CH324234A - Pendelschlagwerk - Google Patents
PendelschlagwerkInfo
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- G01N3/00—Investigating strength properties of solid materials by application of mechanical stress
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Description
Pendelschlagwerk
Zur Prüfung der plastisehen Verformungseigenschaften von Werkstoffen, vorzugsweise von Zletallen, bei verschiedenen Spannungs- zuständen und Temperaturen sowie der Ab hängigkeit dieser Eigenschaften von chemi seher Zusammensetzung, thermiseher Behand lung, Sehweisseinfluss, Kalt-und Warmverfor- mungen, Alterung, Ausseheidungsvorgängen usw. dienen meistens die sogenannten Kerb selilagprobekgrper (z. B. nach Charpy, Mes- nager und Izod usw.) oder die von ! Schnadt neuerdings eingeführten Probekörper.
Zur Vornahme der Versuche werden Pendelschlag- jerke bekannter Bauart benützt, in welchen ein mit einer Hammerfinne versehener, von einer Höehstlage herunterschwingender Pendelhammer den Probekörper mit einem Schlage entzweibricht und die dabei verbrauchte Brueharbeit angezeigt wird.
Bei den bekannten Pendelschlagwerken wird die Pendelfallhohe so gewählt, dass der Pendelhammer beim Aufschlagen auf den Probekörper eine Um fangsgesehwindigkeit von etwa 5 m/sec besitzt. welehe der Hammerfinne zugewendet ist,
Der Schnadt-Probekorper P nach Fig.
1 und 2 ist mit einer parallel zur aufschlagen- den Hammerfinne verlaufenden Bohrung versehen, wobei der Abstand der Axe dieser Boh- rung von derjenigen Seite des Probekörpers, welche der Hammerfinne zugewendet ist, kleiner ist als der Bohrungsdurehmesser. Ein in die Bohrung eingeführter, eng passender Biegedorn D ra-, daher mit seiner Mantelfläche etwas aus dem Probekörper heraus, und es wird dieser sehr harte und unverformbare Dorn (meistens Hartmetall) längs einer Mantellinie von der Hammerfinne ge troffen. Der Biegedorn ragt auch an beiden Enden (eventuell nur an einem Ende) aus dem Probekörper heraus.
Die dem Biegedorn gegenüberliegende Seite des Probekörpers ist entweder glatt oder mit einer zum Biegedorn parallelen Kerbe versehen (eventuell können dort auch mehrere Kerben angebracht sein).
Zur Abklärung des Einflusses der Form änderungsgeschwindigkeit ist es wünsehens- wert, die Versuche nicht nur mit der bei den Pendelschlagwerken üblichen Biegegeschwindigkeit von etwa 5 m/sec durchzuführen, sondern auch mit Biegegeschwindigkeiten, deren Grösse um ein Vielfaches kleiner ist, beispielsweise 10-bis lOOmal, vorzugsweise etwa 10 cm/sec. Bei den bekannten Pendelschlag- werken kann dies nur erreicht werden, wenn man die Fallhohe des Pendels verstellt, das heisst, wenn zugleich die potentielle Energie des Pendels verändert wird.
Eine zehnmal kleinere Biegegesehwindigkeit bedingt somit eine hundertmal kleinere Fallhohe des Pendels und daher eine hundertmal kleinere potentielle Energie. Diese ist aber für den Versuch ungenügend, so dass mit den bekannten Pendelschlagwerken eine solche Ge schwindigkeitsänderung nicht erzielbar ist.
Erfindungsgemäss wird die Prüfung der eingangs genannten Probekörper mit ver sehiedenen Biegegeschwindigkeiten dadurch ermöglicht, dass das Pendelsehlagwerk mit einer angebauten Vorriehtung zur Vornahme von langsamen Biegeversuehen versehen ist, welche durch das Heruntersehwingen des Pendelhammers derart angetrieben wird, dass sie Biegegesehwindigkeiten von um ein Vielfaches kleinerer Grösse als die Umfangsge sehwindigkeit des Pendelhammers zu erreichen gestattet, wobei die verbrauchte Brueharbeit ebenfalls von der Anzeigevorrichtung des Pendelschlagwerkes angezeigt wird.
In Fig. 3 und 4 der Zeiehnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Fig. 3 zeigt die schematisehe Vorderansieht der am Pendelsehlagwerk vorhandenen Vorriehtung für langsame Biegeversuche an n Sehnadt-Probekörpern, und Fic. 4 zeigt die schematisehe Seitenansicht der gleichen Vorrichtung.
Am Ständer 1 des Pendelschlagwerkes be festigte Rollen 2 führen den Stempel 3, welcher durch Federn 4 in seiner Ausgangslage gehalten wird und an seinem untern Ende die Finne 5 trägt. Der Probekörper 6 wird durch die Auflager 7 gestützt. Die Achse 8 des Pendelhammers ist im Ständer 1 gelagert und trägt an ihrer Stirnseite exzentrisch angeordnet beispielsweise einen Vierkantbolzen 9. Auf diesem sitzt eine Scheibe 10, die ihrerseits beispielsweise ein Wälzlager 11 trägt.
Beim Herabfallen des Pendelhammers in Pfeilriehtung wird das Wälzlager 11 mitge- nommen, der Aussenring des Lagers (oder ein auf diesen aufgezogener besonderer Ring) trifft in einer bestimmten Lage auf die obere Stirnfläehe des Stempels 3'und rollt darauf ab, während der Stempel 3 in Pfeilrichtung abwärts bewegt wird und die Finne 5 mit einer bestimmten Geschwindigkeit auf den Probekörper 6 bzw. auf den in diesen einge lassenen Biegedorn auftrifft.
Die Auftreff- gesehwindigkeit. des Stempels a. uf den Probekörper kann variiert. werden und hängt ab von der Winkelgeschwindigkeit des Pendels, der Grösse der Exzentrizität des Wälzl'ager. s
11 sowie dem veränderbaren Winkel, um welehen das Zentrum des Wälzlagers11 gegen ber der Längsaehse des Pendels verschoben ist. In Fig. 3 liegt zum Beispiel das Zentrum des Wälzlagers auf der Längsachse des Pendels. Der genannte Winkel ist in diesem Fall gleieh Null. Eine Veränderung der Auf- treffgeschwindigkeit kann aber auch durch Veränderung des Wäl'zlagerdurehmessers (Ausweehslung des Lagers bzw. Ringes) erreicht werden.
Das Anzeigen der verbrauchten Arbeit für den Bruch des Probekörpers erfolgt, von der gleichen Vorrichtung wie für den Pendelhammer.
Die Übertragung der Bewegung des Pen delhammers auf den Biegestempel unter gleich- zeitiger Erzielung einer langsamen Biegege- sehwindigkeit kann auch mit andern Mitteln erfolgen ; solehe WIittel sind im Maschinenbau u zur Umformung von Drehbewegungen in langsame geradlinige Bewegungen in grosser Vielfalt bekannt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Pendelschlagwerk zum Prüfen der plastisehen Verformungseigenschaften von Werk- stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass es mit einer angebauten Vorriehtung zur Vornahme von langsamen Biegeversuehen versehen ist, welche durch das Heruntersehwingen des Pendelhammers derart angetrieben wird, dass sie Biegegesehwindigkeiten von um ein Vielfaches kleinerer Grösse als die Umfangsgesehwindig- keit des Pendelhammers zu erreichen gestattet, wobei die verbrauehte Brueharbeit ebenfalls von der Anzeigevorriehtung des Pendelschlagwerkes angezeigt wird.UNTERANSPRUCH Pendelsehlagwerk nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Erzielen der langsamen Biegegeschwindigkeit auf der Achse des Pendelhammers ein Exzenter angeordnet ist, welcher die Bewegung des Pendels auf einen Biegestempel überträgt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH324234T | 1954-09-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH324234A true CH324234A (de) | 1957-09-15 |
Family
ID=4499444
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH324234D CH324234A (de) | 1954-09-23 | 1954-09-23 | Pendelschlagwerk |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH324234A (de) |
-
1954
- 1954-09-23 CH CH324234D patent/CH324234A/de unknown
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