CH324316A - Elektrische Kabel und Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Elektrische Kabel und Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Description
<B>Elektrische Kabel und Verfahren zu deren Herstellung</B> Die vorliegende Erfindung betrifft elek trische Kabel, deren Isolation mindestens teil weise aus einem mit einem Mineralöl im prägnierten, porösen Material besteht. Das erfindungsgemässe Kabel ist dadurch gekenn zeichnet, dass das poröse Material ein gallert artig gequollenes, vernetztes Polymeres eines aliphatisehen Kohlenwasserstoffes enthält, das mit dem Mineralöl getränkt ist. Üblicherweise wird dieses poröse Material, das beispielsweise aus Papierstreifen bestehen kann, in mehreren Schichten um den Leiter gewickelt. Das Iso liermaterial des erfindungsgemässen Kabels weist bei gewöhnlichen Temperaturen sowie bei schiefem oder senkrechtem Verlauf des Kabels eine verminderte Neigung zum Flie ssen auf.
Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zur Herstellung der oben be schriebenen Kabel, das dadurch gekennzeich net ist, dass man einen durch radioaktive Be strahlung vernetzten und durch Einwirkung von Mineralölen aufquellenden, in unvernetz- tem Zustand in Mineralöl löslichen, polymeren, aliphatisehen Kohlenwasserstoff, ein poröses Material und ein Mineralöl zusammengibt.
Das verwendete Mineralöl kann die ge wöhnlich bei der Imprägnierung von Kabeln verwendeten viskositätserhöhenden Zusätze enthalten. Geeignete vernetzte Polymere lassen sich zum Beispiel aus Polyisopren, Polybutadien, polymerisiertem 2,3-Dimethyl-butadien, Poly äthylen, Polyisobutylen, Naturgummi und an dern polymeren aliphatischen Kohlenwasser stoffen herstellen.
Zur Herstellung der ver netzten aliphatischen Polymeren lassen sich auch solche monomere aliphatische Kohlen wasserstoffe verwenden, die unter der Ein wirkung von radioaktiver Bestrahlung poly merisieren.
Diese vernetzten Polymeren bilden, wenn sie mit Mineralöl in Berührung kommen, keine gewöhnliche Lösung, sondern sie absor bieren das öl und quellen auf, wodurch eine gallertartige Masse entsteht. Weil es im all gemeinen zweckmässig ist, im Kabel nur kleine Mengen aufquellenden Materials zu verwen den, ist es vorteilhaft, einen solchen Ver netzungsgrad zu wählen, bei dem man starke Aufquellung und maximale Stabilität erzielt. Auch dem Polymerisationsgrad sollte entspre chende Beachtung geschenkt werden.
Man kann das aufquellende Material in oder auf dem porösen Material anbringen oder dem Mineralöl beifügen; in gewissen Fäl len ist es allerdings zweckmässiger, es dem porösen Material statt dem Mineralöl einzu verleiben, um den Beginn der Quellung bis nach der Imprägnierung mit Mineralöl aufzu schieben. Das aufquellende Material kann zum Beispiel dem Papierbrei in Form einer Emulsion oder dem Mineralöl in Pulverform beigemischt oder als Überzug auf dem Papier streifen angebracht werden.
<I>Beispiel</I> Ein mit etwa 8-12 Gew. a/a Polyäthylen imprägniertes Papier wird hergestellt durch Eintauchen des Papiers in eine Xylollösung eines unter normalen Bedingungen festen Polyäthy lens. Diese Xylollösung wird erhalten durch Behandlung eines LÜberSChliSSes festen Polyäthylens mit Xylol bei 100 C. Das im prägnierte Papier kann aber auch hergestellt werden, indem man eine entsprechende Menge einer wässrigen Dispersion des Polyäthylens dem Papierbrei während der Fabrikation des Papiers einverleibt.
Das imprägnierte Papier setzt man der Be strahlung in einer Atombatterie aus, bis 0,18 0/a der Kohlenstoffatome im Molekül vernetzt sind. Es hat sich gezeigt, dass sich der grösste Teil des Polyäthylens in Mineralöl löst und fast oder gar keine Aufquellung stattfindet, wenn weniger als O,lm/a der Kohlenstoffatome vernetzt sind.
Sind dagegen mehr als etwa 0,3% der Kohlenstoffatome vernetzt, so ist. das Polyäthylen in Mineralöl nicht nur be deutend weniger löslich, sondern es findet ausserdem keine merkliche Aufquellung statt.
Das imprägnierte und bestrahlte Papier verwendet man dann in der üblichen Weise bei der Fabrikation von Kabeln, indem man durch Übereinanderlegen einer Anzahl Papier schichten um den Leiter einen Isolationskör per aufbaut und diesen durch Eintauchen in Mineralöl imprägniert. Schliesslich bekleidet man den imprägnierten Körper mit einer metallischen Umhüllung und panzert ihn, wenn nötig.
Man kann den isolierenden Körper auch durch ein anderes Verfahren herstellen, indem man den Leiter in einem Bad mit Mineralöl um seine Achse dreht und ihn gleichzeitig mit dem bereits zuvor mit vernetztem Polyäthylen imprägnierten Papierband umwickelt.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I Elektrisches Kabel, dessen Isolation min destens teilweise aus einem mit einem Mineral öl imprägnierten, porösen Material besteht, dadurch gekennzeichnet, dass das poröse Mate rial ein gallertartig gequollenes, vernetztes Polymeres eines aliphatischen Kohlenwasser stoffes enthält, das mit dem Mineralöl ge tränkt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Elektrisches Kabel nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Polymere ein unter gewöhnlichen. Bedingungen festes Polyäthylen ist. 2. Elektrisches Kabel nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der Gehalt an vernetzten Kohlenstoff atomen im Polyäthylen 0,1-0,304 beträgt.PATENTANSPRUCH II Verfahren zur Herstellung eines Kabels gemäss Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass man einen durch radioaktive Bestrahlung vernetzten und durch Einwir kung von Mineralölen aufquellenden, in un- vernetztem Zustand in Mineralöl löslichen, polymeren, aliphatischen Kohlenwasserstoff, ein poröses Material und ein Mineralöl zu sammengibt. UNTERANSPRÜCHE 3. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Kohlenwasserstoff dem porösen Material vor der Imprägnierung mit dem Mineralöl zuge geben wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der genannte Koh lenwasserstoff dem porösen Material während der Imprägnierung mit dem Mineralöl zuge geben. wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeiehnet, dass der Kohlenwasser stoff ein unter gewöhnlichen Bedingungen festes Polyäthylen ist. 6.Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 5, dadureh gekennzeichnet, dass der Gehalt an vernetzten Kohlenstoff- atomen im Polyäthylen 0,1-0,3% beträgt.
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