Biegsames, geschichtetes Flächengebilde
Das vorliegende Patent bezieht sich auf ein biegsames, geschichtetes Flächengebilde, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Gebildes sowie auf eine Verwendung eines solehen Gebildes zur Herstellung von Packun- gen.
Das erfindungsgemässe biegsame, geschich- tete Flächengebilde ist dadurch gekennzeieh- net, dass die Schichten infolge der inhärenten Anziehungskräfte ihrer aneinanderliegenden Flächen aneinander haften.
Zur Herstellung derartiger Flächengebilde, die insbesondere zur Paekungsherstellung dienen können, kommen vor allem Folienmaterialien aus Kunststoff in Betracht, die eine solche gegenseitige Affinität haben, dass sie zusammenhaften, wenn die Folien von Hand aneinandergepresst werden, wobei die Haftung so gross ist, dass das resultierende mehrschichtige, biegsame Fläehengebilde die Eigenschaften und das Aussehen eines einheit- liehen, aus einer einzigen Schicht bestehenden Materials aufweist. Bei der kommerziellen Anwendung ist der Druck, der beim Aufwinden der Folien auf Rollen bei normaler Spannung auftritt, in der Regel ausreichend, um die Foliensehiehten genügend zusammenhaften zu lassen.
Das Aneinanderhaften derartiger Folienschichten ist auf Oberfläehenanziehungskräfte zwischen den Folienmaterialien zurüekzufüh- ren und scheint nicht durch die An-oder Ab wesenheit von adhäsiven Plastifiziermitteln, die manchmal im Kunststoff enthalten sind, verursacht zu sein. Die Glätte der Schichtoberflächen ist von Bedeutung für das Anein anderhaften der Kunststoffolien, und allgemein gesprochen zieht man dort, wo die ver wendeten Folienschiehten eine relativ glatte Oberfläche und eine relativ rauhe Oberfläche besitzen, vor, dass das Enderzeugnis, das aus ihnen gebildet wird, z.
B. eine Packung aus zweisehichtiger Folie, die rauheren Flächen an der Aussenseite und die glatteren Flächen an der Innenseite aufweist, mit dem Aufdruck, falls ein solcher vorhanden ist, zwischen den Foliensehichten.
Schichtenpaare, die für die Herstellung von erfindungsgemässen zweischichtigenFolien besonders geeignet sind, sind die nachfolgend unter einer Gruppe A und einer Gruppe B aufgeführten Paare. Hierbei sind die Kombinationen der Gruppe A zum genannten Zweck besser geeignet als die Kombinationen der Gruppe B, und zwar infolge des besseren Aneinanderhaftens, welches die in Gruppe A aufgeführten Materialkombinationen zeigen.
Immerhin lassen sich für bestimmte Zwecke auch die Kombinationen der Gruppe B verwenden.
Die Produkte Saran , Pliofilm und Mylar sind Markenprodukte.
Gruppe A Saran Saran Pliofilm Vinyl Saran - Pliofilm Pliofilm - Polystyrol Saran- Vinyl regenerierte Zellulose- Vinyl Saran -Polystyrol Vinyl = Polystyrol Pliofilm - Pliofilm Pliofilm -regenerierte Zellulose Gfrsbppe'B Saran - regenerierte Zellulose regenerierte Zellulse - Mylar Saran - Mylar Mylar - Mylar Saran -Zelluloseazetat Mylar - Vinyl Pliofilm - Mylar
Vinyl -Zelluloseazetat
Es soll bemerkt werden, dass es eine An zahl Materialkombinationen für die Folienschichten gibt, die gerade nicht das für die beschriebenen Zwecke notwendige Aneinan- derhaften der Folien aufweisen, worunter z. B. Mylar -Polystyrol, Saran -Polyäthylen, Pliofilm -Polyäthylen, Pliofilm -Zelluloseazetat und Polyäthylen-Polyäthylen sind, um einige wenige zu nennen. Es scheint aber ohne Durchführung von Versuchen nicht möglich zu sein, festzustellen, ob eine Materialkombination, die für den vorliegenden Zweck erforderliche Eigenschaft der Oberflächenanziehung besitzt oder nicht.
Bei der Bestimmung obiger Materialkom- binationen wurden die folgenden spezifischen Materialien, die mit ihrer Handelsbezeichnung und anderer Charakteristika identifiziert sind, geprüft : Handelsbezeichnung und Lieferant Material Typ Dicke Saran (Dow) Polyvinylidenchlorid B-517 0, 0025 ein Pliofilm (Goodyear) Chlorkautschuk HM-120 0, 003 ein Polyäthylen (Harwid-Olin Ind.) Polyäthylen 0, 005 cm regenerierte Zellulose (Du Pont) regenerierte Zellulose MSt-54 0,0025 cm Mylar (Du Pont) Polyäthylenterephthalat A 0, 0025 cm Vinyl (General Tire & Rubber Co.) Vinylchlorid-Vinylazetat-XV-174 0, 005 cm
Copolymer Polystyrol (Dow) Polystyrol Q641 0,
0025 cm Azetat (Celanese) Zelluloseazetat 0, 0076 cm
Die hier genannten Sehichtmaterialien sind nicht derart klebrig, dass sie aneinander oder an andern Materialien haften, wie es Scotch -Klebefolie oder ähnliche druckemp- findliehe Schichtfolien tun. Die hier genannten Sehichtmaterialien sind nicht fühlbar klebrig, und es ist weder notwendig noch wün sehenswert, sie mit Plastifiziermitteln auszustatten, um ihnen eine Klebefähigkeit zu geben. Der Gehalt an Plastifizierungsmitteln dieser Schichtmaterialien beträgt im allgemeinen nur wenige Prozent und braueht lm- gefähr 10 bis 20 /o nicht zu übersteigen.
Tatsächlich könnten Plastifizierungsmittel ganz weggelassen werden, wenn man nicht die aus ihnen resultierende Weicheit, Biegsamkeit und Griffigkeit der Folienschichten benötigen würde. Das Aneinanderhaften dieser Folien wird nicht durch den Gebrauch von mehr Plastifizierungsmitteln erhalten, als es nor malerweise notwendig ist, um die gewünschte Weiehheit und Biegsamkeit zu erhalten.
Der Gebrauch von Folien aus Kunststoffen hat in den letzten Jahren immer zunehmende Verwendung zur Herstellung von Packungen gefunden, insbesondere für Nah rungsmittel wie Käse, zerkleinertes Fleiseh und dergleichen, sowie auch für Maschinen- teile, Kleidungsstücke und andere Gegen stände. Solche verpackte Gegenstände erfordern nun im allgemeinen eine Bezeichnung auf der Verpackung zur besseren Kenntlich- machung des darin enthaltenen Gegenstandes.
Ebenso wollen die Kaufleute im allgemeinen attraktive Packungen verwenden, um den zu verkaufenden Gegenständen einen Anreiz zum Kauf zu verleihen.
Früher wurde das Aufbringen von Zeichen wie Reklamebezeichnungen, Handelsmarken usw, auf solchen Packungen durch Drucken auf die Aussenseite der Folie vorgenommen, wo die Art derselben das Aufdrucken zuliess, und durch Aufkleben bedruckter Papierschilder auf die Folie, wo diese aus sehwer bedruekbarem Material bestand.
Keines dieser Verfahren war ganz zu friedenstellend. So sind im Falle von Folien, die den Aufdruck auf der äussern Fläche tragen, die Druckfarben empfindlich gegen die lösende Wirkung von Materialien, mit denen sie in Berührung kommen könnten, wie fettige Nahrungsmittel, oder aber sind solche aufgedruckte Zeichen oder Bilder emp findlich gegen mechanische Abscheuerung, was in beiden Fällen eine zerstörende Wir- kung auf das Druckbild ausübt. Der Gebrauch von Papierschildern, die auf die Aussenseite der Folie geklebt sind, ist auch nicht sehr zufriedenstellend, da der Klebstoff häufig sich löst, und die Schilder selber werden zerrissen, zerkratzt usw.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren zur Herstellung eines Flächengebildes der eingangs gekennzeichneten Art, nämlich einer mit Bildern versehenen zweisehichtigen Folie, wird nun ein neuer Weg beschritten, um die obigen Mängel zu vermeiden. Es wird bei diesem Verfahren eine zweischichtige Folie hergestellt, deren eine Schicht auf der der andern Schicht anliegenden Seite sichtbar mit Bildern bedruckt ist.
Das Verfahren ist dadurch gekennzeich- net, dass man Bilder auf eine zweischichtige Kunststoffolie, deren Schichten infolge der inhärenten Anziehungskräfte ihrer aneinanderliegenden Flächen aneinander haften, druckt, die bedruckte Folie zu einer Rolle aufwickelt, die äusserste Einzelschicht der Rolle beginnend am freiliegenden Ende der Rolle um die Rolle herum von der ihr anhaftenden zweiten Einzelschicht abzieht und an das freiliegende Ende der letzteren, nun zu äusserst liegenden Schicht anschmiegt und dann durch Abwickeln der Rolle eine zwei schichtige Folie gewinnt, deren Schichten infolge der inhärenten Anziehungskräfte ihrer aneinanderliegenden Flächen aneinander haf- ten,
und deren eine Schicht auf der der andern Schicht anliegenden Seite sichtbar mit Bildern bedruckt ist. Zur Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens können Folienpaare aus den oben angeführten Gruppen A und B verwendet werden.
Zu erfindungsgemässen zweischichtigen Folien, deren eine Schicht auf der der andern Schicht anliegenden Seite sichtbar mit Bildem bedruckt sind, kann man natürlich auch auf andere Weise als nach dem erfindungs- gemässen Verfahren gelangen.
In der Zeichnung ist die Herstellung von zweischichtigen Folien, deren eine Schicht auf der der andern Schicht anliegenden Seite sichtbar mit Bildern bedruckt ist, und deren weitere Verarbeitung zu rohrförmigen Ver packungssträngen dargestellt.
Fig. l ist eine perspektivische Ansicht einer aufgerollten zweisehichtigen Folie mit am freiliegenden Ende getrennten Schichten.
Fig. 2 zeigt schematisch den Durchlauf der zweischichtigen Folie durch eine Druck- presse und das nachfolgende Aufwinden auf eine zweite Spule.
Fig. 3 ist eine Seitenansicht der mit der bedruckten zweischichtigen Folie bewickelten Rolle mit am freiliegenden Ende getrennten Schichten.
Fig. 4 ist eine schematische Darstellung und zeigt, wie die äussere Schicht der fertig- gestellten Folienrolle abgewickelt wird, um die beiden Folien und die bildtragende Oberfläche der bedruckten Folie in die richtige Lage zu bringen.
Fig. 5 ist eine schematische Darstellung der über einen Dorn laufenden, bedruckten, zweischichtigen Folie, die längs ihrer Ränder zu einem rohrförmigen Verpackungsstrang zusammengeschweisst und wieder auf eine Spule aufgewickelt wird.
Fig. 6 ist ein Querschnitt längs der Linie 6-6 der Fig. 5, in grösserem Massstab.
Fig. 7 ist eine schematische Darstellung der über einen Dorn laufenden, bedruckten, zweisehichtigen Folie, deren Ränder miteinander verklebt werden, um ein rohrförmiges Packungsmaterial zu bilden.
Bezugnehmend auf die Zeichnungen, insbesondere auf Fig. 1, bedeutet 10 eine Rolle, die durch eine aufgewickelte, zweischichtige Folie gebildet ist, welche aus zwei unbedruck- ten Folienschichten A und B besteht. Die zweisehichtige Folie ist auf irgendeine übliche Art und Weise hergestellt. Im Falle einer stranggepressten Folie aus Kunststoff, die aus einem dünnwandigen Rohr grossen Durchmessers entstanden ist, wird das Rohr flach gedrückt und dann längs beiden Kanten aufgeschnitten und auf eine Spule aufgewickelt oder gerollt, um die sich ergebende, zweischichtige Folie in die Form einer Rolle zu bringen, wie es Fig. 1 zeigt.
Im Falle von gegossenen Folienschichten, die meistens je eine relativ glatte Oberfläche und je eine relativ rauhe Oberfläche besitzen, sind diese Schichten derart auf eine Rolle gewickelt, dass die rauhen Oberflächen der resultierenden zweisehichtigen Folie einander berühren.
In Fig. 2 ist die Rolle 10 schematisch drehbar dargestellt, so dass die Schichten A und B davon abgewickelt werden können. Die Schichten A und B werden simultan von der Rolle 1. abgewickelt und gelangen durch ein 'Walzenpaar, das einen Druckzylinder 12, der Druckplatten 14 trägt, und einen Druckzylinder 16 aufweist. Die Druekvorrichtung ist nur schematisch dargestellt, und es ist klar, dass irgendeine Vorriehtung zum kontinuierlichen Bedrucken von Bahnen benutzt werden kann. Die Druekplatte 14 hinterlässt Abdrücke auf der Schicht A, wie schematisch bei 18 gezeigt ist.
Nach Durchgang durch die Druek- presse wird die aus den Schicht A und B bestehende Folie auf eine Spule 20 aufge- wickelt. Beim Aufwickeln der Folie auf die Spule 20 werden die Druekbilder 18 auf der äussern Oberfläche der Schicht A in Kontakt mit der äussern Oberfläche der Schicht B gebraeht, und danach gibt. es keine Verschiebungen zwischen den beiden Folienschichten, so dass das Druekbild 18 tatsächlich zwischen den ursprünglieh äussern Oberflächen der Schichten eingeschlossen ist. Folglich ist eine Erhebung, die bei der Erzeugung des Druckbildes entsteht, auf die Aussenfläche der Schicht B nicht nachteilig.
Eine grosse Zahl verschiedener Druckfar- ben kann zufriedenstellend verwendet werden, da ein hoher Grad von Adhäsion an die Schichtoberfläche überflüssig ist. Die Farben müssen nicht rasch trocknen noch müssen sie hart sein. Weiche Farben, die einen Auftrag auf der Schicht verursaehen, sind deshalb für den vorliegenden Zweck vorzuziehen. Nach Durchgang durch die Druckpresse ist die Farbe vorzugsweise, aber nicht notwendigerweise, zu einem klebefreien Zustand getrock- net, wobei klar ist, dass eine gewisse Weich- heit der Farbe nichts schadet, und sogar er wünseht sein kann, um das Zusammenhaften der Lagen zu verbessern.
Bei höherer Arbeitsgeschwindigkeit der Diiiekpresse, derart, dass die Troekenperiode zwischen dem Drucken und dem Aufwickeln auf der Rolle 20 ver kürzt wird, entsteht eine tbertragung des Druckbildes 18 von der Schicht A auf die Schicht B, was die Haftung der ursprünglich äussern Flächen der beiden Schichten verbes sert. Wenn die ganze Rolle 10 abgewickelt ist, die Druckpresse durchlaufen hat und auf die Spule 20 wieder aufgewickelt ist, so kann diese vom Abgabeende der Druckpresse entfernt und zu einer Machine gebracht werden, die geeignet ist, Behälter aus der bedruckten zweischichtigen Folie herzustellen.
Die vollständig bedruckte Rolle aus zwei sehichtiger Folie wird in Fig. 3 gezeigt und besteht aus einer äussern Schicht A mit den Druckbildern 18 und einer innern Schicht B.
In Wirklichkeit legt sich die innere Schicht B gegen die bedruckte Fläche desjenigen Teils der Folie A, der unmittelbar unter der Schicht B auf der Rolle liegt. Folglich erkennt man, dass die letzte Windung der bedruckten Schicht A keine sie bedeckende Schicht besitzt, und sie muss als Abfall betrachtet werden.
Um die beiden Schichten nun in die richtige gegenseitige Lage zu bringen, wird die Schicht A um die Rolle herum von der Schicht B abgezogen, von der in der Fig. 3 gezeigten Lage durch die Lagen A1, .-12, A3, A4, A5 und A6, die durch gestrichelte Linien in Fig. 4 gezeigt sind, zu der in vollen Linien dargestellten Lage der Fig. 4, in welcher die obere Fläche der Schicht A die untere Fläche der Schicht B berührt, um das Druckbild 18 auf der Schicht A zwischen dem, was ursprünglich die Aussenfläche der Schicht B und dem, was ursprünglich die Aussenfläche der Schicht A war, einzuschlie ssen, wobei die abgewickelte letzte oder äussere WVindung der Schicht A, die bei W gezeigt ist, als Abfall betrachtet wird.
Infolgedessen versteht man, dass in der fertigen Rolle die aussenliegenden Flächen der beiden Schichten jene Flächen sind, die ursprünglich die innern gepaarten Flächen der beiden Schichten waren. Der unbrauchbare Teil der Schicht A, mit W in Fig. 4 bezeichnet, kann von der Rolle abgetrennt werden. Als Alternative zu dem Vorhergehenden kann die volle Länge der Schichten A und B von der Spule 20 abgewickelt werden, und die Schicht B kann von der Schicht A abgezogen und wieder auf die Rolle 20 durch die Lagen B1, B2, B3, B4, B5 und B6 aufgewickelt werden, die den Lagen A6, A5, A4, A3, A2 und A1 entsprechen, um in die endgültige, in vollen Linien dargestellte Lage in Fig. 4 gebracht zu werden.
Aus dem Vorhergehenden ersieht man auch, dass die bedruckte Folie nach Durchlaufen der Druckvorriehtung in beiden Rich- tungen auf die Spule 20 aufgeminden werden kann, ohne von den zuvor beschriebenen Er gebnissen abzuweichen.
Die bedruckte Folie ist links in Fig. 5 auf eine Rolle aufgewickelt gezeigt. Rechts in Fig. 5 ist dargestellt, wie das bedruckte, ge sehichtete Flächengebilde zweckmässig zu Röhrenform oder dergleichen verarbeitet werden kann, zwecks Verwendung als Behälter.
Die Spule 20 ist am Zuführungsende einer normalen Rohrbildungsmaschine angeordnet, und die zweischichtige Folie wird von dort auf einen Dorn 22 gefühet, der von einem festen Träger 24 gehalten wird. Die Folie wird von beiden Seiten des Dornes auf die obere Fläche des Dornes umgelegt, so dass die Kanten der beiden Folien übereinandergrei- fen, wie es bei L in Fig. 6 gezeigt ist. Darauf können die Kanten mittels einer normalen Apparatur miteinander verbunden werden, die eine bewegliche längsgerichtete Stange 26 trägt, welche durch Senken in Berührung mit der Fläche der zweischichtigen Folie gebracht werden kann.
Im Falle von thermoplastischen Folien, die aus den in den Gruppen A und B genannten Materialien bestehen, wird die Stange 26 vorzugsweise mit einer elektrischen Hoehfrequenzquelle verbunden, um die überlappenden Teile der Folie zusammenzuschwei- ssen. Die Verbindung der überlappenden Teile der Folie kann mit irgendeinem beliebigen, üblichen Verfahren erfolgen. Nach der Verbindung verlässt der jetzt rohrförmige Strang l'das freie Ende des Dornes 22 und kann zweckmässig abgeflacht und auf eine Spule 30 aufgewickelt werden zum Transport nach Verpackungsanlagen oder dergleichen.
Im Falle von Folienmaterialien, die nicht geschweisst oder warm geklebt werden können, oder falls eine andere Verbindungsart gewünscht wird, können die überlappenden Folienteile zusammen verkittet werden. Solch ein Gerät wird im Schema in Fig. 7 gezeigt, worin die mit zweischichtiger Folie bewickelte Spule 20 am Zuführende der Maschine drehbar angebracht ist. Die Folie läuft über eine Stützwalze 32 und über die Oberkante eines Dornes 34, der an einer Stütze 36 befestigt ist.
Eine Kante der Folie wird unter den Dorn umgelegt, wie bei U gezeigt ist, um über eine Klebewalze 38 zu laufen, die drehbar in einem Leimbad 40 angeordnet ist, damit ein dünner Streifen Klebemittel auf die eine Kante der Folie gelant. Danach wird die entgegengesetzte Kante der Folie unter den Dorn gelegt und in überlappenden Kontakt mit der mit Leim versehenen Folie gebracht, wie es bei L gezeigt ist. Die überlappenden Folienteile laufen über eine Druckrolle 42, die eine feste Verklebung der überlappenden Teile bewirkt. Danach kann der rohrförmige Strang T, der durch den Klebevorgang gebildet wurde, zweckmässig auf eine Spule 30 ge wiekelt werden.
Während durch die beiden Fig. 5 und 7 die Verwendung von zweischich- tiger Folie zur Herstellung eines rohrförmi- gen Stranges erläutert wurde, kann die be druekte, zweischiehtige Folie aber auch andere geeignete Maschinen für die Herstellung von Beuteln oder irgendeiner Art Be hälter durchlaufen. Bei Gebrauch dient die natürliche Kohäsion des Folienmaterials dazu, die beiden Schichten A und B zusammenzuhalten, wobei die Druckbilder zwischen den beiden Folienschichten liegen.
Hinsichtlich des Blickfanges des Druckbildes auf der Folie wurde gefunden, dass die Brillanz des Druckes durch das Drucken auf der Innenfläche der äussern Folienschicht ver grössert wird. Zum Beispiel befindet sich in Fig. 5 und 7 das Druekbild 18 auf der Innen fläehe der Folie A. Daher ist es äusserst vorteilhaft, dass die Schicht A die äussere Fläche des Behälters, zu dem die Folie geformt wurde, bildet. In Fig. 5 und 7 wurde gezeigt, wie die Folie geformt und überlappt werden kann, so dass die Schicht A die äussere Wand des fertigen Behälters darstellt, wie aus Fig. 6 hervorgeht.
Immerhin kann im wesentlichen das gleiche Ergebnis durch den Gebrauch ge nügend weicher Farben erzielt werden, die im wesentlichen die vollständige Übertragung auf die entgegengesetzte Folienfläche ermöglichen. Es ist klar, dass entweder negatives oder positives Drucken angewandt werden kann, was von der gewünschten Lage der Foliensehichten gemäss dem soeben Gesagten abhängt. Es ist auch klar, dass, wenn sich das Druekbild zwischen den Schichten befindet, die Aussenschicht transparent sein muss, damit das Bild für den Betrachter sichtbar ist.
Das gleiche Ergebnis kann auch erhalten werden durch die Bedruekung einer einschichtigen Folie und durch Zuführen einer oder mehrerer unbedruckter Schichten auf die Umspulrolle nach dem Druck, um eine mehr schichtige, bedruckte Folie zu erzeugen.
Trotz Benützung von mehreren Folienschichten braucht keine Vergeudung von Material zu erfolgen, da die fertigen Packungen die gleiche Wandstärke aufweisen können wie Packungen aus einschichtigen Folien.
Vielsehiehtige Folien, wie die zuvor be schriebenen, besitzen eine Anzahl wichtiger und unerwarteter Eigenschaften zusätzlich zu den schon erwähnten. Zum Beispiel hat eine zweischichtige Chlorkautschukfolie Pliofilm eine um etwa 30 grössere Bruchdehnung als eine vergleichbare einschichtige Folie. Dies ist von grosser Bedeutung, da im Falle von Schläuchen aus solchem zweischichtigem Plio film , die für Wursthüllen gebraucht werden, das Stopfen solcher Hüllen mit Wurst- mischung wesentlich rascher verrichtet werden kann.
So muss man Pliofilm -Röhren aus einschichtiger Folie, die als Wursthüllen gebraucht werden, entweder mit Gelatine, einer Flüssigkeit oder ähnlichem Schmiermaterial schmieren, oder die Folie erwärmen, oder beides, um eine Hülle auf ein Wurststopfhorn aufzubringen. Bei einer doppelschichtigen Chlorkautschuk-Wursthülle wird solch eine Schmierung unnötig. Nicht nur ist die Not wendigkeit der Schmierung beseitigt, sondern zusätzlich ist noch die Gefahr des Zerreissens beim Füllen wesentlich verringert.
Selbstverständlich können die Folien auch aus mehr als zwei Schichten bestehen. Auch solche vielschichtigen Folien lassen sich für die Herstellung von Verpackungen verwenden.
Zur Erläuterung sind im folgenden einige Beispiele anderer verwendbarer Materialkom binat. ionen für die Folienschichten angeführt : Regenerierte Zellulsoe - Saran - Pliofilm Saran regenerierte Zellulose Pliofilm Regenerierte Zellulose- Vinyl - Saran Vinyl -regenerierte Zellulose- Saran Vinyl - Saran -regenerierte Zellulose Vinyl - Saran - Vinyl Saran - Vinyl - Saran Saran - Mylar - Saran ALylar Saran - Mylar Polystyrol- Saran -Polystyrol <RTI
ID=7.16> Saran -Polystyrol- Saran Pliofilm -Polystyrol- Pliofilm Pliofilm - Saran -Polystyrol Pliofilm - Saran -Polystyrol- Pliofilm Pliofilm - Saran -Polystyrol- Vinyl - Pliofilm Pliofilm - Saran -Polystyrol- Vinyl - Mylar - Pliofilm
Es wurde gefunden, dass regenerierte Zellulose mit vergrösserter Oberflächenadhäsionsfähigkeit durch Unterlassung der üblichen Oberflächenbehandlung, die der im Han del erhältlichen regenerierten Zellulose erteilt wird, erzeugt werden kann.
Diese unbehandel- ten Zellulosefolien geben im wesentlichen bessere Ergebnisse, wenn sie in den hierin be sehriebenen vielschichtigen Folien verwendet werden.
Als Beispiele besonderer mehrschichtiger Folien, die geeignet befunden wurden, dienen die nachfolgenden detaillierten Beispiele.
Beispiel 1
Ein zweischichtiges Flächengebilde mit einer Schicht aus Saran 0, 0019 cm dick, und mit einer Sehieht auf Pliofilm des Typs llM, 0, 0015 ein dick, wurde erhalten, indem die beiden Schichtenden zusammengelegt und die Schichten gemeinsam auf einer üblichen Aufwindvorriehtung auf eine Rolle aufge- wunden werden. Hierbei tritt genügend Druck auf, um die Schichten zusammenhaften zu lassen.
Das erhaltene Flächengebilde zeigte gute Klarheit, ausgezeichneten Glanz und wies, nachdem es zu einem Beutel verarbeitet wurde, der mit Bohnen gefüllt und gewalzt wurde, bis er zerriss, viermal die Halt- barkeit eines zweischichtigen Saran -Beutels auf, von dem jede Schicht 0, 0019 cm dick war.
Der Beutel ist wärmeschweissbar und kann mittels eines normalen Heissstangen- schweissapparates verschlossen werden, während Saran -Folien nicht befriedigend verschlossen werden können, ausser durch den Gebrauch von komplizierten und teuren elek tronischen Schweissvorrichtmigen. Ausserdem ist die Packung ebenso feuchtigkeits-und gasdicht wie Saran -Packungen, was bei zwei sehichtigem Pliofilm nicht der Fall ist.
Beispiel 2
Ein dreischichtiges Flächengebilde aus Pliofilm - Saran - Pliofilm , das durch einfaches Aufwinden der drei Schichten auf eine Rolle erhalten wurde, verbindet in gleicher Weise die hohe Widerstandsfähigkeit von Pliofilm mit den ausgezeichneten Eigen- schaften (feuchtigkeitsdicht und gasdieht) von Saran -Folien. Ausserdem lassen sich die beiden Aussenflächen der Kombination mittels Wärme einwandfrei verbinden, so dass über appende Verbindungen mit Heissstangen- Sehweissapparaten gemacht werden können.
Das folgende Beispiel wird die grössere Zugfestigkeit und Dehnungseigenschaften von vielschichtigen Folien weiter erläutern, verglichen mit einer einschiehtigen Folie gleichen llaterials und gleicher Dicke.
Beispiel 3 Musterabsehnitte von etwa 2, 5 auf 3, 0 cm eines einschichtigen H. M.-Pliofilm -Rohres und ähnliche Muster eines zweischichtigen H. M.-Pliofilm -Rohres wurden in einem Dillon-Prüfgerät für schwache Beanspruchun- gen gedehnt, um die Zugfestigkeit und die Dehnung zu bestimmen. Aeht unbedruckte und acht bedruckte Muster jedes Rohres wurden geprüft. Das einschichtige Rohr war ein handelsübliches Muster einer Verpaekungshülle ; das zweischichtige Rohr war nach dem beschriebenen Verfahren fabriziert worden.
Die Ergebnisse, die aus einem Durchschnitt jeder Gruppe von acht Versuchen stammen, sind in der nachfolgenden Tabelle gesehildert :
Durchschschnittlich Zugfestigkeit kg/cm2 Unbedruckte Hülle zweisehiehtig 0, 0284 einsehiehtig 0, 0230 Differenz zu Gunsten der zwei schichtigen Hülle 0, 0054 : 0, 0230 = 23, 6 /o Bedruchkte Hülle zweisehichtig 0, 0264 einschichtig 0, 0170 Differenz zu Gunsten der zwei schiechtigen Hülle 0, 0094 : 0, 0170 = 55, 0%
Druchschnittliche Dehanung, % Ubedruchkt Hülle zweischechtig 35 einschichtig 28, 5 Differenz zu Gunsten der zwei schichtigen Hülle 6, 5 :
28, 5 =22,8% NBedruckte Hülle zweischichtig 31, 4 einschichtig 18, 4 Differenz zu Gunsten der zwei sehichtigen. Hülle 13 : 18, 4 = 70, 7%
Man kann daran erkennen, dass die durch schnittliche Zugfestigkeit und prozentuale Dehnung der unbedruckten zweischichtigen Plioflm -Hüllen wesetilch grösser sind als jene der unbedruckten einschichtigen Folie.
Die Überlegenheit der bedruckten, zweischichtigen Hülle über die bedruckte einschichtige Hülle war noch ausgesprochener.