CH324437A - Verfahren zur Herstellung eines neuen optischen Aufhellungsmittels der Stilbenreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines neuen optischen Aufhellungsmittels der Stilbenreihe

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CH324437A
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Fritz Dr Fleck
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung eines neuen optischen     Aufhellungamittels    der     Stilbenreihe       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren     zur    Herstellung eines neuen Auf  hellungsmittels der     Stilbenreihe,    welches da  durch gekennzeichnet ist, dass man     Cyanur-          ehlorid    oder     Cyanurbromid    in beliebiger Rei  henfolge und mit solchen Mengen von    a)     4,4'-Diaminostilben-2,2'-disulfosäure     oder einem Salz derselben,  b)     1-Ainino-2-propanol    und  c) einer basischen stickstoffhaltigen Ver  bindung     umsetzt,

      dass vorwiegend eine Ver  bindung der Formel:  
EMI0001.0011     
         worin        M    ein Kation und X den Rest einer  mit dem     Stiekstoffatom    an das Kohlenstoff  atom des     Cyanurringes    gebundenen Basisehen,       stielistofflialtigen    Verbindung bedeutet., ent  steht.  



       Zweekinässigerweise    geht man von zwei       lIol        Cya.nurehlorid,    einem     Mol        4,4'-Diamino-          stilben-2,2'-disulfosäure,    zwei     1M1        1-Amino-2-          propanol    und zwei     Mol    eines aromatischen  Amins wie Anilin,     Toluidin,        Anisidin    bzw.  von den     Sulfonsäuren    dieser aromatischen  Amine ans, wobei das aromatische Amin ganz  oder teilweise durch Ammoniak ersetzt wer  den kann.

   Es ist vorteilhaft, das     Cyanur-          ehlorid    oder das ähnlich reagierende     Cya.nur-          bromid    mit Hilfe eines     organisehen    Lösungs  mittels wie Aceton in     Wasser    zu suspendieren  und bei Temperaturen     zwischen    0 und 20 , vor  zugsweise 0 und 5  mit dem ersten Amin, bei    Temperaturen zwischen 20 und 50  mit dem  zweiten Amin, bei Temperaturen zwischen 70  und 100  mit dem dritten Amin reagieren zu  lassen und die gebildete Salzsäure mit einem       Alkalihydroxyd,        -earbonat    oder     -acetat    oder  auch mit einem der Ausgangsamine bzw.

   Am  moniak zu neutralisieren. Falls die Amine  bzw. der Ammoniak in Form ihrer Salze ange  wendet werden, wird man     zweckmässigerweise     mehr     Alkalihydroxyd    usw. für die Aufrecht  erhaltung des gewünschten     pH    verwenden.  



  Die so erhaltenen     Aufhellungsmittel    besit  zen besonders gute Affinität zu vegetabilischen  Fasern wie Baumwolle, Leinen, regenerierter       Cellulose,    Zellstoff, Papier, aber auch zu ani  malischen Fasern wie Wolle, ferner zu     Poly-          amidfasern    wie Nylon     usw.     



  Der auf den verschiedenen Substraten er  zeugte     Aufhellungseffekt    ist - besonders bei      Verwendung von Derivaten, in welchen     N     den Rest. eines aromatischen Amins darstellt   gut beständig gegen nachträgliche     Behandlung     in kaltem     Javellewasser.    Sie sind leicht lös  lich und ausgiebig und erteilen den damit  behandelten Substraten eine blaustichige  Fluoreszenz.  



  Die Behandlung der     aufzuhellenden    Ma  terialien erfolgt in irgendeinem     Herstellungs-,          Reinigungs-    oder     Spülprozess,    z. B. bei     Vis-          cose-Kunstseide    durch Zusatz zur Spinnmasse,  bei nativen     Cellulosefasern    bei der Wäsche  oder im Spülbad, bei Papier während des       Mahlens    im Holländer oder durch Aufsprü  hen auf die fertige Papierbahn.

   Die neuen  Aufheller können auch Wasch-, Netz- oder       Dispergiermitteln    zugesetzt werden oder in  Bädern zur     Anwendung    gelangen, welche     ober-          fläehenwirksame    Verbindungen enthalten.  



  Das in den Beispielen verwendete     Monoiso-          propanolamin        ist    technisches     1-Amino-2-pro-          panol,    das aus     Propylenoxyd    und Ammoniak  erhältlich ist.  



       Beispiel   <I>1</I>  Eine Lösung von 194 Teilen     Cyanurehlorid     in 1000 Teilen Aceton wird unter gutem  Rühren in 2000 Teile Eiswasser einlaufen ge  lassen. Zu der entstandenen feinen Suspen  sion von     C@#anurehlorid    lässt man in 30 Mi  nuten bei 0-5  C eine Lösung von 207 Teilen       Natrium-4,4'-diaminostilben-2,2'-disulfonat    in  1500 Teilen Wasser zufliessen. Dann werden  530 Teile 10prozentige     Sodalösung    im Laufe  von 30 Minuten eingetragen, wonach die     Di-          azoprobe    keine freien     Aminogruppen    mehr an  zeigen soll.

   Das entstandene     Natrium-4,4'-bis-          [    2,4 -     diehlor-1,3,5        -triazyl-   <B>(6)</B> -     amino    ]     -stilben-          2,2'-disulfonat    fällt in feiner Verteilung aus.  



  Bei 5-10  C lässt man eine Lösung von  164 Teilen     m-Chloranilin-chlorhydrat    in 500  Teile Wasser innert 10 Minuten zufliessen,  erhitzt dann die Mischung auf 40  und rührt  unter allmählicher Zugabe von 1060 Teilen       70prozentiger        Sodalösung    2,5 Stunden bei die  ser Temperatur. Hierauf werden 83 Teile in  250 Teilen Wasser gelöstes     Monoisopropanol-          amin    zugefügt.

   Die Temperatur wird auf  90-95  erhöht, wobei Aceton     abdestilliert.       Innerhalb 3 Stunden  erden 530 Teile     10pro-          zentige        Sodalösung    eingerührt, die Reaktions  mischung mit 8000 Teilen Wasser verdünnt,  heiss filtriert, das     Natrium-bis-        [2-m-chlor-          anilino-4-monoisopropanolamino    -1,3,5     -tria.zyl-          (6)-amino]stilben        2,2'-disulfonat    durch Aus  salzen mit 1400 Teilen Kochsalz abgeschieden,  mit Kochsalzlösung gewaschen und bei 60  ge  trocknet.

   Es stellt. eine hellgelbe, feste, pul  t     erisierbare    Substanz dar.  



  <I>Beispiel<B>23</B></I>  Man lässt in eine Lösung von 207 Teilen       4,4'-diaminostilben-2,2'-disulfosaurem        Natrium     in 1700 Teilen Wasser bei     0--4     C unter star  kem Rühren, im Laufe von 30 Minuten, eine  Lösung von 194 Teilen     Cyanurchlorid    in  1200 Teilen Aceton einlaufen.

   Dann fügt man  langsam 400 Teile     10prozentige    Natronlauge  zu, trägt - nachdem alle freien     Aminogrup-          pen        verschwunden    sind - eine mit 55 Teilen       calc.    Soda auf PH 7 neutralisierte Lösung von       17A    Teilen     Metanilsäure    in 500 Teilen Wasser  rasch ein und rührt 2 Stunden bei 40  nach.  Während dieser Zeit werden 53 Teile in 500  Teilen Wasser gelöste     calc.    Soda zugefügt.

    Hierauf gibt. man eine Lösung von 83 Teilen       blonoisopropanolamin    in 250 Teilen Wasser  zu, heizt das Gemisch 3 Stunden auf 90-9:5   auf, wobei Aceton     abdestilliert,    und hält. den       PH-Wert    durch Zugabe von 400 Teilen     10pro-          zentiger    Natronlauge zwischen 7 und B. Dabei  entsteht eine klare Lösung. Diese wird     filtriert     und das Filtrat im Vakuum zur Trockne ein  gedampft.

   Das gebildete Natrium-4,4'-bis-[2       m-sulfoa.nilino-4-monoisopropa.nolamino-1,3,5-          triazyl-(6)-amino]-stilben-2,2'-disulfonat    wird  als     natriumehloridhaltiges,    hellgelbes, in Was  ser sehr gut lösliches Pulver erhalten.  



       Beispiel,   <I>3</I>  Man ersetzt im Beispiel 2 die     Metanilsäure     durch die gleiche Menge     Sulfanilsäure    und er  hält bei sonst gleicher Arbeitsweise das Na  trium-4,4'-bis- [     2-p-sulfo    -     anilino-4-monoisopro-          panolamino-1,3,5-triazyl-    (6)     -amino]-stilben-          2,2'-disulfonat    als     natriumchloridhaltiges,    hell  gelb gefärbtes, gut wasserlösliches Pulver.

        <I>Beispiel</I>  Die nach Beispiel 1 hergestellte Suspension  von 412 Teilen     Natrium-4,4'-bis-(2,4-diehlor-          1,3,5-triazylamino)-stilben-2,2'-disulfonat    wird  im Laufe von 30 Minuten bei 5-10  mit. einer  Lösung von 203 Teilen     o-Anisidin-4-sulfon-          säure    und 53 Teilen     calc.    Soda in 500 Teilen  Wasser versetzt. Man     rührt    die Mischung  unter allmählicher Zugabe von 800 Teilen       10prozentiger    Natronlauge 3 Stunden bei 40         -eiter,    bis alle freien     Aminogruppen        ver-          seliwunden    sind.

   Dann fügt man 83 Teile       Monoisopropanolamin    zu und rührt noch  3 Stunden bei 90-95 . Dabei destilliert  das Aceton. ab, und die Mischung wird klar.  Innerhalb von 3 Stunden werden dann 400  Teile     10prozentiger    Natronlauge zugegeben.  Die Lösung wird filtriert und im Vakuum  zur Trockne eingedampft. Das     Natrium-bis-          [    2 - (2'-     niethoxy-5'-sulfo        )-anilino-4-monoisopro-          panolamino-1,3,5-triazyl-(6)        -amino]        -stilben-          2,2'-disulfonat    ist ein hellgelbes,     gilt    wasser  lösliches Pulver.  



  An Stelle von 203 Teilen     o-Anisidin-4-su1-          fonsäure    können 303 Teile     2-Naphthylamin-6-          F-disulfonsäure    angewendet, werden.  



  <I>Beispiel 5</I>  Man fügt zu der nach Beispiel 1 leerge  stellten Suspension von 412 Teilen Natrium       J:4'-bis-[2,4-diehlor-1,3,5-triazyl-(6)-amino]-          stilben-2,2'-disulfonat    75 Teile     Monoisopro-          panolamin    zu, rührt     2i/2    Stunden unter Zugabe  von 530 Teilen 10prozentiger     Sodalösung    bei 40 ,  gibt eine Lösung von 142 Teilen     Anilinhydro-          eblorid    in 300 Teilen Wasser zu und erhitzt  unter allmählichem Einrühren von 800 Teilen       10prozentiger    Natronlauge 3 Stunden auf 90 .

    Nach Verdünnen mit 3000 Teilen heissem Was  ser wird     abfiltriert    und das     Natrium-4,4'-bis     [ 2 -     anilino        -4-monoisopropanolamino        -1,3,5-tri-          azyl-(6)-amino]-stilben-2,2'-disulfonat    durch  Aussahen mit 150 Teilen Kochsalz abgeschie  den und getrocknet. Es stellt ein hellgelbes  Pulver dar.  



       Beispiel   <I>6</I>       Ersetzt    man im Beispiel 5 die 142 Teile       Anilinhydroehlorid    durch 250 Teile etwa    20prozentiger wässriger     Ammoniaklösung,    so  erhält man     Natrium-4,4'-bis-        [2-monoisopro-          panolamino    - 4 -     ämino-1,    3,     5-triazyl-    (6)     -amino]        -          stilben-2,2'-disulfonat    in Form     eines-gut-was-          serlöslichen,    hellgelben Produktes von guter  Lichtechtheit.  



  <I>Beispiel 7</I>  Man     verfährt    ähnlich wie im Beispiel 5,  verwendet aber an Stelle von 142 Teilen Ani  linhydrochlorid 175 Teile     o-Anisidinhydro-          ehlorid    und erhält ein     Aufhellungsmittel    ähn  licher Art wie das im Beispiel 5 beschriebene.    <I>Beispiel 8</I>  Zu einer Suspension von 184 Teilen       Cyanurch'lorid    in 2000 Teilen Wasser gibt man  bei 0-5  75 Teile     Monoisopropanolamin    im  Laufe von 30 Minuten zu. Hierauf fügt man,  ebenfalls in 30 Minuten, 400 Teile     10prozen-          tige    Natronlauge zu.

   Alsdann wird eine Lö  sung von 207 Teilen     4,4'-diaminostilben-2,2'-          disulfonsaurem    Natrium in 1500 Teilen Was  ser rasch eingerührt. Man     rührt    dann unter  allmählicher Zugabe von 400 Teilen 10prozen  tiger Natronlauge bei 40 , bis sich keine pri  mären     Aminogruppen    mehr nachweisen lassen.  Endlich trägt man eine Lösung von 142 Teilen       Anilinehlorhydrat    in 500 Teilen Wasser ein  und erhitzt die Mischung unter allmählicher  Zugabe von 800 Teilen 10prozentiger Natron  lauge 3 Stunden auf 90-95 .

   Das gebildete       Natrium-bis    - [2 -     anilino-4-monoisopropanol-          amino    -1,3, 5 -     triazyl    - (6)     -amino    ]     -stilben-2,2'-di-          sulfonat    wird durch     Aussalzen    mit Kochsalz  abgeschieden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Aufhel- lungsmittel der Stilbenreihe, dadurch gekenn zeichnet, dass man Cyanurchlorid oder Cyanur- br omid in beliebiger Reihenfolge und mit sol chen Mengen von ca) 4,4'-Diaminostilben-2,2'-distilfonsäure oder einem Salz derselben, b) 1-Amino-2-propanol und c) einer basischen stickstoffhaltigen Ver bindung umsetzt,
    dass vorwiegend eine Ver bindung der Formel EMI0004.0001 worin M ein Kation und X den Rest einer mit dem Stickstoffatom an das Kohlenstoffatom des Cyanurringes gebundenen basischen, stick stoffhaltigen Verbindung bedeutet, entsteht. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Reaktionskom ponente (c) Ammoniak verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Reaktionskom- ponente (c) ein primäres aromatisches Amin verwendet wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspi-Lich und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, da.ss 2 Mol Cyanurchlorid oder Cyanurbromid, 1 Mol 4,4'-Diaminostilben-2,2'- disulfosäure oder 1 Mol eines Salzes derselben, 2 Mol 1-Amino-2-propanol und 2 Mol der basi schen stickstoffhaltigen Verbindung (c) in be liebiger Reihenfolge miteinander umgesetzt werden.
CH324437D 1953-09-16 1953-09-16 Verfahren zur Herstellung eines neuen optischen Aufhellungsmittels der Stilbenreihe CH324437A (de)

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