CH323010A - Einäugige Spiegelreflexkamera - Google Patents

Einäugige Spiegelreflexkamera

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CH323010A
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Sauer Edgar
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Zeiss Ikon Ag
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/02Still-picture cameras
    • G03B19/12Reflex cameras with single objective and a movable reflector or a partly-transmitting mirror

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  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description


  Einäugige Spiegelreflexkamera    Die vorliegende     Erfindung        betrifft    eine  einäugige     Spiegelreflexkamera,    deren Klapp  spiegel zusammen mit einem zweiten, in der  Kamera fest angeordneten Spiegel das vom  Objektiv entworfene Bild einer Sucher  einrichtung zuleitet.  



  Bisher     wurde    bei einäugigen Reflexkame  ras das Sucherbild oberhalb des Aufnahme  strahls erzeugt. Zur Beobachtung und Scharf  einstellung durch eine Suchereinrichtung mit  hinterem Einblick, waren ausser den bei Fern  rohren üblichen optischen     Mitteln    noch ein  das Bild seitenrichtig wiedergebendes Dach  kantprisma, gegebenenfalls kombiniert mit  einer die     Ausleuchtung    des Sucherbildes  begünstigenden Feldlinse erforderlich. Alle  diese zum Sucher einer Kamera obiger Gat  tung gehörenden optischen     Mittel    tragen bei  der angegebenen Erzeugung des Sucher  bildes oberhalb des Aufnahmestrahls nicht  unwesentlich zur Bauhöhe der Kamera bei.  Zwar nimmt diese bei Kleinbildkameras,  z.

   B. mit einem Bildformat von 24 X 36 mm,  nicht störend zu, jedoch führt sie bei grösseren  Bildformaten an die charakteristische und  wenig     handliche    Kastenform der zweiäugigen       Spiegelreflexkamera    heran.  



  Das trifft auch für eine Reflexkamera zu,  bei der ausser dem Klappspiegel schon ein  fest angeordneter zweiter Spiegel vorgesehen  ist, um das Sucherbild erst nach einer zwei  maligen     Reflexion    auf der Mattscheibe des    Suchers entstehen zu lassen. Der feste Spiegel  und     die    Mattscheibe sind dabei oberhalb des       Aufnahmestrahlenganges    im Kameraoberteil  angeordnet.  



  Demgegenüber ist gemäss der Erfindung  zur Verringerung der     Kamerabauhöhe,    der  feste Spiegel, dem die     Objektivstrahlen    über  einen Klappspiegel     zugeführt    werden, unter  halb des Aufnahmestrahlenbündels angeord  net, etwa parallel zu     seinem    untern Rand  strahl, so dass der     Sucherstrahlengang    das  Aufnahmestrahlenbündel kreuzt.  



  An sich kann der feste Spiegel eben aus  gebildet sein, jedoch bedingt dies eine Ver  grösserung der Höhe der Kamera, da die       Suchereintrittsöffnung,    die durch Verwen  dung des     Pentagonprismas    begrenzt ist, nur  einen gewissen     Strahlenquerschnitt    erfassen  kann. Um sich von dieser Einschränkung  freizumachen,     wird    der feste Spiegel vorzugs  weise als Hohlspiegel ausgebildet, wodurch  der Querschnitt des Strahlenganges zwischen  ihm und der     Suchereinrichtung    in einem  solchen Umfang eingeengt werden kann, dass  letztere trotz verminderter Bauhöhe den       Gesamtstrahlenquerschnitt    erfassen kann.

    Der Hohlspiegel kann auch nach dem Prinzip  der Stufenlinse als stufenförmig     unterteilter     Spiegel ausgebildet werden. Danach besteht  der feste Spiegel beispielsweise aus einer  ebenen Glasplatte, in die stufenförmige Ein  schnitte mit     unterschiedlicher.Neigung    ein-      gepresst oder eingeschnitten werden. Die  stetige Krümmung eines sphärischen oder       asphärischen    Spiegels wird also durch unter  schiedliche Neigung dieser Einschnitte er  setzt, die zwar diskontinuierlich aufeinander  folgen, in der Gesamtwirkung aber etwa einer  stetig gekrümmten, spiegelnden Oberfläche  entsprechen. Stufenspiegel sind ebenso be  kannt wie Stufenlinsen, die alle auf die  Grundform der     Fresnellinse    zurückgehen.

    Letztere ist im Schrifttum hinreichend be  schrieben, so dass auf Erörterungen hierüber  verzichtet werden kann.  



  Um den angestrebten Verlauf des Sucher  strahlenganges zu erreichen, können auch  beide in ihm liegende Spiegel mindestens in  einzelnen Teilen als optisch wirksame Flä  chen ausgebildet werden, d. h. mindestens  Teile der     Oberfläche    beider Spiegel im Sinne  einer     Hohlspiegelwirkung    stetig gekrümmt  oder nach dem Prinzip des Stufenspiegels  ausgebildet werden.  



  Es liegt im Wesen des vorgeschlagenen  Abbildungsprinzips, dass die Bildebene, die  stets     senkrecht    auf dem Minenstrahl steht,  theoretisch     nur    im Schnittpunkt bzw. in der       Schnittlinie    dieser Ebene mit der spiegelnden  Ebene des festen Spiegels zusammenfallen  kann. Die Bildebene wird daher teils vor und  teils hinter der Ebene des festen Spiegels  liegen. Bei Verwendung eines Hohlspiegels  hat dies zur Folge, dass die eine Bildhälfte  vergrössert, die andere verkleinert vom  Suchereinblick aus gesehen wird. Die Folge  5 davon ist, dass das Sucherbild ein     trapezför-          miges    Aussehen mit sogenannten stürzenden  Linien erhält.

   Es ist     einleuchtend,    dass dieser       Effekt    um so stärker in Erscheinung     tritt,    je  grösser das     Bildformat    der Kamera gewählt  wird. Dieser störende Eindruck kann dadurch  beseitigt werden, dass in den Strahlengang  zwischen dem festen Spiegel und     dem.    Sucher  einblick vorzugsweise unmittelbar auf der       spiegelnden    Fläche keil- oder     sektorförmige     Glaskörper eingeschaltet werden, die den  Strahlengang     derart    beeinflussen, dass die  erwähnte Verzerrung des Sucherbildes auf  gehoben wird.

      Durch den Sucher sieht der Beobachter  lediglich ein Luftbild, das     bekanntlich    vom  Auge nicht lokalisiert werden kann. Es wird  also in jeder Stellung scharf gesehen. Die in  der Phototechnik übliche Einstellung mittels  einer Mattscheibe ist hier nicht möglich, da  die vorgeschlagene Kamerakonstruktion es  nicht erlaubt, ein durchscheinendes, sondern  nur ein     reflektiertes    Bild zu beobachten. Um  die Möglichkeit einer Scharfeinstellung trotz  dem durchführen zu können,     kann    im Bereich  der     Durchtrittsstelle    des Hauptstrahls durch  die spiegelnde Oberfläche des festen Spiegels  ein reflektierender Schärfenindikator vor  gesehen sein.

   Im Prinzip beruht der Schärfen  indikator darauf, dass zwei parallele aber ent  gegengesetzt zueinander geneigte     Ablenkkeile     das auf sie fallende Bildelement nach ver  schiedenen Richtungen ablenken. Die Wir  kung dieses Schärfenindikators ist also die  selbe wie beim     Schnittbildentfernungsmesser,     der zwei benachbarte     Ausschnitte    des Sucher  bildes versetzt zueinander wiedergibt, wenn  nicht scharf eingestellt ist. Dabei werden       Linienführungen,    die etwa senkrecht zu der  Bewegung der beiden Teilbilder verlaufen,  unterbrochen und versetzt wiedergegeben.  Ist auf richtige Entfernung eingestellt, so  setzen sich die genannten     Linienzüge    in bei  den Teilbildern kontinuierlich fort.

   Dieselbe       Wirkung    wird mit dem vorgeschlagenen,  reflektierenden Schärfenindikator erreicht.  Sein Wesen ist in der deutschen Patentschrift  Nr. 850 264 beschrieben. Gegenüber dem     dort     beschriebenen Schärfenindikator unterschei  det sich vorliegender dadurch, dass die Ober  fläche der Keile reflektierend ausgebildet ist.  



  Da, wie bereits ausgeführt, die Bildebene  teils vor, teils hinter der spiegelnden Fläche  liegt, wird ein Teil des Sucherbildes als reelle  Abbildung wiedergegeben, der andere Teil,  der vorn Sucher aus lediglich als Spiegelbild  gesehen wird, als     virtuelles    Bild beobachtet.  Der Sucherbildrahmen muss entsprechend  dem Verlauf des Sucherbildes ausgebildet  sein. Zweckmässig wird er als     federnder    Me  tallrahmen ausgeführt, der im Bereich seiner       Knicklinie    beispielsweise am Gehäuseboden      der Kamera befestigt wird, und gleichzeitig  als     Widerlager    für den     Klappspiegel    in Auf  nahmestellung dienen kann.

   Es ist     nicht    un  bedingt erforderlich, dass der Rahmen in der  Abbildungsebene bzw. seiner Spiegelebene  liegt; da     bekanntlich    das Auge mühelos       akkomodieren    kann,     wenn    der Wert einer  Dioptrie nicht überschritten wird. Es können  daher Abweichungen der Rahmenebene von  der Bildebene zugelassen werden, die in der  Dimension der genannten Grösse liegen. Zur  Vereinfachung der Kamerakonstruktion kann  daher gemäss der Erfindung die Bildfeld  begrenzung auf dem Hohlspiegel selbst auf  gebracht werden. Auch andere     Mittel    können  zur Begrenzung des Strahlenganges benutzt  werden, z. B. die Wahl der Grösse des Klapp  spiegels auf das Aufnahmeformat.  



  In der beiliegenden Zeichnung sind Aus  führungsbeispiele der     Spiegelreflexkamera     nach der Erfindung dargestellt, und zwar  zeigt:       Fig.    1 den schematischen Auf bau einer  einäugigen Spiegelreflexkamera,       Fig.    2 und 3 ihre Vorderansicht und ihre  Draufsicht,       Fig.    4 einen Schnitt durch diese Kamera,       Fig.    5 die als Stufenspiegel ausgebildete  Glasplatte,       Fig.    6 einen Teilschnitt des     Sucherbild-          begrenzungsrahznens,          Fig.7    die Befestigung des     Pentagon-          prismas    im Kameragehäuse,

         Fig.    8 die Kombination eines Hohlspiegels       mit    einem     Prismenkeil,          Fig.    9 bis 11 verschiedene     Möglichkeiten     der durchzuführenden     Korrektur    im Sucher  system,       Fig.    12 und 13 Anordnungen eines Schär  fenindikators und eines diffus reflektierenden  Spiegelelementes:

    Das Objektiv 1 einer einäugigen Spiegel  reflexkamera, deren     Umrisse    schematisch  angedeutet sind, bildet das aufzunehmende  Objekt mittels des schwenkbaren Spiegels 2  derart ab, dass der     Bildpunkt    3 des Objektiv  hauptstrahls 4 auf dem im Kameraboden  fest     gelagerten    Spiegel 5 zu liegen kommt. 3'    ist die Lage dieses     Bildpunktes    auf dem Auf  nahmematerial, wenn der Spiegel 2 aus     dein.     Strahlengang ausgeschwenkt ist.  



  Die Bildebene steht senkrecht auf dem  einfallenden Strahl und liegt daher nur längs  der senkrecht zum Hauptstrahl verlaufenden  Geraden     innerhalb    der Oberfläche des Spie-.       gels    5. Die Lage der Bildebene ist durch den  gestrichelten Linienzug 6 angedeutet.  



  Da in der     Bildebene    6 nur ein     Luftbild     erzeugt     wird,    bedarf es besonderer Einstell  mittel, um die Bildschärfe     überprüfen    zu,       können.    Hierzu dient der     Indikator    7, der  im wesentlichen aus zwei nebeneinander  liegenden Prismen mit entgegengesetzter  Neigung ihrer     Schrägflächen    besteht.

   Der  Einbau dieses     Indikators        in    denn Spiegel er  folgte derart, dass der     Schnittpunkt    der  Schrägflächen beider Prismen in die     Refle-          xionsebene    des Spiegels zu     liegen    kommt.  Da ein scharf eingestelltes Bild in dieser  Ebene     erzeugt    wird,     wird    das     Bildelement     dieser Stelle von beiden Schrägflächen um  den gleichen Betrag abgelenkt, so dass die  von den beiden Schrägflächen erzeugten  Bildelemente     nebeneinanderhegend    ohne Un  terbrechung der in ihnen verlaufenden     Linien     wiedergegeben werden.

   Als     Schärfenindika-          Loren    können auch an Stelle der Prismen       nebeneinanderliegende        Hohlspiegelelemente     mit entgegengesetzter Neigung benutzt wer  den. Da     die    Bildebene nur in einem kleinen  Bereich sich     mit    der     spiegelnden    Ebene deckt,  wird die Anordnung der     Schärfenindikatoren     sowie ihre flächenhafte Ausdehnung diesem  Bereich zweckmässig angepasst.  



  Der schwenkbare Spiegel 2 ist so aus  gebildet und     gelagert,    dass er die Funktion  einer     Lichtabschlussklappeübernehmen    kann,  die     in    Beobachtungsstellung das Aufnahme  material lichtdicht gegen den     Objektivraum     abschliesst.

   Diese Anordnung empfiehlt sich  besonders bei Kameras     mit        Zentralverschluss.     Ausserdem ist der Spiegel 2     niederklappbar     und wird in der Aufnahmestellung zur Ab  deckung des festen     Spiegels    5 benutzt, um zu  verhindern, dass sich     dein        Aufnahmestrahlen-          gang    Reflexe überlagern,

        Entsprechend     Fig.    4 ist der     Klappspiegel     2 auf der gehäusefesten Achse 16 drehbar       gelagert    und legt sich in der gezeichneten  Stellung unter der Wirkung der Feder 18  zwecks lichtdichten Abschlusses der Film  bühne an entsprechend ausgebildete Gehäuse  teile. Auf der Achse 16 ist ferner die Seil  scheibe 14 frei beweglich gelagert, über die  der Seilzug 13     geführt    ist, der die Seilscheibe  12 umfasst. Die Seilscheibe 12 ist beispiels  weise mit dem Verschluss und/oder mit der       Filmtransporteiurichtung    in nicht darge  stellter Weise gekuppelt.

   Vor der Aufnahme  wird die Seilscheibe 12 im Uhrzeigersinn in  Umdrehung gesetzt, dabei bewegt sich der       Rollenverschluss    11 der     Suchereinblicköffnung     vor dieselbe. In dem Augenblick, wo dieser       Rollenverschluss    in den im Gehäuse oberhalb  des Objektives vorgesehenen Schlitz eintritt,  ist durch den Seilzug 13 der     Mitnehmerstift    15  auf der Seilscheibe 14 so weit geschwenkt  worden, dass er von diesem Augenblick an  beim Weiterdrehen den Klappspiegel 2 mit  nimmt und ihn in Richtung auf den festen  Spiegel 5     verschwenkt.    Das Winkelmass,

   das  der     Mitnehmerstift    15 vom Augenblick der  Mitnahme des     Klappspiegels    bis zu dem sei  ner Auflage auf dem federnden Rahmen 17  beschreibt, entspricht der Bewegung des       Rollenverschlusses    innerhalb des oberhalb  des Objektives liegenden Schlitzes im Kame  ragehäuse.  



  Als     Sucherbildbegrenzungsmaske    dient  zweckmässig der federnd     ausgebildete    Rah  men 17, der vor dem Spiegel 5 zu liegen  kommt, und so geformt ist, dass er mit seiner  einen Hälfte das entsprechend dem Linien  zug 6 vor dem Spiegel liegende Luftbild er  fasst und mit seiner andern Hälfte das Spie  gelbild des hinter dem Spiegel 5 liegenden       Luftbildteils.    Seine federnde Wirkung wird  dazu ausgenutzt,     Beschleunigungskräfte    des  schwenkbaren Spiegels 2 beim Abdecken des  Spiegels 5 aufzufangen.  



  Zur Konzentration des in Richtung  Suchereinrichtung     reflektierten    Strahlenbü  schels wird der Spiegel 5 als optisch wirksame  Fläche ausgebildet, er erhält also die Form    eines Hohlspiegels. An Stelle des Hohlspiegels  kann auch ein Stufenspiegel benutzt werden,  der beispielsweise in eine Glasplatte 5'       (Fig.5)    hineingearbeitet wurde.

   Entspre  chend der Aufgabe des Spiegels, den Strah  lengang vom     Klappspiegel    in die     Sucherein-          blicköffnung    umzulenken, wird der Hohl  spiegel bzw. der Stufenspiegel mit einer unter  - schiedlichen     Krümmung    bzw.     untersclüed-          lichen    Neigung der einzelnen Spiegelzonen  ausgebildet.  



  Die Suchereinrichtung besteht, wie bei  Reflexkameras bekannter Bauart aus der  Linse 8, dem     Dachkantprisma    9, das eine  Seitenumkehr des Sucherbildes vornimmt,  sowie der Betrachtungsoptik 10, deren Achse  zur     Objektivachse    zweckmässig leicht geneigt  ist, wodurch der Kamera, insbesondere den  um das Objektiv gelagerten Teilen, eine  handliche und gefällige Form gegeben werden  kann.  



  In     Fig.    7 ist die Befestigung des     Pentagon-          prismas    9 im Suchergehäuse dargestellt. Die  in     Fig.l    schematisch dargestellte Licht  schutzklappe für den     Suchereinblick    ist, wie  bereits erwähnt, in     Fig.    4 als     Rollenverschluss     ausgebildet, dessen Funktionszusammenhang  mit dem Klappspiegel 2 bereits beschrieben  wurde.  



  Eine weitere günstige Ausführungsform  ist in     Fig.    8 gezeigt.  



  Entsprechend der     Fig.    8 wird der feste  Spiegel, der in     Fig.    1 als ebene, spiegelnde     i     Fläche und in     Fig.    4 als Hohlspiegel dar  gestellt ist, durch die plankonvexe Linse 7a  ersetzt, deren Aussenfläche verspiegelt ist, und  auf deren ebenen Fläche der Glaskeil 7b auf  gesetzt wird.

   Das von der     Objektivpupille    la  austretende Licht wird nach erfolgter Refle  xion am Klappspiegel 2 auf die Spiegelfläche  7a geworfen, wobei der     Strahlengang    beim  Durchgang durch den Keil 7b und den Glas  körper der plankonvexen Linse     7a,    wie in der       Fig.    8 dargestellt, derart abgelenkt     wird,    dass  die Bildebene 6, die in den früheren Ausfüh  rungen die Spiegelebene gekreuzt hat, nun  mehr etwa in den Scheitelpunkt der Plan  konvexlinse zu liegen kommt. Ohne den      Glaskeil 7b würde die Bildebene längs der     mit     6' bezeichneten Linie erzeugt werden.

   Der  wesentliche Vorteil dieser     Keil-Linsen-Kom-          bination    liegt darin, dass keine     Verzerrung     des Sucherbildes eintritt, weil letzteres nicht  mehr die Hohlspiegelfläche kreuzt. Zusätz  lich tritt durch die Verwendung der optisch  wirksamen Spiegelfläche in Verbindung mit  dem aufgesetzten Glaskeil eine Bündelung  des Strahlenganges ein, der in Richtung  Sucherausblick reflektiert wird. Der Indikator  7 liegt, wie bei den früheren Anordnungen,  theoretisch im Schnittpunkt des Objektiv  hauptstrahls 4 mit der spiegelnden Ebene.  



  Da die Bildebene nicht mehr teils vor und  teils hinter der spiegelnden Fläche liegt, ent  fällt auch die Notwendigkeit, den Bild  begrenzungsrahmen teils in die reelle, teils in  die virtuelle Abbildungsebene zu legen. Er  kann in einfacher Weise dadurch festgelegt  werden, dass der Glaskeil 7b mit Masken     17a     belegt     wird,    die den Sucherstrahl entspre  chend dem Bildformat begrenzen.  



  An Stelle der in den     Fig.    1 und 4 darge  stellten     .Suchereinrichtung    kann ein Sucher  Verwendung     finden,    dessen System eine  Zwischenabbildung liefert. Ein derartiges  Suchersystem ist erforderlich, wenn, wie in       Fig.    8 dargestellt, an Stelle des     Dachkant-          prismas    9, das eine Seiten- und Höhenver  tauschung bewirkt, lediglich ein Prisma     9a     verwendet wird. Durch das gewählte Sucher  system nach dem Prinzip des Terrestrischen  Fernrohres wird die fehlende Seiten- und  Höhenvertauschung nachgeholt.

   Ein ' der  artiges Suchersystem besteht, wie in     Fig.    8  dargestellt, aus dem     Objektivsystem    20, dem  Okular 21 und der Feldlinse 22. Dieses Sucher  system besitzt die     Zwischenabbildungsebene     6", in die die     Bildbegrenzungsmaske    17b gelegt  werden kann, so dass sowohl die in den     Fig.    1  und 4     mit17    bezeichnete,     alsfedernder    Rahmen  ausgebildete     Bildfeldbegrenzungsmaske,    wie  auch die mit     17a    bezeichneten Maskierungen  in     Fig.    8 in Fortfall kommen können.  



  Dasselbe Prinzip, das benutzt wurde, um  stürzende Linien bei der Erzeugung des Bil  des mittels eines Hohlspiegels zu vermeiden,    kann bei dem     genannten    Suchersystem in  Anwendung kommen, so dass auf den Glas  körper<I>7b</I> sowie auf     die        Plankonvexlinse        7rz     verzichtet werden kann und     lediglich    ein  Hohlspiegel verwendet     wird.    Selbstverständ  lich ist auch die Kombination der genannten  Korrekturmittel am reflektierenden Spiegel  und in dem Suchersystem möglich.

   Gemäss  der     Fig.    9 wird die Entzerrung der in der       Zwischenabbildungsebene    des Suchers durch  eine zur optischen Achse schräg gestellte  Feldlinse 22' erreicht. Gemäss     Fig.    10 kann  die Feldlinse 22 mit einem Prisma 23 kombi  niert werden, in gleicher Weise wie die Teile  7a und 7b, um denselben Effekt zu erhalten,  oder gemäss     Fig.    11 ein rechtwinklig zur opti  schen Achse ausgerichtetes Prisma mit der  Feldlinse 22 kombiniert werden, die     mit    ihrer  Planfläche auf die zur optischen Achse ge  neigte Fläche des Prismas zu liegen kommt.

    In allen diesen Figuren stellt die gestrichelte  Linie 6" die     Zwischenabbildungsebene    des  beispielsweise dargestellten Suchersystems  dar.  



  Ausser dem reflektierenden Schärfenindi  kator kann zur Schärfenbeobachtung des  Sucherbildes eine     diffus    reflektierende Spie  gelfläche dienen, die nach dem gleichen  Prinzip arbeitet, wie     die    diffus durchschei  nende Mattscheibe. Der diffus reflektierende  Spiegel arbeitet nach demselben Prinzip wie  eine     Kinoprojektionsleinwand.    Es     kann     zweckmässig sein, den reflektierenden Schär  fenindikator mit     einem    diffus -reflektierenden  Spiegel zu kombinieren,     derart,    dass beide  Einstellmittel im Bereich der     Schnittlinie    von  Bildebene mit der Spiegelebene     liegen    bzw.

    im Bereich der Berührung von Bildebene mit  der reflektierenden Spiegelebene (vgl. Posi  tion 7 der     Fig.    8).  



  Aus     Fig.12    geht die     Anordnung    des  Schärfenindikators 7 und des diffus reflek  tierenden Spiegelelementes 24 hervor, die  beide in Nachbarschaft der     Schnittlinie    25  des Spiegels 5 und der Bildebene 6     nebenein-          anderliegen.    26 stellt die     Sucherbildbegren-          zungslinie    dar.

   Bei Verwendung als Hohl  spiegel artet die Schnittlinie 25 in eine Be-           rührungsfläche    aus.     Für    diesen     Fall    erfolgt  die Zuordnung beider     Einstellmittel    derart,  dass eines das andere umschliesst, beispiels  weise entsprechend     Fig.    13, bei der der Indi  kator 7 von der     diffus    reflektierenden Fläche  24 umgeben ist.  



  Wird als Suchersystem ein solches     mit     Zwischenabbildung gewählt, so     können    ausser  der Bildbegrenzung auch die genannten       Scharfeinstellmittel    in diese     Zwischenabbil-          dungsebene    gelegt werden. Eine derartige  Anordnung von     Scharfeinstellmitteln    in Kom  bination mit einer als     Fresnel'sche    Stufen  linse ausgebildeten     Feldlinse    ist Gegenstand  des Schweizer Patentes Nr. 317149.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Einäugige Spiegelreflexkamera, deren Klappspiegel zusammen mit einem zweiten in der Kamera fest angeordneten Spiegel das vom Objektiv entworfene Bild einer Sucher einrichtung zuleitet, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Spiegel (5) unterhalb des Auf nahmestrahlenbündels etwa parallel zum untern Randstrahl angeordnet ist, so dass der Sucherstrahlengang das Aufnahmestrahlen bündel kreuzt. UNTERANSPRÜCHE 1. Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der feste Spiegel (5) im reflektierten Bildpunkt (3) des Objektiv hauptstrahls angeordnet ist und dort mit die Bildschärfe anzeigenden reflektierenden Mit teln versehen ist.
    2. Kamera nach Unteranspruch 1, da durch. gekennzeichnet, dass der Schnittbild indikator mit einer diffus reflektierenden Fläche kombiniert ist, wobei beide Einstell mittel in dem Bereich der Schnittlinie bzw. Fläche liegen, in der sich die Bildebene und die Spiegelebene kreuzen bzw. berühren. 3. Kamera nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass mindestens einer der Spiegel (2, 5) mindestens teilweise als optisch wirksame Fläche ausgebildet ist. 4.
    Kamera nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass mindestens einer der beiden Spiegel (2 und 5) nach dem Prinzip der Fresnellinse als Stufenspiegel ausgebildet ist. 5. Kamera nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass in dem Strahlen gang zwischen dem festen Spiegel und der Suchereinblicköffnung keilförmig ausgebil dete Glaskörper derart angeordnet sind, dass sie den Sucherstrahlquerschnitt zwecks Kor rektur des verzerrten Sucherbildes unter schiedlich beeinflussen. 6.
    Kamera nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass als Mittel zur unterschiedlichen Beeinflussung des Sucher strahlquerschnittes eine Konvexlinse dient, deren gekrümmte Fläche aussenverspiegelt und deren dem Sucher zugewandte Fläche in verschiedenen Zonen unterschiedlich stufen förmig ausgebildet ist. 7. Kamera nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Klappspiegel (2) in der Aufnahmestellung den festen Spiegel ab deckt und in der Beobachtungsstellung als Lichtabschlussklappe dient. B.
    Kamera nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durc beine zusätzliche Lichtabschluss- klappe, die in einer Endstellung vor dem Filmkanal liegt und in der andern Endstel- lung den Sucherausblick abdecken kann. 9. Kamera nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass zur Bildfeld begrenzung dem festen Spiegel (5) ein federn der Blechrahmen vorgeordnet ist. 10.
    Kamera nach Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, däss die Bildfeld begrenzungslinien auf dem Spiegel (5) mas kiert sind. 11. Kamera nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Bildfeld begrenzungslinien auf dem der spiegelnden Flächen vorgeschalteten Glaskörpern mas kiert sind. 12. Kamera nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Aufnahme raum gegenüber dem Suchereinblick durch zusätzliche Mittel abdeckbar ist. 13. Kamera nach Unteranspruch 12, ge kennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die Bewegung der Abdeckmittel des Suchereinblickes mit der Bewegung des Klappspiegels (2) gekuppelt ist. 14.
    Kamera nach Unteranspruch 12, ge kennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die Bewegung der Abdeckmittel des Suchereinblickes mit der Bewegung einer zu sätzlichen Lichtabschlussklappe gekuppelt ist. 15. Kamera nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Funktionszusam menhang zwischen dem Abdecken des Sucher einblickes und der Verschlusseinrichtung. 16. Kamera nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch einen Funktionszusam menhang zwischen dem Abdecken des Sucher einblickes und der Filmtransporteinrichtung. 17.
    Kamera nach Patentanspruch, ge kennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die Bewegung des Spiegels (2) mit dem Auslösen des Verschlusses eingeleitet wird und so erfolgt, dass der Verschluss erst nach Beendigung dieser Bewegung öffnet. 18. Kamera nach Unteranspruch 14, ge kennzeichnet durch eine solche Ausbildung, dass die Bewegung der zusätzlichen Licht abschlussklappe mit dem Auslösen des Ver schlusses eingeleitet wird und so erfolgt, dass der Verschluss erst nach Beendigung dieser Bewegung öffnet. 19. Kamera nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass die rückläufige Bewegung des Spiegels sowie der Licht abschlussmittel mit dem Spannen des Ver schlusses gekuppelt ist.
    9,0. Kamera nach Unteranspruch 18, da durch gekennzeichnet, dass die rückläufige Bewegung des Spiegels sowie der Lichtab- schlussmittel mit dem Filmtransport gekup pelt ist. 21. Kamera nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Sucher ein System mit Zwischenabbildung dient, in deren Ebene ein Bildfeldbegrenzungsrahmen angebracht ist. 22.
    Kamera nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass zur zusätzlichen Entzerrung des Sucherbildes im Sucher strahlengang Mittel vorgesehen sind, die eine unterschiedliche optische Beeinflussung der verzerrten Bildteile bewirken. 23. Kamera nach Unteranspruch 22, da durch gekennzeichnet, dass als Mittel- zur Entzerrung prismatische Linsen dienen. 24. Kamera nach Unteranspruch 22, da durch gekennzeichnet, dass zur Entzerrung des Sucherbildes die Feldlinse des Suchers zur optischen Achse geneigt ist. 25.
    Kamera nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass in der Ebene der Zwischenabbildung ein Schärfenindikator liegt, der mit einer mindestens einen Teil des Sucherbildes abdeckenden Mattscheibe kom biniert ist. 26. Kamera nach Unteranspruch 25, da durch gekennzeichnet, dass das Scharfeinstell- mittel mit der als Stufenlinse ausgebildeten Feldlinse kombiniert ist.
CH323010D 1953-12-24 1954-01-21 Einäugige Spiegelreflexkamera CH323010A (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3100430A (en) * 1958-09-09 1963-08-13 Optique & Prec De Levallois Photographic device
CN112882187A (zh) * 2021-01-29 2021-06-01 维沃移动通信有限公司 镜头模组与电子设备

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