CH323116A - Gasturbinenanlage mit getrennten Maschinensätzen zur Erzeugung der Verdichterleistung und der Nutzleistung - Google Patents
Gasturbinenanlage mit getrennten Maschinensätzen zur Erzeugung der Verdichterleistung und der NutzleistungInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02C—GAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
- F02C3/00—Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
- F02C3/04—Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid having a turbine driving a compressor
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Description
Gasturbinenanlage mit getrennten Maschinensätzen zur Erzeugung der Verdichterleistung und der Nutzleistung Es ist bekannt, eine Gasturbinenanlage in zwei Maschinensätze aufzulösen, einen Ma schinensatz, in dem die Verdichterleistung er zeugt wird, und einen zweiten Maschinensatz zur Deckung des Nutzleistungsbedarfes. Ob man dabei die Verdichterturbine vor oder hinter die Nutzleistungsturbine schaltet, ist für die nachstehenden Ausführungen unerheb lich.
Die Trennung der beiden Maschinensätze hat den Vorteil, dass man sie unabhängig von einander mit der für sie jeweils günstigen Drehzahl fahren kann. Es sei angenommen, die Nutzleistungsturbine laufe mit konstanter Drehzahl. Die Verdichterturbine dagegen wird mit der Drehzahl betrieben, die für den augen blicklichen Lastzustand am günstigsten ist. Sie läuft also bei hoher Last zur Erzielung einer hohen Luftförderung mit höherer Dreh zahl, bei kleinen Lasten mit geringerer Dreh zahl.
Erfahrungsgemäss ist es nicht ganz ein fach, die Verdichterdrehzahl absolut genau auf den jeweiligen Belastungswert der Nutz leistungsturbine einzuregeln. Es werden kleine Lastunterschiede auftreten, bei denen der Ver- dichtersatz zu schnell laufen, also mehr Luft fördern würde als gebraucht wird, oder bei denen er in der Drehzahl etwas zurückblei ben und dann zuwenig fördern würde. Hier für muss ein gewisser Ausgleich geschaffen erden.
Eine weitere wichtige und schwierige Aufgabe tritt aber bei Laständerungen der Nutzleistungsturbine auf, eine Aufgabe, die um so schwieriger wird, je steiler die Last änderungen verlaufen. Der Verdichtermaschi- nensatz kann wegen seiner erheblichen Schwungmomente den Laständerungen des Generators nicht ohne weiteres folgen, kann sich vielmehr nur mit einer gewissen zeitlichen Verschiebung auf den neuen Belastungswert einstellen. Hieraus ergibt sich die Aufgabe, diese zeitliche Verschiebung wesentlich zu ver kürzen.
Aufgaben dieser Art treten auch in andern Zweigen des Maschinenbaues auf und werden dann vielfach durch die Einführung eines Schwungrades gelöst. Auch bei der Erfindung soll von einem solchen Schwungrad Gebrauch gemacht werden. Ein Schwungrad kann nur wirksam werden, wenn sich seine Drehzahl ändert. Nur bei Drehzahlabsenkung kann es sich entladen und nur bei Drehzahlanstieg aufladen. Sofern es nur die Aufgabe hat, eine Drehzahl möglichst gleich zu halten, setzt man es unmittelbar auf die Maschinenwelle. Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall je doch nicht gegeben, da, worauf bereits hin gewiesen wurde, der Verdichtersatz mit je nach derBelastung wechselnderDrehzahl läuft.
Es wäre daher erforderlich, zwischen Schwung rad und Welle des Verdichtermaschinensat- zes eine veränderliche >J'bersetzung, etwa in Form eines Flüssigkeitsgetriebes, einzuschal ten. Wenngleich dieser Weg gangbar ist, so erfordert er doch einen erheblichen Bauauf wand.
Nach der Erfindung wird eine vorteilhafte, besonders günstige Regelverhältnisse ermög- lielrende Ausbildung derartiger Anlagen da durch erzielt, dass zum Leistungsausgleich ein freilaufendes, mit einer elektrischen Regel maschine, z. B. mit einer Gleichstromregel maschine, gekuppeltes Schwungrad vorgese- lien ist und dass die Regelmaschine elektrisch mit zwei Ausgleichsmaschinen, von denen die eine- mit dem Verdichtermaschinensatz und die andere mit dem Nutzleistungsmaschinen- satz gekuppelt ist, verbunden ist.
Diese Lö sung maelit es möglich, bei Laststössen die Verdiehtermasehinenleistung durch Energie entnahme aus dem Schwungrad zu erhöhen, anderseits gestattet sie, bei geringerer Nutz leistung von dem Nutzleistungsmaschinensatz wie von dem Verdichte.rmasehinensatz Energie dem Schwungrad zuzuführen.
Im folgenden soll die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert werden, das sieh auf eine erfindungsgemäss ausgebildete Gasturbinenanlage bezieht. Mit 1 ist in der Zeichnung der Verdichter bezeich net, der von der Gasturbine 2 angetrieben wird. 3 bedeutet die zwischen Verdichter und Gasturbine eingeschaltete Brennkammer. Zur Nutzleistungserzeugung dient der Nutzlei- stungsmascliinensatz, der aus der Gasturbine 4 und einem elektrischen Generator 5 besteht.
Die Nutzleistungsturbine 4 ist mit der Ver- dichterturbine 2 im Zuge des Entspannungs- verlaufes in Reihe geschaltet. Etwaige Wärme austauscher, Zwischenüberhitzer usw. sind, da für die Erfindung unerheblich, nicht darge stellt. Der Maschinensatz 4, 5 möge auf ein Netz starrer Frequenz arbeiten, also mit kon stanter Drehzahl. laufen, während die Dreh zahl des Maschinensatzes 1, 2 mit der Last veränderlich ist. Um nun einen Leistungsaus gleich zu ermöglichen, insbesondere bei Last stössen die Verdichterleistung erhöhen zu kön nen, ist ein Schwungrad 6 vorgesehen.
Das Schwungrad 6 ist mit einer elektrischen Regel- maschine 8 gekuppelt, die durch Leitungen mit zwei mit den beiden Maschinengruppen mechanisch verbundenen Ausgleichmaschinen 7 und 9 verbunden ist. Die Ausgleichmaschine 7 ist hierbei starr mit. dem Verdiclitermaselri- nensatz, die Ausgleiehmasehine 9 mit dem Nutzleistungsmaschinensatz verbunden. 10, l l und 12 sind Grunderregerwieklungen der Ma schinen 8, 7 und 9.
Zusätzlich ist die Ma schine 8 mit einer Regelwicklung 10a., die Maschine 7 mit. einer im entgegengesetzten Sinn geschalteten Regelwicklung 11a und die Maschine 9 mit einer Regelwicklung 12a ver sehen.
Durch geeignete Änderung des den Re gelwicklungen zugeführten Stromes kann nun erreicht werden, dass einerseits bei Unter schreitung einer gewissen Leistung sowohl von der Ausgleiehmasehine 7, die mit. dem Verdiehtermaschinensatz l., 2 gekuppelt ist, als auch von der Ausgleichmaschine 9, die mit dem Nutzleistungsmaschinensatz 4, 5 ge kuppelt ist, über die Regelmaschine 8 dem Schwungrad 6 unter Erhöhung seiner Dreh zahl Energie zugeführt werden kann.
Bei einem bestimmten Belastungszustand wird sich bei einer gewissen Drehzahl des Verdieh- termaschinensatzes ein Gleichgewichtszustand einstellen, so dass kein Leistungsaustausch eintritt. Erfolgt aus irgendeinem Grunde ein Drehzahlabfall der Verdiehterturbine, so wird die Maschine 8 als Generator arbeiten, so dass die Maschine 7 als Motor die Drehzahl des Verdichtermaschinensatzes 1 erhöht.
Solange die Belastung des Nutzleistungsgenerators 5 einen gewissen Wert nicht übersteigt, kann auch die Maschine 9 zur Drehzahlschaltung des Verdichterniaschinensatzes Energie ab geben. Tritt ein grösserer Laststoss auf, so kann durch die elektrische Regelung die Re gelmaschine 8 unter Entnahme von Energie aus dem Schwungrad 6 zur erhöhten Lei stungsabgabe veranlasst werden, wobei das Feld der Maschine 8 durch zusätzliche Erre gung mittels der Erregerwicklung 10a ver stärkt und das Feld der Ausgleichmaschine 7 durch die feldschwächende Wirkung der Wicklung 11a geschwächt wird.
In diesem Fall kann man den Generator 9 beispielsweise so abhängig von dem Laststrom des Nutzlei- stungsgenerators 5 beeinflussen, dass er durch die Regelwicklung 12a auf den Strom Null geregelt wird.
Man erkennt, dass es die erfindungsgemässe Anordnung ermöglicht, einen Leistungsaus gleich zwischen dem Nutzleistungsmasehinen- satz und dem Verdiehtermaschinensatz unter Einschaltung des Schwungrades zu ermögli- ehen. Zweekmässigerweise wird man die Rege lung der Maschinensätze durch selbsttätig wir kende Regeleinrichtungen herbeiführen.
Zur Auslösung der Regelimpulse können dabei die Drehzahl der Verdichterturbine, die Regelung der Brennstoffzufuhr zu der Gasturbine be wirkende Regelorgane sowie ferner -unter Um ständen der Strom des Nutzleistungsgenera- tors herangezogen werden. Die Regelimpulse wirken auf geeignete Servomotoren, z. B. Druekölantriebe, ein, durch welche entspre chend der verlangten Regelung die Feldregler im Stromkreis der Steuerwieklungen 10a bis 12a verstellt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Gasturbinenanlage mit getrennten Maschi nensätzen zur Erzeugung der Verdichterlei= stung und der Nutzleistung, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Ermöglichung eines Lei stungsausgleiches zwischen den Maschinensät zen ein freilaufendes, mit einer elektrischen Regelmaschine gekuppeltes Schwungrad vor gesehen ist und dass die Regelmaschine elek trisch mit einer mit dem Verdichtermaschinen- satz und mit einer mit dem Nutzleistungs- maschinensatz gekuppelten elektrischen Aus gleichmaschine verbunden ist.UNTERANSPRUCH Gasturbinenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die mit dem Schwungrad gekuppelte Regelmaschine als auch die Ausgleiehmaschinen des Verdich- termaschinensatzes und des Nutzleistungs- maschinensatzes je als regelbare Gleichstrom maschine mit einer Grunderregerwicklung und einer Riegelwicklung ausgebildet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE323116X | 1953-03-05 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH323116A true CH323116A (de) | 1957-07-15 |
Family
ID=6171411
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH323116D CH323116A (de) | 1953-03-05 | 1954-02-25 | Gasturbinenanlage mit getrennten Maschinensätzen zur Erzeugung der Verdichterleistung und der Nutzleistung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH323116A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0172224A4 (de) * | 1984-02-07 | 1986-07-30 | Internat Power Technology Inc | Gasturbine mit freier arbeitsturbine und dampfeinspritzung. |
| US4823546A (en) * | 1984-02-07 | 1989-04-25 | International Power Technology | Steam-injected free-turbine-type gas turbine |
-
1954
- 1954-02-25 CH CH323116D patent/CH323116A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0172224A4 (de) * | 1984-02-07 | 1986-07-30 | Internat Power Technology Inc | Gasturbine mit freier arbeitsturbine und dampfeinspritzung. |
| US4823546A (en) * | 1984-02-07 | 1989-04-25 | International Power Technology | Steam-injected free-turbine-type gas turbine |
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