CH323324A - Verfahren zur Herstellung von Pigmentpasten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Pigmentpasten.Info
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- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09D—COATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
- C09D17/00—Pigment pastes, e.g. for mixing in paints
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Description
Verfahren zur Herstellung von Pigmentpasten Zum Abtönen von. mit Wasser verdünn baren Anstrichstoffen (Leimfarben, Emul- sionsfarben, Dispersionsfarben, Kalkfarben, Latexfarben usw.) mit Buntpigmenten ging rnan bisher so vor, dass die Buntpigment.e zunächst mit Wasser angerührt und einge- sumpft wurden, bevor man sie der abzutönen den Farbe beimischte.
Zum Abtönen von Öl farben und von Lösungsmittel enthaltenden Lacken wählte man meistens Buntpigment- pasten, die durch Anreiben dieser Bunt: pigmente mit einem trocknenden Öl, vorzugs weise mit Leinöl, erhalten worden waren. In einem Malereibetrieb mussten daher sowohl trockene Buntpigmente, sog. Trockenfarben, wie auch Buntpigment-Ölpasten vorrätig ge halten werden.
Es hat sich nun gezeigt, dass man diesen Nachteil vermeiden kann, wenn man als Ab reibeflüssigkeit für die Buntpigmentpasten Alkyläther von Glykolen verwendet, die so wohl mit trocknenden Ölen und den in den Ölfarben und Kunstharzlacken vorhandenen organischen Lösungsmitteln als auch mit Wasser mischbar sind.
Pasten von Buntpigmenten, die nach die sem Verfahren hergestellt wurden, können sowohl in mit Wasser verdünnbaren Anstrich stoffen. als auch in solchen, die als Binde mittel trocknende Öle oder in organischen Lösungsmitteln gelöste Kunstharze enthalten, zum Abtönen gebraucht werden. Vorzugsweise verwendet man Alkyläther von Glykolen mit einem Sdp. von mindestens <B>1500</B> C. Alkyläther, die einen niedrigeren Sdp. besitzen, sind leichtflüchtig und lassen die Pasten leicht eintrocknen.
Es können sowohl Manoalkyl- wie auch Dialkyläther von Glykolen verwendet werden, die die geforderten Misehbarkeitseigensehaften . besitzen. Monoalkyläther sind im allgemeinen leichter zugänglich und billiger. Im Äthylen- glylzol-monobutyläther und im Diäthylen- ulykol-monobutyläther wurden sehr geeignete Abreibeflüssigkeiten gefunden.
Diese Lösungsmittel beeinflussen Anstrich stoffe beim Abtönen nicht nachteilig und ver flüchtigen sich aus dem Anstrichfilm innert nützlicher Frist. Ölfarben oder Kunstharz lacke werden sogar in bezug auf den Verlauf günstig beeinflusst. Die Einmischung solcher Buntpigment- pasten in Anstrichstoffe erfolgt mit bemer kenswerter Leichtigkeit. Die Buntpigmente werden darin sehr leicht und sehr gleichmässig dispergiert, so dass beim Lagern und beim Anstreichen unerwünschte Erscheinungen, wie Ausschwimmen und Aufreiben der Pigmente nicht auftreten.
Die praktische Bedeutung der neuen Bunt pigmentpasten liegt vor allem darin, dass dem Verarbeiter von Anstrichstoffen eine univer- seil brauchbare Paste in die Hand gegeben wird. Das bisher im Malereibetrieb geübte Ein- sumpfen der Trockenfarben in Wasser fällt völlig weg. Die Buntpigmente müssen nur in einer einzigen Form vorrätig gehalten wer den.
Sollte eine auf der neuen Basis herge stellte Buntpigmentpaste durch unsachge mässe Behandlung einmal eintrocknen, so bleibt brauchbares, trockenes Buntpigment zurück, während eingetrocknete Buntpigment- Ölpasten grösstenteils nicht mehr verwendet werden können.
Die Herstellung der neuen Buntpigment- pasten erfolgt am besten derart, dass die trockenen Pigmente mit der Abreibeflüssig- keit zuerst. in einem Mischer verknetet und die Mischung auf dem Dreiwalzenstuhl homo,e- nisiert wird. Mischen und Abreiben geht mit. Leichtigkeit vor sich; die Pasten werden sehr geschmeidig.
<I>Beispiel 1</I> 2 kg Oxydgelb wurden mit 1,09 kg Äthylen- glykol-monobutyläther im Planetenmischer ver mischt, und die Mischung wurde anschliessend zweimal auf dem Dreiw alzenstuhl abgerieben. Die entstandene, geschmeidige Paste -#nzrde zum Abtönen von streichfertigem Kaltwasser- Blanefix verwendet, indem auf 1 kg Blancfix 50 g der Paste eingemischt wurden. Die Ver teilung des Buntpigmentes erfolgte durch Um rühren von Hand und ergab eine gleichmässig abgetönte Farbe, die sich gleichmässig auf streichen liess.
<I>Beispiel 2</I> 1 kg gelbe Umbra wurde mit 320 g Äthylen- glykol-mooobutyläther im Planetenmischer ver- miseht und die Mischunz anschliessend zwei mal auf dem Dreiwalzenstuhl abgerieben. Die gesehmeidige Paste wirde zum Abtönen einer Zinkweiss-Ölfarbe verwendet. Durch einfaches Einrühren von Hand konnte die Ölfarbe rasch gleiehmässig abgetönt werden. Der Aufstrieli ergab einen völlig gleichmässigen Farbton. Der Verlauf war, ausgezeichnet.
<I>Beispiel 3</I> 1. kg Oxydgelb wurde mit 0,62 kg Di- äthylenglykol-monobutyläther im Planeten mischer vermischt und die Mischung an- sehliessend einmal auf dem Dreiwalzenstuhl homogenisiert. Die geschmeidige und prak tisch geruchlose Paste liess sich zum Abtönen eines lufttrocknenden Alkydharzlackes ver wenden und anstandslos durch einfaches Rüh ren homogen einmischen. Der Anstrich zeigte einen gleichmässigen Farbton und trocknete rasch durch.
<I>Beispiel 4</I> 1 kg Rebschwarz wurde mit 0,7 kg Di- äth.3-lenglykol-monobutyläther im Planeten mischer vermischt und die Mischung an schliessend auf dem Dreiwalzenstuhl abgerie ben. Eine weisse Latexfarbe konnte durch ge ringe Zusätze mittels einfachen Einrührens der Paste gleichmässig grau abgetönt werden.
Die abgetönte Farbe liess sich ansatzfrei aufstreichen und war lagerbeständig. Auch eine weisse Dispersionsfarbe auf Basis von Polyvinylacetat liess sieh gleichmässig abtönen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Bunt pigmentpasten, die zum Abtönen sowohl von mit Wasser verdünnbar en Anstrichstoffen als auch von Ölfarben und Kunstharzlacken ver wendet werden können, dadurch gekennzeich net, dass als Flüssigkeiten zum Abreiben der Buntpigmente Alkyläther von Glykolen ver wendet werden, die sowohl mit Wasser als auch mit trocknenden Ölen und mit den in den Ölfarben und Kunstharzlacken vorhande nen organischen Lösungsmitteln mischbar sind. UNTERANSPRÜCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Alkyläther von Glykolen verwendet, die einen Sdp. von mindestens 150 C besitzen. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Monoalkyläther von Glykolen verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Dialkyläther von ,lykolen verwendet werden. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Äthyleng1ykol- inonobuty läther verwendet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Diäthylenglykol- inonobutyläther verwendet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH323324T | 1954-03-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH323324A true CH323324A (de) | 1957-07-31 |
Family
ID=4499118
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH323324D CH323324A (de) | 1954-03-23 | 1954-03-23 | Verfahren zur Herstellung von Pigmentpasten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH323324A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0612821A1 (de) * | 1993-02-24 | 1994-08-31 | Merichem Company | Dispergiermittel für Russ |
-
1954
- 1954-03-23 CH CH323324D patent/CH323324A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0612821A1 (de) * | 1993-02-24 | 1994-08-31 | Merichem Company | Dispergiermittel für Russ |
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