CH323080A - Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Schleifwerkzeug - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Schleifwerkzeug

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CH323080A
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Friis Keeleric George
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Boart Products South Africa Li
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Schleifwerkzeug
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur   Herstellung von Schleifwerkzeugen,    eine   Vor-    richtung zur Durchführung dieses   Verfah-    rens sowie ein naeh diesem Verfahren her  gestelltes Schleifwerkzeug,    und zwar insbesondere ein Schleifwerkzeug mit Diamantabfällen, die in eine Metallsehicht eingebettet sind.



   Die Erfindung hat einerseits den Zweck, ein Verfahren zum Verteilen und   schablonen-      massigen    Aufbringen von Schleifteilchen auf einen Träger vorzusehen, anderseits hat sie die Aufgabe, Schleifwerkzeuge herzustellen, deren Schleifpartikel in einem bestimmten Muster angeordnet sind.



   Entsprechend dem Verfahren nach der Erfindung wird dies dadurch erreicht, dass nach dem   Bedeeken    der Oberfläche eines Trägers mit einer Klebemittelsehicht die Schleifteilchen durch eine dieht neben der    Klebemittelsehieht angebrachte Schablone hin-    durch auf die Klebemittelschicht aufgebracht werden. Zweckmϯig werden die Schleifteilehen mittels elektrostatischer Kräfte durch das Muster der Schablone getrieben.



   Die Schleifpartikel können mit einem pulverförmigen Stoff vermiseht und dieser zusammen mit den Sehleifpartikeln durch die   Offnungen    der Schablone getrieben werden und anschlie¯end dieser Stoff durch ein Losungsmittel entfernt werden.



   Ein hinsichtlich der Schleifpartikel ein  lagiges    Schleifwerkzeug kann dadurch erhalten werden, dass in der beschriebenen Weise eine Lage von Schleifteilchen in einem durch eine Schablone gebildeten Muster in einem metallenen Träger eingebettet wird, wobei der Träger zweckmässig auf elektrischem Wege niedergeschlagen wird.



   Als Träger der Schleifpartikel kann zweckmässig unmittelbar ein Teil des Werkzeu. ges selbst dienen. In diesem Falle liegen jedoeh die Schneidkanten der Partikel nicht in der gleichen Ebene. Anderseits kann der Träger für die Schleifpartikel auch zunächst auf einem Rohling angebracht werden, der später wieder entfernt wird. In diesem Falle liegen alle Schneidkanten der Schleifteilchen in der gleichen Ebene.



   An Hand der beiliegenden Zeichnung werden einige Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes beschrieben. Es zeigt :
Fig. 1 einen Schnitt durch eine Vorrichtung zum Verteilen und Aufbringen der Schleifteilchen auf einer   Tragerfläche,   
Fig.   2    eine Ansicht einer Schablone für die Vorrichtung der Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansieht zweier übereinanderliegender Schablonen mit unterschiedlicher Musterung, 
Fig. 4-9 Darstellungen zur Erläuterung von Verfahrenssehritten bei der Herstellung eines Schleifwerkzeuges nach der Erfindung.



   Ein ringförmiger Träger 3 nach Fig. 1 wird zunächst mit einer sehr dünnen Schicht 8 eines Klebemittels überzogen, und zwar wird die ganze Arbeitsfläche bedeckt. Der Träger 3 kommt dann in einen Haltering 41 aus Isolierstoff, beispielsweise   aus   Lucite  .   



  Der Träger   3    passt genau, aber nicht straff, in den Haltering 41 und wird durch Klemm   sehrauben 43 gehalten. Die untern Flächen    von Haltering 41 und Träger 3 samt Klebesehicht sollen nach dem Anziehen der   Sehrau-    ben 43 bündig sein. Die Verbindung der beiden Teile wird vor dem Anbringen derselben am übrigen Teil der Vorrichtung vorgenommen.



   Diese Vorrichtung besitzt einen Isolierrahmen zum Halten der Schleifteilchen 10, der   Sehablonenmuster    45 und 46 und des Trägers 3 derart, dass die Teilchen 10 elek  trostatiseh    auf dem Ring 3 niedergeschlagen werden können.



   In einem ringförmigen Unterteil 47 aus Isolierstoff ist eine Aussparung zur   Auf-      nahme    eines Metallringes 49 angebracht, in den die Schteifteilchen 10 eingebraeht werden. Der Ring 49 kann   trogähnlich    im Querschnitt sein oder entspreehend der Zeichnung mehrere muldenförmige Vertiefungen 51 aufweisen. Letztere haben den Vorteil, dass sich die Mulden 51 leicht mittels eines Siebes mit   Schleifpulver    füllen lassen, worauf der ¯berschuss abgewischt werden kann. Diamantstaub, der durch ein 200-bis   400-Maschen-    sieb geht, hat sich als sehr zufriedenstellend erwiesen.

   Als iiberraschendes Ergebnis hat sich jedoch gezeigt, dass dieser verhÏltnismässig feine Staub Schnittgeschwindigkeiten zulässt, die  ber dem üblicherweise bei Verwendung von viel groberen Kornern erwarteten Wert liegen, und gleichzeitig im gleichen Arbeitsgang noch eine Polierarbeit ausführt.



  Es können auch grössere Korner bis hinauf zu einer Grosse, die einem   80-Maschensieb    entspricht, verwendet werden ; die Erfindung befasst sich jedoch vor allem mit der Verwen  dung von Schleifpulvern    im Gegensatz zur Verwendung von einzelnen Sehneidsteinen, die praktisch Stück für   Stüek    behandelt werden müssen.



   Vielfach ist es   zweckmässig, die Schleif-    teilchen 10 mit einem andern Pulver aus wasserlöslichen Stoffen, wie Natriumsulfat, zu mischen, so dass von Anfang an ein Abstand zwisehen den einzelnen Teilchen hergestellt wird. In einem späteren   Verfahrens-    stadium wird das Salz herausgelöst, so   dal ?    die Schleifteilchen einen gewissen Abstand voneinander behalten.



   Es ist zweckmässig, f r die Mischung un  gefähr 35  /o    Diamantstaub und ungefähr   65      zozo    eines l¯slichen Salzes zu nehmen, so dass nach dem   Auslosen    des Salzes die Dichte der Diamantteilehen nur etwa ein Drittel des Wertes beträgt, die diese ohne   Salzzusatz ein-    nehmen würden.

   Die   verwendeten Scha-      blonenmuster    werden vorzugsweise mit Off   nungen von. einem Gesamtquerschnitt vor-    gesehen, der die HÏlfte oder mehr oder weniger der   gesamten Sehleiffläehe bedeekt.    Da jedes Sehleifelement wegen des Salzes nur ein Drittel des   überhaupt mögliehen Betrages    an   Diamantstaubenthält,ergibtsich,dass    das Werkzeug insgesamt z. B. nur ein Seehstel oder weniger der maximal möglichen Anzahl von Diamantteilchen aufweist. Dies bedeutet einen grossen Vorteil für die Steigerung der Schneidgeschwindigkeit. Tatsächlich ergibt eine weniger grosse   Gesamtabdeckung    (auch z.   B.    eine entsprechend der Kreuzschablone der Fig. 3) höhere Sehneidgeschwindigkeiten.



   Ein fester Nabenkörper 53 aus Isolierstoff mit einer   Bohrung 55 passt genau    in den ringförmigen Unterteil 47 und schliesst oben mit dessen Oberfläche ab. Diese Oberfläehe befindet sieh etwa 12, 5 mm  ber der Oberfläche des   Muldenringes    49. Dies entspricht im wesent-liehen der Entfernung, die die Schleifteilchen   10 unter    dem Einfluss des elektrostatischen Feldes durchlaufen m ssen, und diese Entfernung genügt für Teilehen, die einem 200-bis 400-AIasehensieb zugeordnet   sind. Werden grössere Teilehen verwendet,    so lässt sich der Abstand durch Anheben des   Muldenringes    49 verkleinern, oder aber das Potential des elektrostatischen Feldes muss erhöht werden.



   Der feste Nabenkörper 53   lässt    sich zum Reinigen herausnehmen, verbleibt aber normalerweise fest im Unterteil   47.   



   Nach dem Einbringen des   Muldenringes      4')    in das Unterteil 47 werden seine Vertiefungen mit einer   VTischung    von   Schleifmittel-    staub   (gewöhnlieh    Diamantabfälle) und einem Salz angefüllt. Eine durch die Wandung des Unterteils 47 hindurchgef hrte Kontaktschraube 57 bildet den elektrisehen    > tnsehluss für    den   Muldenring      49.    Die Muttern 59 dienen zum Festhalten der Sehraube 57 sowie der angeschlossenen   Hochspannungs-    leitung 63.



   Anschliessend werden die Schablonen45 und 46 auf das Unterteil 47 mit dem   Naben-      korper 53 aufgelegt.    Diese Schablonen 45 und 46 sind in den Fig. 2 und 3 dargestellt. Die Schablone 45 der Fig.   2    besteht aus Messinblech von 0,   25    mm Dicke. Die gekrümmten   Sehlitze    sind auf einer Drehbank   eingesehnit-    ten und entspreehen den obenerwähnten   Grundsätzen.    Die Schablone 46 entspricht der   Schablone 45,    besteht jedoch aus viel d nnerem AIaterial, gewöhnlieh von etwa. 0, 075 mm Starke. Es ist möglich, nur die Schablone 45 allein zu. benutzen, so dass ein gleichmässiges Muster aus gekrümmten Reihen erhalten wird.

   Es ist jedoch des öfteren zweekmässig, eine Schablone mit kleineren einzelnen   Sehleifelementen    herzustellen, was geschehen kann, indem die Schablone 46 auf die Schablone 45 in entgegengesetztem Sinn aufgelegt wird, so da¯ ihre beiderseitigen Schlitze sich   lireuzen.    Das so erhaltene Muster ist in Fig. 3 wiedergegeben.



   In der Praxis hat es sich als zweckmÏbig erwiesen, in der untern Schablone 45 Sehlitze vorzusehen, die enger sind als diejenigen der obern Schablone 46. Dies ist deswegen n¯tig, da selbst bei Verwendung von   dünnem Ma-    terial, das gerade noch für den praktischen   Gebrauch    geeignet ist, eine gewisse Streuung beim Aufbringen des Musters auf die Klebe  sehieht    auftritt. Die Teilchen streuen nach dem Durchlaufen der Schlitze in der Sehablone 45 auch bei einer kurzen Wegstrecke auseinander. Der Betrag der Streuung von den Schlitzen der Schablone 46, die dichter bei der Klebstoffschicht   8    liegt, ist wesentlich kleiner, so dass die die Schleifteilchen tragenden Elemente in der einen Richtung länger sind als in der andern.

   Werden in der Schablone 45 Schlitze verwendet, die ungefÏhr halb so weit sind als diejenigen in der Schablone   46,    so gehen durch die Schablone   45    ungefähr genau so viel Teilchen wie durch die Schablone   46,    so dass im Ergebnis ein im wesentlichen symmetrisches Kreuzmuster erhalten wird.



   Die relative Grosse der Schlitze in den beiden Schablonen kann in Abhängigkeit ihrer absoluten Grosse mit der Dicke der Schablone   46,    mit dem Abstand der Schablone 46 von der Klebemittelschicht 8 auf dem mit der   Elektroplattierung zu versehenden Trä-    ger 3 und natürlich mit der Beschaffenheit des Musters verändert werden. Bei Annahme, dass ein symmetrisches Muster gewünscht wird,   braueht    der relative Untersehied der   Schlitzoffnungen    um so geringer zu sein, je breiter diese Íffnungen sind.



   Je dünner die Schablone 46 ist, um so mehr können sich die Schlitze in den beiden Schablonen gleichen. Entsprechend gilt, je weiter die Klebstoffschicht von der Schablone 46 entfernt ist. um so mehr können die   Sehlitzöffnungen    in den beiden   Scha-    blonen angenähert gleich sein (obgleich bei grösserem Abstand zwischen Schablone 46 und Klebstoffschicht die Streuung zu   grogs    und das. erhaltene Muster unbefriedigend   wird).   



   Die beiden Schablonen 45 und 46 können fest miteinander verbunden werden,   beispiels-    weise   durch Verloten    der Schablone 46 mit der vorher mit einer dünnen   Lötsehieht    versehenen Schablone 45. Auf diese Weise stützen sich die beiden Schablonen gegenseitig, und die Wahrscheinlichkeit ihrer Beschädigung bei der Handhabung wird verringert. Es ist auch möglieh, das gewünschte Muster von Öffnungen in eine einzige Scha blone einzuschneiden. Auf diese Weise lassen sieh auch andere etwa gewünschte Muster vorsehen. So können kreisförmige Öffnungen zur Herstellung der Muster für die   Scha-    blonen verwendet werden.



   Beim Aufbringen der beiden Schablonen auf dem Unterteil 47 wird die Schablone   46    aus dünnem   Alaterial    oben dicht neben dem Rohling 3 angeordnet, so dass auch die Sehablone 45 einen möglichst kleinen Abstand ge  genüber    dem TrÏger 3 erhält. Ist dies nicht der Fall, das heisst ist die Schablone 46 zu dick, so wird das von der Schablone 45 auf dem Rohling erzeugte Muster verwischt und unscharf.



   Der zu   plattierende    Träger 3 und sein Haltering 41 werden unter Einfügen von   Zwisehenlagen    65 auf die Schablonen 45 und 46 mit dem Unterteil 47 gesetzt. Diese   Zwi-    schenlagen 65 können aus Papier oder Metall und ungefähr 0, 05 mm stark sein. Sie haben den Zweek, die Klebemittelschicht auf dem TrÏger 3 mit etwas Abstand von der Schablone   46    zu halten, damit kein Klebstoff übertragen wird.



   Schliesslieh wird die Nabe 67, die ebenfalls aus Isolierstoff besteht, mittels eines   Metall-    bolzens 69 eingefügt. Die Nabe pa¯t genau auf den Bolzen 69, dessen Unterteil durch die   Mittelbohrungen    der Schablone 45 und 46 hindurch in die Bohrung 55 der Nabe 53 des Unterteils 47 reicht. Auf diese Weise werden alle Teile der Vorrichtung zentriert und in richtiger Lage festgehalten.



   Anschliessend wird die Verbindung zur Hochspannungsquelle hergestellt, diese aber noch nicht eingeschaltet. Die Leitung 63 bleibt im allgemeinen dauernd mit der   Ansehluss-    schraube 57 verbunden. Die zweite Leitung   64    ist mittels einer Federklemme 71 an die   Haltesehraube    43 im Ring 41 gelegt. Die vorgesehene Spannung beträgt etwa 10 000 Volts und kann aus einer Vakuum-Gleichrichterrohre oder einer andern geeigneten Span  nungsquelle entnommen    werden.



   Nach Herstellung der Verbindungen wird die Spannung f r einen Augenblick angelegt.



  Die Teilchen 10 springen dadurch aufwÏrts, und ein Teil von ihnen gelangt durch die Íff  nungen    in den Schablonen   45 und 46 auf    die Klebemittelschicht des Trägers 3, wo sie entsprechend dem durch die Schablonen vorgesehenen Mustern festgehalten werden.



   Die Wirkung des elektrostatischen Niederschlags der Teilehen 10 besteht darin, dass sie dabei mit ihren langen Achsen senkrecht zur Ebene der Arbeitsfläehe des TrÏgers 3 gerichtet werden. Schleifteilchen, wie Dia  mantabfall,    haben gewöhnlich unregelmässige Form, und ihre Längsachse verläuft in Richtung der gr¯¯ten Abmessung. Bei den meisten   Diamantteilchen    ist die   kristallinische Struk-    tur derart, dass die längeren und die kürzeren Abmessungen leicht in einem Mikroskop zu sehen sind.



   In allen FÏllen, in denen das   Ausriehten    der Teilchen nieht wichtig ist, können die   Sehleifteilehen    10 in der Weise auf die Klebemittelschicht des TrÏgers 3 aufgebracht werden, dass auf den mit dieser Schicht nach oben   geriehteten Träger 3 die    beiden Scha  blonen 45, 46 gelegt    werden, worauf diese mit dem   Schleifpulver    bestreut werden.



   Nachdem die Sehleifteilehen 10 in der be  schriebenen    Weise auf der Klebstoffsehicht 8 des Trägers 3 niedergeschlagen wurden, wird der TrÏger 3 mit seinem Haltering 41 zunächst aus der Vorrichtung und dann aus dem Haltering entfernt.



   Nach dem Festwerden des Klebstoffes wird der Träger 3 in Wasser eingetaucht, damit sich die   Salzteile herauslösen. Nunmehr    befinden sich auf der Arbeitsfläehe des Trägers 3 mehrere   Sehleifelemente,    deren jedes aus einer Anzahl von Schleifteilchen besteht, die von den Nachbarteilchen um den Raum getrennt sind, den vorher die Salzteilchen einnahmen.



   Alle Fläehen ausser der Arbeitsfläche des Trägers 3 werden dann mit einem plastischen Isolierstoff überzogen. Dies kann durch Eintauchen des Rohlings in eine heisse plastische Masse bei   abgedeekter      Arbeitsfläche ge-    schehen. Die plastische Masse haftet dann an dem Rohling und verhindert bei   den nachfql-    genden Verfahrensschritten einen   Metall-      niedersehlag auf demselben    mit Ausnahme auf dessen Arbeitsfläche.



   Das bis jetzt beschriebene Verfahrensstadium entspricht der Darstellung der Fig.   5.   



  Die Schleifteilchen 10 werden durch eine d nne   Eleberxlittelsehieht    8 in dem gewünschten Muster und der vorgesehenen Dichte festgehalten. Anschliessend erfolgt durch den Klebstoff hindurch ein   elektrolytischer Me-      tallniederschlag auf dem Träger    3, so dass entsprechend Fig. 6 eine feste und dichte Bindung der Schleifteilchen durch Ausfüllen ihrer Zwischenräume erreicht wird. Zunächst kann eine Kupferschicht 13 in einer StÏrke niedergeschlagen werden, die schliesslich der gewünschten Höhe der im fertigen Werkzeug vorstehenden Schleifteilchen 10 entspricht.



  Beispielsweise wird   der Metallniederschlag    in dieser Verfahrensstufe 0, 075 mm stark ge  nommen.   



   Nach dem Aufbringen der ersten Schicht   13    aus Kupfer oder einem andern Metall wird eine dickere Schicht   14    aus Nickel oder Eisen in einer solchen Stärke aufgebracht, dass sie die ganzen Schleifteilchen 10 bedeckt.



   Darauf werden sämtliche elektrolytischen MetallniederschlÏge vom Träger 3   abgenom-    men, wie Fig. 7 zeigt ; sie werden dann nach Fig. 8 auf einer Halteplatte 2 befestigt, bei  spielsweise durch Loten. Anschliessend    wird die   Ktipfersehicht    13   fortgeätzt,    wodurch die Schleifteilchen 10 aus ihrer Metallbindung 14 in der in Fig. 9 gezeigten Weise vorstehen.



   Die Halteplatte 2 kann gegebenenfalls bereits vor der Abnahme der elektrolytischen   Metallniederschläge    13, 14 vom TrÏger 3 an diesen befestigt werden. Naeh dem Befestigen der   Metallniedersehläge    13, 14 an der Halteplatte 2 ist es in der Regel nötig, zunächst die Rüekseite der   Niederschlagsmetalle    eben und glatt zu schleifen.



   Die vorgesehene Klebemittelsehicht 8 ist so dünn und ihre Isoliereigenschaften ausrei  chend    schlecht, so dass der   Metallnieder-    schlag dureh diese Schicht 8   hindureh    vor sich gehen kann.



   Die gleiche Technik kann zur Herstellung von   Schleifmittelmustern    unmittelbar auf einem Werkzeugteil angewendet werden. In diesem Fall wird die Kupferschicht 13 fort   gelassen und die Nickel-oder Eisenschicht 14 :    unmittelbar auf der Klebemittelsehicht 8 des Teils 3   niedergeschlagen. Nach vollendeter    Plattierung wird die   ganze Vorrichtung er-    hitzt, damit das plastische Klebemittel, das in diesem Fall vorgezogen wird, aushärtet und fest und dauerhaft bindet. In diesem Fall werden jedoch die Schneidkanten der Schleifteilchen 10 nicht in derselben Ebene wie bei dem in Fig. 9 dargestellten Werkzeug liegen. Die Schicht 14 wird selbstverständlich in einer solchen Stärke auf dem Teil 3 niedergeschlagen, dass die Schleifteilchen 10 genügend vorstehend.

   Andernfalls kann ein Teil der niedergeschlagenen   Metallmenge    wieder entfernt werden.



   In der angegebenen Weise hergestellte Schleifwerkzeuge, bei denen Diamantteilchen in einem gewünschten Muster bei geringer Dichte so angeordnet sind, dass ihre langen Achsen senkrecht zur Arbeitsfläche des   Werk-      zeuges    gerichtet sind, haben als   iiberraschen-    den Effekt eine aussergewöhnliche Erhöhung der   Schneidgeschwindigkeit.    Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass solche Schleifseheiben fast die   doppelte Sehneidgeschwindigkeit er-    zielen lassen, wie vergleichbare übliche metallgebundene Diamantschleifseheiben.

     Gleichzei-    tig wird eine Herabsetzung der Kosten erzielt, da weniger   Diamantteilchen    gebraucht werden, weil ein grosser Teil der   Arbeits-    fläche nicht bedeekt wird. Es wird   angenom-    men, dass die   Steigerung der Schneidge-      schwindigkeit    zum Teil von der besonderen Tatsache herrührt, dass weniger   Diamantteil-    chen genommen werden mit dem Ergebnis, dass dadurch ein höherer   Aupressdruck    des zu bearbeitenden Werkst ckes gegen die einzelnen Schleifteilchen ermöglicht wird.

   Es ist indessen sehr schwierig   oder unmöglich, die-    ses Ergebnis in der Weise zu erreichen zu versuchen, dass eine gleich geringe Menge von
Schleifteilchen rein nach dem Zufall verteilt wird, da bei geringer Gesamtzahl der  Teilchen die Wahrscheinliehkeit, dass bei rein zufälliger Verteilung grosse Unebenheiten auftreten, besonders gross ist, so dass das g nstigste Ergebnis nicht erreicht werden kann.



   Das beschriebene und mit Schablonen arbeitende Verfahren gestattet eine grosse Ver änderungsmogliehkeit des Sehablonenmusters.



  Die Schablonen können wiederholt zur Herstellung einer grossen Anzahl von   Schleif-    scheiben verwendet werden und   gewähr-    leisten, dass jedes Werkzeug ein   gleichbleiben-    des Muster erhält.



   Ein weiterer Effekt des Musters steht in keiner Beziehung zum technischen Nutzen des Werkzeuges. Es gibt einige Anwendungen von Schleifwerkzeugen, bei denen innerhalb gewisser breiter Grenzen das Muster keine wesentliche Bedeutung für den technischen Nutzen des Werkzeuges hat. Dies trifft insbesondere f r Schleifwerkzeuge zu, die f r zahlreiehe Verwendungszwecke in kleinen Gesehäften angeboten werden, und bei denen ein Höchstmass an Wirtschaftlichkeit, Schneidgesehwindigkeit, Aufmachung und dergleichen nicht von grosser Bedeutung ist.



  Für derartige Käufer stellt der durch den Anblick des Musters vermittelte Effekt einen ebenso grossen wirtschaftlichen Wert dar wie die technische Brauchbarkeit des Werkzeuges.



  Die beschriebenen Verfahren können daher aueh eine betrÏchtliche Bedeutung zur Herstellung von Mustern grosser Vielfältigkeit haben, bei denen das gefÏllige ¯u¯ere gegen über dem technischen Gebrauchswert   aber-    wiegt.



   Es ist also möglich, Schleifwerkzeuge herzustellen, die die Schleifpartikel in bestimmter   Anordnung und Verteilung enthal-    ten, so dass ein Höchstmass an technischem Ge  brauchswert    oder auch   eine gefällige künstle-    rische   Aufmachung    erzielt werden kann. Die Erfindung ermöglicht ein Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, das nur geringe Kosten verursacht und ausserdem den Vorteil hat, dass die Schleifpartikel in dem fertigen Werkzeug alle um den gleichen Betrag vorstehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von Schleif- werkzeugen durch Verteilen und sehablonen- mässiges Aufbringen von Schleifteilchen auf einem Träger, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Bedecken der Oberfläehe eines Trägers mit einer Klebemittelschicht die Schleifteilchen durch eine dicht neben der Klebemittelsehicht angebrachte Schablone hindurch auf die Klebemittelsehieht aufgebracht werden.
    II. Vorrichtung zur Durchfiihrung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass dieselbe eine unmittelbar vor einer Klebstoffsehieht auf der OberflÏche eines Trägers anzuordnende, mit Öffnungen versehene Schablone aufweist, sowie eine Einrichtung zum Durchtreiben der Schleifteil- chen durch die Schablonenoffnungen.
    III. Schleifwerkzeug, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
    UNTEBANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Schleifteilchen mittels elektrostatischer KrÏfte dureh das Muster der Schablone getrieben werden.
    2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da- durch gekennzeichnet, dass die Schleifteilchen mit einem pulverformigen Stoff vermischt werden, der zusammen mit den Schleifteilchen durch die Öffnungen der Schablone getrieben und anschliessend durch ein Losungs- mittel entfernt wird.
    3. Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei übereinander- liegende, plattenf¯rmige Schablonen verwendet werden.
    4. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar neben der Klebemittelschicht eine Schablone verwendet wird, die grössere Íffnungen erhält als die entfernter liegende Schablone.
    5. Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass Sehleifteilchen mit einer Korngrosse verwendet werden, die kleiner ist, als einem 80-WIaschensieb entspricht.
    6. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Schleifteilchen, die durch ein 200-bis 400-Maschensieb gehen, verwendet werden.
    7. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Sehleifteilehen in einer Diehte von max. 16 /e der gesamten Arbeitsfläche des Trägers aufgebracht werden.
    8. Verfahren nach Unteranspruch 7, dadadureh gekennzeichnet, dass die entsprechend dem Muster der Schablonen auf einem Träger aufgebrachten Schleifteilchen in eine Metall- schicht eingebettet werden, so dass sie eine einlagige Sehleifmittelschicht bilden.
    9. Verfahren nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die Metallsehicht elektrolytiseh niedergeschlagen wird.
    10. Verfahren nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Metallschicht eingebetteten Schleifteilchen an einem Teil des Werkzeuges befestigt werden und die H¯he der Metallsehieht so bemessen wird, dass ¯ die Sehleifteilehen aus ihr herausragen.
    11. Verfahren nach Unteransprueh 10, da clurch gekennzeiehnet, dass die Schleifteilchen von dem Träger und der Metallsehieht voll ständig eingesehlossen werden, worauf die lletallschieht mit den Schleifteilchen vom Träger abgezogen, auf einem Teil des Werkzeuges befestigt und anschlie¯end die Metall- schicht so weit entfernt wird, da¯ die Schleifteilchen im gewünschten Masse blossliegen.
    12. Verfahren nach Unteranspruch 11, da durch gekennzeichnet, dass die Metallsehicht aus zwei Lagen gebildet wird, deren eine zur Preilegung der Schleifteilchen wieder entfernt wird.
    13. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwei Schablonen aufweist, die derart übereinander angeordnet sind, dass ihre Íffnungen sich teilweise decken.
    14. Vorrichtung nach Unteranspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Íffnungen der vom Träger entfernteren Schablone kleiner sind als die dem Träger benachbart angeordnete Schablone.
    15. Vorrichtung nach Unteranspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger und die Schablonen waagrecht, und zwar die Schablonen unter dem Träger, in einer Fassung angeordnet sind, die unterhalb der Scha- blonen einen Behälter für einen Vorrat an Schleifteilchen ausweist, und dass der Träger und der Behälter als Elektroden für ein elektrisches Feld dienen und mit einer Hochspan- nungsquelle verbunden sind.
    16. Vorrichtung nach Unteransprueh 15, dadurch gekennzeichnet, daB der Träger und der Behälter elektrische Leiter sind und mit einer Gleichstromhochspannungsquelle verbunden sind.
    17. Vorrichtung nach Unteransprueh 16, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Träger abgekehrte Schablone elektrisch leitend ist und die dem TrÏger benachbarte Sehablone von ersterer isoliert ist.
    18. Vorrichtung nach Unteranspruch 17, dadurch gekennzeichnet, da¯ die die Sehleif- teilchen aufnehmende Trägerfläche mit. einer Klebmittelschicht versehen ist.
CH323080D 1953-11-25 1954-07-15 Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Schleifwerkzeug CH323080A (de)

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CH323080D CH323080A (de) 1953-11-25 1954-07-15 Verfahren zur Herstellung von Schleifwerkzeugen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach diesem Verfahren hergestelltes Schleifwerkzeug

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