Arbeitsweise  wird ein starker Gradient des Temperatur  gefälles längs des zu verformenden und ver  formten Rohrteils in der Nähe des     Gesenk-          mundstückes    erstrebt und erzielt.

   Statt der  äussern Wasserkühlung oder zusätzlich zu  ihr könnte ein stehendes Rohr, dessen oberes  Ende verformt wird, auch mit Wasser ge  füllt werden. Durch ein Zu- und Ablaufrohr  wird dabei für den Wasserwechsel gesorgt  und gleichzeitig ein in Abhängigkeit vom  Hub des     Obergesenks    veränderlicher Wasser  stand mindestens in der Höhe des     Gesenk-          mundstückes    aufrechterhalten.

   Der nicht ver  formte, an die Kühlzone anschliessende Rohr  teil erfährt desgleichen keine für das Verhal  ten des Rohrmaterials wesentliche Tempera       turerhöhung    und kann, wie bereits oben er  wähnt, durch ein ihn schliessend umfassendes       Stützgesenk    gegen allfällige Deformationen,  wie Faltenbildung oder     Knickung,    geschützt  werden.  



  Auf die vorstehend, an Hand der     Fig.    1  erläuterte Weise ist es z. B. möglich, Alumi  niumrohre mit einem Innendurchmesser von  180 mm und einer Wandstärke von nur  1,5 mm entsprechend einer Verhältniszahl  von 1 : 120 auf einen Durchmesser von 65 mm  in einem einzigen Verfahrensgang einzu  ziehen. Es erfolgt also eine Einziehung vom       Flaschenaussendurchmesser    mit 183 mm auf  einen     Halsaussendurchmesser    von 65 mm, das  heisst im Verhältnis     1-:    3.  



  Dieses Verhältnis     lässt    sich sogar noch       weiter    ohne Faltenbildung verringern, wenn,  wie     dies    in     Fig:    2 in vergrössertem Massstab  dargestellt ist, das Verfahren mehrmals hin  tereinander angewendet wird, wobei jedesmal  ein kleineres     Gesenk    benutzt wird.

   In jeder  Folgestufe wird dann .der Werkstoff des vor  handenen Halses 4 zu einer übergangslosen  Verlängerung der vorhandenen Schulter und  zu einem neuen kleineren Hals 4'     umgeformt.         Zu diesem Zweck ist     das        Folgegelenk    1', das  bei 2' elektrisch oder mit Gas beheizt wird,  so gestaltet,     dass    sein die Schulterverlänge  rung formender Teil und seine innere Aus  nehmung 17'     für    den neu zu bildenden Fla  schenhals 4' den Werkstoff des zu verformen  den     Halses    4 zu ,einer     übergangslosen    Schul  terverlängerung und einem neuen kleineren  Hals 4' umbilden.

   Das     Folgegelenk    besitzt  daher einerseits einen Munddurchmesser, der  grösser ist, und anderseits eine zylindrische       Ausnehmung    17', die kleiner ist als der  Durchmesser der     Ausnehmung    17 des Vor  gelenkes bzw. des vorhandenen Halses 4. Der       Gelenkmund    des     Gelenkes    1' und der in diesen  eintretende Schulterteil des vorher geformten  Rohlings werden beim     Pressen,    wie bereits  oben beschrieben, durch eine Kühlleitung 5'  mit den Düsen 18' unmittelbar     mit    einer Kühl  flüssigkeit gekühlt.

   Der     Pressvorgang    in die  ser Stufe ist beendet, wenn sich das Gelenk 1'  auf den vorhandenen Schulterteil des Roh  lings 4 aufsetzt. Auf diese     Weise        wird    der       zur    Einziehung eines grossen Rohrdurch  messers auf einen sehr kleinen Halsdurch  messer notwendige grosse axiale     Stauchdruck,     den das Rohr nicht faltenlos aufnehmen  könnte, in mehrere Teildrücke unterteilt.  Durch geeignete Abstufung der Werkzeuge  können die Teildrücke gleich gross und so  niedrig gehalten werden, dass der nicht ver  formte und auch der     verformte    Rohrteil in  der gefährdeten Zone des     Gelenkmundes     keine Falten     bilden.     



  Das     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    3 un  terscheidet sich vom vorangehenden dadurch,  dass ein     Verformungswerkzeug    1a verwendet  wird, welches als Pfanne ausgebildet ist; da;  mit wird das Rohrende 3 in einem Arbeits  gang zu einer Schalenkalotte     4a    verformt,  welche z. B. gemäss einem     Rotationsellipsoid     bzw. einer Kugel gestaltet ist. Die Aus  höhlung im Werkzeug     1a    ist dementsprechend  geformt.  



  Das     Ausführungsbeispiel    nach     Fig.    4 un  terscheidet sich von dem vorangehenden da  durch, dass zur Herstellung des Kopfendes  einer Druckflasche ein     pfannenförmiges,    mit    einem in eine zentrale     Durchbrechung    ein  gesetzten     Halskragenstück    6 versehenes     Ver-          formungswerkzeug    1b verwendet wird.

   Bei  der Verformung des Rohrendes 3 wird     dessen     freier Rand selbsttätig in eine periphere       Ringnut    des     Halskragenstückes    6 hinein  gepresst, welche derart angeordnet ist, dass  die sie nach oben     begrenzende    Ringflanke  unmittelbar an die Wandung der Aushöhlung  des     Werzeuges        1b        anschliesst.    Der Rohrwerk  stoff gelangt daher im     Endgang    der Verfor  mung unmittelbar in die Nut hinein und     füllt     diese völlig aus.

   Dadurch wird das Hals  kragenstück 6, wie     Fig.    4 zeigt, unlösbar  mit dem Flaschenkörper     verbunden    und kann  nach     Herausnahme    aus dem Werkzeug 1b zur  Dichtung auf der Aussenseite mit dem Fla  schenkörper     4b    zusätzlich verschweisst wer  den.

       Während    der Verformung ist .das Hals  kragenstück 6 im Werkzeug 1b mittels eines  Bolzens 7 im nicht dargestellten Oberhaupt  der Presse     verankert,    wobei der Bolzen am  Schaftende einen konischen     Gewindezapfen          aufweist,    der in eine zur     Aufnahme    des  Flaschenventil im     Halskragenstück    6 befind  liche zentrale     Gewindebohrung        eingesehraubt     ist.  



  Die     Verdickung    des Halsringes in der bei  der Verformung gebildeten Schalenkalotte ge  mäss den     Fig.    3 und 4 kann     zweckmässig    da  durch erzielt werden, dass die     endgültige     Wandstärke des sich verformenden Rohrendes  während des     Verformungsvorganges    durch  die Art der Schmierung zwischen dem Rohr  ende und dem     Verformungswerkzeug    beein  flusst wird. Die sich bildende Wanddicke ist       nämlich    um so grösser, je grösser die Reibung  zwischen dem     Verformungswerkzeug    und der  äussern Rohrwandung ist.

   Bei guter     Schmie-          rung,    etwa durch kolloidalen Graphit, wird  die Reibung herabgesetzt. Dabei wird der  Werkstoff vorzugsweise in     axialer    Richtung  gestreckt und verformt. Die Wanddicke wird  daher trotz des Einziehens nur     geringfügig     vergrössert. Bei schlechter Schmierung, das  heisst bei grosser Reibung,     erfolgt    dagegen  eine stärkere Verformung in radialer Rich  tung. Die Wandstärke wird daher gegenüber      der     Ausgangswandstärke    des zylindrischen  Rohres dementsprechend vergrössert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zum faltenlosen Einziehen von Rohrenden für die Herstellung von Me tallgefässen, insbesondere zum Einziehen von Enden solcher Rohre, deren Wandstärke höchstens 1/5o des Rohrdurchmessers beträgt, und deren Rekristallisationstemperatur unter 600 C liegt, durch einen Pressvorgang in einem Gesenk, wobei das Innere der Gesenk- höhlung auf der Verformungstemperatiir des Werkstoffes gehalten und das in das Gesenk eintretende Rohr gekühlt wird, dadurch ge kennzeichnet,
    dass man das Innere der Ge- senkhöhlung auf eine Temperatur gleich oder grösser als die Rekristallisationstemperatur des Rohrwerkstoffes erhitzt und hierdurch das kalt eingebrachte Rohrende auf .diese Re kristallisationstemperatur erwärm und zu gleich das Mundstück des. Gesenkes und das Rohr an seiner Eintrittsstelle in das Gesenk durch eine dagegen gerichtete Kühlflüssigkeit unmittelbar kühlt.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, ,dass sie ein über den grössten Teil des Verformungsbereiches mit einer Heizeinrichtung versehenes Gesenk zum Ver formen des zu behandelnden Rohrendes, eine auf der Einführseite des Gesenkes unmittel bar ausserhalb dieses Werkzeuges angeordnete Einrichtung zum unmittelbaren Kühlen des Gesenkmundes und des in diesen eintretenden Rohrteils mit einer Kühlflüssigkeit sowie eine Einrichtung zum Vorschieben des Werkzeuges relativ zum Rohr besitzt.
    III. Behälter mit mindestens einem nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I ein gezogenen Rohrende. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da; durch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel gegen den Werkzeugmund und das Rohr an seiner Eintrittsstelle ins Gesenk aus ,den Düsen einer Kühlleitung gespritzt wird, die gegen die zu kühlende Zone gerichtet sind.
    2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der in das Verfor- mungswerkzeug eintretende Rohrteil vom Innern her mindestens bis zur Höhe des Ge- senkmundes und das Rohrteil an seiner Ein trittsstelle ins Gesenk unmittelbar mittels einer Kühlflüssigkeit während des Verfor- mungsvorganges gekühlt werden. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Rohrende in Form einer Schalenkalotte durch ein pfan- nenförmiges Werkzeug verformt wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da; durch gekennzeichnet, dass das Rohrende beim Einziehen in einem Gesenk mit offenem Scheitel zu einem Hals geformt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Innenwand des Halses mittels eines Dornes kalibriert wird, der zentral im Gesenk sitzt. 6.
    Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass der gebildete Hals mindestens in eiper weiteren Stufe zu einem kleineren Hals vereinigt wird, wobei jeweils der Gesenkmund und die vorhandene Schul ter unmittelbar mit Wasser gekühlt werden. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass in jeder folgenden Stufe der vorhandene Hals :des Rohlings zu einer übergangslosen Schulterverlängerung und zu einem neuen Hals mit kleinerem Durchmesser umgeformt wird.
    B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass in jeder folgenden Stufe der Pressvorgang beendet wird, wenn das Folgegelenk auf der vorhandenen Schul ter des Rohlings aufsitzt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I; da durch gekennzeichnet; dass der freie Rand des Rohrendes in die Ringnut eines Hals kragenstückes eingepresst wird, welches ein Gewinde zur Aufnahme des Flaschenventils trägt und welches in ein pfannenförmiges Verformungswerkzeug eingesetzt ist, das eine zentrale öffnung zur Aufnahme des Hals kragenstückes hat. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein Leichtmetall rohr verwendet wird.
    11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch ein innerhalb des zu verformenden Rohres angeordnetes Zu- und ein Ablaufrohr für die Kühlflüssigkeit im Rohrinnern. 12. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass ausser den Mit teln zum Beheizen des heissen Gesenkes auch solche zum Beheizen des Rohres von innen her vorgesehen sind.
CH322716D 1952-12-19 1953-12-16 Verfahren und Vorrichtung zum faltenlosen Einziehen von Rohren für die Herstellung von Metallgefässen, insbesondere zum Einzeihen von dünnwandigen Metallrohren CH322716A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE322716X 1952-12-19

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH322716A true CH322716A (de) 1957-06-30

Family

ID=6168892

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH322716D CH322716A (de) 1952-12-19 1953-12-16 Verfahren und Vorrichtung zum faltenlosen Einziehen von Rohren für die Herstellung von Metallgefässen, insbesondere zum Einzeihen von dünnwandigen Metallrohren

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH322716A (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1270522B (de) * 1963-09-20 1968-06-20 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum Verschliessen der OEffnung eines Rohrendes od. dgl.
EP4140612A1 (de) * 2021-08-27 2023-03-01 Benteler Steel/Tube GmbH Verfahren zur herstellung eines rohrproduktes aus stahl, insbesondere eines airbagrohrproduktes, sowie ein mit diesem verfahren hergestelltes rohrprodukt aus stahl, insbesondere ein airbagrohrprodukt

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1270522B (de) * 1963-09-20 1968-06-20 Maschf Augsburg Nuernberg Ag Vorrichtung zum Verschliessen der OEffnung eines Rohrendes od. dgl.
EP4140612A1 (de) * 2021-08-27 2023-03-01 Benteler Steel/Tube GmbH Verfahren zur herstellung eines rohrproduktes aus stahl, insbesondere eines airbagrohrproduktes, sowie ein mit diesem verfahren hergestelltes rohrprodukt aus stahl, insbesondere ein airbagrohrprodukt
US12703021B2 (en) 2021-08-27 2026-08-11 Benteler Steel/Tube Gmbh & Co. Kg Method for production of a steel tubular product, in particular an airbag tubular product, and a steel tubular product produced using this method, in particular an airbag tubular product

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1180405B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Gegenständen mittels plastisch verformbarer Verbindungskörper
DE2622616C3 (de) Verfahren zum Herstellen eines Anschlußstutzens in einer dicken Stahlwand für einen Druckbehälter
DE102006039656B4 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen eines Hohlkörpers aus einem rondenförmigen Werkstück
DE3440427C2 (de)
DE2226070C3 (de) Kupplungshülse zum Verbinden von elektrischen Leitern und Verfahren zu deren Herstellung
EP0523215A1 (de) Verfahren zum hydrostatischen umformen von hohlkörpern aus kaltumformbarem metall und vorrichtung zur durchführung des verfahrens.
DE1704124B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum anformen eines bodensam ende eines thermoplastischen kunststoffrohres
DE2739800A1 (de) Verfahren und einrichtung zur herstellung von kupferrohren, insbesondere mittels indirekt-metallstrangpressen
DE102010053634A1 (de) Verfahren zum Umformen eines Rohrabschnittes
DE10125865A1 (de) Hochdruckmetallrohr mit Anschlusskopf, Verfahren zur Bildung des Kopfes und einer Anschlusszwischenscheibe für den Anschlusskopf
DE69710640T2 (de) Verfahren zur Erhöhung der Wanddicke von Metallrohren
DE69801642T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ausweiten und topfartigen Formen des Endverbindungsbereiches von biaxial orientierten Rohren aus einem thermoplastischen Kunststoff
DE2538106C2 (de) Verfahren und vorrichtung zur bildung einer muffe an einem rohrende und muffenrohr hergestellt nach diesem verfahren
DE2543640B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Vorformlings für das Blasformen eines Hohlkörpers
DE19616484A1 (de) Verfahren zum Kaltbiegen von hohlen Werkstücken
DE1602244B1 (de) Innengekuehlter hohldorn fuer metall rohrstrangpressen
EP3302847A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung von bimetallrohren
DE960145C (de) Verfahren zum faltenlosen Schliessen oder Einziehen von duennwandigen Metallrohren
DE2153937B2 (de) Vorrichtung zur Bearbeitung und Kalibrierung der Innen- und Außenfläche eines Rohres
DE10108861A1 (de) Zieh-Press-Verfahren zur Herstellung eines nahtlosen Hohlkörpers mit Boden oder eines nahtlosen Rohres aus Stahl
DE553403C (de) Verfahren zum Aufweiten von Rohren
DE69318284T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Heizkörperelementen für Zentralheizungsanlagen
DE1604494C (de) Vorrichtung zum Formen eines Flansches aus dem Futter eines mit thermoplastischem Material ausgekleideten Rohres
DE2318064C3 (de) Ziehkörper zur Herstellung von Aushalsungen an Hohlkörpern
DE922161C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohren mit nach innen verdickten Enden