CH324125A - Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen - Google Patents
Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden MetallenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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Description
Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen Die Erfindung betrifft eine Anlage zum kontinuierlieben Giessen von hochschmelzen den Metallen nach dem Patentansprueh und dein U nteransprueh 23 des Hauptpatentes.
In Fig. 17 des Hauptpatentes ist zum Zwecke, das flüssige Metall in ruhigem glattem Strom in den Giessspiegel einzuleiten, ein Strö- mungs-Leit- und -Beruhigungsmittel in Ge stalt eines Stabes mit rinnenförmigem Profil angeordnet, der in einer Schiebeführung an der Giessrinne gehaltert ist und gewissermassen den ringförmigen Bodenauslauf der am vor- dern Ende geschlossenen Metallzuführungs- rinne nach unten bis zum- Giessspiegel verlän gert.
Hoehschmelzende Metalle, wie Eisen und Stahl, dürfen nicht in Leitmitteln mit ge schlossenem Leitquersehnitt, also z. B. Roh ren, derart zur Giessform geführt werden, dass der Leitquerschnitt volläuft. Es wurde näm lich beobachtet, dass bei solcher Betriebsart die Gefahr eines Unruhigwerdens des Metall strahls, das Ablösen von Spritzern und das Ansetzen von Bärten am Ende des Leitmittels ausserordentlich gross ist.
Es hat sich nun gezeigt, dass diese Leit- mittel unter gewissen Betriebsbedingungen empfindlich sind, insbesondere beim Doppel stranggiessen mit einer wippenartig ausgebil deten Kipprinne, das heisst einer Rinne mit einem mittleren Sammelraum und gegenüber liegenden Ausläufen.
Im Betrieb muss eine derartige Rinne zum Regeln des Giessbetriebes in beiden Giessformen gekippt werden, und es kann dann vorkommen, dass bei Ausbildung des Rinnenauslaufes als ringförmiger Boden auslauf mit an der Rinne gehaltertem Leit- stab, wie dies oben beschrieben worden ist, bei stärkerem Kippen der Bodenauslauf doch voll- läuft und dann eine Betriebsstörung eintritt.
Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird mit der vorliegenden Erfindung vorgeschlagen, die Anlage so auszubilden, dass das Strömungs- Leit- und -Beruhigungsmittel von der Giess rinne unabhängig gehaltert und allseitig auf diese und den Formhohlraum einstellbar an geordnet ist.
Zwei Ausführungsbeispiele werden zur Er läuterung der Erfindung nachstehend be schrieben und sind auf der Zeichnung darge stellt. Es zeigen: Fig.1 von der Seite gesehen, teilweise im Schnitt, eine Metallzuführung für eine Ein fach-Stranggiessanlage, Fig.2 die Vorrichtung nach Fig.1 von oben gesehen, Fig. 3 in Seitenansicht, teilweise geschnit ten, die -Hetallzuführung für eine Doppel- Stranggiessanlage, Fig.4 eine Einzelheit.
Mit 10 ist eine Einfach-Giessrinne bezeich net, in welche das Giessgut bei 11 eintritt und bei 12, da die Rinne dort glatt abgeschnitten ist, in ziemlich flachem Strahl austritt. Dem Rinnenauslauf gegenüber ist das halb aufge schnittene Graphitrohr 13 an einem Stativ 14 angeordnet. Die Einstellmittel des Stativs sind mit 15 und 16 bezeichnet; ausserdem kann das Stativ mit seiner Fussplatte 14 auf der (nicht. gezeichneten) Unterlage verschoben werden zum Zweck, den Abstand des Leitmittels 13 zum Rinnenauslauf 12 einzustellen, ausserdem die Seiteneinstellung zu korrigieren.
Der Giess strahl trifft bei 12 an der Rinne 10 aus tretend gegen das Leitmittel 13 und läuft an diesem in ruhigem und glattem Strom bis dicht über den Griessspiegel oder unmittelbar in die sen hinein, wenn das Leitmittel 13 selbst in den Giessspiegel eintaucht. Die Erfahrung zeigt, dass sich bei dieser Betriebsart am Bin nenauslauf bei 12 keine den Betrieb gefähr dende Bärte ansetzen.
Bei dem in Fig.3 dargestellten Ausfüh rungsbeispiel bezeichnet 101 die Giessrinne als Ganzes, 102 den mittleren Sammelraum der selben, 103 und 104 die beiden Ausläufe; 105 und 106 die gegenüber den Binnenausläufen an Stativen 107 und 108 gehalterten Leit- mittel, die mit. ihren untern Enden in die Formhohlräume KI und K2 ragen. Mit 109 ist das Kipplager der Kipprinne 101 bezeich net; in diesem Lager wird die Rinne 101 je nach der Betriebsnotwendigkeit in Pfeilrich tung 110 gekippt.
Durch die von der Rinne gänzlich unabhängige Halterung und Anord nung der Leitmittel 105 und 106 mit ihren Stativen 107 Lind 108 kann eine Einstellung getroffen werden, bei der der Giessstrahl sich völlig zuverlässig von dem betreffenden Bin nenauslauf 103 oder 104 ablöst, das heisst Me tall an der Ablösestelle weder spritzt noch her unterläuft, so dass der Binnenauslauf über die vorgesehene Betriebszeit der Rinne in ein wandfreiem Zustand erhalten bleibt.
Das Strömungs-Leit-und-Beruhigungsmittel gemäss der Erfindung bietet die weitere Mög lichkeit, durch Verbindung mit einer Kühlvor richtung dem Giessstrahl nach dem Verlassen der Giessrinne wesentlich Wärme zu entziehen, sei es zur weiteren Strömungsberuhigung durch Erhöhung der Viscosität, sei es zur Steigerung der Giessleistung oder zu beiden. Denkbar ist anderseits auch, dem Giessgut am Leitmittel unter gewissen Umständen Wärme zuzuführen. Ein Leitmittel 130 in Form eines Graphithalbrohres ist in Fig.4 schematisch dargestellt.
An das Halbrohr 130 sind Flan schen 130a. angeformt, die zusammen mit einem Mantelblech 131 einen Kühlmittelraum 132 bilden, in welchen durch Anschlüsse 133, 134 Kühlwasser zu- und abgeführt wird. 135 be zeichnet den Stativarm.
Die vorbeschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen halbrohrförmige Leitmittel. Es können aber auch andere Formen für den Leitquer- schnitt gewählt werden; so haben sich auch ebene Prallplatten aus feuerfestem Material bewährt, an denen der auftreffende Metall strahl sich zu einem dünnen Band ausbreitet.
Derartige Prallplatten können auch in der Weise angeordnet werden, dass der auftref fende Metallstrahl, nachdem er sich auf der Prallfläclie ausgebreitet, beruhigt und seine Strömungsgeschwindigkeit verringert hat, er sieh wieder unter flachem Winkel ablöst, das heisst. in gewissem (Trade reflektiert wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Anlage zum kontinuierlichen Giessen von hochschmelzenden Metallen wie Eisen und Eisenlegierungen mit wenigstens zwei Giess gefässen zum Befördern des Giessgutes vom Zu- bereitungsort zum Giessort und zum Giessen, die mit einem Wärmeschutz versehen sind, Mitteln zum Regeln des Metallausflusses aus den Giessgefässen, einer Rinne zwischen dem zu entleerenden Griessgefäss und der Giessform, wenigstens einer zweiten gleichartigen Rinne, Mitteln zum Auswechseln der ersten Rinne gegen eine zweite Rinne,ohne den Metall- ausfluss aus dem Giessgefäss unterbrechen zu müssen und ein Strömungs-Leit- und -Beruhi gungsmittel für den aus der Giessrinne aus tretenden Metallstrahl in Gestalt einer feuer festen Leitfläche mit offenem Leitquerschnitt wenigstens auf einem Teil des Fallweges des Metallstrahls, dadurch gekennzeichnet, dass das Strömungs-Leit- und -Beruhigungsmittel von der Giessrinne unabhängig gehaltert und allseitig auf diese und den Formhohlraum einstellbar angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE 1.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zur Halterung des Leit- mittels ein Stativ (14) vorgesehen ist. 2. Anlage nach Patentanspruch zum Dop pel-Stranggiessen, gekennzeichnet durch eine zwischen den beiden Giessformen angeordnete Kipprinne (101) mit gegenüberliegenden Aus läufen (103 und 104), deren jedem ein Leit- mittel (105; 106) zugeordnet ist. 3. Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitmittel zur Zufüh rung von Wärme an das von ihm geleitete Giessgut eingerichtet ist. 4.Anlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Leitmittel zur Ab führung von Wärme von dem auf ihm gelei teten Giessgut eingerichtet ist.
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1954
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