CH324343A - Haarwaschmittel - Google Patents

Haarwaschmittel

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CH324343A
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Description


  Haarwaschmittel    Es ist bekannt, dass man     kationaktive          Verbindungen    zur Herstellung von Haar  waschmitteln benützen kann. Sie besitzen vor       den        anionaktiv    en Waschmitteln im allgemei  nen den Vorteil, dass sie das Haar in seinen  Eigenschaften günstig beeinflussen.

   Die  Griffigkeit, Weichheit.,     Auskämmbarkeit    des  Haares wird wesentlich verbessert; das Haar       bekommt    einen schönen     Ctlanz,    und     @;e-          schwächtes    und     angegriffenes    Haar wird so       gefcsti@yt,    dass es sieh leichter weiter bearbei  ten     1iii)

  t.    Neben diesen Vorteilen weisen die       bisher    für diesen     Zjveek    verwendeten     kation-          aktiven    Verbindungen gegenüber den     anion-          aktiven    Produkten aber den Nachteil     auf,          dass    ihre Lösungen zu wenig schäumen.  



  Das vorliegende Patent. betrifft nun ein  gut.     sehäumendes,        kationaktives    Haarwasch  mittel, das dadurch gekennzeichnet ist, dass       es    mindestens ein     Imidazolin,    das     mindestens     einen     niehtaromatisehen    Rest mit mindestens  7     Kohlenstoffatomen    und     mindestens    eine  Stickstoff enthaltende Seitenkette aufweist.,  in Form seiner wasserlöslichen Salze, ein  schliesslich wasserlöslichen,     quaternären        Am-          nioniunisalze,

      und ferner     mindestens    eine       sauer    reagierende Verbindung enthält.  



  Unter den     Imidazolinderivaten,    die der       ang(-gel)enen    Definition entsprechen und zur       lferstellung    der     erfindungsgemässen        Haar-          wasehmittel    herangezogen werden können,  kommen insbesondere Verbindungen der all  gemeinen Formel  
EMI0001.0040     
    in Betracht, worin R.

   für einen nichtaroma  tischen Kohlenwasserstoffrest mit 7-18     Koh-          lenstoffatomen    und     R,    für Wasserstoff,  einen gleichen Rest wie R oder die Atom  gruppierung  
EMI0001.0044     
         (R2    =     Alkylrest    mit' 1-17     C-Atomen)     steht, mit der Massgabe, dass R und     R1    zu  sammen nicht mehr als 20     Kohlenstoffatome     aufweisen.  



       Besonden    vorteilhafte Produkte sind  solche, in welchen die Summe der vorhan  denen     Kohlenstoffatome    der Reste R     Lind        R1          zwischen    10 und 14     liegt.     



  Die Herstellung der     Imidazolinderivate     kann nach an sich bekannten Methoden aus       Polyalkylenpolyaminen    und nichtaromati  schen,     höhermolekularen        Ca.rbonsäuren    der  allgemeinen Formel     R-COOH        resp.    deren  reaktionsfähigen Derivaten erfolgen.  



  Die als     Ausga.ngsmateria-lien    zur Herstel  lung der erfindungsgemäss zu benützenden  Produkte heranzuziehenden Polyamine kön  nen ausser     Kohlenwasserstoffresten    und den  basischen     Stickstoffatomen    noch weitere Sub-           stituenten    aufweisen. Beispielsweise können  benützt werden:     Diäthylentriamin,        Triäthy-          lentetramin    oder     Tetraäthylenpentamin,    fer  ner Polyamine, wie sie erhältlich sind, wenn  man     Äthylendihalogenide    mit. Ammoniak oder  Aminen erhitzt.  



       Als    nichtaromatische     Carbonsäuren,    die  zur Herstellung der     Imidazolinderivate    ver  wendet werden können, seien genannt:     Ca-          pry        lsäure,        Caprinsäure,        Laurinsäure,        hlyri-          stinsäure,        Palmitinsäure,        Stea,rinsäure,        öl-          säure    oder     Linolsäure.        Als    funktionelle Deri  vate kommen     Ha.logenide,

      Ester oder An  hydride in Betracht.  



  Zur Salzbildung können anorganische  Säuren herangezogen werden, wie z. B. Salz  säure, Schwefelsäure,     Methylschwefelsäure;          vorzugsweise    werden organische Säuren be  nützt, wie Essigsäure, Milchsäure, Ameisen  säure oder     Citronensäure.    Zur Salzbildung  können auch organische Verbindungen be  nützt werden, die befähigt sind, sieh mit  Aminen umzusetzen, wobei Salze, inklusive       quaternä.re        Ammoniumsalze    entstehen. Solche  Verbindungen sind z. B.     Benzylchlorid    oder       Dimethvlsulfat.     



  Die Salze der     Imidazoline    sind leicht       wasserlöslich    und geben bei saurer Reaktion  der Lösung einen stabilen Schaum. Zur Ein  stellung eines geeigneten     pH-Wertes    wird den  erfindungsgemässen Haarwaschmitteln min  destens eine sauer     _        reagierende    Verbindung  einverleibt. Als solche können sauer reagie  rende Salze, wie primäre Phosphate, benützt  werden;     vorzugsweise    gelangen aber die in  der Kosmetik für solche Zwecke üblichen  organischen Säuren, z.

   B.     aliphatisclie        0x,Y-          earbonsä.uren,    wie     Glykolsäure    oder     Citronen-          säure,    insbesondere aber Milchsäure, zur  Anwendung.  



  Es kann weiterhin vorteilhaft sein,  neben den     Imidazolinderivaten    den     ilaar-          wasehmitteln    noch     nichtionogene        Reinigung-,-          mittel    zuzufügen.     Als    solche kommen vorzugs  weise die bekannten     Äthylenoxydkondenb#a-          tionsprodukte    von Fettalkoholen, Fettaminen,  höhenmolekularen     Alkylmercaptanen    oder       Alhylphenolen    in Betracht; diese Verbindan-    gen können sieh z.

   B. von     Octadeeylalkoliol,          Oleylamin,        Dodecylmereapta.n,        Octy    1-,     Nonyl-          oder        Dodecylphenol    ableiten.  



  Die Herstellung der     erfindungsgemässen     Haarwaschmittel kann durch einfaches Ver  mischen und Lösen der Komponenten erfol  gen; es kann hierbei ein einzelner Vertreter  einer Verbindungsklasse benützt werden, oder  es können Mischungen von zwei oder noch  mehr Verbindungen einer Klasse herangezo  gen werden. Ferner     können    auch noch Zu  sätze an weiteren für Haarwaschmittel     ge-          bräu.chliehen    Verbindungen, wie     Parfum,     Farbstoffe,     Blondiermittel,    Verdickungsmit  tel,     gemacht.    werden. Die neuen Mittel können  in fester,     pastenförmiger    oder flüssiger Form  hergestellt werden.

   Ihre     Anwendung    kann in  an sich bekannter Weise bei der Haarbehand  lung erfolgen. Die behandelten Haare werden  im allgemeinen gut entfettet, erhalten einen  weichen Griff und einen schönen Glanz und  lassen sich leicht. bürsten, weil ihre     Nei;ling     zur     elektrostatiselien        Aufladung    stark ver  mindert ist.  



  In den folgenden Beispielen bedeuten  Teile Gewichtsteile. Das Verhältnis von Ge  wichtsteil zu     Volumteil    ist das gleiche wie von  Kilogramm zu Liter. Die Temperaturen sind  in Celsiusgraden angegeben.    <I>Beispiel</I>     j     Man     vermischt    10 Teile des unten be  schriebenen     Laetats    mit 15 Teilen     89,4o/oiger     Milchsäure und 75 Teilen Wasser.  



  Zur     Herstellun-    des oben     erwähnten        Lae-          tats    kann man wie folgt. verfahren:  200 Teile destillierte     Kokosfettsäure,    103  Teile     Diä.thylentriamin,    0,2 Teile     Borsänne     und 150 Teile     Xylol    werden am     Rüekflli2-          kühler    bis zur beendigten     Wasserabspaltung     erhitzt.

   Dabei lässt     nian    das aus dem     Riiek-          flusskühler    abfliessende     Xy        lol    vor der     Riiek-          leitu,ng    in das Reaktionsgefäss einen Wasser  abscheider passieren, in welchem das Wasser  kontinuierlich abgetrennt werden kann.  Nach etwa 8 Stunden ist die Umsetzung be  endigt und man destilliert. das Lösungsmittel  unter vermindertem     Diaeck    ab.

        1.6,8 Teile des so erhaltenen     Imidazolins     werden mit 6 Teilen     89,4o/oiger        Milehsäure     auf dem Wasserbad unter Rühren erwärmt,  bis eine homogene Mischung entstanden ist.  Man erhält eine weiche Masse, welche von  Wasser zu einer stark schäumenden Lösung  aufgenommen wird.    <I>Beispiel</I>  Man vermischt 10 Teile des unten     be-          sehriebenen        Laetats    mit 15 Teilen     89,4o/oiger     Milchsäure und 75 Teilen Wasser.  



  Zur Herstellung des oben     erwähnten    L     ac-          tats    kann man wie folgt verfahren:  239 Teile technische     Myristinsäure,    1.03  Teile     Diäthylentriamin,    2 Teile Borsäure und  150 Teile     Xy        lol    werden in der in Beispiel 1  beschriebenen Weise am     Rückflusskühler    er  hitzt bis zur     beendigten        Wasserabspaltu:ig.     Die     Umsetzung    ist nach 8 Stunden     beendigt.     Man destilliert das     Lösungsmittel    unter ver  mindertem Druck ab.  



  15,3 Teile des so erhaltenen     Imidazolins     werden mit 5,1 Teilen     89,4o/oiger        Milehsäure     auf dem Wasserbad verrührt, bis eine homo  gene     Misehung    entstanden ist. Man erhält  eine weiche Masse, welche mit Wasser eine       s        stai        -1,-        schäumende        Lösung        liefert.     



       Beispiel   <I>3</I>  Man vermischt 10 Teile des in Beispiel -1  beschriebenen     Laetats    mit 10 Teilen des Kon  densationsproduktes aus 1     Mol        p.-tert.-Octyl-          plienol    und 8     Mol        Äthylenoxyd,    15 Teilen  89,4 0/     oi,cer    Milchsäure und 55 Teilen Wasser.  Man     erhält    eine Lösung, die beim Verdünnen  mit. Wasser eine stark schäumende Lösung er  gibt.  



  An Stelle des oben ,erwähnten     Additions-          procluktes    von     Äthylenoxyd    an     p-tert.-Octyl-          plienol    kann man auch das Kondensations  produkt aus 1 ',Hol     tert.        Dodecylmerkaptan     und 8-10     Mol        Äthylenoxyd    verwenden.  



  <I>Beispiel,</I>  Man vermischt 10 Teile des unten be  schriebenen     La.etats    mit 15 Teilen     89,4o/oiger     Milchsäure und<B>75</B> Teilen     Wasser.       Zur Herstellung des oben     erwähnten        Lac-          tats    kann man wie folgt     verfahren:     60 Teile     Laurinsäure,    31 Teile     Diäthylen-          triamin,    0,6 Teile Borsäure und 50 Teile       Xylol    werden in der im Beispiel 1 angege  benen Weise unter     Rückfluss    zum Sieden er  hitzt, bis die Wasserabspaltung beendigt ist.  



  Die Reaktionsdauer beträgt etwa 5 Stun  den, nach welcher Zeit sich 2     Mol    Wasser,  bezogen auf 1     Mol        Laurinsäure,    abgespalten  haben.  



  13,4 Teile des so erhaltenen     Imidazolins     werden in der Wärme mit 5,1 Teilen       89,4o/oiger    Milchsäure verrührt, wobei man  eine weiche Masse erhält, die in Wasser leicht  löslich ist.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man vermischt 10 Teile des unten be  schriebenen     Acetates    mit 15 Teilen     89,4o/oiger          Milehsäure    und 75 Teilen Wasser.  



  Zur     Herstellung    des oben     erwähnten          Aeeta.tes    kann man wie folgt verfahren:  26,7 Teile     des    im Beispiel 4 beschriebe  nen     Imida.zolins    der Formel  
EMI0003.0074     
    werden bei 80-85  in kleinen Anteilen     reit     10,2 Teilen     Essigsäureanhydri.d    versetzt,  worauf man das Reaktionsgemisch während  2 Stunden unter Rühren in einem siedenden  Wasserbad erhitzt. Das so erhaltene Acetat  des     acetylierten        Imidazolins    der Formel  
EMI0003.0079     
    bildet ein dickflüssiges Öl, welches von  Wasser zu einer schäumenden Lösung auf  genommen wird.

        <I>Beispiel 6</I>  Man vermischt 10 Teile des unten be  schriebenen     Lactats    mit 15 Teilen     89,4 /oiger          Milehsäure    und 75 Teilen Wasser.  



  Zur Herstellung des oben     erwähnten        j-Jac-          tats    kann man wie folgt verfahren:  14,4 Teile     Caprylsäure,    10,3 Teile     Diäthy-          lentriamin,    0,1 Teil Borsäure und 50 Teile       Xylol    werden in der im Beispiel 1 beschriebe  nen Weise am     Rückfluss    zum Sieden     .erhitzt,     bis die Wasserabspaltung beendigt ist.

   An  schliessend lässt man     14,4    Teile     Caprylsäure          hinzufliessen    und erhitzt am     Wasserabschei-          der    wiederum so lange zum Sieden, bis kein  Wasser mehr abgespalten wird. Nach dem Ab  destillieren des     Xylols    erhält man 33,7 Teile  Reaktionsprodukt.  



  10 Teile des so erhaltenen     Imidazolins     der Formel  
EMI0004.0020     
    werden mit 3,1 Teilen     89,4o/oiger        Milchsäure     unter Rühren     erwärmt,    wobei man ein dick  flüssiges Öl erhält, das von Wasser zu. einer  stark schäumenden Lösung     aufgenommen     wird.  



  <I>Beispiel 7</I>  Man vermischt 10 Teile des unten be  schriebenen     quate.rnären        Ammoniumsalzes     mit 5 Teilen     89,4o/aiger    Milchsäure und 85  Teilen Nasser. Zur     Herstellung    des oben er  wähnten     quaternä:ren        Ammoniumsalzes    kann  man wie folgt     verfahren:

       10 Teile     des    im     Beispiel    6 beschriebenen       Imidazolins    der     Formel     
EMI0004.0036     
    werden mit 3,8 Teilen     Dimethylsulfat    wäh  rend 4 Stunden auf 50-55  erhitzt, wobei (las         quaternäre        Ammoniumsa.lz    als dickflüssiges  Öl erhalten wird. Es löst sieh leicht in  Wasser unter Bildung einer stark schäumen  den Lösung.  



  <I>Beispiel 8</I>  Zum Waschen von lebendem Haar stellt  man eine Lösung von 20 Teilen des im Bei  spiel 1, Absatz 1, beschriebenen Produktes     #n     80 Teilen     warmem    Wasser her. Das mit  dieser sauer reagierenden und stark schäu  menden Lösung gewaschene Haar ist gut  entfettet und besitzt neben schönem Glanz  einen angenehmen weichen Griff.     Ausserdem     ist dessen     Neigung    zur     elektrostatischen    Aufm       ladung    beim Bürsten stark vermindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Gut schäumendes kationaktives Haar wasehmittel, dadureh gekennzeichnet, dass es mindestens ein Imidazolin, das mindestens einen nichtaromatischen Rest mit min destens 7 Kohlenstoffatomen und mindestens eine Stickstoff enthaltende Seitenkette auf- weist, in Form seiner wasserlöslichen Salze, einschliesslich wasserlösliehen, qua.ternäxen Ammonixunsalze, und ferner mindestens eine sauer reagierende Verbindung enthält.
    UNTERANSPRLTCHE 1. Haarwaschmittel nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass es ein von einem Imidazolin der allgemeinen Formel EMI0004.0060 abgeleitetes Salz enthält, in welcher Formel R für einen nichtaromatischen Kohlen wasserstoffrest mit 7 bis 18 Kohlenstoif- atomen steht. 2.
    Haarwaschmittel nach Patentanspruch und Unteransprxxeh 1, dadurch gekennzeich net, dass es ein Salz eines Imidazolins ent hält, das durch Kondensation von<B>1</B> 11_o1 einer Pet.tsäure mit. 8-14 Kohlenstoffatomen mit 1 Mol Diäthylentriamin erhalten wird. 3.
    Haarwaschmittel nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich- riet, dass es ein Salz eines Imidazolins enthält, das durch Kondensation von 2 Mol einer Fettsäure mit 8-10 Kohlenstoffa.tomen mit 1 11o1. Diäthy lentriamin erhalten wird. 4. Haarwaschmittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-3, dadurch gekenn- zeichnet, dass es als saure Verbindung 'Milch säure enthält. 5.
    Haarwaschmittel nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1-4, dadurch gekenn zeichnet, dass es ferner als nichtionogenes Reinigungsmittel das Kondensationsprodukt aus 1 Mol tert. Dodecylmercaptan und 8-10 Mo1 Äthylenoxyd enthält.
CH324343D 1953-11-17 1953-11-17 Haarwaschmittel CH324343A (de)

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