CH324445A - Verfahren zur Begasung von Wasser in fliessenden und stehenden Gewässern - Google Patents

Verfahren zur Begasung von Wasser in fliessenden und stehenden Gewässern

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CH324445A
CH324445A CH324445DA CH324445A CH 324445 A CH324445 A CH 324445A CH 324445D A CH324445D A CH 324445DA CH 324445 A CH324445 A CH 324445A
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Bernhard Dipl Ing Moll
Kriegbaum Otto
Albert Dr Diem
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Union Rheinische Braunkohlen
Kriegbaum Otto
Albert Dr Diem
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Description


  Verfahren zur Begasung von Wasser in fliessenden und stehenden Gewässern    Ein grosser Teil der Flussläufe und Seen  befinden sieh durch Eingriffe der Menschen,  zum Beispiel Einleiten von ungeklärten Ab  wässern, Einbau von Staustufen, in einem  unnatürlichen Zustand, der sich unter an  derem in Sauerstoffmangel in     gewissen    Tiefen  und Ansammlung organischen Schlammes an       gewissen    Stellen zeigt, der bei dem anaeroben  Abbau zu Geruchsbelästib ing usw. führt.  So befinden sieh zum Beispiel im Zürichsee,  der besonders gut, untersucht ist, in der Tiefe  Wassermassen, deren Sauerstoffgehalt unter  den Mindestwert zurückgegangen ist, der für  Fische zum Leben notwendig ist.

   Diese sauer  stoffarme Zone reicht in immer höhere Re  gionen hinauf, so dass eines Tages die     Trink-          wasserversorgnng,    die jetzt. aus einer Tiefe  von etwa 40 Meter mit noch gesundem Was  ser erfolgt, gefährdet. sein kann. Dieselbe  Erscheinung ist auch an andern Seen fest  zustellen, zum Beispiel auch am flacheren  Plönersee.

   Ebenso stellt man jetzt, nachdem  die Neekar- und Mainstaustufen einige Jahre  in Betrieb sind, fest, dass sich vor den  Staustufen grosse Mengen eines organischen  Schlammes ansammelt, der auch bei Hoch  wasser wegen der zu geringen     Wasserge-          sehwindigkeit    nicht abgeschwemmt wird und  in der warmen Jahreszeit zu     Geruchäbelästi-          aIngen    führt, abgesehen davon, dass die  Fische vertrieben werden. Diese Erscheinun-    gen würden nicht oder doch viel weniger  auftreten, wenn das Wasser immer wieder  genügend Sauerstoff erhielte, um die  organische     Substanz    abzubauen.

   Dann würde  durch diesen Abbau Nahrung für nie  dere Lebewesen und weiter für die  Fische sich bilden und der Zustand des     ,Sees     oder Wasserlaufs wieder gesunden. Bei still  stehenden Gewässern bildet, sich wegen des  höheren spezifischen Gewichtes des Wassers  bei niedrigen Temperaturen eine Schichtung  derart, dass oben warmes und unten kaltes  Wasser sich befindet.

   Das oben befindliche  Wasser ergänzt aus der     darüberstehenden     Luft, begünstigt durch Wind und Wellen  gang, seinen Sauerstoffbedarf laufend, das       untenstehende    wird kaum mit Sauerstoff ver  sorgt, und wenn aus den     obern.    Wasser  schichten organische 'Teile usw. nach unten  sinken,     verzehrt    deren Abbau den vorhan  denen Sauerstoff, und die tieferen Schichten  verarmen daran. Nur im beginnenden Win  ter, wenn die 'Temperatur ,des oben befind  lichen Wassers sich dem Nullpunkt nähert,  wird es schwerer als die jetzt wärmeren un  tern Schichten, es sinkt mit seinem :Sauer  stoff nach unten, und das sauerstoffarme  Wasser aus der Tiefe     steigt    nach oben.

   Wenn  aber ein 'See viel organische !Substanz zu ver  dauen hat, genügt diese einmalige Sauerstoff  zufuhr im Jahr nicht. Man hat daher vorge-      schlagen, das Wasser durch geeignete Flügel  räder umzuwälzen, aber das kalte schwerere  Wasser der Tiefe wird immer sofort in die  Tiefe sinken. Man hat. Wasser angesaugt und  verspritzt, wobei es natürlich Luftsauerstoff  aufnimmt , aber es ist dazu ein hoher Pum  pendruck, also viel Energie, notwendig. End  lich ist vorgeschlagen,     Druckluft    auf den  Grund der Seen einzupressen. Aber auch  dieses verlangt viel Kraft, da zum Beispiel  beim Zürichsee die Luft unter dem Druck  von etwa 10 oder mehr Atmosphären stehen  müsste. Es ist ausserdem bekannt, da.ss der  artige Belüftungsanlagen, bezogen auf Sauer  stoffaufnahme, meist einen schlechten Wir  kungsgrad haben.  



       Zweck    der vorliegenden Erfindung ist nun,  eine wirtschaftliche Sauerstoffanreicherung  des Wassers zu ermöglichen.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Be  gasung von Wasser in fliessenden und ste  henden Gewässern ist dadurch gekennzeichnet,  dass das zu begasende Wasser durch eine auf  der Wasseroberfläche schwimmende Bega  sungsvorrichtung hindurchgeleitet wird.  



  Vorzugsweise erfolgt die Begasung mit  keramischen Filtern, die einen guten Wir  kungsgrad für Begasungszwecke aufweisen,  da sie das Gas in sehr feinen kleinen Blasen  austreten lassen und dadurch eine grosse Ober  fläche zum Gasaustausch darbieten. Diese Art  Filter sind am wirksamsten und     wirtsehaft-          liehsten,    wenn das Gas unter einem niederen  Druck in Wasser eingeleitet wird, das in fla  cher Schicht geeignet ausgebildete Kästen  durchfliesst. Wollte man eine derartige An  lage an Land errichten, so könnte nur direkt  am Ufer stehendes Wasser begast werden, es  müssten also, um einen     Erfolg    zu erzielen,       unverhältnismässig    viele, wenn auch kleinere  Anlagen, errichtet werden.

   Die Erfindung  vermeidef nun diese Nachteile dadurch, dass  eine derartige Apparatur schwimmend aus  geführt ist, z. B. in Form eines frei bewegli  eben Schiffes. Das Schiff kann durch seine  Freizügigkeit immer da eingesetzt werden, wo  es benötigt wird, es kann durch die Schleusen    jede Staustufe erreichen. Vorzugsweise wird  das Schiff mit langen Saug- und     Abfluss-          (Druek-)rohren    ausgerüstet, durch die das  Wasser aus jeder gewünschten Tiefenlage ent  nommen werden kann.

   Wegen des statischen  Druckes, unter dem das Tiefenwasser steht,  sind zur Hebung nur die Reibungswiderstände  zu überwinden, ja man kann das Wasser  auch von selbst in ein Becken im Schiff ein  treten lassen, dessen Wasserstand durch eine  Pumpe dauernd unter dem Wasserspiegel des  Gewässers gehalten werden kann Ebenso er  laubt das Abfluss (Druck-) r ehr, das Wasser  in die Schicht zu führen, in der man es haben  will, wobei man die Temperatur bzw. das spe  zifische Gewicht berücksichtigen wird. Das  Schiff kann, weil mit einer Antriebsmaschine  ausgerüstet, dauernd den Platz wechseln und  sich der Wassertiefe durch Verkürzen der zum  Beispiel     teleskopartig    auszuführenden     Zu-          und        Abflussrohre    anpassen.  



  In den beiliegenden. Zeichnungen sind Aus  führungsbeispiele der     erfindungsgemässen     Vorrichtung zur Durchführung des erfin  dungsgemässen Verfahrens dargestellt. Gleiche  Teile in den     Fig.1    bis 4 sind mit den gleichen  Bezugszeichen versehen.  



  In     Fig.    1 stellt 1 ein Schiff dar, das mit  der üblichen Ausrüstung zur     Fortbeweguing     mit eigener Kraft versehen ist. Als besonders  vorteilhaft erweist es sich, wenn das Schiff  mit einem oder mehreren der bekannten Ak  tivruder ausgerüstet ist, da dann das Schiff  die grösstmögliche     Bewegungsmöglichkeit    in  allen Richtungen, auch quer zum Schiffskör  per, hat. 2 ist ein mit. Teleskop     ausgerüstetes     Saugrohr, das mit einer     Hebevorrichtung    3  gehoben und gesenkt werden kann und über  ein flexibles     R.ohrstüek    4 an einem Rohrstück  befestigt ist., das dicht durch die Schiffshaut  geht und zu einer Pumpe 5 führt.

   Innerhalb  des Schiffes befindet sieh ein Schieber 6,  durch den die Leitung 2, 4 dicht geschlossen  werden kann. Im Schiff befindet sich ein was  serdichtes Becken 7, in dem die Belüftungs  kästen 8 (z. B. aus keramischem Material) ein  gebaut sind. Diese werden durch das Gebläse 9  über eine Leitung 10 mit Luft versorgt. Das      Becken 7 kann für den     Zweck    der Belüftung  auf die verschiedenste; Art und Weise aus  geführt sein. In der einfachsten Ausführung  braucht man zur Durchführung des Verfah  rens nur einen flachen Kasten, auf dessen  Boden die keramischen Filter (Belüftungs  kästen 8) aufliegen und den das Wasser der  Länge nach durchströmt.

   Eine bessere Wir  kung wird erzielt, wenn in dem Becken Ein  bauten (Schikanen) derart erfolgen, dass über  jedem Belüftungskasten (keramischem Filter)  ein nach. oben weiter werdender Raum. ent  stellt, in dem die Luftperlen frei nach oben  strömen können und durch den das Wasser  zwang läufig geführt wird.

   Durch verschiedene  Anordnung der Belüftungskästen und von  Schikanen können alle apparativen     Durehfüh-          rungsformen    der Stromführung angewendet  werden, wie Gleichstrom, Gegenstrom,     Quer-          st    rom oder Kombination davon, immer mit  den Zweck, die Mischung von Wasser und  Luft möglichst innig zu gestalten, die Berüh  rungsdauer zu verlängern und zu verhindern,  dass die feinen Luftbläschen sich zu grossen  zusammenschliessen, wodurch die wirksame  Oberfläche der Luft sich verringert.

   Die Luft  kann auch statt kontinuierlich unter Druck  in kurzen Zeiträumen pulsierend zugeführt  werden, wodurch der sonst gleichmässig per  lende Luftstrom in einzelne, deutlich erkenn  bare Horizonte aufgelöst wird, die sich beim  Aufsteigen nicht vereinigen, wodurch die For  derung, die Bildung von grossen Gasblasen zu  vermeiden, erfüllt wird. Derselbe Zweck kann  erreicht werden, wenn die Belüftungskästen  8 in ganz kurzen Zeitabständen sich auf und  ab bewegen. Das Becken 7 kann auch als Rohr  (Durchflussrohr) ausgebildet sein und die  Luft auch in der Pumpe 5 zugesetzt werden.  A2m Ende des Beckens 7 befindet sieh eine  Ablaufleitung, die genau wie im Falle der  Saugleitung mit einer dichten Durchführung  durch die Schiffshaut und einem Absperr  organ 11. versehen ist.

   Das mit Luftsauerstoff  gesättigte Wasser gelangt durch das flexible  Stiiek 12 und das Rohr 13 in die Region des  Sees, in der es gewünscht wird. Auch dieses  Rohr 12, 13 kann durch eine Hebevorriehtung    14 in die richtige Höhenlage gebracht werden.  Sowohl das Saug- wie das Ablaufrohr kann  natürlich auch an Kähnen, Pontons usw. auf  gehängt werden, wenn die Wasserentnahme  bzw. abfuhr weiter weg erfolgen soll. Even  tuell kann überhaupt auf ein Abflussrohr ver  zichtet werden. Durch die Anordnung eines  höhenverstellbaren Abflussrohres ist man in  der Lage, das belüftete Wasser in der Höhen  lage in den See hineinzubringen, in der es  für den biologischen Abbau der Verunreini  gungen am wirksamsten ist. Der Abbau kann  noch dadurch unterstützt werden, dass man  das     ZN"asser    im Becken 7 fortlaufend, z.

   B. mit  einer Bakterienkultur, impft, die den     biologi-          sehen    Abbau in der gewünschten Richtung  bewirkt, oder Chemikalien zusetzt, die     uner-          wünschte    Bakterien schädigen bzw. Chemika  lien (Düngemittel), die den Aufbau eines bio  logischen Lebens begünstigen oder solche, die  den     pH-Wert    beeinflussen. Bei dem Abbau der  organischen Substanz entsteht in erster Linie  Kohlensäure. Diese kann wieder unter Ein  wirkung des Lichtes von Pflanzen zum Auf  bau     neuer    organischer Substanz benutzt wer  den, die beim Absterben wieder Sauerstoff  benötigt.

   Daher     kann    es wünschenswert sein,  dauernd     Kohlenstoff    aus dem Kreislauf des  Lebens in dem betreffenden Gewässer heraus  zunehmen. Das kann zum. Beispiel dadurch  geschehen, dass man an dieser Stelle dem  Wasser etwas gebrannten Kalk zuführt, der  sich im Wasser löst und später mit der beim  Abbau der organischen Substanz gebildeten  Kohlensäure kohlensauren Kalk bildet. Durch  diese     Mineralisierung    ist diese     Kohlensäure     aus dem     Kohlensfoffkreislauf    des Gewässers  herausgenommen. In der gezeichneten Aus  führung steht das Wasser im Becken 7 über  dem Seespiegel, damit es ablaufen kann.

   Man  kann aber auch den Wasserspiegel im     Bek-          ken    7 tiefer halten als den Seespiegel. Dann  läuft das Wasser durch das Rohr 2 von selbst  zu, man muss aber durch eine Pumpe, die das  belüftete Wasser in den See pumpt, den Was  serstand halten. Um die dichte Durchführung  durch die Schiffshaut zu vermeiden, kann  man auch die Pumpe 5     (Fig.2)    über dem      Schiff 1 ansaugen lassen und in das Becken 7  eintauchen und ebenso den Inhalt des     Bek-          kens    7, dessen Niveau höher     liegt    als der See  wasserspiegel heraushebern. Zum. Anspringen  des Hebers ist dann ein Vakuumerzeuger 15  erforderlich.

   Man kann auch den Wasserspie  gel des Beckens 7 tiefer legen als den Wasser  spiegel des Gewässers. Dann sind die Strö  mungsrichtungen in den Rohren 2 und 13 ver  tauscht; wir hebern durch das Rohr 13 an  und pumpen durch die Pumpe 5 und das  Rohr 2 über Bord. Letztere Anordnung kann  wünschenswerter sein, weil durch das Ansau  gen mit Vakuum geringe Mengen Gas aus  dem Wasser abgesaugt werden, was im Falle  des Sauerstoffes bei der ersten Anordnung  unerwünscht ist, im Falle sonstiger Gase, z. B.  Schwefelwvasserstoff, bei der zweiten Anord  nung aber erwünscht ist. Der Kraftverbrauch  ist in allen Fällen derselbe. Für den Antrieb  der Pumpe und des Gebläses erhält das Schiff  praktiseherweise eine Energiequelle, z. B. einen  mit einer Dampfmaschine oder einem Diesel  motor angetriebenen Dynamo.

   Eine weitere  Ausführungsform stellt Fig.3 dar. 1 stellt  wieder das Schiff dar, nur sind diesmal im  Boden des Schiffskörpers zwei von Wänden  umschlossene Öffnungen vorgesehen. In der  einen Öffnung sind die Teleskoprohre 2 an  Flaschenzügen 3 senkrecht aufgehängt. Die  Pumpe 5 saugt durch das flexible Zwischen  stück 4 das Wasser an und drückt es in den  Behälter 7, in dem durch die Belüftungskör  per 8 die Belüftung erfolgt. Der Wasserstand  im Behälter 7 ist höher als der Wasserspiegel  des Sees oder des Flusses, so dass das Wasser  i aus denn Behälter 7 frei durch den Heber in  das Abflussrohr 13 abfliessen kann. Auch das  Abflussrohr 13 ist als Teleskoprohr ausgebil  det und an den Kran 14 aufgehängt, so dass  das frisch belüftete Wasser in jede gewünschte  Wassertiefe eingeleitet werden kann.

   Feste  Rohre, auch in Teleskopausführung, sind  schwer, teurer und können bei grossen Tiefen  und starken Strömungen die Bewegung des  Schiffes beeinträchtigen. Die Strömungen  können auch zu Beschädigungen der Rohre  führen. Diese Nachteile lassen sieh dadurch    vermeiden, dass statt fester- Stahlrohre grosse  Schläuehe, etwa nach Art der Feuerwehr  schläuche, verwendet werden. Der Abfluss  schlauch wird durch das abfliessende Wasser  prall gehalten, den Zuflussschlauch kann man  dadurch prall bekommen, dass man statt der  Pumpe 5 am untern Ende des     Saugrohres     (jetzt Schlauches) 2 eine Unterwasserpumpe  anordnet, die in den Schlauch 2 hineindrückt.

    Die Unterwasserpumpe, deren Motor auch un  ter Wasser arbeitet, hängt dann zweckmässig  an dem Bock der Flaschenzüge 3 und ist durch  ein elektrisches Kabel mit dem Schiffsdynamo  verbunden. Es ist nicht hinderlich, wenn die  Schläuche, ähnlich wie Feuerwehrschläuche,  nicht ganz wasserdicht sind, die Wasserver  luste sind gering. Soll ein schiffbarer Fhiss  belüftet werden, so kann, wenn die Strömung  stark genug ist, auf die Pumpe verzichtet  werden. Die Anordnung wäre dann etwa nach       Fig.    4 zu treffen.

   Hier hat das Schiff 1, das       wieder    die erforderlichen     Einrichtungen    eines  solchen hat,     vorn    einen trichterförmigen Ein  lauf 2 unter der Wasserlinie, der in das     Bek-          ken    7 führt und mit einem Schieber 6 abge  schlossen werden kann. Im Becken 7 befinden  sich wieder die Belüftungskästen S, die von  einem Gebläse 9 die Luft unter dem nötigen  Druck erhalten. Das belüftete Wasser verlässt  durch das Rohr 13 das Becken 7. Das Rohr<B>13</B>  kann durch einen Schieber 11 dicht abge  schlossen werden und ist. dicht in die Schiffs  haut eingesetzt.

   Nach Bedarf kann auch das  Rohr 13 über ein flexibles Rohrstück 12 mit  einem     Verlängerungsrohr    verbunden werden,  damit. das belüftete     'Wasser,    wenn     gewünscht,     nach unten gebracht, wird. Man könnte auch  vor die     Einlauföffnung    2 ein     Rolirstiick    der  art vorsetzen, dass das eintretende Wasser  möglichst tief am Grund entnommen wird.  Der Antrieb des Gebläses erfolgt wieder von.

    einer unabhängigen Kraftquelle, es kann hier       r,ber    auch die Strömung des Flusses zum     ein-          trieb    herangezogen werden, wenn man das       S        S        ehiff        nach        Art        der        Seliiffsmiihlen        mit        Was-          serrädern    versieht. In der einfachsten Aus  führung kann man auch zwei Schwimmkörper  nehmen und in den. Raum     zwischen    diesen      die Belüftungskästen unter Wasser montieren.

    Das Gebläse würde auf einem der Schwimm  körper oder auf der diese verbindenden  Brücke aufgestellt werden. Auch an den  Aussenseiten der Schwimmkörper können Be  lüftungskästen montiert werden, wenn da  durch die Schiffahrt nicht gestört wird. Eine  Einrichtung nach dem letzten Vorschlag kann  anch so mit dem Land oder .einer Brücke ver  bunden werden, dass entweder die Luft selbst.  oder die zu ihrer     Erzeugung    notwendige  Energie von dem festen Boden aus zugeführt  wird. Ausser der als sehr wirkungsvoll er  kannten Belüftung vermittels keramischer  Filter können zur Begasung (Belüftung) des  Wassers in der Belüftungsvorrichtung auch  die sonst in der Abwassertechnik üblichen  Belüftungsweisen verwendet werden, z. B.

    Wurfräder, Wasserv erspritzung,     Kessener-          Bürsten    oder ähnliche Konstruktionen. Die  Belüftung von Seewasser, das reich an orga  nischen Substanzen, aber arm an Sauerstoff  ist, ist. wirtschaftlicher als die Sammlung- der  Abwässer an Land und ihre Isinleitung in  @eu zu errichtende Abwässerreinigungsanla  gen. Mit den oben beschriebenen Anlagen  wird derselbe Effekt mit einem bedeutend       geringeren    Kapitalaufwand erzielt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRÜCHE</B> 1. Verfahren zur Begasung von Wasser in fliessenden. und stehenden Gewässern, dadurch gekennzeichnet, dass das zu begasende Wasser durch eine auf der Wasseroberfläche schwim mende Begasungsvorrichtung hindurchgeleitet wird. I1. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspiaieh I, dadurch gekennzeichnet, dass sie Mittel zum. Zii- und Ableiten des Wassers sowie Mittel zum Zu führet des Gases aufweist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das zu begasende Wasser aus einer tieferen Schicht des Gewäs sers zugeführt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das begaste Was ser in eine tiefere Schicht des Gewässers ge führt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Begasung in einer Vorrichtung erfolgt, die auf einem mo torgetriebenen Schiff montiert ist. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Begasung in Behältern stattfindet, durch welche: das Was ser mit Hilfe mindestens einer Pumpe hin durchgeführt wird, und dass die Gaszufuhr zu den Behältern durch feinporige keramische Filter erfolgt. 5. Verfahren nach- Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser durch eine Pumpe angesaugt wird, welche gleichzei tig auch das Gas ansaugt, und dass die Durch mischung in der Pumpe erfolgt. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser durch eine Pumpe angesaugt wird, welcher gleichzei tig das Gas unter Druck zugeführt wird, und dass die Durchmischung in der Pumpe erfolgt. 7. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Wasser vor seinem Abfluss aus der Vorrichtung mit Zu sätzen versehen wird. B. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter der art angeordnet wird, dass der Wasserzufluss ohne Pumpe erfolgt. 9. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Behälter der art angeordnet wird, dass der Wasserabfluss ohne Pumpe erfolgt. 10.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie ein feinpoTi- ges keramisches Luftfilter aufweist. 11. Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mindestens eine Pumpe aufweist. 12. Vorrichtung nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe der art ausgebildet und angeordnet ist, dass sie gleichzeitig Wasser und Gas ansaugen kann. 13. Vorrichtung naeh Unteranspruch 12, dadurch gekennzeiehnet, dass Mittel vorhan den sind, um das Gras unter Druck in die Pumpe einführen zu können. 14.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeiehnet, dass sie Teleskop rohre zur Fortleitung des Wassers aus der Tiefe und zurüek aufweist. 15. Vorriehtung naeli Patentansprueh II, daclureh gekennzeiehnet, dass sie zur Fort leitung des Wassers aus der Tiefe eine Unter wasserpumpe und eine Schlauchleitung und zur Wasserabfuhr ebenfalls eine Sehlauehlei- tung aufweist. 16. Vorriehtung naeh Patentansprueh II, dadurch gekennzeiehnet, dass sie Heber auf weist.
CH324445D 1952-12-10 1953-08-21 Verfahren zur Begasung von Wasser in fliessenden und stehenden Gewässern CH324445A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0062848A1 (de) * 1981-04-14 1982-10-20 Linde Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Sanierung von Oberflächengewässern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0062848A1 (de) * 1981-04-14 1982-10-20 Linde Aktiengesellschaft Verfahren und Vorrichtung zur Sanierung von Oberflächengewässern

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