CH324595A - Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-Heizungsanlagen - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-HeizungsanlagenInfo
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Description
Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-Heizungsanlagen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-Heizungsanlagen mit einem von einem Dampferzeuger beheizten Heisswassererzeuger und -speicher und Heizkörpern. Bei solchen Heizunganlagen ist die Verhütung von Anrostungen besonders wichtig, weil es sich hierbei um die Erhaltung grosser Werte handelt. Die bisher gegen Anrostungen getroffenen Massnahmen konnten die im Be triebe derartiger Einrichtungen auftretenden Zerstörungseinflüsse nur zum geringen Teil und daher nur ungenügend verhüten. So hat sich ergeben, dass. es keinesfalls ge nügt, wenn man druch Aufbereitung und Entgasung des Kesselspeisewassers versuchte, einen möglichst gasarmen und reinen Dampf für den Betrieb der IEeisswasserllmlauf-Hei- zungsanlagen zu, erhalten, weil das Kreislaufwasser immer wieder Gelgenheit ha, t, angreifende Gase, vor allem Sauerstoff und Kohlensäure, aufzunehmen, insbesondere, wenn es sich nicht um eine geschlossene Anlage handelt. Versuche, dem Kreislaufwasser Chemikalien für den Schutz der Gesamt-Heisswasser- Heizungsanlage zuzusetzen, brachten gleichfalls nicht den gewünschten Erfolg, weil die zeitlich wiederholt zugegebenen Chemikalien schon nach kurzer Zeit dadureh unwirksam wurden, dass sie mit dem Überschusskonden- sat aus dem Kreislaufwasser wieder abgeführt wurden. Ein laufender Chemikalienzusa. tz zum Umlaufwasser hatte ein sehr rasches und d unzulässig hohes Ansteigen der Dichte im Dampferzeuger und dadurch bedingte untragbare Entsalzungsverluste zur Folge, weil die Chemikalien aus der Heizungsanlage auch laufend mit dem Überschusswasser in den Dampferzeuger abgeführt wurden. Sowohl die Menge des Überschusssassers als auch dessen Temperatur kann stark schwanken. Letztere beispielsweise zwischen etwa 60 und 160 C. Bei niedrigeren Uber- schusswassertemperaturen gelangten die Gase wieder in den Dampferzeuger, was nicht er- wünscht ist. Bei hoheren Überschusswasser- temperaturen entstanden grosse Wärmeverluste durch Schwadenbildung, die aus wirtschaftlichen Gründen bei Speisewassertem- peraturen über 110 C mit Rücksicht a, uf fast immer bei Dampferzeugern vorhandene Rauchgaserwärmer ebenfalls nicht erwünscht sind. Durch das Überschusswasser tritt eine dauernde Verdünnung des Kreislaufwassers ein, das schon nach einer gewissen Zeit vorwiegend aus Dampfkondensat bestehen wird, das an und für sich sehon besonders stark agressiv ist und dessen angreifende Wirkun,, noch erhöht wird, wenn das Umalufwasser immer wieder Gelegenheit hat, angreifende Gase zusätzlich aufzunehmen. Ausserdem wird der zur Verfügung stehende Heizdampf nie vollkommen gasfrei sein, auch wenn das für den Da. mpferzeuger benotigte Speisewasser vorher entgast wird, weil eine 100"/oigne Ent- gasung nicht möglich ist und beispielsweise auch eine Sodaspaltwng im Dampferzeuger auftreten kann. Nach dem Verfa. hren gemäss der Erfindung werden die im Heisswassererzeuger, im Heisswasserspeicher und in den Heizkörpern ausgesehiedenen Gase durch eine Leitung vom Heisswaserserzuger einem einer den Dampf-und den Heisswassererzeuger speisenden Speisewasseraufbereitungsanlage zugeord- neten Entgaser für Zusa. tzwasser zugeführt und damm ins Freie abgeleitet und wird dem Heisswassererzeuger entgastes, Schutzalkalita. t aufweisendes und dem aus Dampferzuger und Speisewasseraufbereitungsanlage beste- henden System entnommenes Wasser zugeleitet. Das erfindungsgemässe Verfahren wird nachstehend beispielsweise an Hand der in der Zeichnung sehematisch dargestellten Heisswas ser-Heizungsanlage erläutert. Die Heisswasser-Heizungsanlage weist einen Dampferzeuger l, einen Heisswasserer- zeuger 2 mit anschliessendem Heisswasserspeicher 3 sowie die Heizkörper 5 auf, druch die das Heisswasser mittels einer Umwälz- pumpe 4 geführt wird. Nach der Abkühlung wird das Heisswasser von den Heizkörpern 5 wieder in den Heisswassererzeuger 2 zurück- geleitet, wo es über Kaskaden im Gegenstrom zu von dem Dampferzeuger 1 über eine Leitung 6 zugeführten Heizdampf läuft. Die in dem durch den Heisswassererzeu- ger 2, den Heisswasserspeicher 3 und die sehematisch durch eine Rohrschlange dargestellten Heizkörper 5 gebildeten Kreislauf- system ausgeschiedenen Gase werden durch eine Leitung 7 vom Heisswassererzeuger 2 einem Entgaser 8 für das Zusatzwasser für den Da. mpferzeuger 1 und den Heisswassererzeuger 2 zugeführt, und zwar im dargestell- ten Beispiel mit dem für die Entgasung des Zusatzwassers notwendigen Heizdampf vermischt. Der Entgaser 8 ist mit einer Gas.- ableitung 20 versehen, Das Speisewasser wird. der Speisewasser- aufbereitungseinrichtung entnommen, die aus s dem Speisewasserbehälter 9, dem bereits genannten Entgaser 8 und einer Dosiervorrich- tung 15 besteht, und dem Dampferzeuger 1 mittels der Pumpe 16 und der Leitung 17 über eine Leitung 17a zugefürt, Mittels der Dosiervorichtung 15 werden dem Speisewasser ehemische Schutzsalze zugesetzt, und zwar in einer solchen Menge, dass im Dampferzeu- ger 1 erhöhte Entsalzungsverluste nicht eintreten können. Dem Heisswassererzeuger 2 wird entgastes, Schutzalkalität aufweisendes und der Speisewasseraufbereitungseinrichtung 8, 19, 15 entnommenes Wasser zugeleitet, und zwar wird entweder Speisewasser über eine Leitung 11, die von der Kesselspeisewasserleitung 17 ab zweigt, oder dem Dampferzeuger l entnom- menes Kesselwasser über eine Leitung lla und einem Teil der Leitung 11 dem Heisswassererzeuger 2 zugeleitet. Der Wasserinhalt des durch Heisswasser- erzeuger 2, Heisswasserspeicher 3 und Heiz- körper 5 gebildeten Systems nimmt ständig zu, weil dem Heisswassererzeuger 2 Speisewasser über die Leitung 11 oder Kesselwasser über die Leitung 1la und Dampf über die Leitung 6 zugeführt wird, der durch Mi- schung mit dem abgekühlten Wasser zu Kon densat wird. Deshalb wird den Heizkörpern 5 Überschusswasser durch eine Leitung 14 ent nommen. Zur Regelung der Überschusswassermenge ist in der Leitung 14 ein Regler 18 vorgesehen, der von einem dem Heisswasser- speicher 3 zugeordneten Schwimmer 19 gesteuert wird. Das Überschusswasser wird, falls es nicht stark abgekühlt ist, dem Dampferzeuger l unmittelbar durch eine Leitung 14a zuge- leitet. Wenn die Temperatur des Überschusswassers für dessen unmittelba. re Einführung in den Dampferzeuger 1 zu gering ist, wird es dem Da. mpferzeuger 1 unmittelbar üb, er den Speisewasserbehälter 9 zugeleitet, und zwar durch eine hinter dem Regler 18 von der Lei tung 14 abzweigende Leitung 14b, die über einen Entspanner 12 zum Speisewasserbehäiter 9 führt. Wenn hingegen die Temperatur des über- schusswassers unter derjenigen des im Speisewasserbehälter 9 befindliehen Speisewassers liegt, wird das Uberschul3wasser mittels eines Temperaturreglers 13 über den Entgaser 8 geleitet, wo es zusammen mit dem Zusatzwasser aufgeheizt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-Heizungsanlagen mit einem von einem Dampferzeuger beheizten Heisswassererzeuger und-speicher und Heizkörpern, dadurch gekennzeichnet, dass die im Heisswassererzeuger (2), im Heisswasserspei- cher (3) und in den H. eizkö.rpern (5) aus geschiedenen Gase durch eine Leitung (7) vom Heisswassererzeuger (2) einem einer den Dampf- und den Heisswassererzeuger (1 und 2) speisenden Speisewasseraufbereitungsan- lage (8, 9, 15) zugeordneten Entgaser für Zusatzwasser zugeführt und dann ins Freie abgeleitet werden und dass dem Heisswassererzeuger (2) entgastes, schutzalkaltiät auf w eisendes und dem aus Dampferzeuger (1) und Speisewasseraufbereitungsanlage (8, 9, 15) bestehendell System entnommenes Was- ser zugeleitet wird.UNTEBANSPBÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das dem Heiss wassererzeuger (2) zugeleitete Wasser der einen Speisewasserbehälter (9), den Entgaser (8) und eine Dosiervorrichtung (15) für die Zugabe von Schutzsalzen aufweisenden Speisewasseraufbereitungsanlage entnommen wird.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Heisswas sererzeuger (2) zugeleitete Wasser dem Dampferzeuger entnommen wird.3. Verfahren naeh Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass Überschusswasser aus dem durch Heisswassererzeuger (2), Heisswasserspeicher (3) und Heizkörpern (5) gebildeten System druch eine Leitung (14) in den Dampferzeuger (1) eingeführt wird.4. Verfahren nach Patentanspruch 3, dadruch gekennzeichnet,dass das Überschusswas- ser unmittelbar in den Dampferzeuger (1) eingeführt wird.5. Verfahren nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass das Übersehusswas- ser durch eine Leitung (14b) über einen Entspanner (12) und einen Speisewasserbehälter (9) in den Dampferzeuger (1) geleitet wird.6. Verfahren nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass das Überschusswas- ser mittels eines Temperaturreglers (13) vom Entspanner (12) zum Speisewasserbehälter (9) über den Entgaser (8) für das Zusatz- wasser geführt wird.
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| CH324595D CH324595A (de) | 1953-08-08 | 1953-08-08 | Verfahren zur Verhinderung von Anrostungen in Heisswasser-Heizungsanlagen |
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| Country | Link |
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| CH (1) | CH324595A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1995021356A1 (en) * | 1994-02-07 | 1995-08-10 | Carlsson Bjoern | A device in a heating or cooling system with a continuous flow of system liquid in a closed conduit circuit |
-
1953
- 1953-08-08 CH CH324595D patent/CH324595A/de unknown
Cited By (1)
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