Verfahren zur Herstellung von Dextranabbauprodukten für pharmazeutische Zwecke
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Dextranabbauprodukten mit Molekulargewichten von 104 bis 4-10s für pharmazeutische Zwecke, insbesondere in gelöster Form für Injektionszwecke, wie sie durch Vergärung von Zuckerlösungen und Hydrolyse der erhaltenen Dextranlösungen erha, lten werden.
Um aus Dextran ein leichtlösliches, insbesondere als Blutinfusionsmittel brauchbares Produkt zu erhalten, muss es partiell depolymerisiert werden. Dies ist auf verschiedene Weise möglich, z. B. durch saure Hydrolyse (vgl. Stacey und Youd, Biochem. Journal 32, 1943-45 [1938], und amerikanisehe Patentschrift Nr. 2565507), alkalisehe Hydrolyse (vgl. deutsehe Patentschrift Nr. 836704) und durch enzymatische Spaltung (vgl. deutsche Patentschrift Nr. 837007, französische Pa tentschrift Nr. 1015147 und österreichische Patentschrift Nr. 172062).
Weiterhin ist es notwendig, aus dem mole kulardispersen Hydrolysat die Molekülgrössen zu gewinnen, die weder die Nieren zu schnell passieren, noch infolge zu hohen Molekulargewichts unerwünschte Nebenerscheinungen, wie erhöhte Blutsenkung und Speicherung, naeh sich ziehen. Vorwiegend sind Molekular- grössen von 25 000 bis 200 000 als erwünscht anzusehen.
Polydisperse hochmolekulare Stoffe lassen sich nun gemäss allgemein bekannter Verfahren mit Hilfe eines Gemisches, bestehend aus einem Lösungsmittel und einem Nichtlösungs- mittel, in zwei Fraktiohen von versehiedenem Molekulargewicht trennen, von denen die schwerer lösliche Fraktion das höhere Molekulargewicht hat
Die theoretischen Grundlagen dieser fraktionierten Fällung sind von G. V. Schulz untersucht worden [vgl. Journal phys. Chem.
A. 179,321-55 (1937]. Später hat dann H. J. Staudinger diese Methode auf Glykogen [vgl. Makromol. Chemie 2,89 (1948)] und Schoch auf Stärke [vgl. Journal Am. Chem.
Soc. 64,2957-61 (1942)] angewandt. In einer Dissertation von G. Swift, Birmingham, 1946, Seiten 93-94, ist erstmalig die Fraktio- nierung von Dextran mit Alkohol beschrieben worden. Diese Methode wurde dann auch technisch ausgenutzt und die Fraktionierung mit Aeeton wurde beispielsweise in der ame rikanischen Patentschrift Nr. 2565507 und die Fraktionierung vorwiegend mit Alkohol in der schweizerischen Patentschrift Nr. 282873, der englischen Patentschrift Nr. 673103, der französischen Patentschrift Nr. 1015148 und der österreichischen Patentschrift Nr. 172943 beschrieben.
Bei der fraktionierten Fällung von Dex tranabbauprodukten treten zwei flüssige Phasen auf, deren Scheidung durch Dekantieren oder Abhebern Tage benötigt.
Erfindlmgsgemäss wird eine wesentliche Beschleunigung der Aufarbeitung von abgebauten Dextranen dadurch erreicht, dass man die Trennung der spezifisch verschieden schweren flüssigen Phasen nicht der Schwerkraft überlässt ; sondern durch Separatoren vornimmt. Bei grosseren Mengen verwendet man zweckmässig Trennseparatoren, bei kleineren Mengen können Klärseparatoren angewandt werden. In manchen Fällen ist es zweckmässig, den Ablauf aus dem Trennsepa rator durch einen Klärseparator gehen zu lassen.
Auch zur Zeitersparnis ist eine Kombination beider Separatoren angebracht, indem man beim Trennseparator nicht den sonst üblichen langsamen Durchsatz beibehält, sondern durch einen schnelleren Zulauf die spezifiseh leichtere Phase leicht trübe erhält lmd diese auf einem Klärseparator blank schleu dert. Die Spuren der spezifisch schwereren Phase verbleiben dann in der Trommel des Klärseparators und können mit dem untern Ablauf des Trennseparators vereinigt oder besser einem neuen zu fraktionierenden Gemisch zugeführt werden. Auf diese Weise werden sowohl die zu niedrigmolekularen als auch die zu hochmolekularen Fraktionen von den gewünschten mittelmolekularen Fraktio- nen abgetrennt.
In dem einen Falle verwertet man die spezifisch schwerere, in dem andern Falle die spezifisch leichtere Phase direkt, während die nicht brauchbare Phase erneut den Aufarbeitungsprozess durchläuft. Durch Wahl einer geeigneten Trennscheibe beim Separator kann man jeweils die obere oder untere Schicht frei von der andern Phase erhalten.
Die Zugabe des Niehtlösungsmittels zu der wässrigen Lösung der Dextranabbauprodukte kann bei Zimmertemperatur erfolgen und bei dieser Temperatur auch die Zentrifugie- rung vorgenommen werden. Zweekmässig wird aber die wässrige Losung zunächst bei Zimmertemperatur durch Zusatz des Nichtlösungsmittels partiell gefällt, bis zur Wiederauflösung erwärmt und erst nach Abkühlung zentrifugiert.
Man kann aber auch die Zugabe des Niehtlösungsmittels in der Wärme vornehmen und dann abkiihlen. Grundsätz- lich kann das Zentrifugieren bei jeder Temperatur unter derjenigen, bei welcher sich eine flüssige Phase aus dem Lösungsmittelgemisch auszuscheiden beginnt, vorgenommen werden ; doch ist die Zimmertemperatur wegen der beim Zentrifugieren erwünschten Tempera turkonstanz am vorteilhaftesten. Die Abküh lungsgeschwindigkeit kann durch künstliche Kühlung gesteigert werden, so dass man schon kurze Zeit nach der Zugabe des Niehtlösungs- mittels zentrifugieren kann.
Zweckmässig werden die Losungen der Dextranabbauprodukte wie folgt hergestellt : Die durch Vergärung von Zuekerlösungen und Fällung der vergorenen Lösungen mit Alkohol erhaltenen Bohdextrane werden getrennt und feinst gemahlen, dann zunächst mit Chlorwasserstoffsäure, vorzugsweise mit Salzsäure von 1 bis 10"/, oder Wasserstoff- superoxydlosung, vorzugsweise von 0,15 /o, angequollen und die erhaltenen Gele durch Zusatz von Wasser unter Erwärmung hydrolysiert. Der Wasserstoffsuperoxydabbau erfolgt bei Temperaturen zwischen 40 und 90 äusserst schnell und die Geschwindigkeit des Abbaues steigt mit d. er Temperatur.
Zweck- mässig wird mit der Temperatur jedoch nicht über die Siedetemperatur der Flüssigkeit ge gangen, damit keine Verfärbung des Dextrans durch Karamellisation erfolgt. Weiterhin ist es zweelundbig, den pH-Wert der Losung auf 7 zu halten, beispielsweise durch Zusatz von Alkalien oder alkalisehen Salzen, zur Neutra lisiervmg der gebildeten Säuren, z. B. von Carbonsäuren. Der Abbau der Moleküle wird, wie auch beim bekannten Salzsäureabbau, fortlaufend durch Ermittlung der Viskosität überwacht. Sobald die gewünschte Viskosität erreicht ist, kann ein weiterer Abbau durch Zusatz von Reduktionsmitteln, z. B. von Glucose oder Ascorbinsäure, verhindert werden.
Das IIydrolysenprodukt wird dann fraktio- niert.
Zur Herstellung der Ausgangsstoffe kon- den in bekannter Weise Rohzuekerlösungen von z. B.. 12 /o mit Nährsalzen versetzt und mit geeigneten Bakterien, z. B. einer Reinkultur von Leuconostoc mesenteroides, bye- impft und, beispielsweise bei 25 C, drei Tage lang vergoren werden. Das gebildete Rohdextran kann mit Alkohol gefällt, der Nie dersehlag zur weitgehenden Entwässerung mit Alkohol ausgewaschen, gemahlen, getrock- net und noch einmal feinst gemahlen werden.
Beispiel 1
82 1 einer durch Aufsehluss von Rohdextran mittels 0,056-n HCl gewonnenen 8 /oigen Dextranlösung mit einer relativen Viskosität von 2,96 bei 3,630/o wurden mit 601 93% oigem Alkohol versetzt. Bei 48 C entstand dabei eine Trübung. Es wurde 45 Minuten unter Rühren mit Wasser gekühlt und bei 18 C mit einer Geschwindigkeit von 60 1/h zentrifugiert. Das in der leichteren Phase enthaltene Dextran hatte eine relative Visko sität von 4,33 bei 5, 96 % in wässriger Lösung, während die höhermolekulare Fraktion die relative Viskosität von 9,14 bei 6,01 /o Rückstand hatte.
Beispiel 2
Eine 5 /oige Dextranlosung mit der relativen Viskosität von 8,8 wurde der Einwirkung von Dextranase aus Cellvibrio fulva unterworfen, bis der Wert auf 4,1 abgesunken war und dann wurde auf 61 C erhitzt, Alkohol zugegeben, bis eine schwache Trübung auftrat, weiter bis zum Verschwinden der Trübung erhitzt und auf Zimmertemperatur abgelkiihlt.
Die beiden entstandenen Phasen wurden in einem Separator der Bauart La- val getrennt. Bei einer Durchlaufgeschwin- digkeit von 60 1/h war die spezifisch leichtere Phase ohne suspendierte Tropfchen. Bei der Fällung in übersehüssigem Alkohol lieferte sie einen Niedersehlag von der relativen Viskosität von 2,6 bei 5,9 /o.
Beispiel 3
Eine Losung von grösstenteils niedermolekularem Dextran in wäRrigem Alkohol, die bei Abtrennung von niedermolekularem Dextran aus polydispersen mit HCl aufgeschlossenen Dextranlösungen durch Fraktionierung erhalten worden war, wurde bis zum Siedepunkt erwärmt und Alkohol bis zur schwa- chen Trübung zugegeben. Nach dem Abkühlen hatte sich nur wenig von der schwereren Phase gebildet. Das Gemisch ivurde lediglich durch einen Elärseparatorlaufen gelassen, wobei ein klarer Ablauf erhalten wurde, dessen Inhalt eine relative Viskosität von nur r 1,42 bei 6, 04% hatte. Die in der Trommel verbleibende Phase hatte eine relative Visko sität von 2,51 bei 5, 90 %.
Beispiel 4
Eine einem salzsauren Aufschluss entstammende Losung von Dextranabbauprodukten mit der relativen Viskosität von 3,61 bei 5,97-0/o Riiekstand, der durch vorhergegangenes Fraktionieren der grösste Teil der Hoehpolymeren entzogen worden war, wurde in der Hitze mit Alkohol versetzt, bis bei 80 C sich eine schwache Trübung zu zeigen b, egann. Nach dem Abkiihlen wurde mittels eines Separators getrennt. Die schwerere Phase hatte nach Entfernung des Alkohols eine relative Viskosität von 5,86 bei 5,95 /o.
Die leichtere Phase wurde nochmals klar zentrifugiert und wies in wässriger Losung , eine relative Viskosität von 2,48 bei 6, 23 % Rüekstand auf.
Beispiel 5
Eine Dextranfraktion zu hohen Moleku- largewichtes wurde durch salzsaure Hydrolyse abgebaut. Die 7 /oige Lösung mit einer relativen Viskosität von 3,63 bei 5, 68 % wurde mit so viel Alkohol versetzt, dass das Gemisch bei 40 C sich zu trüben begann. Nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur wurde das Gemisch in einem Trennseparator getrennt.
Die spezifisch leichtere Phase lief dann noch nicht ganz klar ab und wurde zweimal mittels eines Klärseparators geklärt. Das in der schwereren Phase enthaltene Dextranabbau- produkt hatte eine relative Viskosität von 6,73 bei 5,790/o, während die leichtere Phase ein Dextranabbauprodukt mit einer relativen Viskosität von 3,54 bei 5,99 /o enthielt.
Beispiel 6
Eine Dextranlosung mit der relativen Viskosität von 8,91 bei 6,0 /o wurde in einer 0, 34 % oigen HCl-Losung bei 84 C 50 Minuten lang hydrolysiert. Sie hatte nach dem Neutralisieren eine Viskosität von 4,55 bei 5,75 und wurde bei einer mit dem Refraktometer gemessenen Konzentration von 7 Bx mit so viel Alkohol versetzt, dass bei 49 C eine Trübung eintrat. Es wurde auf 13 C abgekühlt und in einem Trennseparator in zwei Phasen getrennt. Die leichtere Schicht liess sich in einem weiteren Arbeitsgang völlig klären und enthielt ein Dextranabbauprodukt mit einer relativen Viskosität von 3,01 bei 5,95 /o, während die Untersehicht ein Dextranabbauprodukt mit einer relativen Viskosität von 6,25 bei 5,85 /o aufwies.
Beispiel 7
Dextran der relativen Viskosität von 8, 15 bei 5, 9"/o'wurde in einer 10 /oigen NaOH- Lösung 7 Stunden gekocht, bis die Viskosität auf 5,3 bei 5,76 /o gesunken war, dann neutralisiert und in Alkohol gefällt. Eine 8 % oige Lösung dieser DextranabbauprodWtkte mit einer relativen Viskosität von 5,30 bei 5, 76 % Rückstand wurde bei einer Temperatur von 56 C mit Alkohol versetzt, bis sich eine starke Trübung zeigte. Die Temperatur war dabei auf 49 C gesunken. Es wurde unter Rühren und Kühlen eine Temperatur von 19 C eingestellt.
Darauf wurden mit einem Trennseparator die zwei Phasen getrennt und die spezifisch leichtere, in der die pharmazeu- tisch interessierenden MolekülgröBen enthal- ten waren, noch zweimal mittels eines Klärsystems nachsepariert. Die relative Viskosität des Dextranabbauproduktes der leichteren Schicht betrug bei einer Konzentration von 5,76"/o in'Wasser 2,46, bei der schwereren Schicht wurde eine relative Viskosität von 8,75 bei 5,98 /o gemessen.
Beispiel 8
Rohdextran wurde durch Erhitzen in 0,15"/oiger Wasserstoffsuperoxydlösung a. uf eine relative Viskosität von 2,85 bei 3,231/o abgebaut. Die Lösung wurde bei 59 C unter Ruhren mit Alkohol versetzt, bis eine sehr starke Trübung eintrat und die Temperatur auf 51 C abgesunken war. Es wurde bis zum Verschwinden der Trübung erhitzt und nach dem Abkühlen auf Zimmertemperatur mittels eines Separators getrennt und in einem zweiten Arbeitsgang die leichtere Phase nachgeklärt. In dieser war ein Dextranabbaupro dukt mit einer relativen Viskosität von 2,63 bis 6,03 /o in wässriger Losung enthalten, während bei der schwereren Phase eine relative Viskosität von 8,91 bis 6,000/o festgestellt wurde.
In den folgenden Beispielen wird nur ein Teil des erfindungsgemässen Verfahrens er läutert.
Beispiel 9
21,47 kg Rohdextran mit 92,33 /o Trockensubstanz (= 19,83 kg Trockendextran) werden in 350 1 Wasser bei Zimmertemperatur gelöst und mit 1,275 /o H202 (auf Trok- kendextran berechnet) versetzt. Die Temperatur wird im Laufe von 40 Minuten auf 600 C erhöht und bei dieser Temperatur gehalten. Die Ausgangslösung spindelt 5,0 Bx und hat einen p$-Wert von 7.
Relative Viskosität nach 120 Minuten 14, 6 180 10,4 240 5 > 6, 58 300 4,65 360 3,90 420 3,38 480 2,76
Das H202 ist restlos verbraucht. Die Losung wird mittels Na, OH auf pg 7 eingestellt und aufgekocht.
Beispiel 10
24, 17 kg Rohdextran (= 21,75 kg Trockendextran) werden in 450 1 Wasser bei 20 C gelöst. Es werden 1,3 /o H202 zugesetzt und die Temperatur auf 80 C erhöht und bei dieser Temperatur gehalten. Der pu-vert beträgt 7.
Relative Viskosität nach 90 Minuten 10,9 , 120 6,86 150 5,40 170 4,72 190 4,02
Die oxydative Spaltung wird durch den Zusatz von 500 g Glucose unterbunden, mittels Na2CO3 auf einen pg-Wert von 7 eingestellt und aufgekocht.
Process for the production of dextran degradation products for pharmaceutical purposes
The invention relates to a process for the production of dextran degradation products with molecular weights of 104 to 4-10 s for pharmaceutical purposes, in particular in dissolved form for injection purposes, such as are obtained by fermentation of sugar solutions and hydrolysis of the dextran solutions obtained.
In order to obtain a readily soluble product from dextran, particularly useful as a blood infusion medium, it has to be partially depolymerized. This can be done in a number of ways, e.g. B. by acid hydrolysis (cf. Stacey and Youd, Biochem. Journal 32, 1943-45 [1938], and American patent specification No. 2565507), alkaline hydrolysis (cf. German patent specification No. 836704) and by enzymatic cleavage (cf. German Patent No. 837007, French Patent No. 1015147 and Austrian Patent No. 172062).
Furthermore, it is necessary to obtain the molecular sizes from the molecularly disperse hydrolyzate which neither pass through the kidneys too quickly nor cause undesirable side effects, such as increased blood sedimentation and storage, as a result of excessively high molecular weight. Molecular sizes of 25,000 to 200,000 are primarily to be regarded as desirable.
Polydisperse high molecular weight substances can now be separated into two fractions of different molecular weights, of which the less soluble fraction has the higher molecular weight, using a mixture consisting of a solvent and a nonsolvent
The theoretical basis of this fractional precipitation has been examined by G. V. Schulz [cf. Journal phys. Chem.
A. 179, 321-55 (1937). Later, H. J. Staudinger applied this method to glycogen [see Makromol. Chemie 2,89 (1948)] and Schoch to starch [see Journal Am. Chem.
Soc. 64, 2957-61 (1942)] applied. In a dissertation by G. Swift, Birmingham, 1946, pages 93-94, the fractionation of dextran with alcohol has been described for the first time. This method was then also used technically and fractionation with Aeeton was for example in the American patent no. 2565507 and the fractionation predominantly with alcohol in the Swiss patent No. 282873, the English patent No. 673103, the French patent No. 1015148 and in Austrian patent specification No. 172943.
In the fractional precipitation of Dex tran degradation products, two liquid phases occur, which take days to separate by decanting or siphoning.
According to the invention, the work-up of degraded dextrans is considerably accelerated by not leaving the separation of the liquid phases with specific different weights to the force of gravity; but by separators. Separating separators are expediently used for larger quantities; clarifying separators can be used for smaller quantities. In some cases it is useful to let the flow from the separator go through a clarifier.
A combination of both separators is also advisable to save time by not maintaining the otherwise usual slow throughput of the separator, but rather keeping the specific lighter phase slightly cloudy through a faster feed and centrifuging it blank on a clarifying separator. The traces of the specifically heavier phase then remain in the drum of the clarifying separator and can be combined with the lower outlet of the separating separator or better fed to a new mixture to be fractionated. In this way, both the low molecular weight and the high molecular weight fractions are separated from the desired medium molecular weight fractions.
In one case, the specifically heavier phase is used, in the other case the specifically lighter phase is used directly, while the unusable phase goes through the work-up process again. By choosing a suitable cutting disk for the separator, the upper or lower layer can be kept free of the other phase.
The addition of the non-solvent to the aqueous solution of the dextran degradation products can take place at room temperature and the centrifugation can also take place at this temperature. For two weeks, however, the aqueous solution is first partially precipitated at room temperature by adding the nonsolvent, heated until it is dissolved again and centrifuged only after cooling.
But you can also add the non-solvent while warm and then cool. In principle, centrifugation can be carried out at any temperature below that at which a liquid phase begins to separate from the solvent mixture; but the room temperature is most advantageous because of the temperature constancy required during centrifugation. The cooling speed can be increased by artificial cooling so that centrifugation can be carried out a short time after the addition of the sewing solvent.
The solutions of the dextran degradation products are expediently prepared as follows: The bohdextrans obtained by fermenting sugar solutions and precipitating the fermented solutions with alcohol are separated and finely ground, then first with hydrochloric acid, preferably with hydrochloric acid of 1 to 10 "/, or hydrogen superoxide solution, preferably of 0.15 / o, and the gels obtained are hydrolyzed by adding water with heating.The hydrogen peroxide degradation takes place extremely quickly at temperatures between 40 and 90 and the rate of degradation increases with the temperature.
However, it is advisable not to increase the temperature above the boiling point of the liquid, so that the dextran is not discolored by caramelization. Furthermore, it is important to keep the pH of the solution at 7, for example by adding alkalis or alkaline salts to neutralize the acids formed, e.g. B. of carboxylic acids. As with the well-known hydrochloric acid breakdown, the breakdown of the molecules is continuously monitored by determining the viscosity. As soon as the desired viscosity is reached, further degradation can be achieved by adding reducing agents, e.g. B. glucose or ascorbic acid can be prevented.
The hydrolysis product is then fractionated.
To produce the starting materials, raw sugar solutions of z. B. 12 / o with nutrient salts and mixed with suitable bacteria, z. B. a pure culture of Leuconostoc mesenteroides, bye inoculated and, for example at 25 C, fermented for three days. The raw dextran that is formed can be precipitated with alcohol, and the precipitate can be washed out with alcohol for extensive dehydration, ground, dried and finely ground again.
Example 1
82 liters of an 8 per cent dextran solution obtained by dissolving raw dextran using 0.056 N HCl and having a relative viscosity of 2.96 at 3.630 per cent were mixed with 601 93% alcohol. At 48 ° C., it became cloudy. It was cooled with water for 45 minutes while stirring and centrifuged at 18 ° C. at a rate of 60 1 / h. The dextran contained in the lighter phase had a relative viscosity of 4.33 at 5.96% in aqueous solution, while the higher molecular weight fraction had the relative viscosity of 9.14 at 6.01 / o residue.
Example 2
A 5% dextran solution with a relative viscosity of 8.8 was subjected to the action of dextranase from Cellvibrio fulva until the value had dropped to 4.1 and then the mixture was heated to 61 ° C., and alcohol was added until a slight cloudiness occurred Heated until the cloudiness disappears and cooled to room temperature.
The two phases formed were separated in a Laval-type separator. At a flow rate of 60 l / h, the specifically lighter phase was without suspended droplets. When precipitated in excess alcohol, it gave a drop of the relative viscosity of 2.6 at 5.9 / o.
Example 3
A solution of largely low molecular weight dextran in aqueous alcohol, which had been obtained by fractionation when low molecular weight dextran had been separated from polydisperse dextran solutions digested with HCl, was heated to the boiling point and alcohol was added until it was slightly cloudy. Little of the heavier phase had formed after cooling. The mixture was only passed through an Elärseparator, whereby a clear drain was obtained, the contents of which had a relative viscosity of only r 1.42 at 6.04%. The phase remaining in the drum had a relative viscosity of 2.51 at 5.90%.
Example 4
A solution of dextran degradation products from a hydrochloric acid digestion with a relative viscosity of 3.61 at 5.97-0 / o residue, from which most of the hollow polymers had been removed by previous fractionation, was treated with alcohol while hot, up to 80 C to show a slight opacity b, egann. After cooling, separation was carried out using a separator. After removal of the alcohol, the heavier phase had a relative viscosity of 5.86 at 5.95 / o.
The lighter phase was centrifuged clear again and, in aqueous solution, had a relative viscosity of 2.48 with 6.23% residue.
Example 5
A dextran fraction that was too high in molecular weight was broken down by hydrochloric acid hydrolysis. The 7% solution with a relative viscosity of 3.63 at 5.68% was mixed with so much alcohol that the mixture began to become cloudy at 40.degree. After cooling to room temperature, the mixture was separated in a separator.
The specifically lighter phase was then not yet completely clear and was clarified twice by means of a clarifying separator. The dextran degradation product contained in the heavier phase had a relative viscosity of 6.73 at 5.790 / o, while the lighter phase contained a dextran degradation product with a relative viscosity of 3.54 at 5.99 / o.
Example 6
A dextran solution with a relative viscosity of 8.91 at 6.0 / o was hydrolyzed in a 0.34% HCl solution at 84 ° C. for 50 minutes. After neutralization, it had a viscosity of 4.55 at 5.75 and, at a concentration of 7 Bx measured with the refractometer, was mixed with so much alcohol that at 49 ° C. it became cloudy. It was cooled to 13 ° C. and separated into two phases in a separator. The lighter layer could be completely cleared in a further operation and contained a dextran degradation product with a relative viscosity of 3.01 at 5.95 / o, while the lower layer had a dextran degradation product with a relative viscosity of 6.25 at 5.85 / o .
Example 7
Dextran of the relative viscosity of 8.15 at 5.9 "/ o 'was boiled in a 10 / o NaOH solution for 7 hours until the viscosity had dropped to 5.3 at 5.76 / o, then neutralized and in alcohol An 8% solution of these dextran degradation products with a relative viscosity of 5.30 with a 5.76% residue was mixed with alcohol at a temperature of 56 ° C. until it became very cloudy, the temperature having dropped to 49 ° C. A temperature of 19 ° C. was set with stirring and cooling.
The two phases were then separated with a separator and the specifically lighter phase, which contained the pharmaceutically interesting molecule sizes, was then separated twice more by means of a clarifying system. The relative viscosity of the dextran degradation product of the lighter layer at a concentration of 5.76% in water was 2.46, with the heavier layer a relative viscosity of 8.75 at 5.98% was measured.
Example 8
Raw dextran was broken down by heating in 0.15% hydrogen peroxide solution to a relative viscosity of 2.85 at 3.231 / o. The solution was mixed with alcohol at 59 ° C. with stirring until it became very turbid and the temperature rose 51 C. It was heated until the cloudiness disappeared and, after cooling to room temperature, separated by means of a separator and the lighter phase was clarified in a second step. In this was a dextran degradation product with a relative viscosity of 2.63 to 6, 03 / o contained in aqueous solution, while a relative viscosity of 8.91 to 6,000 / o was found in the heavier phase.
In the following examples only part of the method according to the invention is explained.
Example 9
21.47 kg of raw dextran with 92.33 / o dry substance (= 19.83 kg of dry dextran) are dissolved in 350 l of water at room temperature and 1.275 / o H 2 O 2 (calculated on dry dextran) are added. The temperature is increased to 600 ° C. in the course of 40 minutes and kept at this temperature. The initial solution is 5.0 Bx and has a p $ value of 7.
Relative viscosity after 120 minutes 14.6 180 10.4 240 5> 6.58 300 4.65 360 3.90 420 3.38 480 2.76
The H202 is completely used up. The solution is adjusted to pg 7 with Na, OH and boiled.
Example 10
24.17 kg of raw dextran (= 21.75 kg of dry dextran) are dissolved in 450 l of water at 20 ° C. 1.3 / o H 2 O 2 is added and the temperature is increased to 80 ° C. and kept at this temperature. The pu-vert is 7.
Relative viscosity after 90 minutes 10.9, 120 6.86 150 5.40 170 4.72 190 4.02
The oxidative cleavage is prevented by adding 500 g of glucose, adjusted to a pg value of 7 using Na2CO3 and boiled.