CH324053A - Fernmeldekabel mit Verseilelementen mit Kunststoffisolation - Google Patents
Fernmeldekabel mit Verseilelementen mit KunststoffisolationInfo
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Description
<B>Fernmeldekabel mit</B> Verseilelementen <B>mit Kunststoffisolation</B> Bei der Herstellung von Fernmeldekabeln wurde bisher gemäss Fig.1 der Zeichnung in folgender Weise vorgegangen: Die einzelnen Kupferleiter 1 werden mit einem Faden oder einer Kordel 2 aus Faser stoffen (Papier, Textilien oder dergleichen) scliraubenlinienfärmig umwickelt und dar über eine Bä.nderung 3 vorzugsweise aus Pa pier aufgebracht..
Diese Hohl- oder Luftraum isolation bezweckt, den Anteil an Isolierstof fen möglichst klein zu halten und damit. eine Verbesserung der elektrischen Eigenschaften bei gleichzeitiger Kostensenkung zu erzielen. Mehrere solche Adern werden paarweise, in Viererform oder in Bündeln verseilt, und diese Adergruppen bilden die Verseilelemente des herzustellenden Kabels.
Zum Schutze ge gen mechanische Beschädigung und gegen das Eindringen von Feuchtigkeit bei Verle gung im Freien oder im Erdboden werden diese Kabel noch mit einem Bleimantel und eventuell zusätzlich mit einer Bewehrung ver sehen. Die Faserstoffe der Kordel 2. und Bän- derung 3 besitzen den Nachteil, stark hygro skopisch zu sein, so, dass beim Eindringen von Feuchtigkeit infolge Beschädigung des Blei mantels das Kabel nach relativ kurzer Zeit unbrauchbar wird und ausgewechselt werden muss.
Es ist. daher vorgeschlagen worden, an Stelle derartiger hygroskopischen Isolier materialien solche aus nicht hygroskopischen Thermoplasten, wie beispielsweise Polystyrol [ :Styroflex (eingetragene Marke) ], Poly äthylen oder wenig hygroskopische Kunst fasern [Triazetatseide, Cotopagarn (einge tragene Marke) ] zu verwenden und darüber eine dünne Folie aus den gleichen Materialien in Bandform zu umspinnen.
.Derart aufge baute Kabel besitzen ausserdem den Vorteil, dass der relativ langwierige Vakuum-Trocken- prozess, der bei papierisolierten Kabeln zur Erreichung guter elektrischer Eigenschaften notwendig ist, beträchtlich abgekürzt .oder gänzlich in Wegfall kommen kann. Es ist bei diesen Kabeln auch bekanntgeworden, den Bleimantel durch einen Kunststoffmantel zu ersetzen, um das Kabelgewicht zu reduzieren.
Diese bisher gebräuchlichen Kabeltypen besitzen jedoch alle den grossen Nachteil, dass bei mechanischen Beschädigungen des äussern Kabelmantels Wasser zwischen die Folien der Aderumspinnung eindringen kann, wodurch Kurzschlüsse zwischen den einzelnen Adern entstehen, so d@ass das Kabel ebenfalls un brauchbar wird und nach relativ kurzer Zeit ausgewechselt werden muss. Es ist versucht worden, diese Nachteile dadurch zu beheben, dass man die oben beschriebene Hohlisolation des Kupferleiters durch eine massive und homogene Umhüllung aus Kunststoffen in bekannter Weise ersetzt hat.
Es wird jedoch hierdurch eine beträchtliche Erhöhung der Kabelkapazität und der Kabeldämpfung be wirkt, so dass man gezwungen ist, zur Ver- ringerung der Kapazität den Aderdurchmesser und damit den Kabeldurchmesser erheblich zu vergrössern, so dass damit der erzielte Vor teil wieder v erlorengeht.
Die vorliegende Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, dass die mit einem Faden aus Kunststoff schraubenlinienförmig um wickelten Leiter zwecks !Feuchtigkeitsschutz einzeln mit einem nahtlosen Schlauch aus Kunststoff versehen sind.
In den Fig. ? bis 4 der beiliegenden Zeieh- nung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfin dungsgegenstandes dargestellt.
Fig. ? zeigt einen einzelnen isolierten Leiter.
F'ig. 3 zeigt einen Querschnitt durch einen Vierer, und Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch ein Kabel.
Der Kupferleiter 4 wird gemäss Fig. \? in bekannter Weise mit einem Faden 5 aus hochwertigem Kunststoff schraubenlinienför- mig umwickelt, und darüber wird ein naht- loser Schlauch 6 aus wasserundurchlässigem Kunststoff, vorzugsweise hoehpolymerem Koh lenwasserstoff, aufgebracht.
Mehrere solche Adern können wahlweise als Paare, Vierer (Fig. 3) oder in Bündeln v erseilt und diese Adergruppen als Verseilelemente für ein mehradriges Kabel verwendet werden.
Darüber folgt in der üblichen Weise ein Kabelmantel 7, vorzugsweise aits Kunststoff, und nur in besonderen Fällen aus Blei. Ein derart aufgebautes Kabel besitzt den grossen Vorteil, dass jeder einzelne Kupferleiter ebenfalls hohlisoliert ist und damit sehr kleine dielektrische Verluste aufweist, aber durch den nahtlosen Kunststoffschlauch 6 gegen das Eindringen von Feuchtigkeit oder Wasser geschützt ist. Der äussere Kabelmantel 7 dient dann nur noch als mechanischer Schutz der einzelnen Adern und erfordert keine beson ders hochwertigen Materialien, wie es bisher bei derartigen Kabeln notwendig war.
Im Falle einer Beschädigung dieses äussern Kabel mantels durch mechanische Einwirkungen bleibt die Einzelader durch ihren Kunststof f schlauch gegen Wasser oder Feuchtigkeit ge schützt, so dass das Kabel auch in diesem un günstigen Fall noch monatelang betriebsfähig bleibt. Gleichzeitig bleibt der Vorteil der Isolierstoff- und Durehmesserersparnis wie bei den bisher üblichen Kabeln weitgehend erhalten.
Der Kunststoffaden .5 oder der nahtlose Kunststoffsehlauch 6 oder beide können mit. einem Farbstoff gefärbt sein, der keine Xn- derung der elektrischen Eigenschaften des Kabels bewirkt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Fernmeldekabel mit. Verseilelementen mit Kunststoffisolation, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einem Fäden aus Kunststoff schraubenlinienförmig umwiekelten Leiter zwecks Feuchtigkeitssehutz einzeln mit einem nahtlosen Schlauch aus Kunststoff versehen sind. UNTERANSPRÜCHE 1. Fernmeldekabel nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet., dass .der nahtlose Kunststoffschlauch aus hochpolymeren Koli- lenwasserstoffen besteht.Fernmeldekabel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Kunststoff- faden mit einem Farbstoff gefärbt ist, der keine Änderung der elektrischen Eigenschaf ten bewirkt. 3. Fernmeldekabel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der nahtlose Kunststoffschlaueh mit einem Farbstoff ge färbt ist, der keine Änderung der elektrischen Eigenschaften bewirkt. Fernmeldekabel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss es mit. einem Kunststoffmantel versehen ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH324053T | 1954-09-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH324053A true CH324053A (de) | 1957-08-31 |
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ID=4499385
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH324053D CH324053A (de) | 1954-09-16 | 1954-09-16 | Fernmeldekabel mit Verseilelementen mit Kunststoffisolation |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH324053A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0688024A3 (de) * | 1994-06-17 | 1996-04-17 | Digital Equipment Corp | Vorrichtung zum Erhöhen der SCCI-Buslänge durch erhöhen der Signal-Fortpflanzung oder- Übertragung bei nur zwei Bussignale |
-
1954
- 1954-09-16 CH CH324053D patent/CH324053A/de unknown
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