CH324667A - Verfahren zur Herstellung von Vinylestern organischer Säuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vinylestern organischer Säuren

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CH324667A
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Hopff Heinrich
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  Verfahren zur Herstellung von     Vinylestern    organischer Säuren         Vinylester    organischer     Säuren    werden  meist durch     Einwirkung    von Azetylen auf die  organischen Säuren in Gegenwart von     Queck-          silber-,    Zink- oder     Cadmiiunsalzen    hergestellt.  Die Reaktion lässt sich leicht     durchführen    mit  niederen     organischen    Säuren, wie z. B. Essig  säure, dagegen bietet sie Schwierigkeiten bei  der Verwendung von höheren Säuren, die  mehr als 6     C-Atome    im Molekül enthalten.  



  Durch Anwesenheit geringerer Mengen von  Wasser, z. B. 0,5-2  /o-, wie sie in den tech  nisch reinen Säuren meistens enthalten sind,  werden die gebildeten     Vinylester    sofort wieder       hy        drolysiert    und man erhält neben der unver  änderten Säure braune undefinierbare Neben  produkte. Bekanntlich ist es umständlich und  oft sehr schwierig, die letzten Reste an Wasser  aus den Ausgangsstoffen zu entfernen. Gemäss  der Arbeitsweise der Erfindung ist nun     dies     nicht nötig.  



  Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein  Verfahren zur Herstellung von     Vinylestern     durch     Umsetzung        organischer        Carbonsäuren     mit mehr     als    6     C-Atomen    im     iVTolekül    mit  Azetylen durch Erhitzen in Gegenwart von  Katalysatoren, das dadurch gekennzeichnet  ist, dass man die Umsetzung noch in Gegen  wart von     Carbonsäureanhydriden    durchführt.  



  Als     Carbonsäuren    mit mehr als 6     C-Atomen     im     Molekül    kommen zum Beispiel     Palmitin-          säuren,        Stearinsäure    oder insbesondere aroma  tische Säuren, wie     Benzoesäure,    Anissäure,       a-    oder     ss-Naphthoesäure,    oder Chlorbenzoe-         säure    in Betracht.

       Als        Carbonsäureanhydride     mit weniger     als    4     C-Atomen        im        Säuremolekül     eignen sich zum Beispiel     Essigsäure-    oder       Propionsäureanhydrid.     



  Die Menge des zugesetzten     Carbonsäure-          anhydrids    richtet sich nach dem Feuchtig  keitsgehalt der     Ausgangsmaterialien    und kann  zwischen 1 und etwa     5' /o    der verwendeten       Carbonsäure    schwanken. In manchen Fällen  ist die Anwendung grösserer Mengen zweck  mässig. Durch diese     Arbeitsweise    erübrigt sich,  wie bereits dargelegt, die umständliche Trock  nung -der Ausgangsprodukte, und es werden  im allgemeinen sehr gute Ausbeuten erzielt.  



  Die Herstellung der     Vinylester        erfolgt     nach den bekannten Bedingungen durch Er  hitzen der     Carbonsäure    mit Azetylen in Gegen  wart von Katalysatoren,     wie    z. B.     Quecksilber-,     Zink- oder     Cadmiumsalzen    der entsprechen  den     Carbonsäuren.    Die     genannten-        Salze    kann  man     gegebenenfalls    auch im     Reaktionsgemisch     durch Zugabe der entsprechenden Oxyde er  zeugen.  



       Beispiel   <I>2</I>  In 100 Gewichtsteile technischer reiner       Palmitinsäure    werden 1,5 Gewichtsteile Zink  oxyd unter Erwärmen aufgelöst und nach Zu  gabe von 3 Gewichtsteilen     Essigsätireanhydrid     das Reaktionsgemisch in einem     Rührautokla-          ven    mit einem Gemisch von Azetylen und  Stickstoff im Verhältnis 2: 1 bei 10-20     Atm.     Überdruck auf 175  C bis zur Beendigung der  Azetylenaufnahme erhitzt. Das verbrauchte           Azetylen        wird    jeweils durch Nachdrücken  ergänzt.

   Das     Reaktionsprodukt        wird    mit  Benzol verdünnt, der abgeschiedene Katalysa  tor     abfiltriert    und das Filtrat durch frak  tionierte Destillation gereinigt. Die Ausbeute  an     Vinylpalmitat    ist fast quantitativ.  



  <I>Beispiel</I>  500 Gewichtsteile     Benzoesäure    werden mit  2 Gewichtsteilen Zinkoxyd bis zur klaren       Schmelze        zusamxriengeschmolzen    und nach dein  Zusatz von 100 Gewichtsteilen Essigsäure  anhydrid und 500 Gewichtsteilen     xylol    in  einem     Autoklaven    mit einem     Azetylen-Stick-          stoff-Gemiseh    im Verhältnis 1     :1    bei 180 bis  l85  C und 20     Atm.    bis zur Druckkonstanz  erhitzt.

   Der ausgeschiedene Katalysator wird  nach dem     Abkühlen        abfiltriert    und das Fil  trat fraktioniert destilliert, wobei man mit  80     o/oiger    ausbeute     Vinylbenzoat    erhält.  



  In gleicher Weise erhält man aus 500 Ge  wichtsteilen Anissäure etwa 400 Gewichtsteile       Vinylanisoat    und aus     ss-Naphthoesäure    das       Vinylnaphthoat.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Vinylestern durch Umsetzung organischer Carbonsäuren mit mehr als 6 C-Atomen im Molekül mit Azetylen durch Erhitzen in Gegenwart von Katalysatoren, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung noch in Gegenwart von Carbonsäureanhydriden durchführt. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man Zusätze von Carbonsäureanhydriden von Säuren mit weni ger als 4 C-Atomen verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Zusatz Essigsäureanhydrid verwendet. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Zusatz Propionsäureanhydrid verwendet.
CH324667D 1954-01-14 1954-01-14 Verfahren zur Herstellung von Vinylestern organischer Säuren CH324667A (de)

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1204657B (de) * 1960-08-30 1965-11-11 Distillers Co Yeast Ltd Verfahren zur Herstellung von Vinylestern
DE1237557B (de) * 1962-07-10 1967-03-30 Shell Int Research Verfahren zur Herstellung von Vinylestern gesaettigter aliphatischer Monocarbonsaeuren
US7982065B2 (en) 2009-05-07 2011-07-19 Celanese International Corporation Vinyl ester production from acetylene and carboxylic acid utilizing heterogeneous catalyst
US8173830B2 (en) 2009-05-07 2012-05-08 Celanese International Corporation Vinyl ester production from acetylene and carboxylic acid utilizing homogeneous catalyst

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